Volksbegehren Artenvielfalt Bayern - unterstützenswert?

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ich gebe in so fern recht, wenn Du sagst: kein Eingriff in die Eigentumsrechte der Eigentümer.
Aber haben nicht auch die Eigentümer ( in erster Linie Landwirte ) immer die Eigentümerrechte mißachtet, wenn sie Ackerrandstreifen mit bewirtschaftet haben und somit auch den Lebensraum vieler Insekten zerstört haben. In der Regel waren bei uns diese Randstreifen mind. 1 meter breit, heute sind es keine 30cm mehr. Eigentümer dieser Randstreifen waren/sind übrigens die Kommunen!
Du verallgemeinerst mir zu stark!
Es gibt bei Ackerland praktisch keine Möglichkeit mehr, legal so nahe an einem Gewässer zu düngen oder zu spritzen. Somit hätte derjenige ohnehin ein größeres Problem, wenn jemand in diese Richtung sticht...

Und das die Kommunen generell die Eigentümer sind, wage ich auch zu bezweifeln. Ich habe Bachläufe die gänzlich mir gehören oder wo Mitte Bachbett die Grenze zum Nachbarn darstellt.
 
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Du verallgemeinerst mir zu stark!
Es gibt bei Ackerland praktisch keine Möglichkeit mehr, legal so nahe an einem Gewässer zu düngen oder zu spritzen. Somit hätte derjenige ohnehin ein größeres Problem, wenn jemand in diese Richtung sticht...

Und das die Kommunen generell die Eigentümer sind, wage ich auch zu bezweifeln. Ich habe Bachläufe die gänzlich mir gehören oder wo Mitte Bachbett die Grenze zum Nachbarn darstellt.
Hast Du nicht verstanden was ich damit sagen wollte?
Deinen Beitrag kann ich nicht folgen!
 
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Wäre vielleicht besser, Du hörst Dir mal alles an!

Er zitiert im Verlauf z.B. auch mal Prof. Reichholf - der eben auch manchmal ein Querdenker ist, was aber vielen "Ökos" gar nicht in den Kram paßt. Die wertvollsten Naturflächen sind ja oft z.B. Truppenübungsplätze, die nach der "Aufwertung" zum Naturschutzgebiet massiv leiden. Weil der "Naturschutz" konservieren möchte, ohne eine Ahnung davon zu haben das Leben Veränderung braucht.
Mit dem Reichholf bin ich als Landwirt übrigens auch nicht immer einverstanden, aber im wesentlichen sind wir uns nicht uneinig...

Denkst Du das Europareservat "Unterer Inn" mit unzähligen Vögeln und Insekten würde es geben, wenn in den 30ern der "Naturschutz" was zu sagen gehabt hätte? Da wäre man auf die Barrikaden gestiegen um das Wasserkraftwerk inkl. Staustufe zu verhindern.

https://youtu.be/NWArqSuL5C4
Es ist diese Arrogante Art, wie der Typ sich gibt die überhaupt mit zu dem Begehren geführt hat.
Da keine masochistische Ader habe, war es mir nicht möglich diesem selbstherrlichen Relativierer länger zu lauschen.
Dem BBV sei geraten sich nicht so aufzuführen sondern tatsächliche Konstruktive Arbeit zum Thema zu leisten.
Nur so können sie hoffentlich einen Weg erreichen der für alle passt und gleichzeitig eine Verbesserung bewirkt.
Ansonsten wird einfach über deren Köpfe hinweg entschieden, und dann kommts richtig dicke für die Bauern.
 
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Denkst Du das Europareservat "Unterer Inn" mit unzähligen Vögeln und Insekten würde es geben, wenn in den 30ern der "Naturschutz" was zu sagen gehabt hätte? Da wäre man auf die Barrikaden gestiegen um das Wasserkraftwerk inkl. Staustufe zu verhindern.
Im Fall des Reservats "unterer Inn" hat Mutter Natur gnädigerweise aus der Not eine Tugend gemacht. Unterm Strich sehe ich aber, dass die Kraftwerke aus den Voralpenflüssen "Biotope" gemacht hat die zu 90% biologisch tot sind weil die Kieslaicher und auch die für die Kiesbänke spezifische Vogelwelt dort praktisch verschwunden sind. Dass in den Staubereichen jetzt Brachsen und Welse [+Kormorane:devilish: :evil:] rumschwimmen ist da ein schwacher Trost, die können sich in jedem Schlammpfuhl vermehren. Lebensräume wie die Voralpenflüsse sind in Deutschland sehr sehr rar und eben auch die dazugehörigen, äußerst spezifischen Arten. Wenn weg dann weg.(n)
ich muß da wernerzwo uneingeschränkt Recht geben. Natur ist immer Veränderung. Das was die "Umweltschützer" schützen wollen ist meist der status quo. Das geht nur eine gewisse Zeit, dann wird das von Evolution überrollt, ob zerstörerisch oder kreativ.
@MLSpessart : Natürlich verändern sich Lebensräume in der Natur, aber meist sehr langsam, nicht so wie wir das tun.

