Veränderungen im Verhalten des Wildes durch Bewegungsjagden

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Alles sehr ineressant. Hat nur seit x Seiten nix mehr mit dem Thema zu tun. Das Verhalten des Wildes war gefragt, nicht das des Jägers....
 
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Alles sehr ineressant. Hat nur seit x Seiten nix mehr mit dem Thema zu tun. Das Verhalten des Wildes war gefragt, nicht das des Jägers....
Völlige Verkennung, denn das Wild richtet sich leichter nach dem Jäger, als es der Jäger nach dem Wild kann :cool: (zumindest die meisten nicht)
 
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Wildbiologisch vernünftige! Rehwildabschusspläne sind NICHT wildbiologisch vernünftig, ebenso wenig wie Abschusspläne für Schwarzwild oder Ringeltauben.



Doch, ich will was Anderes, was ganz Einfaches: die Jagd muss nur sicherstellen, dass ALLE Baumarten ohne Schutzmaßnahmen aufwachsen können. Weniger aus rein okonomischer Sicht, sondern aus der Einsicht, dass unser gesunder, stabiler Wald lebensnotwendig ist und aktuell im Klimawandel unsere ganze Hilfe braucht.



Absolut ok.



Da liegt der Hase im Pfeffer, mein Gutster:
Das Optimieren von Spaß der "finanziellen Leistunmgsträger" ist natürlich legitim, so lange es legitim, also im Rahmen der bestehenden Gesetze, ist. Und diese Gesetze machen demokratisch gewählte Politiker. Da die "typischen finanziellen Leistungsträger" dazu neigen, ihren persönlichen Spaß in astronomische Höhen zu treiben (mein Haus, mein Auto, meine Freundin, meine Yacht, mein Flzgzeug, meine Jagd!), i.d.R. unter Einsatz guter Lobbyisten, muss die Gemeinschaft ihnen Grenzen setzen, um in vernünftigen Bahnen zu bleiben, damit diese "Spaß-Maximierungs-Süchtigen" den Menschen im Staat nicht zu sehr schaden und vielleicht auch etwas dem dekadenten Verfall Einhalt gebieten. UND DA kommen meine "jagdrechtlichen Regelungen" ins Spiel, die den maximalen persönlichen Spaß am Töten herrenloser Tiere eben auch in vernünftige Bahnen lenken, was konkret bedeutet, dass die verpachtenden Waldbesitzer mit ihren Jagdpäcchtern aushandeln, welchen Wildbestand sie sich wünschen und welche Summe der Jäger dann noch zu zahlen dafür bereit ist. Wenn aber im staatlicchen Wald nebenan andere Ziele gelten, z. B. dass der Wildbestand alle Baumarten ohne Schutz hochkommen lassen muss (natürlich unter Wahrung des §1 BJG).



So ist es.



Witzige Vorstellung mit einem Lizenzsystem in Deutschland. Das würde übrigens auch massiv in Eigentümerinteressen eingreifen und objektive Ermittlung der behördlichen Vergabe von Abschusshöhen ist ja wohl nur ein Traum, der von Hoffnung genährt wird.

Meine Vorstellung hinsichtlich des Lizenzsystems sind nicht mehr oder weniger witzig, wie die Vorstellung und der absurde Glaube, dass per privatwirtschaftlich geschlossenem Vertrag unter marktwirtschaftlichen Bedingungen ökologisch vernünftige Jagd ausgehandelt würde.

Bei einem klugen Lizenzsystem ist es aber wahrscheinlicher. Natürlich nicht für Dich, weil Du unsere Forstwirtschaftlichen Gutachten als Nonsens erklärst. Ich will aber auf KEINEM FALL, dass Jäger und Grundeigentümer die nächsten hundert Jahr lang den Abschuss auskarteln, denn die Wahrscheinlichkeit, dass in der Zukunft da mehr Dumme als Kluge am Tisch sitzen, halte ich vor dem Hintergrund unserer Entwicklungen für beinahe unerträglich hoch und der Ökologische Waldumbau (Klimaschutzwald) hat nix damit zu tun, möglichst viel tot zu schießen. Da gehört bedeutend mehr dazu. Wenn da jeder aushandelt, was er will, wird das nix.

