Verlust der Jagdfreude bis hin zum beenden des Hobbys.

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Der Hinweis mit dem Forst ist nicht verkehrt. Die Konditionen, Erwartungen und Spielregeln sind transparent. Ein klares Vertragsverhältnis ohne Machtspielchen und Allüren. Natürlich gibt es auch hier Widrigkeiten, Auflagen und Hürden für die man Kompromissbereitschaft und eine gewisse Anpassungsfähigkeit mitbringen sollte - wie immer im Leben. Es ist ein Geben und Nehmen. Es ist auch eine komplett andere Form der Jagd, die nicht jedem zusagen wird. Wie hier der Hase läuft, ist aber von Anfang an dabei klar und keine Willkür. Gefällt einem das alles nicht, unterschreibt man diesen Vertrag eben von vornherein nicht. Passt es im Nachhinein irgendwann nicht, weil der Rahmen sich geändert hat und nicht mehr stimmt, dann zieht man die Konsequenz und geht. Aber es gibt keine zwischenmenschlichen Komplikationen und Enttäuschungen - und ehemalige Freunde werden nicht plötzlich Feinde. Es ist zunächst einmal ein rein geschäftliches Verhältnis, aus dem vielleicht eine Jagdfreundschaft erwachsen kann aber nicht zwingend muss. Man ist und bleibt persönlich relativ frei (absolute Freiheit ist eine Utopie) und das ist ein wichtiger Faktor für die dauerhafte Freude an der Jagd.
 
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Regeln gibt es überall und es muss auch überall jemanden geben, der diese Regeln setzt und kontrolliert. Im Interesse der Jagd und aller Beteiligten. Man muss diese Regeln auch nicht immer verstehen, aber man sollte sie für sich akzeptieren können. Beim Forst sind diese Regeln nach meiner Erfahrung immer glasklar und transparent. Jeder weiss worauf er sich einlässt und sollte man sich dabei trotzdem geirrt haben, dann kann man gehen ohne das gleich die ganze Jagdwelt untergeht. Love it, or leave it! Das Change it... kann man beim Forst getrost vergessen. Wer damit umgehen kann, könnte beim Forst jagdlich sehr glücklich werden.😉
 
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Nei, das kann nicht sein, da ich dort, seit einigen zig Jahren einen Begehungsschein habe, aber trotzdem lieber im Feldrevier jage;)
 
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@äsungsfläche sorry, aber muss ich dir widersprechen, da irrst du! In forst muss keiner, er kann... Es gibt viele Jäger die jahrelang in einem Revier jagen und durch ihr handeln auch was entste6sehen. Das freut und verbindet. Bei mir hat jeder die Möglichkeit von niederwild bis zum rothirsch alles zu erlegen. Bei mir könnte man auf 7-8 verschiedene Wildarten jagen. Nur zufriedene mitjäger sind gute Jäger.
Natürlich könnte ich 10% mehr Strecke machen, aber mit welchem Aufwand und kosten.
Ich behaupte mal das man im forst frei und ohne Neid und Missgunst jagen kann.
 
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Ich schätze da bist du als Pächter nicht repräsentativ. Ich kenne leider zuviel Pächter die anders denken, aber finde es gut wie du es machst.
Wobei etliche Pächter auch hegebeiträge nehmen und die begeher sich auch um die Sitze kümmern müssen. Bei uns können sie sich einbringen, müssen aber nicht.
Ich denke jeder muss sehen wo er sich wohlfühlt und sein Seelenheil findet...
 
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@äsungsfläche: Neid und Missgunst gibt es überall. Das sind menschliche Charakterschwächen und Jäger sind Menschen. Was die fehlende Bezahlung betrifft, so liegt da bereits der Anfang für so manchen Ärger. Nichts ist umsonst und schon gar nicht auf der Jagd. Erstens ist der unentgeltliche Begegungsschein sehr oft doch ein entgeltlicher oder es wird plötzlich im Nachhinein doch noch eine Rechnung aufgemacht - und sei es eine die nicht in barer Münze zu bezahlen ist. Mir ist aber lieber vorher klar, welchen Preis ich konkret zahle und was ich dafür bekomme, wie eine unklare Gemengelage aus nicht ausgesprochenen Erwartungen, versteckten Hierarchien und Abhängigkeiten und willkürlichen Machtspielchen. Das muss im Privatrevier nicht allgemein so sein, aber es gibt sehr wohl dafür Negativbeispiele. Jeder Jäger kennt solche Geschichten aus seinem Umfeld von Hörensagen oder aus eigener Erfahrung. Viele gute Freundschaften sind an der Jagd schliesslich zerbrochen. Vielleicht täusche ich mich, aber mir erscheint die Jagd im Forst für solche „Webfehler“ weniger anfällig, weil die Konditionen von Anfang an klar sind. Wie gesagt, will ich das nicht verallgemeinern. Es kommt auch immer auf die jeweiligen Menschen und Rahmenbedingungen an. Eines ist aber gewiss, die Jagd im Wald (egal ob beim Staat oder Privat) bedeutet mindestens genauso wenig immer und ausschließlich eine Schneise zu bewachen, wie im Feld einen Maisacker... Auch sehe ich im Wald nicht nur jagdbares Wild sondern viel, viel mehr. Ich will Dir das hier nicht alles aufzählen. Man muss vielleicht etwas genauer hinsehen als im Feld. Aber auch das kann man nicht verallgemeinern... Es hängt m.E. eben alles sehr vom jeweiligen Revier, vom jeweiligen Jäger und seiner Einstellung zur Jagd und zur gesamten Natur ab.
 
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Ich glaube die Jagd beim Forst ist nicht das richtige für mich. Finde es nur schade das man immer liest, suche ehrlichen, loyalen, waidgerechten, kameradschaftlichen Mitjäger und wenn man sich auf die Anzeige bewirbt, einen Begehungsschein bekommt und bezahlt hat von all dem beim Pächter über kurz oder lang nichts mehr zu sehen ist.
 
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Ich glaube die Jagd beim Forst ist nicht das richtige für mich. Finde es nur schade das man immer liest, suche ehrlichen, loyalen, waidgerechten, kameradschaftlichen Mitjäger und wenn man sich auf die Anzeige bewirbt, einen Begehungsschein bekommt und bezahlt hat von all dem beim Pächter über kurz oder lang nichts mehr zu sehen ist.
Besser nicht mehr zu sehen als einer der einem immer aufn Sack geht und jedem erlegten Stück Wild hinterhergeiert obwohl man es zusätzlich zum BGS Entgelt auch noch bezahlt...
 
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Tja @Harras1803: Es gibt aber leider nur diese Optionen für eine langfristige Jagdmöglichkeit: Jagen als Begeher im Forst, Jagen als Begeher im Privatrevier, Jagen als Pächter (beim Forst oder von Privat). Da Du bereits zwei der o.g. Möglichkeiten für Dich ausgeschlossen hast, bleibt nur die Pacht. Aber lass Dir gesagt sein, auch als Pächter wird es nicht einfacher - im Gegenteil. Gut, es gibt auch noch die Variante, als Gast auf Einzelabschüsse und Jagdreisen zu gehen. Als einzige Jagdmöglichkeit wäre ich damit auf Dauer nicht zufrieden. Das ist auch nicht meine Jagd.
 
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@ Vulpes darüber habe ich auch schon nachgedacht, aber bei uns in der Region kommt man an keine Reviere dran in dem auch Schwarzwild vorkommt und dem gilt eigentlich meine Passion. Begeher im Privatrevier schließe ich nicht generell aus, es wird wohl nur sehr schwer den “ richtigen „ Pächter zu finden
 
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