Vorgehensweise beim abgesprungenen Bock bzw. Sicherheit herstellen

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#1
Moin zusammen,

bald steht die (Schieß)Prüfung (Niedersachsen) an und ich würde gerne mal ein paar Meinungen zu folgender Ausgangssituation haben:

Als Waffe wird eine Tikka T3x CTR (somit Einsteckmagazin) benutzt.

Zwei Szenarien und meine Vorgehensweise:

1.) Ansage "Bock abgesprungen": Ich würde die Waffe aus dem Anschlag nehmen (Lauf zeigt stets in sichere Richtung), unmittelbar die Sicherung betätigen mit dem Hinweise "Waffe geladen und gesichert" und warten bis die Freigabe zum erneuten Ansprechen kommt

2.) Ansage "Sicherheit herstellen": Waffe aus dem Anschlag nehmen (Lauf zeigt stets in sichere Richtung), Verschluss direkt öffnen und Patrone vorsichtig herausrepetieren, Magazin entnehmen und mit geöffnetem Verschluss abstellen sowie Hinweis "Sicherheit hergestellt"

Bei 2.) bin ich mir unsicher bzgl. der Sicherung und ob das Magazin tatsächlich entnommen werden muss/sollte. Die Tikka erlaubt ja bei betätigter Sicherung kein Öffnen des Verschlusses. Muss ich daher trotzdem erst die Sicherung betätigen sobald ich die Waffe aus dem Anschlag nehme und dann mit Ansage wieder entsichern und entladen? Wäre zwar aus meiner Sicht sinnlos, aber dennoch bin ich mir da gerade unsicher.

Danke!
 
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#3
Die Handhabung, vor & nach dem Schuß bzw. das entladen der Waffe auch mit eingestochenen Stecher wurde uns VOR der Prüfung ( während des Lehrgangs ) immer wieder eingschärft!
War/ist es bei Euch denn anders?
D.T.
 
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#4
Die Handhabung, vor & nach dem Schuß bzw. das entladen der Waffe auch mit eingestochenen Stecher wurde uns VOR der Prüfung ( während des Lehrgangs ) immer wieder eingschärft!
War/ist es bei Euch denn anders?
D.T.
Ich finde nichts verwerflich daran, hier im Forum solche Fragen zu stellen.
In Abhängigkeit davon, wie groß der Kurs ist und wie oft der Unterricht stattfand hat manch einer die beschriebene Situation vielleicht nur einmal selbst mit einer Waffe in der Hand durchgespielt.

Aufgrund von Coronna-Restriktionen hat der Unterricht doch zu weiten Teilen gar nicht stattfinden können, wie geplant! So ist es zumindest an den Schulen, an den Jagdschulen/bei den Kreisjägerschaften mit Sicherheit nicht anders. Ich denke man sollte jetzt das beste daraus machen und den Leuten eine Chance geben ggf. vorhandene Defizite aufzuarbeiten. Denn ob es nächstes Jahr besser wird oder noch deutlich schlechter weiß heute noch niemand.
 
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#5
Ich finde nichts verwerflich daran, hier im Forum solche Fragen zu stellen.
Ich finde es verwerflich, hier eine Antwort drauf zu geben. Letzten Endes wären seine Ausbilder die richtigen Adressaten für solche Fragen und nicht die Experten hier im Forum, von denen die Wenigsten wissen dürften, wie es seine Prüfer haben wollen.
 
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#6
Hi,
zuerst solltest du das mit dem Ausbilder besprechen. Der kennt den Prüfer und die Prüfung.

Wenn der Bock abspringt ist das Erste das Sichern der Waffe. Dann erst die Waffe hoch nehmen . Dann den Sicherheitsbereich definieren und entstehen, entspannen und entladen.

Bei Personen im Sichtfeld erst die Waffe hoch nehmen, dann Sichern und den Rest.

