TV Tipp ARD "Rabiat: Auf der Jagd" Mo, 21.10.19 | 22:45 Uhr

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#76
Und das ist genau das, was alle, die die Ausübung der Jagd "monokausal" behandeln, nie auf die Reihe kriegen werden.


Wildbestände in Kulturlandschaften MÜSSEN reguliert werden. Das ist mittlerweile auch in größten Teilen Afrikas so. Wobei Regulieren ja nichts anderes ist, als daß der Mensch als Teil der Natur seinen Beitrag zur natürlichen Sterblichkeit einer Art leistet um das Zusammenleben mit der Art weiterhin unter für alle Seiten erträglichen Bedingungen zu ermöglichen. Und wenn man das Ergebnis essen kann, und jemand auch noch dafür zahlt, daß er regulieren darf, umso besser.

Ob der dafür zahlt, weil er die Trophäe an der Wand möcht, oder weil er Spaß an der Bedienung einer Schießvorrichtung hat oder weil er sich gern stundenlang von Mücken anzapfen läßt, ist völlig zweitrangig. Wichtig ist lediglich, daß er sein Handwerk tierschutzgerecht ausüben kann.
Jetzt ergänz das bitte für die Allgemeinheit noch um den Faktor, dass der Mensch erst auf verschiedene Weisen Einfluss genommen hat (z. B. Erhöhung der Habitatskapazität für manche Arten bei gleichzeitiger Verringerung der Habitate insg.; Stichworte Maisanbau, Agrarstrukturen, Bevölkerungsdichte und nicht zuletzt Klimawandel), dann sind wir komplett einer Meinung.

Monokausal usw. :)
Vllt. liest ja die Presse oder Öffentlichkeit mit.
 
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#77
Für mich war das eine recht ausgewogene Reportage. Die Vorab-Kritik in diesem Thread war nicht gerechtfertigt.

Ich habe mitgenommen, dass

a) ich die Hunterbrothers als ziemlich sympathisch wahrgenommen habe. Das hat mich ehrlich gesagt überrascht. Nur einen anderen Namen könnten sie sich mal zulegen.
Ich fand, wie bereits mehrfach geschrieben, die von Anfang an erfrischend. Sie gehen halt ab und an unbedarfter ran als der gemütsschwere teutsche Waidmann und haben einfach Spaß beim Jagen, selbiges scheint bei manch einem verpönt zu sein ;)
Und handwerklich habe ich in allen gesehenen Filmchen noch nichts grob Falsches entdeckt, die Jungs wissen was sie machen.
 
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#78
Jetzt ergänz das bitte für die Allgemeinheit noch um den Faktor, dass der Mensch erst auf verschiedene Weisen Einfluss genommen hat (z. B. Erhöhung der Habitatskapazität für manche Arten bei gleichzeitiger Verringerung der Habitate insg.; Stichworte Maisanbau, Agrarstrukturen, Bevölkerungsdichte und nicht zuletzt Klimawandel), dann sind wir komplett einer Meinung.

Monokausal usw. :)
Vllt. ließt ja die Presse oder Öffentlichkeit mit.
Der Begriff "Kulturlandschaft" war etwas knapp gefaßt für jemanden, der nicht im Thema ist, da hast Du recht.
 
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#79
wenn wir bei den jagenden Brüdern sind.....

die beiden tun das, was sie tun, sicherlich mit viel Leidenschaft und Sorgfalt. Aber egal wie - ich für mich bleibe dabei, HighFive und freudiges Gelächter nach dem Schuß an die "unbedarfte" Öffentlichkeit zu publizieren ist mäßig raffiniert. Natürlich freue ich mich, wenn alles gut geklappt hat, der Schuß gut war, keine Flucht.... Das geht doch wohl jedem so.

Ist hier eigentlich schon mal der Begriff "Beutewillen" und "Jagdtrieb" gefallen? Das ist der Höhlenmensch in uns.... Ist so.
 
