Verweiserbahn

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#1
@z/7 „ separat. Verweiserbahn.“ kannst du erklären wie das geht? Oder hat jemand einen link? Google findet nur stolze Ausbilder, die von Erfolgen damit berichten.
Danke
Peter
Nach Borngräber u.a.:
Es werden Verweisteile vom Wild in leicht wechselnden Abständen ( 5 bis 20 m etwa) in der Landschaft verteilt, anfangs vorzugsweise mit höherem Bewuchs in der Nähe, damit man an Stauden oder Zweigen die Stellen für sich markieren kann. Später gehts auch mal ohne.

Man läuft die Strecke mit dem Hund am Riemen unter dem Wind ab, in ein paar Meter Distanz zu den Teilen und beobachtet den Hund. Wenn er Seitenwind von einem Teil bekommt, sollte er reagieren. Man gibt Riemen, und wenn er die Quelle des Duftes geortet hat, wird er gelobt und belohnt. Dann "spaziert " man weiter, zum Orten des nächsten Teils.

Als Verweisteile kann man Schalenstücke, Knochenstücke, Schnitthaare, Deckenfetzen, Schweißbrocken (geronnen), Knochenmark, Sehnen- und Wildpretstückchen etc. nehmen. Ich zerhack ganz gern Läufe in kleine Stücke, da hat man von allem was.

Stehzeit unterschiedlich gestalten, Abstände auch. Wenn der Hund mal ein Teil überläuft ist kein Drama. Wichtiger ist vor allem anfangs, den Hund möglichst unbeeinflußt zu beobachten.

Signale setzt man drauf, wenn der Hund verstanden hat, um was es geht.
 
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#2
Kenne ich auch so, nicht nur von Borngräber.
Bei Teilen wie Leberstücke, Wildbret usw. haben wir diese in Gläsern
mit Deckel gehabt( an die Löcher im Deckel denken)
da es auch Vierläufer gibt, die das gefundene auch mal
gerne probieren und fressen.
 
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#3
Hallo.
Ich habe mir die gesonderte Verweiserbahn gespart. Kunstfährten lege ich ohne Schweiß. Wenn der Hund halbwegs geht, werden gelegentlich an 1 oder 2 Stellen Verweiserpunkte gelegt. Das kann Schnitthaar oder ein paar Tropfen Schweiß sein. Da diese in der Regel nicht vom Raubwild mitgenommen werden, geht das bereits beim Legen der Fährte. Die Stellen werden markiert.
Bei der Ausarbeitung achte ich genau auf den Hund und schaue wie er sich verhält. Zeigt er was, lasse ich ihn nicht mehr weiter und arbeite mich lobend über den Riemen zu ihm hin. "Gemeinsam" wird die Stelle untersucht und der Hund gelobt, dann geht es weiter. Eher so wie im richtigen Leben.

wipi
 
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#4
Kenne ich auch so, nicht nur von Borngräber.
Bei Teilen wie Leberstücke, Wildbret usw. haben wir diese in Gläsern
mit Deckel gehabt( an die Löcher im Deckel denken)
da es auch Vierläufer gibt, die das gefundene auch mal
gerne probieren und fressen.
Hat den kleinen Nachteil, daß die Behältnisse unweigerlich einen eigenen Duft haben, der das ganze noch auffälliger macht. Hat der Hund späterhin auch unverpackte Pirschzeichen verwiesen?
 
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#5
In einem Glasgefäß war es kein Problem. Morgens eine kleines Loch + reingestellt
nachmittags gesucht.
Problem am Anfang waren halt Innereienstücke/ Wildbret -- könnte man
ja als Dackel mal als Snak mitnehmen.
Nach etwas Übung war es hinterher kein Problem mehr.
 
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#6
Hat den kleinen Nachteil, daß die Behältnisse unweigerlich einen eigenen Duft haben, der das ganze noch auffälliger macht. Hat der Hund späterhin auch unverpackte Pirschzeichen verwiesen?
Verwiesen durch fressen. :) Den Part hab ich aufgegeben. In der Dose verweist er. Ohne Dose draußen frisst er. Trotzdem finden tut er alles.
 
