verunfalltes Wild erlösen, wie?

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#16
Bei mir haben wie gesagt schon Rehe zum klagen angefangen als ich auf diese zugegangen bin.
Das abnicken alleine geht sehr schnell und ruhig von sich.

Ich sehe nur das Problem wenn einen jemand dabei zusieht - was bei uns leider recht schnell passieren kann!

Es kommt bei einer Anzeige eh nicht wirklich was raus da man ein Stück Wild vom Leiden erlöst hat aber den Ärger kann man sich sparen.
 
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#17
Da ich kein Pächter bin, mache ich mir erst darüber Gedanken, wenn ich ein Stück angefahren habe.
Ich bin auch kein Pächter! Aber als Begeher bzw. Aufseher sollte man auch hier schnell das Wild erlösen und nicht auf den Pächter warten (wenn ich das so richtig verstanden habe - wenn ned dann sorry)
 
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#18
Da ich kein Pächter bin, mache ich mir erst darüber Gedanken, wenn ich ein Stück angefahren habe.
Auch als Pächter habe ich in fremden Revieren bei Wildunfällen mehrfach Wild erlöst, wenn ich zufällig am Unfallort vorbeikam. Für mich vom Tierschutz selbstverständlich. Ärger habe ich dadurch nie bekommen, aber meist Dank von den Revierinhabern, gerade wenn das Stück bereits versorgt war.
 
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#19
Wie ich kürzlich erfahren habe, keine unwichtige Frage. Kam auf dem Weg zurück vom Ansitz an einem angefahrenen Fuchs vorbei, mitten auf der Straße. Nicht mein Revier. Ich hatte vom Jagdkurs noch im Kopf "Polizei rufen, die informieren den zuständigen Pächter. Wegen Schusswaffengebrauch im fremden Revier sollte man sich das auch offiziell bestätigen lassen." So hab ich das dann auch gemacht. Mit der Langwaffe erlöst (Kurzwaffe keine dabei, leider, dafür wäre sie perfekt gewesen) und nur mit Messer war mir zu heikel, der Fuchs konnte die Hinterläufe nicht mehr richtig bewegen, aber ganz nah ran wollte ich nicht. Ein erfahrenerer Jäger hätte das sicherlich gekonnt, war für mich aber das erste Mal. Vor dem Schuss mit dem Lauf der Langwaffe von der Straße bugsiert, war auch nicht so ideal. Ganz geschweige denn Schuss auf wenige Meter mit Langwaffe und Zf...

Für die Zukunft: Kurzwaffen sind manchmal echt praktisch. Ob man sie deshalb aber immer mit rumschleppen sollte, bin ich mir nicht schlüssig. Wenn man zum Unfall gerufen wird, dann ist klar, da packe ich sie ein. Aber sonst?
 
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#20
Schießen zuerst! Messer wenn es nicht anders geht.
Am allerbesten funktioniert dabei eine Schrotpatrone.
Habe schonmal einen Bock mit dem Messer abgefangen und ins Auto geschafft.
Als ich den ausladen wollte war der wieder lebendig! Das passiert mir nicht nochmal.
Habe schon .357, Messer, 22lr und Schrot benutzt. .22 empfehle ich wenn es um einen Kopfschuss aus nächster Nähe geht.
Mittlerweile nehm ich die BBF und die .22 mit und bin für alle Fälle ausgerüstet.
 
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#21
Im eigenen Revier:
Raubwild immer mit der Flinte
Rehwild in Absprache mit der Polizei mit der Flinte aufs Haupt, sonst je nach Gefährdungslage und Verletzungsgrad Büchsenschuß oder Abnicken
Schwarzwild: Büchsenschuß
Für die Nachbarreviere gilt das gleiche nach Absprache mit den Pächtern.
In sonstigen fremden Revieren nur Abnicken.
 
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#22
Ich bin auch kein Pächter! Aber als Begeher bzw. Aufseher sollte man auch hier schnell das Wild erlösen und nicht auf den Pächter warten (wenn ich das so richtig verstanden habe - wenn ned dann sorry)
Es geht doch um verunfalltes Wild. Überfahrene Igel sehe ich täglich, machmal auch platte Hasen. Von "richtigen" Wildunfällen lese ich manchmal in der örtlichen Tagespresse. Es wurde die Polizei gerufen und die verständigte den Pächter.

Ob Du irgendwo Aufseher oder Begeher bist ist doch völlig egal, verunfalltes Wild an der Staße zu töten hat nur mit Tierschutz zu tun.

Bei einer Straßenlänge von ca. 650.000 km und ca. 750 Wildunfällen täglich ist während meiner ca. 60 Minütigen Autofahrt die Chance auf so einen Vorfall gleich Null.

Wenn es mal soweit gekommen ist, werde ich berichten ob ich das Reh mit einem Schraubendreher oder mit dem Knüppel erlöst habe. Mit Wagenheber geht nicht, habe nur Pannenspray.
 
