Veränderungen im Verhalten des Wildes durch Bewegungsjagden

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Ein Satz für zwischendurch: "Die Zeiten der Treiberwehr" gab es speziell beim Rotwild noch
nie, allenfalls die Zeiten hinter der Treiberwehr.
 
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Zurück zum Thema:

Vielleicht haben die lausigen Strecken derzeit auch etwas mit der Größe der Jagden zu tun... Ein Vergleich:

Bei uns war am WE Drückjagd in 5 Revieren mit knapp 100 Teilnehmern. Auf der Strecke lagen gesamt: 1 Bock und 4 Füchse.

Gleichzeitig lief bei einem Bekannten von mir im gleichen Ort ein Minidrückerchen mit 7 Schützen. Dort lagen: 5 Sauen und 1 Reh.

Vom Glücksfaktor einmal abgesehen:

Ich denke, das Anstellen von 7 Leuten bedeutet praktisch keine Beunruhigung, während das Anstellen von knapp 60 Schützen eine deutliche Störung darstellt - schon allein wegen der Dauer.

Es kommt, wie ich bereits an anderer Stelle sagte, auch dazu, dass man auf den Jagden kaum noch Hunde laufen sieht. Auf der großen bei uns liefen genau 2 Hunde frei - ein DK und ein KlM.... Das ist einfach zu wenig und es sind auch die falschen Hunde für sowas.
Die Größe ist es nicht. Da wird einfach viel (alles) falsch gemacht.

Mein Gegenbeispiel vom Wochenende. Einmal 80 Schützen 41 Stück. Zweite Jagd ca. 25 Schützen, 10 Stück. Hundeanzahl weiß ich nicht genau bei der großen Jagd. Es waren viele, vom Stand geschnallte Stöberhunde. Ich hab in der Früh auch keinen Meutenführer gesehen. Bei der kleinen hatte jeder zweite min. 1 fährtenlaut jagenden Hund.

Ich konnte auf jeder Jagd ein Reh, alle 4 Läufe am Boden, vor einem fährtenlaut jagenden Hund erlegen. Die Laute Jagd dauerte einmal 15min und einmal 35min. Beide Stücke wurden, von meinen selber geschnallten Hunden, vor mir in der Dickung hoch gemacht. Als die Rehe dann nach kurzer Flucht wieder zurück in den Einstand wechselten konnte ich sie erlegen. Beide Rehe hatten ordentlich Vorsprung vor dem Hund. Bei beiden Stücken setzte die Totenstarre ein. Sicher eins meiner besseren Wochenenden. Bei einem laut jageden Hund ist es garnicht nötig auf fliegende Rehe zu schießen. Die bleiben oft genung stehen. Wenn nicht bei mir, dann beim nächsten oder über nächsten Schützen.
 
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Die Anzahl und Eigenschaften der Hunde sind entscheidend. Aber auch, zu wissen, wo man geschickterweise Schützen hinstellt. An den richtigen Stellen platziert brauchts oft keine große Mannschaft. Der Knackpunkt ist, daß man mit kleiner Mannschaft viel schneller mal was gedrückt hat, und dabei Erfahrung sammelt, als mit dem großen Besteck.

Ein Quentchen Glück gehört aber halt auch dazu, besonders auf Sauen. Heut waren sie nicht daheim :cry: :sad:.
 
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Sprich, je mehr Schützen da sind, um so größer ist die bejagte Fläche. Eine größere Fläche braucht aber auch mehr Hunde. Ohne Hunde lässt sich kaum mehr effektiv jagen. Die Zeiten der Treiberwehren sind vorbei.
Habe jetzt alle Seiten gelesen,hätte ich mir sparen können. Kann jetzt viele ehemalige Forumsmitglieder verstehen hier Ihre Mitwirkung einzustellen.
Dachte es wird mal wieder ein interresanter Faden, Fehlanzeige.:unsure:

Trotzdem mal noch was zu meinen bescheidenen Erfahrungen.@Conram ich habe das schon sehr oft geschrieben ,es kommt auf die jeweiligen Revierverhältnisse an das ist entscheident.
Warum brauche ich einen Stöberhund wenn es im gesamten Revier außer ein paar kleine Beerenbüsche und kleine Fichtenanflüge keine große Dickungen gibt. Die laufen ein paar Spaziergänger viel ruhiger ab als jeder Hund.Wo in einem 50 ha Eichenwald durch den ich schauen kann brauche ich einen Stöberhund,da laufe ich ganz allein nur mal hustend oder klopfend durch und bringe alles auf die Beine.Ich kenne mein Revier.
Sonnabend drei Jäger ein Spaziergänger drei Schuß drei Treffer ,2 Sauen ein Reh alles top Treffer was will man mehr.:D
Und noch eine Bemerkung ,auf Jagden wo ich eingeladen war,gab es eine Feststellung, es gibt immer weniger Jagdhelfer ,also bleiben nur Hunde übrig und da wird alles in den Busch gejagt was vier Beine hat.

Gruß Seppel
 
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Ich starte mal den Faden "Wie man eine Drückjagd plant". Ich denke, wenn man sich darüber austauscht, kommen wir vielleicht auch der gegenwärtigen Streckenproblematik auf den Grund.
 
