Unsere Niederwild Sabbelecke

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#61
Welcher Grenzstein ???:no::what:

Der ist schon seid Jahren irgendwo unter der Erde...

Unwissenheit schützt vor Ärger nicht. Hatten mal das Problem im eigenen Wäldchen, unser damaliger "Nachbar" war der Meinung, dass die Bäume, die er eingeschlagen hat, auf seinem Grund standen. Dem war aber nicht so. Will gar nicht näher drauf eingehen, aber es endete vor Gericht und der Schaden, den er durch den Einschlag bei uns angerichtet hat wurde nochmal mit Gerichtskosten, Anwaltskosten etc. gekörnt. Gar nicht so billig ist es auch, den Grenzstein wieder finden zu lassen und dann prüfen zu lassen, ob der auch wirklich da liegt, wo er hingehört :biggrin:

Bevor man aber diesen Schritt geht sollte man wirklich alles dran setzen dieses im Guten zu regeln.

Sauenglück
 
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#62
Das Unterpflügem von Feldwegen, Ackerrändern etc. ist hier auch ein Problem, Viele Feldwege sind mittlerweile verschwunden, Hecken ebenso. Die ursprüngliche Breite der wirtschaftswege ist fast durchgehend von 7 Metern ( 3 Meter weg+ 2x2m Bankette) auf 3,50 mete r geschrumpft. Der Rest würde weg gepflügt. Wohlgemerkt in der Regel geschieht dies auf fremden Grund, zumeist Grund der Kommune. Als ich diese Thematik mal als sachkundiger Bürger im Umwelt und wegebauausschuss auf die Tagesordnung gebracht und auf die Vorgehensweise im benachbarten Kreis aufmerksam gemacht habe, würde ich von Vertretern fast sämtlicher Parteien, auch der eigenen fast gesteinigt. Rat und verwaltung halten es mit den drei Affen: nichts sehen,hören oder sagen.:no:
So was muss viel mehr publik gemacht werden. Danke das du es angesprochen hast. Bei uns in der Gemeinde gab es mal das bestreben Starßeninseln und Straßenränder mit Blühmischungen zu versehen. Die sind auch alle wieder verschwunden. Auf mine Nachfrage warum...Schweigen Schweigen Schweigen
 
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#63
Ja, viele Landwirte pflügen Wegeränder um, beseitigen Hecken oder mähen Niederwild tot. Ich finde es auch nicht toll, aber es wird sich auch nicht ohne weiteres ändern lassen.
Aber wir sollten uns auch mal an die eigene Nase fassen. Welche Flächen bewirtschaften denn die Landwirte? Ich kenne sehr viele Jäger, die auch Grundeigentümer sind und ihre Flächen mit größtmöglichem Gewinn verpachten. Warum werden denn nicht teilweise Flächen zurück behalten und Niederwildfreundlich gestaltet? Oder warum werden in die Pachtverträge keine Klauseln mit aufgenommen, dass Fläche X als Blühstreifen zu bewirtschaften ist? Nicht nur Landwirte sind Gewinn Orientiert, Jäger sind es auch...
Ich bin allerdings kein Landwirt, falls der Eindruck entstanden sein sollte.
Und es gibt glaube ich in jedem Revier Ecken, wo sich in Sachen Niederwild was machen lässt. Man muss es dann nur wollen und auch investieren (nicht nur in Waffen).

WmH

Georg -Franz
 
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#66
Georg- Franz: Aber das rechtfertigt doch nicht fremden Grund und Boden zu beackern ? Sollen wir auch im Supermarkt einklauen gehen , weil wir gewinnorientiert handeln sollten ?
 
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#67
Das sagt auch keiner, aber wenn man in einem Ort wohnt, man sich kennt, mit den Landwirten befreundet ist, man sich in den selben Vereinen engagiert und man auch aufeinander angewiesen ist, dann sollte man immer mit einem gewissen Fingerspitzengefühl handeln. Was nicht heißt, dass man alles hinnehmen muss. Aber man muss sich immer noch in die Augen gucken können.
Und ich bin immer noch der Meinung, dass man nicht von den Landwirten etwas einfordern soll ( Blühstreifen,...) , wenn ich selber nicht mit gutem Beispiel voran gehe.

Georg-Franz
 
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#68
In letzter Zeit hatte ich häufiger Waschbären auf meinen Kameras und da ich jetzt ein wenig mehr Zeit habe eine Falle gestellt als Köder habe ich mich entschieden es mal mit billig Leberwurst im praktischen Köderbecher äh in der Plastikschale zu versuchen!
Bin mal gespannt ob sich was fängt:cool:
 
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#70
Danke für den Tipp:thumbup:
Werde ich testen da ich sowieso gerne Räucherfisch esse passt das ganz hervorragend :)
 