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#81
Ja. Ist es. Ich kann selber guggen. Dazu brauch ich die weder die Anwesenheit der Pächter noch der Schützen.
Und welche Erkenntnisse gewinnt man an den Knochen dann? Wohlgemerkt unter der Prämisse, das ein Gutteil der Körperteile nicht zum ersten mal anwesend ist, von Saulus wie von Paulus? Oder im falschen Jahrgang? Oder gar nicht?
 
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#82
Ohne mir alles ansehen zu müssen, was hat sie den gesagt?
Man kann vorspulen. Werd ich jetzt nicht, aber ich mein, sie hat bezweifelt, ob 3 Wochen Kurs reichen, um auf's Wild losgelassen zu werden.

Das ist ein ziemliches umfangreiches Thema, zu dem Kurs und Kursen welcher Art auch immer könnt man seitenlang diskutieren, gibt entsprechende Threads. Weiß nicht, ob wir das Faß jetzt hier aufmachen sollen.
 
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#83
Was mir ebenfalls aufgefallen ist, ist dass die Jagdgegner argumentativ sich immer nur auf ein/zwei Argumente stützen. Einmal: „der Jäger tötet aus Vergnügen“ und das Zweite: „§1 des Tierschutzgesetzes sagt, dass man keinem Tier ohne Grund leiden usw. zufügen darf“
Nicht auslassen muss man aber, dass wir meist auch immer nur mit dem gleichen Argument der Fleischgewinnung kontern und unser waidwerk damit rechtfertigen. Das kommt bei der Gegenseite ebenfalls entsprechend unglaubwürdig herüber.
Waidwerk ist viel mehr als Fleischgewinnung (welche unumstritten ein sehr wichtiger Bestandteil dessen ist), warum argumentieren wir nicht mit der Vielfalt der Argumente, die uns das Waidwerk bietet? Z.B. Notzeitfütterungen, Wildäcker eine Bejagung aus gesundheitlicher Sicht (Hegeabschüsse etc.), Hege usw.
Die Argumente unserer Seite sind üppig.
Und man kann doch auch ansprechen, dass man Tiere tötet (wie es die nicht Jäger sagen) und sich auch freut, wenn alles gut verlief. Denn die Freude etwas erlegt (getötet) zu haben, lässt sich nicht abstreiten. Sie ist ganz natürlich und „selbstverständlich“, denn man hat sich gegenüber einem anderen Individuum „behauptet“. Das muss man aber auch mit anderen Zusammenhängen in der Natur den unwissenden Menschen verdeutlichen, sodass sie es nicht komplett falsch verstehen. Wenn der Precht wieder behauptet, die Jagd und die Freude daran sei ein gestörtes Verhältnis zur Natur, dann hat er die Beziehungen einzelner Individuen in einem Ökosystem nicht verstanden, denn der Jagdtrieb ist mit der natürlichste Instinkt eines Lebewesens.

Ein solcher hypermoderner Metzger und möchtegern Jäger hat den JS in meinen Augen nicht verdient, wer die alte Weidmännische Tradition so mit Füßen tritt (meine Meinung).

Gruß
Bock
 
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#84
Und welche Erkenntnisse gewinnt man an den Knochen dann? Wohlgemerkt unter der Prämisse, das ein Gutteil der Körperteile nicht zum ersten mal anwesend ist, von Saulus wie von Paulus? Oder im falschen Jahrgang? Oder gar nicht?
Unter der Prämisse kann man ALLES sein lassen.
Und so sehe ich das daher nicht.
Wenn Du nicht weißt, welche Erkenntnis man dabei gewinnt, kann ich Dir leider an dieser Stelle hier auch nicht helfen.
Ich kann Dich aber einladen zu unserer nächsten Hegeschau und es Dir dort erklären.
 
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#85
Wenn der Precht wieder behauptet, die Jagd und die Freude daran sei ein gestörtes Verhältnis zur Natur, dann hat er die Beziehungen einzelner Individuen in einem Ökosystem nicht verstanden, denn der Jagdtrieb ist mit der natürlichste Instinkt eines jeden Lebewesens.
Grins. Wer da ein gestörtes Verhältnis hat, bliebe festzustellen.