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So ein Quark. Nicht jeder Tag ist Fangtag, das war so, das ist so und das wird auch immer so bleiben. Heute 3 kleine Drücken im Freundeskreis, 8 Schützen, 5 Hunde und Durchgehschützen.
Strecke in den letzten 10 Jahren manchmal ein Stück Damwild, immer einige Sauen von 3-15 , 2-3Rehe und Raubwild. Heute 1 Reh und 2 Füchse, es kam nur 1 ÜL vor und der konnte nicht beschossen werden, da es keinen Kugelfang gab... Auch das ist Jagd.
 
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So ein Quark. Nicht jeder Tag ist Fangtag, das war so, das ist so und das wird auch immer so bleiben. Heute 3 kleine Drücken im Freundeskreis, 8 Schützen, 5 Hunde und Durchgehschützen.
Strecke in den letzten 10 Jahren manchmal ein Stück Damwild, immer einige Sauen von 3-15 , 2-3Rehe und Raubwild. Heute 1 Reh und 2 Füchse, es kam nur 1 ÜL vor und der konnte nicht beschossen werden, da es keinen Kugelfang gab... Auch das ist Jagd.
Das schon. Das kannst du aber nur dann auch mit Fug und Recht für dich verbuchen, wenn du alle dir möglichen Hebel im Vorfeld in die richtige Position gebracht hast und nicht schon vor der Jagd durch Schlamperei glänzt.
 
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......wenn es im gesamten Revier außer ein paar kleine Beerenbüsche und kleine Fichtenanflüge keine große Dickungen gibt. Die laufen ein paar Spaziergänger viel ruhiger ab als jeder Hund.......
.....Sonnabend drei Jäger ein Spaziergänger drei Schuß drei Treffer ,2 Sauen ein Reh ....
Da hast Du natürlich recht, dass man keine Hunde braucht, wenn man ein kleines Revier ohne Dickungen hat. Das ist aber ungewöhnlich und nicht das Modell, das wir hier diskutieren. Hier geht es um typische Waldreviere von >300 ha und davon einige dutzend ha Dickungen. Die bejagt man nicht effektiv mit 10 Jägern und zwei Spaziergängern.
 
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So ein Quark. Nicht jeder Tag ist Fangtag, das war so, das ist so und das wird auch immer so bleiben......
Der Anfang stammt ja aus dem selten dämlichen Spruch: "Jeder Tag ist Jagdtag, aber nicht jeder tag ist Fangtag."

Klar, dass es immer weniger "Fangtage" gibt, wenn man jeden Tag zum Jagdtag erklärt, getreu dem beliebten Motto: "bloß auf keinen Tag mit Jagdspaß verzichten, auch wenn man dabei das Wild immer scheuer macht".
 
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Mensch, nimm doch wieder Deine Medizin, damit der geistige Durchfxll aufhört.
Keine Zeit für sinnlose Medizin, musste jagen heut früh.
Und was soll ich sagen, es war mal kein Fangtag! ;).....trotz reichlich Anblick in der WBK:

IMAGE_175_0.jpg

Das ist das Schöne an der Wärmebildtechnik, dass man nur sehr selten noch in Wild reinläuft, weil es beim Angehen noch zu dunkel war. Also war ich dort im gefrorenen Graben gehockt und hab die Rehe gehütet, bis es heller wurde. Dann sind alle trotz gutem Wind spitz von mir weg gezogen und das wars. Auf eins hätte ich mit gewissem Risiko eines abgelenkten Geschosses noch durch dünne Zweige beschießen können, war mir aber zu riskant.
 
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Dann hast Du Dich hoffentlich am guten Anblick erfreut und nicht nur gegrämt, weil es nicht geknallt hat:unsure:
Guten Rutsch und Waidmannsheil. Ach übrigens veranstalte ich am Samstag wieder eine Spaßjagd mit Freunden ;)
 
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Dann hast Du Dich hoffentlich am guten Anblick erfreut und nicht nur gegrämt, weil es nicht geknallt hat:unsure:
Guten Rutsch und Waidmannsheil. Ach übrigens veranstalte ich am Samstag wieder eine Spaßjagd mit Freunden ;)
Danke, Dir auch einen guten Rutsch und ein glückliches neues Jahr mit bester Gesundheit und viel Waidmannsheil!

Also gegrämt habe ich mich nicht, dass es nicht geknallt hat. Gefreut habe ich mich aber auch nicht, aus den Zeiten bin ich lange raus, dass mir allein der Anblick vieler Rehe großes Vergnügen bereiten würde. Freuen kann ich mich an vertrautem Wild in den langen Pausen zwischen den Jagdintervallen, wenn es die Ruhe zum Äsen im hellen Licht nutzt, ohne dass es sich verstecken und dort schälen oder Forstpflanzen verbeißen muss.

Wenn ich jage, ist das IMMER mit dem Ziel verbunden, Abschüsse zu erreichen und das ist mir heute Morgen nicht gelungen. Kein Grund zum Ärgern, aber auch keiner zu Freuen. Morgen früh klappt es sicher besser. ;)
 
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