Es ist schlichtweg eine Entscheidung inwieweit man sich mit dem ausschließlichen Überleben von sehr flexiblen und robusten Generalisten zufrieden gibt. Wir probieren es ja jetzt schon ein paar Jahre und oberflächlich betrachtet läufts ja immer noch "Saugut". Aber irgendwo kommt dann schon die Grenze wo es auch für uns langsam eng wird. Ich denke wir sind sehr flexibel, aber nicht so wahnsinnig robust. Außer der seltene, weitgehend unerforschte Phänotyp "Jäger" - das sind mords Kerle hab ich gehört! :ROFLMAO:

Stets guten Anblick wünscht concolor
 
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Neuer Rekord : 18,4% der Wahlberechtigten haben für das Volksbegehren unterschrieben !
Das ist die höchste Beteiligung an einem Volksbegehren in der bayerischen Geschichte.
 
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Wie viel der Wahlberechtigten wohnen in München und anderen Großstädten,würde mich mal das
Verhältnis Stadt /Land interessieren die da abgestimmt haben.

Gruß Seppel
 
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Die Gegner der Kampagne waren medial nicht präsent genug, oder wurde zu wenig Aufmerksamkeit geboten. Es gab wenig gemeinsames Auftreten unter den verschiedenen Gegenparteien um zusammen gegen das Begehren gehört zu werden (in meinen Augen).
Blabla und dagegen sein von Minderheitsvertretern interessiert die Leute einfach nicht. Das ist zu viel politisches Geschwafel. Evtl. waren die Gegner auch zu spät mit Gegenargumenten dran.
Den Initiatoren des Begehrens wurde immens viel "Werbefläche" für ihre Sache gegeben. Auch wurde das Begehren von langer Hand vorbereitet und sehr professionell Umgesetzt. Filmchen hier, Flyer da, Biene als Schutzsymbol, usw...
In meinem Bekanntenkreis wollten auch viele für das Begehren abstimmen, da die Schlagworte als Anreiz das Kreuzchen zu machen angenommen wurden.
Bei Diskussionen stellte sich oftmals heraus, dass die Hintergründe und Folgen nicht bekannt waren und oftmals auch egal sind.
Es werden aber sicherlich genügend davon für das Volksbegehren abgestimmt haben. Kann ihnen ja egal sein, da sie nicht direkt betroffen sind.
In der Schule meiner Töchter wurden im Sozialkundeunterricht nur die Werbefilme der ÖDP gezeigt. Pro/contra Diskussionen gab es wegen Meinungsbildung nicht. Naja.

Zu Stadt/Land Verhältnis.
Vielen auf dem Land ist der "reiche" Landwirt mit seinen riesigen, immer neuen Maschinen ein Dorn im Auge. Und so viele Landeier die sich nicht Urban fühlen gibt es nicht mehr.
In Bayern gibt es ca. 91.000 landwirtschaftliche Betriebe. Wie viele Wählerstimmen sind das inkl. Partner und Helfern? 2-300.000?
Ach ja, noch was: wie hoch war der Anteil der Grünen bei der letzten Bayern-Wahl? 17,6%.
Braucht man nur zu mobilisieren die Leute und schon passt das Ergebnis.
 
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Das Ergebnis ist auch als Schlag in das arrogante Gesicht des Bauernverbandes zu werten und daher äußerst erfreulich.

Sehr interessant war auch die erstmals klare Positionierung der Vertreter von Bioland, die auf die unvollständige und damit in Ergebnis verfälschte Verwendung von Statistiken durch den Bauernverband hingewiesen haben. Derart dubiose Praktiken sind sonst nur aus den Branchen der Unternehmen mit besonders zweifelhaften Ruf bekannt.
 
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Wie ich bereits schrieb: Ein PR Desaster für den BBV - von Anfang an.
Die typischen Methoden der Hauptakteure des Volksbegehrens haben mich abgestoßen.
Ebenso wie das Contra des BBV.

Nun bin ich froh, das diese Diskussion ENDLICH geführt wird.
Bleibt zu hoffen, daß mehr dabei rauskommt als ein paar zusätzliche Hektar Alibi Blumenwiesen - öffentlichkeitswirksam neben Hauptverkehrsstrassen, die im Herbst wieder runtergemulcht werden damits sauber ist.

Betrachtet man die Akteure vor Ort die da schon immer mulchen, roden und pflegen, merkt man schnell, das da GANZ dicke Bretter zu bohren sind um wirklich was zu bewegen.

Bleibt spannend.
 
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Heut früh auf BR-Heimat:

Nach anfänglichen zweistelligem Wachstum stagniert die Nachfrage nach Biomilch. Bioland hat deshalb in logischer Konsequenz mit Lidl einen Vertrag ausgekaschpert. NANU wettert da natürlich dagegen, dass dadurch die Preise kaputt gemacht werden. Da hab ich etwas schmunzeln müssen...

mit der biomilch läufts früher oder später genauso, wie mit konvi-milli. wer mit den großen am markt ins bett hüpft, wird am ende den kürzeren ziehen. die milchkuh hat für kleine bauern keine zukunft, außer es wird über fitte genossenschaften vermarktet.
 
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