Andererseits muß man natürlich berücksichtigen, wie der Begriff "Verhältnis" jeweils definiert wird. Er verwendet in dem Zusammenhang häufig das Wort "Kuscheln". o_O
 
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#88
Ein netter und gefälliger Bericht der Generation Y (Why) für die Generation Z.

Alles dabei:
Der an seinen alten Sünden mümmelnde Förster und Hundeführer , der nicht verstehen kann dass man Rehen zwischen die Augenschießen möchte ( wer will das und wer machts??) und keine Antwort hat warum ER es solange gemacht hat.

Der Philosoph, der in bekannter Manier die Welt und die Schlechtigkeit der Menschen erklärt, ohne allerdings einen Lösungsansatz für seine Theorien zu bieten. Aber sein Buch wurde wenigstens genannt.

Beavis und Butthead, die so richtig schön ihre 5 Minuten Promidasein verkackt haben und sich als Knallchargen, demnächst mit Ballermann, geoutet haben.

Auch der Metzgerjäger mit dem Hinweis auf zuviel Fleischkonsum fehlte nicht; war aber durchaus sympathisch in seiner Offenheit,an der es so manchem Traditionsjägerlein (Stabenhorstsyndrom) mangelt.

Und richtige ehrliche Jäger wie die zwei Mützenbrüder (verdienen schon den Namen "Ehrlich Brothers") und die Familie Götzfried, die zeigte, wie Jagd, Generationen übergreifend Kultur und Handwerk und natürlicher und freudiger Teil des Lebens sein kann.

keine Antwort gabs auf aktuelle Fragen zu Wolf,ASP und Wildmanagement ohne private Jagd...aber das wäre zuviel und zu komplex für die Zielgruppe You tube.

Bei der Ethikfrage blieb unerwähnt, ob es denn einen Unterschied bei der Wildregulierung nach Abschußplanerfüllung macht ; ob ein schießgeiler Trophäenknaller , ein waidgerechter Traditionsjäger, ein Gourmetkoch mit Jagdschein oder ein Opel Zafira das Wild aus der Statistik entfernt.

Dennoch ohne Beckmesserei:
Es war weder tendenziös noch langweilig;...und wohl auch besser als Dmax prekariats-reality.

Nur was blieb hängen?
ich fürchte:
"3500 Euro und 14 Tage Crashkurs AR 15 gekauft und ab in den Wald um den Hirschbraten für Weihnachten zu holen" (also doch Dmax)?

ich wünschte:
Gute nachhaltige Jagd betreiben ,integriert in Familie, Umwelt und Gesellschaft zur Freude des Jägers und zu Wohle und Erhalt einer Umwelt die auch und gerade Nichtjäger gerne mit Wildtieren (ob als Braten oder als betrachtenswerte Überraschung auf dem Spaziergang) teilen.



Halali
 
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#89
...
Waidwerk ist viel mehr als Fleischgewinnung
...
Z.B. Notzeitfütterungen, Wildäcker eine Bejagung aus gesundheitlicher Sicht (Hegeabschüsse etc.), Hege usw.
Die Argumente unserer Seite sind üppig.
...
Gerade das sind meiner Meinung nach keine glaubwürdigen Argumente. Besonders, da meine Motivation eine andere ist und ich sie schon nicht nachvollziehen kann.
 
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#90
Gerade das sind meiner Meinung nach keine glaubwürdigen Argumente. Besonders, da meine Motivation eine andere ist und ich sie schon nicht nachvollziehen kann.
Bei den Argumenten ging es auch eher darum zu verdeutlichen, dass uns nicht daran etwas liegt Wild zu erlegen, sondern wir uns auch um das Wild kümmern, sprich es hegen.
Ich habe darin durchaus eine Motivation, aber jeder tickt anders. ;)

Gruß
Bock
 
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