verunfalltes Wild erlösen, wie?

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#1
Hallo miteinander,

nachdem es hier schon einige Threads wegen Unfallwild gab, wollte ich mal nachfragen, wie ihr verunfalltes Wild erlöst.

Die Diskussionen haben ja schon die Problematik der Schusswaffen aufgezeigt, hier geht es mir mehr um das Praktische. Also wo den Schuss ansetzen, Kopf, Wirbelsäule, Blatt?

Oder aber wie benutzt ihr "kalte" Waffen. Die Anführungszeichen deshalb weil damit nicht nur Messer gemeint sind sondern alles, was zum erlösen genommen wird neben Schusswaffen.

Mit dem Messer zu einem wehrhaften Wild zu kommen ist wahrscheinlich nicht eben wünschenswert um dort dann noch lange über den geeigneten Einstich nachdenken zu müssen. Also dort dann eher einen Stich in die Kammer um Herz und Lunge lahm zu legen. An der Halsschlagader rumsäbeln stelle ich mir eher suboptimal vor und auch das Abnicken ist nicht jedem in die Wiege gelegt.

Dann kam häufig die Rede auf den Wagenheber. Damit dürfte wohl ein gezielter Schlag auf die Wirbelsäule bzw. den Schädel zur Unterbrechung des ZNS gemeint sein. Das stelle ich mir bei Reh und Fuchs noch einigermaßen moderat vor, bei Schwarzwild schon etwas schwieriger.

Wie ihr seht, hab ich damit noch gar keine Erfahrung...
 
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#3
Saufeder ist wohl die beste Lösung.
Schußwaffe ist immer heikel, Gesetz, Gefahr für andere.
Kalte Waffe, wenn Du damit umgehen kannst.
Wagenheber, Knüppel usw. ist scheixxe. Das muss sitzen!
 
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#5
Wenn ich alles Unfallwild zusammenrechne, welches Vaddern oder Ich über die letzten Jahrzehnte erlöst haben, wurde in min. 95% die Kurzwaffe (meist 357 Mag. aus 4") benutzt, nur selten Langwaffe oder blanke Waffe.
 
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#6
Rehe und Füchse habe ich bis jetzt immer mit der Kurzwaffe und Kopfschuss erlegt.

Fangschuss bei der sau mit Langwaffe am liebsten von hinten auf den Kopf geschossen. Beim „mit Zielfernrohr“ schießen am besten die Waffe ausgewinkelt anschlagen um die Bauhöhe des zf zu kompensieren. Wenn man in der „Flucht“ mit der Wirbelsäule steht und den Kopf anvisiert, macht es nichts wenn man einen Tiefschuss hat.
 
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#7
So weit es geht immer mit der Schusswaffe. Wo es nicht geht kommt der Jagdnicker zum Einsatz.
Da ich dem Wild aber so viel Stress wie möglich ersparen will - steht eh schon unter einer vollen Paniksituation - versuche ich das Messer nur im äußersten Notfall einzusetzen.
Alleine schon aus dem Grund da man nie weiß wer aller zuschaut.
Ein noch einmal klagendes Stück Wild welches man erst einmal fixieren muss reicht bei manchen Leuten schon aus um eine Anzeige wegen Tierquälerei zu machen. Darum halte ich davon Abstand so weit es geht.
 
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#10
Lernen muss man es schon! Das stimmt.
Nur bin der Meinung dass ein guter Schuss doch wesentlich weniger zusätzlicher Stress für das Tier ist.
Hatte es schon öfters dass ein Reh im Straßengraben zum klagen anfing als ich mich näherte.
Da brauch ich nicht auch noch mit dem Messer näher ran gehen.
Genau hier ist in meiner Sicht ein guter Schuss besser.
 
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#11
Lernt man bei Vorbereitungskurs auf die Jägerprüfung. Sehr zu empfehlen.
Es gab mal eine Zeit wo man 12 Monate nachweisen mußte, um zur Prüfung zugelassen zu werden. :cool:

Ich darf in BW mit Schrot und nehmen deswegen mittlerweile immer die BBF ohne ZF mit. Hirschfänger auch immer noch am Mann. In der Regel nutze ich aber die LW.
Schrot hab ich auch schon gelegentlich genommen, ist mir persönlich fast lieber als die Kugel.

Zum Fangschuß wird das Glas abgenommen.

Kalte Waffe nur ausnahmsweise und "stumpfen Gegenstand" mußte ich zum Glück nur einmal nehmen.


CdB
 
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#13
Also der Fangschuss ist definitiv Teil vom JS Kurs. Muss er auch, da er bei uns in der Handhabung schon abgefragt wurde und manch einer dann angefangen hätte auf einer Teerstraße den Fangschuss anzutragen. Kann man machen, in Zweifel dann eben nur einmal ;)

Abfangen war bei uns aber auch kein großes Thema außer Mal zwei kurze Sätze in der Messerkunde.
 
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#14
Ich hatte bis dato das "Glück", es nur mit verunfalltem Rehwild zu tun zu haben (einmal war ich der "Täter"). Eine Schußwaffe war nie nötig und geklagt hat auch nie eines wenn ich es abgenickt hab. Möglicher Weise, wissen tut das niemand, steigt der Stressspiegel beim Stück, aber nach 10 Sekunden ist alles vorbei und in die Verwertung kommt so ein Stück eh nimmer (dem Hund sind Stresshormone wurscht).
Bei schwerem Wild ist freilich Schluß mit der Abnickerei. Da bleibt nur noch die Kugel, oder auch Schrot. Sollte ich jemals zu so einem Wildunfall kommen und ich bin bewaffnet, werde ich, Gesetzeslage hin oder her, sobald ein sicherer Schuß ohne Gefährdung anderer möglich ist, die Schußwaffe einsetzen.
 
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