Verbot von Halbautomaten auf DJden?

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Schnelles Hinterherknallen, nur vielleicht weil das Stück nicht sofort fällt, ist eines guten Handwerkers nicht würdig...

Wenn ich mich bei bewegter Jagd routiniert und besonnen verhalte, vermag ich den richtigen Moment für einen tödlichen Kammertreffer zu nutzen (Rot-/Rehwild verhofft; Sauen nicht hochflüchtig und vertretbare Distanz) und weiß das auch im Moment des Schusses, daß ich ordentlich abkomme.
Fluchtstrecken bei Kammerschüssen sind normal, vor allem bei gedrückten Stücken, auch das weiß man. In solchem Fall hat man nachgeladen, bleibt drauf und guckt halt nicht schon aufs nächste Stück. Zu erkennen, wann wirklich ein Nachschuß angebracht ist, hat auch was mit Jagderfahrung zu tun.

Oder aber ich knalle irgendwie überhastet auf ein flüchtiges Stück, dann ja, dann sind die großen Magazine natürlich gerechtfertigt. :rolleyes:

Aber HA und große Magazine braucht man ja deshalb um Strecke zu machen, indem man 2 bis 5 Stücke aus Verbänden herausschießt... :LOL:

Die Zeiten von jagd-po....s haben einen schlechten Einfluß und vermitteln dem Normal(Jung)Jäger Verhältnisse, die nicht real sind.
 
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Schnelles Hinterherknallen, nur vielleicht weil das Stück nicht sofort fällt, ist eines guten Handwerkers nicht würdig...
Experimente am noch lebenden und damit leidensfähigen Lebewesen auch nicht.
Es bricht niemand ein Zacken aus der Krone wenn er vom eigenen Können und der Technik her nachschießen kann und das auch tut.

Der zweite Schuss macht absolut nichts kaputt was nicht der erste Schuss ohnehin schon hätte kaputt machen sollen!
Vielleicht kriege ich das jetzt in den falschen Hals, aber den Schützen dafür als weniger guten Handwerker abzustempeln - das für mich ein Gschmäckle.
 
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Reine Schießfertigkeit kennzeichnet gutes jagdliches Handwerk nicht allein.
Der scharfe Blick und die Konzentration aufs beschossene Stück - den man schon sehr sehr oft tat - das gehört unabdingbar dazu.

Es hat nichts mit Rührseligkeit zu tun, wenn jemand ein Stück mit sichtbarem Schuß ins Leben nicht nochmal beschießt, sondern eher damit, daß er sich nicht beweisen muß, welch doller, schneller Schütze er ist oder er schätzt die Situation eben falsch ein. Was nicht notwendig ist, unterlässt man.

Nachschießen, bevor ein Stück in einen Steilhang geht, ist etwas anderes...eine höchst seltene Situation. Selbst das bewirkt u.U. kein sofortiges Zusammenbrechen.
 
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Hab mir jetzt nicht alles durchgelesen, viele sprechen mir aus der Seele. Natürlich sind es immer einzelne die negativ hervorstechen. Wenn ich aber nach Tschechien auf eine Drückjagd mit deutschen Gästen gehe, dann wird es schon konkreter. Man glaubt nicht was in manche Krachlatte - egal ob Flinte oder Büchse - für ein kleiner Eimer voll Murmeln reingeht. Unterm Strich sieht es für mich so aus: HA-Schützen erlegen nicht mehr Wild als andere, nur mit höherem Patronenverbrauch. Anders gesagt: Man kann nicht durch Geschwindigkeit wettmachen, was an Richtung fehlt.
Offensichtlich haben diese Erfahrung auf die Summe der "Anwender" bezogen auch noch andere gemacht.
Mein Ex-Chef hatte einen HA. Ich würde mal sagen, so jedes 3. Stück Schalenwild hatte zwei Schuss drauf. Nicht das der erste nicht saß, aber wenn Rotwild nicht blitzartig zusammenbrach, dann saß ein zweiter Schuss 10 cm daneben. Das war schon Gewohnheit.
Forensiker nennen sowas Übertötung. Psychologen ordnen da bestimmte Motive zu. Ist dein Ex-Chef Förster? 😂

Guillermo
 
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Experimente am noch lebenden und damit leidensfähigen Lebewesen auch nicht.
Es bricht niemand ein Zacken aus der Krone wenn er vom eigenen Können und der Technik her nachschießen kann und das auch tut.

Der zweite Schuss macht absolut nichts kaputt was nicht der erste Schuss ohnehin schon hätte kaputt machen sollen!
Vielleicht kriege ich das jetzt in den falschen Hals, aber den Schützen dafür als weniger guten Handwerker abzustempeln - das für mich ein Gschmäckle.
Ich glaube nicht, dass er es so gemeint hat wie du es verstanden hast. Angerührt geht das beschossene oft noch ein Stück weit, selbst bei optimalsten Treffer, ein überhastetes Nachschießen ist da unnötig. Als erfahrener Jäger weist du in den allermeisten Fällen ob das Stück die Kugel sauber bekommen hat. Du merkst auch im Schuss wenn was nicht gepasst hat. Nicht weil man so überragend gut ist, sondern weil man aus Erfahrung gelernt hat. Es geht also nicht darum auf ein schon beschossenes Stück solange sein Magazin zu leeren bis es liegt, sondern erst mal um sauberes abkommen. Saubers abkommen sollte man im Sinne der Kreatur nicht durch Magazinkapazität oder Feuerkadenz auszugleichen zu versuchen. Auch nicht auf DJ. Rehwild zeichnet im Schuss recht gut, wenn mann es verhoffend oder vertraut ziehend beschießt.
Es geht nicht darum jemanden falsches handeln zu unterstellen. Jagd ist Handwerk, da kann immer mal was daneben gehen. Vielleicht bin ich da als Durchgeher und Hundeführer auch zu sehr von Einzelfällen im Denken beeinflusst.