Das mit den Eigentümerinteressen würde ich jetzt mal gewaltig relativieren. Wo hat den die Mehrheit der Bauern, zwingend eingebunden in die Genossenschaft heute noch was zu sagen?
Ein Lizenzsystem könnte man sehr fair gestalten.

Ich habe den Eindruck, Du denkst etwas abschätzig über die Leistungsträger mit Betonung auf "meine" Jagd, mein Haus, mein Weib usw. usf. Deshalb empfehle ich Dir noch einmal, zu lesen, was ich über Kapitalismus und Marktwirtschaft geschrieben habe.

Dort wo Geld zuhause ist, werden Gesetze interpretiert und diskutiert, man vergleicht sich und macht Deals. Nur der gemeine Pöbel ist gezwungen, Gesetze wörtlich zu nehmen. Egal ob in der Diktatur, Demokratie oder Monarchie. Und das find ich auch ganz normal, weil es noch nie anders war und auch nie anders sein wird, es sei denn, die Welt geht unter.

Die Bauern bekamen auch nur das Jagdrecht, weil sie sonst verhungert wären und ein Verhungerter kann schlecht dienen. So einfach ist das.

Wer das einmal begriffen hat, der wird nicht neidvoll auf die Leistungsträger schauen (denn die haben sich das alles erarbeitet), sondern sich überlegen, wie man etwas ändern kann, damit die Natur möglichst gut dabei weg kommt und das möglichst verträglich für alle Beteiligten, anstatt immer nur die in den Vordergrund zu stellen, die den Ranzen nicht mehr voll kriegen können.

Und schon sind wir bei der Frage, wo eigentlich der Stein steht, worin gemeißelt ist, dass das Jagdrecht mit Grund u. Boden zwingend verknüpft zu sein hat, wenn dieses System augenscheinlich zu immer mehr Spaltung, Unwägbarkeiten und Unterschieden führt.

Und wo steht der Stein, worin gemeißelt ist, dass der Staat die sauenähnliche Vermehrung der Jäger nicht gravierend eindämmen darf, soll, muss, um die Stürmung der Wälder, Wiesen und Felder sowie unnötigen Jagddruck zu unterbinden?

So und jetzt haben wir noch das ewige Gesäusel von Dir und Deinen Ökonomischen Talibans im ÖJV, wonach alles und jedes Pflanzerl dieser Welt, einmal auf deutschem Boden erfolgreich oder versuchsweise angebaut OHNE Schutzmaßnahmen aufzuwachsen hätte. Im Bayerischen Waldrenditeoptimierungsgesetz steht da zwar noch "...im Wesentlichen", wenn ich nicht irre, aber im Prinzip ist das auch schon wurscht, weil die ganze Ideologie Krampf ist.

Es hat nix mehr mit Ökologie zu tun, wenn ich aufgrund veränderter Umweltbedingungen, Nutzungsverhalten, Lebensraumgestaltung, die der Mensch zu verantworten hat, gezwungen bin, Habitate künstlich aufzufrischen, Versuche mit nicht heimischen Arten zu planen, Wiederaufforstung zu betreiben, etc. etc., weil Naturverjüngung allein nicht mehr ausreicht UND dafür ein paar ausgewählte Arten die Zeche zahlen lasse, weil die halt gerade einigermaßen gut damit klar kommen und zB junge Baumschultannen oder Douglasien oder noch Wertvolleres vernaschen. Wer ist denn dafür verantwortlich, dass wir das nun tun müssen?

Das ist ein zutiefst sittenwidriges, amoralisches und verlogenes Verhalten, welches dringend einer Korrektur bedarf.