So habe ich vor ein paar Jahren in Niedersachsen bestanden. Und immer schön sagen, was du machst. Auch wenn der Prüfer es nicht hören will ;-)
Wmh
Peter
 
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#7
Ich finde nichts verwerflich daran, hier im Forum solche Fragen zu stellen.
Ich hab das (Ausbildung) eine Weile selber gemacht. Und es hat faktisch jedes Jahr kleine Änderungen gegeben was die Prüfer sehen wollten.
Die kennt nur der Ausbilder und nicht ein "irgendwer" im Internet, der "irgendwann" mal mehr oder weniger gut seine eigene Prüfung hinter sich gebracht hat. :rolleyes:

Genau solche kleinen Details wie "muss Magazin raus bevor man entlädt oder nicht" sind es dann über die man sich im Netz schlussendlich falsche Informationen holt.
(Ich würd es vorher machen.)

Also: Ausbilder fragen!!!
Hat hier keinen Sinn. Man hört höchstens Meinungen. Die helfen nicht. Können aber zusätzlich verunsichern.
 
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#9
„Der Bock ist abgesprungen. Ich richte die Waffe im Anschlag auf einen sicheren Kugelfang, sichere noch im Anschlag, breche und entsteche die Waffe ...“

... Jahre nach der Ausbildung ist das Sprüchlein noch präsent.

Wobei es bei der Reihenfolge vom Brechen/Entstechen unterschiedliche Meinungen/Anforderungen gibt.
 
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#10
Ich würde Mal behaupten, dass man in meiner Prüfung nicht durchgefallen wäre, wenn man nicht eine ganz spezielle Reihenfolge eingehalten hat.
Es gibt ja verschiedene Wege, Sicherheit herzustellen.

Ob eure Prüfer auch so vernünftig sind, weiß ich nicht.
 
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#11
Dann war es das mit der Prüfung. Bei allen Waffen Lang- oder Kurzwaffen mit Magazin, sichern, Magazin entnehmen und erst dann am Verschluß rumfummeln;)
Wenn das aus "Sicherheitsgründen" in dieser Reihenfolge zwingend richtig sein soll, dann wäre ja der 98er mit seinem Festmagazin eine ........unsichere Waffe.

:oops:
basti
 
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#12
Wenn das aus "Sicherheitsgründen" in dieser Reihenfolge zwingend richtig sein soll, dann wäre ja der 98er mit seinem Festmagazin eine ........unsichere Waffe.

:oops:
basti
Das ist wenn rausnehmbar zwingend richtig. Vor allem bei Pistole und SLB relevant, weil sonst garantiert irgendein Dödel zwar die Patrone aus dem Lager repetiert aber vergisst, dass automatisch eine nachgeladen wird.
 
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#13
Zuerst und wie schon von anderen erwähnt: Frag deinen Ausbilder, keiner kennt die Prüfer und was die sehen wollen besser wie er.

Ansonsten: Meine Prüfung ist zwar schon länger her, aber uns wurde damals eingetrichtert, immer zuerst sichern, egal was man danach macht und immer die Gedankengänge erzählen.

Wenns im Prüfungsstress geht, auch immer ein wenig auf den Prüfer und seine Körpersprache achten;) Wenn der das Gesicht verzieht oder andere Reaktionen zeigt, überdenken, was man gerade macht. Kann sein daß man auf dem Weg, daß es kritisch werden kann. Umgekehrt lesen die Prüfer natürlich auch deine Körpersprache, daher halbwegs selbstsicher auftreten, ohne arogant zu wirken. Dann dürfte es eigentlich kein Problem sein.
 
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28 Feb 2001
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#14
Das ist wenn rausnehmbar zwingend richtig. Vor allem bei Pistole und SLB relevant, weil sonst garantiert irgendein Dödel zwar die Patrone aus dem Lager repetiert aber vergisst, dass automatisch eine nachgeladen wird.
....als logische Schlussfolgerung bleibt also, dass der 98er für Dödel ungeeignet ist.

:censored:
basti
 
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