Leider bekommen bei dem anhaltenden Trend den Jagdschein zu machen, immer mehr revierlose Jungjäger keine Jagdmöglichkeit und können somit keine Erfahrungen sammeln. Und so beginnen sie ihr jagdliches tun auf DJ im Staatsforst.
 
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Als erfahrener Jäger weist du in den allermeisten Fällen ob das Stück die Kugel sauber bekommen hat. Du merkst auch im Schuss wenn was nicht gepasst hat. Nicht weil man so überragend gut ist, sondern weil man aus Erfahrung gelernt hat.
Dazu trinkst Du am besten mal mit einem erfahrenen Nachsuchen-Führer einen Kaffee oder ein Bier. :sneaky:

Es ist keinerlei Fehler machbar beim Nachschießen.
Beim ersten Eindruck beim bzw. nach dem Schuss hingegen schon.
 
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Dazu trinkst Du am besten mal mit einem erfahrenen Nachsuchen-Führer einen Kaffee oder ein Bier. :sneaky:

Es ist keinerlei Fehler machbar beim Nachschießen.
Beim ersten Eindruck beim bzw. nach dem Schuss hingegen schon.
Es geht doch nicht um das notwendige Nachschießen, es geht um das nicht notwendige/überhastete nachschießen.
Warum sollte ich bei einem deutlichen tödlichen Treffer das Stück auf seiner kurzen Todflucht nochmal beschiessen, es sei denn aus Unsicherheit?
 
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Ich rate Dir nochmals zum Thema "Sicherheiten/Unsicherheit" das Gespräch mit einem erfahrenen Nachsuchen-Führer zu halten.

Finger krumm richtet keinen Schaden an. Finger dem eigenen Ego zuliebe grade kann das sehr wohl.
 
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Ich rate Dir nochmals zum Thema "Sicherheiten/Unsicherheit" das Gespräch mit einem erfahrenen Nachsuchen-Führer zu halten.

Finger krumm richtet keinen Schaden an. Finger dem eigenen Ego zuliebe grade kann das sehr wohl.
Okay, lassen wir das. Ich glaube wir meinen das gleiche, schreiben aber aneinader vorbei.
 
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Dazu trinkst Du am besten mal mit einem erfahrenen Nachsuchen-Führer einen Kaffee oder ein Bier. :sneaky:

Es ist keinerlei Fehler machbar beim Nachschießen.
Beim ersten Eindruck beim bzw. nach dem Schuss hingegen scho
da bin ich ganz klar bei @Löffelmann
Wie deffiniert sich nötig ? in Sachen Tierleid nicht messbar, relativ und subjektiv.

Wie lange ist den eine angemessene totflucht, wie lange habe ich nach dem ersten Schuss zeit noch sicher einwirken zu können.

Eine Denke von wegen so und so lange darf es schon dauernd bis der tot eintritt finde ich anmassend um nicht zu sagen unwaidmännisch

Mein Fazit Lieber 2 Löcher als eine eventuelle nach oder Totsuche
 
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Jo, aber wenn das Stück umfällt, dauert es meist bis das Leben raus ist und da können anscheinend manche nicht zuschauen und knallen noch mal drauf.
Und das ist überflüssig, immerhin wird schließlich auch ein Lebensmittel produziert.
Das Stück fällt um, durchladen, drauf bleiben.
 
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Wie im echten Leben vielleicht nicht ganz Schwarz oder Weiss....

Jetzt kann sich jeder so viele Szenarien zusammen spinnen in welchem das eine oder andere Handeln verteufeln oder gutheissen will.

ich bleib dabei: im zweifel 2 Löcher
 
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Hi

Es geht doch nicht um das notwendige Nachschießen, es geht um das nicht notwendige/überhastete nachschießen.
Warum sollte ich bei einem deutlichen tödlichen Treffer das Stück auf seiner kurzen Todflucht nochmal beschiessen, es sei denn aus Unsicherheit?

Es kommt schon vor, dass man glaubt, man sei gut abgekommen, aber der Treffer ist trotzdem nicht optimal, oder? ;)

Wenn das Stück auf der Drückjagd nach dem ersten Schuss nicht deutlich zeichnet und die Chance für einen schnellen zweiten Schuss besteht, dann geht der sicherheitshalber raus!
Egal ob mit Geradezug Repetierer, Bockdoppelbüchse, oder dem bösen Selbstlader :cool:

Viele Grüße,

Oliver
 
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Problem bei den YouTube gebildeten ist das es dort so rüberkommt als war es normal das jede Sau im Schuss sofort rolliert. Dann schießt man selbst und die flüchtet weiter und denkt da stimmt was nicht 🤣
 
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