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#71
Jo Räucherfisch ist top da wo erlaubt :).
Raubwildbejagung ist definitiv einer der Faktoren die der Jäger direkt beeinflussen kann und damit extrem wichtig. Leider liegt das Hauptproblem aus meiner Sicht jedoch in der sich verändernden Landschaft. Die Thematik landwirtschafliche Monokulturen, Wiesen mit 4-5 Schnitten pro Jahr und entsprechnder Ausbringung von Gülle und Pestiziden /Herbiziden /Fungiziden wurde ja schon angesprochen. Fehlende Grünstreifen und Hecken, Knicke, Brachen und vor allem das Fehlen von Insekten als Nahrungsquelle etc. machen ein Überleben unseres Niederwildes immer schwieriger. Ist politisch ja auch nicht interessant. Ein Wolf ist im Auge der Öffentlickeit. Ein Hase oder das Rebhuhn eben nicht. Da hilft nur Eigeninitiative wo möglich und ein ständiges Klopfen an den Türen der politischen Welt und der manchmal gar nicht so ineffektive Versuch auf ortsebene Naturschutzorganisationen wie z.B. NABU und die örtlichen Jäger zum Gespräch zusammen zu bringen. Mein erster Pächter arbeitet gut mit dem örtlichen NABU Herrschaften zusammen. Ein paar sehr sinnvolle Projekte haben die schon gemeinsam hinbekommen. Und auch die Imker im LK haben sich schon an einigen Blüstreifen beteiligt. Wo ein Wille ist ist auch ein Weg auch wenn es mühsam ist.
In der Landwirtschaft ist auch einiges möglich ohne auf Maschineneinsatz verzichten zu müssen.
Hab mal nen Bericht gelesen, da hat ein Landwirt in Frankreich seine Felder so aufgebaut, dass er möglichst optimal mit seinen Maschienen arbeiten kann und trotzdem Lebensraum für das Niederwild lässt. Er hat die Felder möglichst lang gemacht um die einzelnen Abschnitte optimal mit seinen Maschinen bearbeiten zu können und möglichst wenig Zeit durch Wendemanöver zu verlieren. Ich hab mal ne Skizze aus dem Gedächnis gezeichnet. Hoffe ihr könnt meine Hyroglyphenschrift lesen.

 
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#72
Im Sommer wurde bei uns ein großer Rapsschlag gedroschen. Früher waren das drei Felder mit unterschiedlichen Feldfrüchten, aber dann wurde das mal zusammengelegt.

Ich saß auf einem Hochsitz daneben und wartete auf Schwarzwild (kam aber nur ein Fuchs).

Was soll ich sagen. Die Riesenfläche wurde mit 3 Mähdreschern geerntet, die wild durcheinander fuhren. Mal wurde hier eine neue Schneise gedroschen, dann wurde am anderen Ende mal hin- und hergefahren. Dazwischen musste immer mal wieder auf die Anhänger gewartet werden.

Es wäre überhaupt kein Problem gewesen, wenn das Feld nur 1/3 der Größe gehabt hätte. Da wären die auch nicht schneller fertig gewesen.

Da reden sich die Landwirte selber was ein, oder es ist regelrecht böser Wille vorhanden, vielleicht ist es auch einfach von der Intelligenz nicht möglich, statt drei Riesenfeldern neun lange Schläge zu bestellen.

Das so ein Riesenrapsfeld ein Schwarzwilddorado ist, sei nur nebenbei erwähnt. Zum Glück zahle ich da nur eine Wildschadenspauschale.
 
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#73
Hallo, hab mal eine Frage an die Fallenjäger unter Euch.
Stelle sie absichtlich hier, einerseits um den Fallenjagd-Faden nicht zu versumpfen und andererseits weil ein komplett neuer Faden dafür auch nicht lohnt.
Wie kontrolliert Ihr bei euch die verschiedenen Fallen, persönlich oder nutzt Ihr hierfür Fallenmelder. Ein Fallenmelder ist sicherlich eine feine Sache, ich frag mich aber ob man da nicht 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte und eine Wildkamera mit GPRS nutzen könnte. Wenn Bewegung um oder sogar Richtung Falle geht müsste die ja bei richtiger Positionierung auslösen und ein Bild schicken. Die Zuverlässigkeit dieser Methode erscheint mir ziemlich ebenbürtig im Vgl. zum Fallenmelder. Und wenn das Frühjahr ansteht nutze ich die Kamera einfach woanders.

WaiHEi
 
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#74
Meine Fallen haben fast alle zwei Eingänge, wäre schwierig bis unmöglich, mit nur einer WK pro Falle das abzudecken.
Außerdem sind WKs nicht so sonderlich zuverlässig (und zudem viel teurer), ich würde mich bei einer Falle darauf nicht verlassen wollen. Wenn das Wild auf dem Weg in die Falle die WK nicht auslöst, bekommt man auch keine Meldung. Beim Fallenmelder schon, auch wenn mal kurz kein Empfang ist, dann später.
 
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Danke für die Antwort, bei uns steht aktuell keine mit 2 offenen Eingängen, das wäre also kein Problem.
Welchen Fallenmelder nutzt du? Selbstbau?
Preislich finde ich die Fallenmelder nicht sonderlich unterschiedlich zur Wildkamera, Minkpolice z.B. ruft stolze 209 Euronen auf, da ist der Weg nicht mehr weit zu einer Kamera mit GPRS. Eigenbau ist sicherlich deutlich preiswerter, wäre für mich aber aktuell keine Alternative.

WaiHei
 
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