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#7
Was ist davon zu halten die Verweiser auf kleine Holzscheiben (von Ästen o.ä.) zu montieren? Eigengeruch von Holz dürfte ja Wurscht sein, die Verweiser fügen sich in die Natur ein sind vom Herrchen aber auch leicht zu finden und wiederverwendbar sind sie auch
 
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#8
Was ist davon zu halten die Verweiser auf kleine Holzscheiben (von Ästen o.ä.) zu montieren? Eigengeruch von Holz dürfte ja Wurscht sein, die Verweiser fügen sich in die Natur ein sind vom Herrchen aber auch leicht zu finden und wiederverwendbar sind sie auch
Aus meiner Sicht ist davon nix zu halten.
Bau es doch einfach so ein, wie es in der Praxis auch sein wird. Entweder in die normale Kunstfährte oder in einer extra gelegten Verweiserbahn. Bei der Kunstfährte funzt es aber nur, wenn diese nicht mit Schweiß gelegt wurde, sondern nur mit dem Fährtenschuh.
Die mit Schweiß gespritzten oder getupften Kunstfährten "dienen" nur dazu, dem Hund das Verweisen abzugewöhnen.

wipi
 
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#9
Verwiesen durch fressen. :) Den Part hab ich aufgegeben. In der Dose verweist er. Ohne Dose draußen frisst er. Trotzdem finden tut er alles.
So kenn ich das auch, aber mit der Zeit hat mir das Mädel ein paar Sekunden eingeräumt damit ich mir Pirschzeichen anschauen kann bevor sie in den Schlund wandern. 😂
 
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#10
Deshalb übt man das Verweisen auf der Verweiserbahn, um selektiv Einwirken zu können und Fehlverknüpfungen möglichst auszuschliessen.
Schleppe und Bringen übt man doch auch getrennt und selbst das Apport zerlege ich nochmal in einzelne Teile.
 
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#11
Nach Borngräber u.a.:
Es werden Verweisteile vom Wild in leicht wechselnden Abständen ( 5 bis 20 m etwa) in der Landschaft verteilt, anfangs vorzugsweise mit höherem Bewuchs in der Nähe, damit man an Stauden oder Zweigen die Stellen für sich markieren kann. Später gehts auch mal ohne.

Man läuft die Strecke mit dem Hund am Riemen unter dem Wind ab, in ein paar Meter Distanz zu den Teilen und beobachtet den Hund. Wenn er Seitenwind von einem Teil bekommt, sollte er reagieren. Man gibt Riemen, und wenn er die Quelle des Duftes geortet hat, wird er gelobt und belohnt. Dann "spaziert " man weiter, zum Orten des nächsten Teils.

Als Verweisteile kann man Schalenstücke, Knochenstücke, Schnitthaare, Deckenfetzen, Schweißbrocken (geronnen), Knochenmark, Sehnen- und Wildpretstückchen etc. nehmen. Ich zerhack ganz gern Läufe in kleine Stücke, da hat man von allem was.

Stehzeit unterschiedlich gestalten, Abstände auch. Wenn der Hund mal ein Teil überläuft ist kein Drama. Wichtiger ist vor allem anfangs, den Hund möglichst unbeeinflußt zu beobachten.

Signale setzt man drauf, wenn der Hund verstanden hat, um was es geht.

Ja alles schön und gut mit Quelle des Duftes orten. Das hab ich bei ihm schnell gemerkt und solang man nicht direkt passierte oder ihn hin ließ, war alles gut. Hat nur anfangs nie funktioniert. Insbesondere dann nicht, wenn er Hunger hatte.
Erst ab drei Jahren etwa hat er sich gebessert, ist insgesamt ruhiger geworden und verweist mehr.
 
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#12
Nicht umsonst wurde ein Leithund über 3 Jahre abgeführt. Die Altvorderen hatten Zeit, sich den Dingen über Generationen zu widmen und Erkenntnisse zu verallgemeinern.
 
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#13
Der Hund wird mit 3 erwachsen. Soweit man das von einem Hund sagen kann. Erst dann wird das Verhalten konstant, ist keinen unvorhersehbaren Veränderungen mehr unterworfen, der Hormonhaushalt ist stabil, aus dem jugendlichen Energieverschwender wird der gesetzte Energiesparer, der nur noch aufdreht, wenn es um was geht. Drei Jahre junger Hund, drei Jahre guter Hund, drei Jahre alter Hund.

Bei guter Haltung und Ernährung werden die Hunde heute sicher etwas älter als es früher möglich war, aber im großen und ganzen stimmt das immer noch. Alles darüber hinaus sind Bonusjahre, dessen muß man sich bewußt sein, in denen der Hund von seiner Routine zehrt, Regenerationsphasen immer länger dauern, der Kopf allmählich wieder unberechenbarer wird.
 
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