Vlogger, da reg ich mich auf! OT aus Jagderlebnisse auf youtube

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#46
Ich denke, dass liegt hauptsächlich am Mais und an den milden Wintern.
Also milde Winter lasse ich noch eingeschränkt gelten, obwohl die Mortalität deutlich geringer ist, als vielfach angenommen (hat schon Meynhardt nachgewiesen).
Ich behaupte, dass sich ein verregneter März/April quantitativ auf die Bestände viel deutlicher auswirkt.

Mais hat auf die Vermehrungsrate sicher nur einen mittelbaren Effekt:
1. Er dient nur für wenige Wochen als Nahrung (jeder Kartoffelacker liefert da nachhaltiger)
2. Sonstige Äcker bieten früher wie heute das ganze Jahr über reichlich Nahrung - mehr als alle Maisschläge leisten können.
3. Waldfrüchte (Masten) liefern fast jedes Jahr gewaltige Futtermengen und sind viel beliebter und nahrhafter. Fallen die Eicheln (braune) ist keine Sau mehr im Mais
4. Darüber hinaus liegen überall die Kirrungen voll (idR nicht nur ein kleines Eimerchen)

Jetzt kann man spekulieren, ob Mais tatsächlich DER Grund für ausufernde Sauenbestände ist...?

Tatsächlich dürfte das Ranking der Einflussnahme auf die Bestandesentwicklung genau entgegen meiner numerischen Aufstellung sein :p
 
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#47
In der Heide wächst wohl kein Mais? Bei mir sind die Sauen von etwa Juni bis Oktober im Mais. Davor sind sie im Raps. Ich würde sagen, das bietet kein Kartoffelacker. Die selbe Deckung und Schutz für ganze Großfamilien schon gleich gar nicht.

Zum Glück hast du das mit den fett beschickten Kirrungen nicht vergessen, da ist wenigstens gleich klar woher der Wind kommt.
 
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#49
Also milde Winter lasse ich noch eingeschränkt gelten, obwohl die Mortalität deutlich geringer ist, als vielfach angenommen (hat schon Meynhardt nachgewiesen).
Ich behaupte, dass sich ein verregneter März/April quantitativ auf die Bestände viel deutlicher auswirkt.

Mais hat auf die Vermehrungsrate sicher nur einen mittelbaren Effekt:
1. Er dient nur für wenige Wochen als Nahrung (jeder Kartoffelacker liefert da nachhaltiger)
2. Sonstige Äcker bieten früher wie heute das ganze Jahr über reichlich Nahrung - mehr als alle Maisschläge leisten können.
3. Waldfrüchte (Masten) liefern fast jedes Jahr gewaltige Futtermengen und sind viel beliebter und nahrhafter. Fallen die Eicheln (braune) ist keine Sau mehr im Mais
4. Darüber hinaus liegen überall die Kirrungen voll (idR nicht nur ein kleines Eimerchen)

Jetzt kann man spekulieren, ob Mais tatsächlich DER Grund für ausufernde Sauenbestände ist...?

Tatsächlich dürfte das Ranking der Einflussnahme auf die Bestandesentwicklung genau entgegen meiner numerischen Aufstellung sein :p
Nicht nur Mais, sondern z.B. auch 00-Raps, wer nicht weiß was das ist, googlen...
War Raps früher nur Deckung, so ist dieser seit Jahren auch Fraß. Dazu immer größere Schläge, Rübenroden und verladen durch Dienstleister, nicht dass diese es schlechter machen, aber da steht kein Landwirt mehr mit der Forke beim Rübenverladen, da dies oft auch nachts geschieht. So wie die Mietenplätze heute aussehen, da hätte der Altenteiler früher noch ein Fuder aufgesammelt. Beim Maishäckseln das gleiche. Früher waren die Flächen sauberer beräumt.
Dazu Industriebrachen und riesige ehemalige Tagebauflächen in einigen Teilen Deutschlands, Dornen über Dornen, Ruhe und ringsum Ackerbau, Sauenherz, was willst Du mehr?

Horrido
 
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#51
Klasse, dass das ausgelagert wurde! (y)

Ein Video-Blog, auch als VLog oder V-Log (Aussprache: [vlɒɡ] oder [viːlɒɡ]) bezeichnet, ist ein Blog (WeblogInternet-Tagebuch) in Form von Videos. Es werden periodisch neue Videos veröffentlicht, die z. B. das Leben einer Person darstellen. Die Tätigkeitsform ist – analog dem Bloggen (englisch Blogging) – Vloggen (englisch Vlogging). Eine vloggende Person ist – analog dem Blogger bzw. Weblogger – ein Vlogger.[1]

Quelle: Wikipedia

Für die Aufreger das wichtige mal großgedruckt.
 