Ökologisch Jagen heißt, so zu jagen, dass aureichend Naturverjüngung aufgeht und sich der Wald selbst erneuert bzw. stärkt. Naturverjüngung verträgt aber auch zu einem gewissen Grad die Nutzung durch das Wild, denn davon gibt es normalerweise genug. Wer mal mit dem Förster mitgegangen ist, der weis und sieht das. Komplett anders verhält es sich aber bei Anpflanzungen. Das ist vom Menschen künstlich geschaffen und das bedarf auch eines künstlichen Schutzes, wenn sich im Übrigen Naturverjüngung gut entwickelt.

Wer hier so schießt, dass der Schutz entfallen kann, hat sich am Ende doppelt an der Natur vergangen und schiebt den Klimaschutzwald nur vor, weil er schlecht sagen kann, dass er am Ende des Wachstums nur ein paar Festmeter Holz zu besseren Preisen verkaufen will und folglich nur für seinen Geldbeutel deutlich mehr Wild sterben soll.
 
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Gemeinsam soll waaas erreicht werden??
Und dann zwangsläufig wie??

Hier in den Foren wird waaas erreicht? Einige übertreffen sich hier gegenseitig am aufzeigen von Problemen, wobei es bei den Lösungen eher hapert.
Hat sich schon mal einer an wirksamerer Stelle zu Wort gemeldet?
Oder in einem Verbandsblatt, Jagdpresse oder namhfter Zeitung etwas gebracht?
Ist einer dabei, der sich in einem Verband engagiert um damit bei Regierungen seine Anliegen vorzutragen? Klar, dass Gast-Editorials schwer unterzubringen sind, schon die Redakteure der Jagdzeitungen tun sich schwer, für die Mitglieder den Ton zutreffen, der nicht zur Kündigung des Abos führt.
Uns hier gegenseitig auf die Schulter zu klopfen bringt so wenig, wie auf der Deutungshoheit einer eigenen Meinung zu bestehen, ein paar hier lassen ja wissen, wie sich die Jagd der Zukunft vorstellen.
Allein das Verhalten des Wildes durch die Bejagung, insbesondere bei DJ, lässt noch zu viele Fragen offen, um jagdpolitische Tendenzen bemühen zu müssen. Aber wie überall im Leben hängt eben alles mit Allen zusammen.
-Meinungen transparent machen
-Einblicke für Außenstehende, die sich interessieren
-Mediale Aufmerksamkeit
-Leute die denken können und wollen, zum Nachdenken anregen
-Blickwinkel verändern
-Förderung der Diskussionskultur (wie auch immer die aussieht)
-Verbandsfuzzis (die hier auch mitlesen oder denen es zugetragen wird) mal die Festplatte durchschütteln
-Aus anderen Meinungen Kluges herausfiltern und sich selbst zu Nutze machen

Man muss nicht unbedingt "organisiert" sein bzw. in einer Organisation arbeiten, um Sichtweisen in die Politik zu tragen. Es werden gelegentlich auch Einzelmeinungen wahrgenommen. Es kommt darauf an, wie der Empfänger einer Information persönlich die gesendete Information bewertet, inwieweit sie ihm in sein eigenes Weltbild passt, etc. etc.
Für den Einen ist sie Stuss, für den anderen ein Impuls zur Veränderung des Blickwinkels.
 
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.....Dort wo Geld zuhause ist, werden Gesetze interpretiert und diskutiert, man vergleicht sich und macht Deals. Nur der gemeine Pöbel ist gezwungen, Gesetze wörtlich zu nehmen....
.... Wer das einmal begriffen hat, der wird nicht neidvoll auf die Leistungsträger schauen (denn die haben sich das alles erarbeitet), ...
:ROFLMAO:
 
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..... Egal ob in der Diktatur, Demokratie oder Monarchie. Und das find ich auch ganz normal, weil es noch nie anders war und auch nie anders sein wird, es sei denn, die Welt geht unter.

