Verbot von Halbautomaten auf DJden?

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Die Diskussion mit den Halbautomaten ist nicht neu.
Der traditionsbewusste teusche Waidmann braucht aber so eine Höllengerät nun auch nicht. Wie es sich auf einer richtigen Drückjagd gehört wird jedem Stand und Schützen ein Lader zu geteilt, im besten Fall reist der Schütze auch mit einem paar Schwesterndoppelbüchsen an. Der Lader wird kurz in die Waffen eingewiesen und dann kann die Kanonade beginnen.


Das Problem mit schlechten Erfahrungen mit Schützen die HA führen sehe ich eher im Bereich der Bezahljagden und großen Forstjagden, auf privaten Drückjagden kennt man die, die man einlädt oder wo man eingeladen wird. Man hält sich an die Regeln und waidwerkt verantwortungsvoll. Wer das nicht möchte oder kann ist dann nicht mehr dabei.
 
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Wer hat denn nur nen HA als drückjagdtaugliche Waffe?
Nimmt man halt was anderes aus dem Schrank...
Würde jetzt ungern meinen Repetierer mit 56er Glas auf ner DJ führen. Daher, siehe meinen vorigen Beitrag, ist dann für mich "Hahn in Ruh'".

Das heisst aber auch nicht, daß ich mich darüber empöre, jeder kann die Vorgaben machen, die ihm sinnvoll erscheinen.
Ich muss die halt nur nicht zwangsläufig mitgehen.
 
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25 Aug 2018
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Hallo ins Forum,
so langsam treffen die DJ Einladungen 2022 ein und gleich eine der ersten enthielt eine Überraschung:
" Der Einsatz von halbautomatischen Schußwaffen ist verboten!" Also auf dieser DJ - nicht allgemein. Ich bin zwar selbst kein Freund der Vollernter, habe aber bisher eine solche Formulierung noch nicht gesehen. Offenbar hat man hier nun die Reißleine gezogen, nachdem die Bitten der letzten Jahre, maximal 3 Schuß in die Halbautomaten zu laden , nichts gefruchtet hat. Wie sehen Eure Erfahrungen diesbezüglich aus? Interessieren würden mich konkrete Verbote - wenns geht!
Einfach die Einladung nicht annehmen.
 

BAL

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Mir geht es ähnlich wie dem Düsseldorfer.
Ich habe einen Repetierer in .308 mit einem 2,5-15x50 Glas, einen Halbautomaten in 9,3x62 mit einem 1-6x24 Glas und eine Bockdoppelflinte.

Zur Not nehme ich halt die Waffe mit, die am zweitbesten für die DJ geeignet ist.
Es ist allerdings nicht die Waffe, sondern der Steuermann der im Zweifel unangenehm auffällt.
Wer mit einem Halbautomaten unangenehm in Erscheinung tritt wird mit einem Repetierer nicht zu einem besseren Menschen und mit solchen Leuten möchte ich nicht gemeinsam jagen.
 
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generelles HA Verbot auf Drückjagden kenne ich bisher nicht.
HA mit militärischem Aussehen (z.B. MR308) werden auf DJ wegen der "Öffentlichkeitswirkung" nicht gern gesehen, bzw. Ansitz ja, DJ njet.
 
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generelles HA Verbot auf Drückjagden kenne ich bisher nicht.
HA mit militärischem Aussehen (z.B. MR308) werden auf DJ wegen der "Öffentlichkeitswirkung" nicht gern gesehen, bzw. Ansitz ja, DJ njet.

Das ist der Hauptgrund sonst gar nichts, direktes HA Verbot herrscht auch nicht, wenn der HA optisch wie ein traditioneller Repetierer aussieht ist es kein Problem.
Bei Treibjagden im Herbst sind HA-Flinten gar nicht gerne gesehen, wird vom Jagdleiter sogar heimgeschickt, für die Krähenjagd haben einige eine HA-Flinte, bei Gesellschaftsjagden im Herbst halt unerwünscht.
 
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Grundsätzlich ist mir egal mit welcher Waffe wer zur Jagd geht, aber auf meinen Gesellschaftsjagden (nur Niederwild) sind Halbautomaten auch nicht erwünscht. Der Grund ist ganz einfach, ich unterstelle niemanden, dass er damit nicht umgehen könnte oder dass es ein schlechtes Werkzeug wäre (habe selber einen zur Krähenjagd), sondern mir geht's darum dass oft von jagdfremden Fotos fallen, auch kam schon mal vor das wer mitten durch den Trieb gerannt ist etc. Und bei so einer Schützenkette mit 30 Personen erkennt man in solchen Fällen die gebrochene Flinte schneller als den ungeladenen Halbautomaten mit Fähnchen oder leerer Hülse im Auswurffenster.

Ich denke der Einladende wird seine Gründe haben
 
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Persönlich ist es mir relativ egal wer mit welcher Waffe auf der DJ erscheint, das Verhalten ist entscheidend. Der Personenkreis der hemmungslos drauflos feuert, macht das auch mit einem Repetierer, der Schütze entscheidet über sein Verhalten, nicht die Waffe!