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#53
Wenn ich mal einen Ansitz mit 5h berechne(?), dann hast du ganze 56 Ansitze getätigt, um eine Sau zu schießen!? :eek:
Hast du dann auf den 56 Ansitzen gar nichts geschossen, oder die wo du sonstiges Wild erlegt hast mit eingerechnet?
 
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#54
servus

Wenn ich mal einen Ansitz mit 5h berechne(?), dann hast du ganze 56 Ansitze getätigt, um eine Sau zu schießen!? :eek:
Hast du dann auf den 56 Ansitzen gar nichts geschossen, oder die wo du sonstiges Wild erlegt hast mit eingerechnet?
da ich prinzipell immer auf Schwarzwild ansitze, zählt anderes nicht... Rechne aber größzüger, mit ~ 12 -14 Stunden / Ansitz.

Klar waren auch welche mit weniger dabei.. es ändert aber nichts an der durchschnittlichen Ansitzstundenzahl / erlegter Sau.

Ich betreibe konsequent Intervalljagd während der Mondphasen
 
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#56
Ich betreibe konsequent Intervalljagd während der Mondphasen
Hallo Zipfla.

Kann man machen, muss man aber nicht.
Ich weiß, dass Du recht wenig Einfluss darauf hast, aber insgesamt sollte die Strategie in "Deinem Bereich" mal überdacht werden.
Aber so lange noch jemand versucht Beute zu machen werden die Landwirte vlt die Füße still halten.

Nix für Ungut.

wipi
 
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#57
servus

Hallo Zipfla.

Kann man machen, muss man aber nicht.
Ich weiß, dass Du recht wenig Einfluss darauf hast, aber insgesamt sollte die Strategie in "Deinem Bereich" mal überdacht werden.
Aber so lange noch jemand versucht Beute zu machen werden die Landwirte vlt die Füße still halten.

Nix für Ungut.

wipi
ich versteh grad wirklich nicht, was Du mir jetzt damit sagen willst ?
 
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#58
Der meint, Du vergrämst mit Deiner Hockerei mehr, als daß Du was erlegst. Viele können sich nicht vorstellen, daß es tatsächlich noch Gegenden gibt, wo die ansässige Sau alle zwei Monde mal vorbeikommt. Und dann muß man da sein.
 
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#59
Also milde Winter lasse ich noch eingeschränkt gelten, obwohl die Mortalität deutlich geringer ist, als vielfach angenommen (hat schon Meynhardt nachgewiesen).
Ich behaupte, dass sich ein verregneter März/April quantitativ auf die Bestände viel deutlicher auswirkt.

Mais hat auf die Vermehrungsrate sicher nur einen mittelbaren Effekt:
1. Er dient nur für wenige Wochen als Nahrung (jeder Kartoffelacker liefert da nachhaltiger)
2. Sonstige Äcker bieten früher wie heute das ganze Jahr über reichlich Nahrung - mehr als alle Maisschläge leisten können.
3. Waldfrüchte (Masten) liefern fast jedes Jahr gewaltige Futtermengen und sind viel beliebter und nahrhafter. Fallen die Eicheln (braune) ist keine Sau mehr im Mais
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Jetzt kann man spekulieren, ob Mais tatsächlich DER Grund für ausufernde Sauenbestände ist...?

Tatsächlich dürfte das Ranking der Einflussnahme auf die Bestandesentwicklung genau entgegen meiner numerischen Aufstellung sein :p
Das kann gegendweise unterschiedlich sein. Interessant, daß Du die verregneten Frühjahre anführst. Die machen sich - sehr zum Leidwesen pflanzender Förster - in den letzten Jahren bis Jahrzehnten zunehmend rarer. Neben häufigeren Masten dann sicher ein weiterer populationsrelevanter Faktor, der nur in eine Richtung zeigt. Dagegen kann, und das ist nun mal Fakt, keine noch so alte Leitbache anstinken.

Mais, andere Feldfrüchte, industrialisierte Landwirtschaft und Kirrungen kommen erschwerend hinzu. Nicht zu vergessen steinzeitliche Jagdmethoden. Die Sauen lachen sich eins.
 
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