Die Bauern bekamen auch nur das Jagdrecht, weil sie sonst verhungert wären und ein Verhungerter kann schlecht dienen. So einfach ist das.....
Dann wird Dir auch klar sein, dass es nie anders war, dass die "selbsternannten Leistungsträger" ihr Vermögen immer entweder Raubzügen oder der Ausbeutung des "Pöbels" zu verdanken hatten, so lange ihren Spaß mit Macht und Geld steigerten, bis es unerträglich wurde und zu Revolutionen führte, z. B. 1848, nachdem die Bauern ihr Jagdrecht bekamen, weil sonst Wildherden durch adliges Jagdregal ihre Ernte weg gefressen hätten. Das war nie anders und ist auch ganz normal. So einfach ist das. ;)
 
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Man sollte an der Stelle vielleicht mal betonen, dass das forstliche Gutachten alles andere ist aber sicher nicht objektiv und ehrlich. Vielfach wird von weniger als einem Promille der Fläche auf den Rest geschlossen. Dazu die subjektive revierweise Aussage des Försters, die das Papier nicht wert ist auf dem sie steht. Tut doch bitte nicht so, als wäre es das Allheilmittel, Bullshit. Drei Förster, vier Meinungen. Dazu wird regelmäßig nochmal im ALF frisiert wenn die Ergebnisse zu gut sind, passt halt nicht in die ideologischen Ziele.
 
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#159
deine Epistel erinnert mich an die aktuelle Standortbestimmung und Meinungsbildung bei der SPD.
Schönes Wochenende und Waidheil
 
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Dann wird Dir auch klar sein, dass es nie anders war, dass die "selbsternannten Leistungsträger" ihr Vermögen immer entweder Raubzügen oder der Ausbeutung des "Pöbels" zu verdanken hatten, so lange ihren Spaß mit Macht und Geld steigerten, bis es unerträglich wurde und zu Revolutionen führte, z. B. 1848, nachdem die Bauern ihr Jagdrecht bekamen, weil sonst Wildherden durch adliges Jagdregal ihre Ernte weg gefressen hätten. Das war nie anders und ist auch ganz normal. So einfach ist das. ;)
DIr ist aber nicht der Unterschied zw. dem Raubadel vor 1848 und den heutigen Leistungsträgerm bewusst. Den Unterschied zu erklären, ist meist aber gar nicht einfach bzw. unmöglich, weil jeder irgendwie glaubt, er leiste Besonderes. Aber ich versuche es trotzdem mal kurz und gut: Der Leistungsträger hat sich den Neid des Neidhammels ersichtlich fast immer erarbeitet (reiche Erben gibt es im Vergleich zu armen Teufeln wenig), wohingegen der Neider das Mitleid als Folge seiner Armseligkeit stets großzügig geschenkt bekommt. ;)
Aber Deine neidvoll anmutende Replik auf die Leistungsträger hat uns irgendwie vom Thema weggebracht. :cool:
 
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Man sollte an der Stelle vielleicht mal betonen, dass das forstliche Gutachten alles andere ist aber sicher nicht objektiv und ehrlich. Vielfach wird von weniger als einem Promille der Fläche auf den Rest geschlossen. Dazu die subjektive revierweise Aussage des Försters, die das Papier nicht wert ist auf dem sie steht. Tut doch bitte nicht so, als wäre es das Allheilmittel, Bullshit. Drei Förster, vier Meinungen. Dazu wird regelmäßig nochmal im ALF frisiert wenn die Ergebnisse zu gut sind, passt halt nicht in die ideologischen Ziele.

Alles im Leben lässt sich optimieren, aber wenn Du behauptest, dass etwas "frisiert" wird, solltest Du das auch gerichtsverwertbar beweisen können. Wenn Du die Aufnahmeregularien selbst GENAU kennst und bei Dir im Revier macht der Förster Deiner Meinung nach einen Fehler, dann kannst Du Gesprächsbedarf anmelden und zwar an Ort und Stelle.

Wenn Jäger und Grundeigentümer Abschusspläne eigenverantwortlich auskarteln, ist das noch viel größerer Bullshit, weil im Extremfall in Revier A alles zusammengeschossen wird, was bei drei nicht hinterm Busch ist und in Revier B weniger bis nix hochkommt, weil sich keiner dafür interessiert bzw. die Pacht hoch genug ist. Das nenne ich ökologischen Bullshit.
 
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