Ich führe selbst eine noch recht "zivil" aussehende Browning BAR in 308, günstig, leicht, handlich und mit entsprechender DJ Optik bestückt. So richtig zur Geltung kam die bisher noch nicht, Schweine Tripletten hatte ich bisher nur mit der R8 😁
 
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Das Problem mit schlechten Erfahrungen mit Schützen die HA führen sehe ich eher im Bereich der Bezahljagden und großen Forstjagden, auf privaten Drückjagden kennt man die, die man einlädt oder wo man eingeladen wird. Man hält sich an die Regeln und waidwerkt verantwortungsvoll. Wer das nicht möchte oder kann ist dann nicht mehr dabei.

Leider auch nicht immer so. Bei einer "Privatjagd" einen Schützen mit deutlichen Defiziten in der Sicherheit gesehen. Der Schütze hat das schon immer so gemacht und es ist nichts passiert. Den Jagdleiter drauf angesprochen, bekommt man die sinngemäße Antwort: "Ich weiß, dass der Schütze sich falsch verhält, aber ich sage nix, weil ich auch bei ihm eingeladen werden möchte".

Ja, das ist anekdotisch. Das es ein Einzelfall ist, glaube ich nicht.
 
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Leider auch nicht immer so. Bei einer "Privatjagd" einen Schützen mit deutlichen Defiziten in der Sicherheit gesehen. Der Schütze hat das schon immer so gemacht und es ist nichts passiert. Den Jagdleiter drauf angesprochen, bekommt man die sinngemäße Antwort: "Ich weiß, dass der Schütze sich falsch verhält, aber ich sage nix, weil ich auch bei ihm eingeladen werden möchte".

Ja, das ist anekdotisch. Das es ein Einzelfall ist, glaube ich nicht.
Oh ha, also wenn bei mir einer die Sicherheit daheim lässt wird das angesprochen, wenn´s eklatant wäre würde ich diese auch bitten direkt zu gehen. Und wenn ich eins sicher nicht machen würde, eine Jagdeinladung zu folge, auf der die Leitung bekanntermaßen unsicher waidwerkt. Jagd und Jagderfolgt rechtfertig keinen Verstoß gegen die Sicherheit.

Aber zurück zu den HA, wer mit 1-2 Schuss nicht in der Lage ist ein Reh oder eine Sau sauber zu strecken schafft es mit 5-10 auch nicht. Und ich selber hatte auch noch nicht das Glück, auf DJ eingeladen worden zu sein, auf denen ich einen gebraucht hätte, alleine der Anzahl an gleichzeitig anlaufenden Wildes wegen. Mehr als eine Doublette war mir noch nie vergönnt gewesen. Wer einen HA sicher händelt und die Kugel sicher ins Ziel bringt, der bringt auch das Führen einer solchen Waffe nicht in Verruf.
 
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Ich nutze für Drückjagden ein MR308. Damit hatte ich bis dato noch nie Probleme, im Gegenteil. Bei einem Jagdherren wurde ich explizit darum gebeten es mitzunehmen und bei einem anderen wurde mir beschieden: "Ich kenne dich ja, daher habe ich auch kein Problem wenn du mit dem Ding aufkreuzt."
Den einen oder anderen dummen Spruch habe ich dafür schon geerntet, aber da muss man halt auch mal ignorieren können.
Sollte es bei der DJ ein Bleiverbot geben dann muss ich auf meine Tikka ausweichen. Aufgrund der Optik allerdings auch nur ein Kompromiss.

Ich vergleiche das gerne damit wenn ich beruflich einen Auftrag bekomme. Dann nehme ich das Werkzeug mit mit dem ich am besten arbeiten kann.
 
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ElCaracho

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Naja, manche sind mit einem Geradezug Repetierer fast genauso schnell wie mit einem HA, bzw. Ihr Schießverhalten ähnelt dem eines“auffälligen“ HA Schützen… einfach mal 3-5 Schuss mehr oder weniger kontrolliert in die Botanik hauen.

Bester Satz jeder DJ Ansprache:

"Egal wer hier welche Büchse führt - Wer leer hat und kein Wild im Sichtbereich liegt, genießt ab sofort die gute Morgenluft und lässt das Wild Wild sein. "
 
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generelles HA Verbot auf Drückjagden kenne ich bisher nicht.
HA mit militärischem Aussehen (z.B. MR308) werden auf DJ wegen der "Öffentlichkeitswirkung" nicht gern gesehen, bzw. Ansitz ja, DJ njet.
Ich verstehe nicht, wer da was sehen will. Die Waffe wird im Futteral transportiert, am Stand ausgepackt, nach dem Abblasen wieder eingepackt und im Auto verstaut. Hier sieht niemand mehr, welche pöhhhse Kanone der Schütze verwendet hat.
Oder steht Ihr da immer noch mit geschulterter Waffe an der Strecke????
Gruß-Spitz
 
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Das wird z.T. so gehandhabt damit man die Pösewichte nicht gleich erkennt. Die Ihre Waffen offen tragen sind mir i.d.R. sympatischer. Wenn ich erkennen kann das ein Verschluß offen ist hab ich besseres Gefühl als wenn ich vermute das eine Waffe fertiggeladen und entsichert im Futteral darauf wartet loszugehn.
 
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