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#23
Wurde schon von der Bundespolizei geholt, da diese sich ihre Bewaffnung wegen der Steine
im Gleisbett nicht einzusetzen traute. Die Flinte scheint mir das Werkzeug, was am besten
taugt, Messer ist allerdings halt immer und überall dabei, solange es noch erlaubt ist.
 
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#24
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#25
Nachdem eine übereifrige und wie auch immer motivierte Polizistin einen Jäger anzeigte bei der Verwendung eines Messers nur noch Kurzwaffe. Ist auch für das Tier am stressfreisten und an schnellsten. Gerne schnell eine Deckeüber das Haupt geworfen damit das Tier nicht in Panik gerät.
 
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#26
...

Wenn es mal soweit gekommen ist, werde ich berichten ob ich das Reh mit einem Schraubendreher oder mit dem Knüppel erlöst habe. Mit Wagenheber geht nicht, habe nur Pannenspray.
wäre interessant wie die Tötungswirkung von Pannenspray auf die unterschiedlichen Wildarten wirkt...besser oder schlechter als WD-40, endlich mal eine andere Kaliberdiskussion! :cool:
 
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#27
Schießen wenn möglich, ist immer erste Wahl. Sicherheitsaspekte beachten!! Und hier zuerst ins ZNS, obere Halswirbelsäule oder auf das Blatt. Ist ein sicherer Schuss nicht möglich, dann ein beherzter Stich in die Kammer-Herz und die Kammer mir einem Schnitt öffnen, dass die Lunge kollabieren kann. Der Tot tritt dann sehr schnell ein. Die wenigen Sekunden kommen uns aber wie eine Ewigkeit vor.

Auszug aus dem Bundesjagdgesetz §19 Sachliche Verbote.
Es ist verboten, mit Schrot, Posten, gehacktem Blei, Bolzen oder Pfeilen, auch als Fangschuss, auf Schalenwild und Seehunde zu schießen.

Es ist verboten, auf Wild mit Pistolen oder Revolvern zu schießen, ausgenommen im Falle der Bau- und Fallenjagd sowie zur Abgabe von Fangschüssen, wenn die Mündungsenergie der Geschosse mindestens 200 Joule beträgt;


Das Bundesjagdgesetz untersagt mir den Fangschuss auf Schalenwild mit einer Kurzwaffe, wenn die Geschossenergie weniger als 200 Joule beträgt, ebenso den Fangschuss mit Schrot.

Mir geht aber das beenden des Tierleides vor den §19 BJG und ich nehme, wenn nichts anderes zur Verfügung steht auch Schrot oder Patronen, die die geforderte Mindestenergie nicht erreichen.
Ich sehe das vom Tierschutzgesetz her als gedeckt und gerechtfertigt an.

Eins muss uns allerdings klar sein, Gaffer und die sind immer dann zur Stelle, wenn man sie am wenigsten braucht, müssen vor der Tötung weg. Sonst kann es sein, dass man sich am nächsten Tag als der böse Mörder auf You Tube wiederfindet.

Niemand von uns wünscht sich in solch eine Situation zu geraten, aber wenn, dann muss man beherzt handeln. Auch der Unfallbeteiligte oder die Unfallbeteiligten, womöglich noch mit Kindern, müssen sehen, dass hier jemand ist, der ihnen hilft, Ruhe ausstrahlt und die Situation
im Griff hat. Wir sind die Fachleute, wer denn sonst.
 
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#29
Ein noch einmal klagendes Stück Wild welches man erst einmal fixieren muss reicht bei manchen Leuten schon aus um eine Anzeige wegen Tierquälerei zu machen. Darum halte ich davon Abstand so weit es geht.
Kurzwaffe. Zuschauer treten zurück bis sie keine Zuschauer mehr sind und ansonsten mache ich gar nix. Habe weder Zeit und noch Lust mich anschließend mit irgendwelchen Splnnern auseinanderzusetzen.....
 
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#30
Auszug aus dem Bundesjagdgesetz §19 Sachliche Verbote.
Es ist verboten, mit Schrot, Posten, gehacktem Blei, Bolzen oder Pfeilen, auch als Fangschuss, auf Schalenwild und Seehunde zu schießen.


Es ist verboten, auf Wild mit Pistolen oder Revolvern zu schießen, ausgenommen im Falle der Bau- und Fallenjagd sowie zur Abgabe von Fangschüssen, wenn die Mündungsenergie der Geschosse mindestens 200 Joule beträgt;
Ich halte die --> Nottötung im Strassenverkehr nicht für Jagdausübung, weshalb das Bundesjagdgesetz und (teilweise) auch das WaffG für mich auch nicht relevant sind.

Wir hatten das aber schon mehrfach und heftig....:rolleyes:

basti
 
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