Vorhaltemaß beim Flüchtigschiessen auf Sauen

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#1
Moin, ich hab mir mal schnell eine Excel zusammengebastelt, die mit unterschiedlichen Geschoßgeschwindigkeiten und Zielgeschwindigkeiten in Abhängigkeit von der Zielentfernung das Vorhaltemaß berechnet.
Das war einfach.
Aber ich frage mich: Wie macht Ihr das in der Praxis? Die Fluggeschwindigkeit der verwendeten Patrone kennt ja jeder und die kann man - einmal ermittelt - als konstant ansehen, da man ja meist mit immer der gleichen Wumme schiesst.
Aber wie taxiert Ihr so schnell die Entfernung und Laufgeschwindigkeit der Sauen? Oder völlig intuitiv? Ich hab da so meine Probleme, erst recht, wenn die nicht quer zu einem laufen, sondern im Winkel dazu...
Gruß V
 

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#2
Habt Ihr einen laufenden Keiler in der Nähe, wo man die Geschwindigkeit regulieren kann ? Dann einfach mal probieren, es gibt da unterschiedliche Techniken.

Z. B. klappt bei mir für normale Geschwindigkeiten (Trab/Trott, nicht hochflüchtig) das Durchschwingen gut, man passt sich automatisch der Geschwindigkeit an und erhält bei ungefähr gleichem Haltepunkt das richtige Vorhaltemaß.

Im Schiesskino geht das meist weniger gut, da die Entfernung konstant ist. Da kann man eher die Situation an sich als ein konkretes Vorhaltemaß üben.
 
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#3
Wichtig noch: Der Keiler ist meist weiter entfernt und schneller als echtes Wild, Tendenz geht daher bei mir oft dazu, zu weit vorzuhalten. Aber immer noch realistischer als im Kino.
 
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#4
Also rechnen tue ich da gar nichts, ich nehme das Ziel von hinten auf, schwinge mit und "überhole" bei einer mit mäßiger Geschwindigkeit flüchtenden Sau also im troll drücke ich ab wenn ich auf höhe der Lichter bin! Ist ähnlich wie bremsen beim Autofahren, man muss ein Gefühl dafür bekommen was geht und was nicht und wo man abkommen muss!
 
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#5
von 1-50m bist Du immer save, wenn Du unter dem Teller abkommst. Über die 50m will geübt sein! Da reichen 3 Schießkinobesuche im Jahr nicht!
Mit Verlaub, Deiner Exceltabelle würde ich nicht trauen (z.B. bei 50m Vorhaltemass von 1m, da ist der Gebrechschuss vorprogrammiert)!
 
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#6
Also rechnen tue ich da gar nichts, ich nehme das Ziel von hinten auf, schwinge mit und "überhole" bei einer mit mäßiger Geschwindigkeit flüchtenden Sau also im troll drücke ich ab wenn ich auf höhe der Lichter bin! Ist ähnlich wie bremsen beim Autofahren, man muss ein Gefühl dafür bekommen was geht und was nicht und wo man abkommen muss!
Mach ich auch so, allerdings fahre ich kaum übers Blatt raus, löse ca auf der 8 vorne aus. Bild von heute vormittag 50m, 2 verschiedene Gewehre. Geschwindigkeit Einstellung "schnell" und 3x "normal" mit jeweils 2 Schuß pro Durchgang. Keiler.jpg
 
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#7
Ich möchte ja auf der 8 hinten mitte treffen und da hat sich das für meine Waffen und Munitionskombi so bestens bewährt.
Wenn ich jetzt zukünftig mit bleifreier Mun arbeite, werde ich aber die 10 als Treffersitz wählen, da muss ich dann auch erstmal gucken wie es sich auf das Vorhalten auswirken wird. Soll ja das Vorhaltemaß verringern bin mal gespannt!
 
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#9
Die Tabelle stimmt halt nur wenn der Lauf bzw. die Mündung sich nicht mitbewegt, daher etwas mit Vorsicht zu genießen.
Interessant wäre es, das mal auszumessen. Ich denke, auf Bewegungsgeschwindigkeiten der Laufmündung von 2-3m/s vor der Schussabgabe könnte man kommen - das sind schon wieder etwa 10km/h, die man von der Sau abziehen muss.

In wie weit gleicht man das als Schütze intuitiv aus, in wie weit bewusst? Wäre mal interessant, das zB. mit einem Beschleunigungssensor am Laufende auszumessen und genauer auszuwerten.
 
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#10
Dann müsste man aber auch die Geschwindigkeit der beschossen Sau messen um auf realistische Werte zu kommen und optimalerweise das Bild welches man im Zf hat aufzeichnen um alles genau rekonstruieren zu können.
 
G

Gelöschtes Mitglied 7846

Guest
#11
servus

....

Aber ich frage mich: Wie macht Ihr das in der Praxis? Die Fluggeschwindigkeit der verwendeten Patrone kennt ja jeder und die kann man - einmal ermittelt - als konstant ansehen, da man ja meist mit immer der gleichen Wumme schiesst.
Aber wie taxiert Ihr so schnell die Entfernung und Laufgeschwindigkeit der Sauen? Oder völlig intuitiv? Ich hab da so meine Probleme, erst recht, wenn die nicht quer zu einem laufen, sondern im Winkel dazu...
Gruß V
Tontaubenschießen gehen.. das gibt Dir ein Gefühl, welches Du via laufenden Keiler im Schießkino an die Praxis n a h e bringen kannst.

Die auf der Minitionspackung angegebene V0 des Geschoßes ist trügerisch... die muss man, wenn man es wirklich perfektionieren will, schon mittels Chronometer messen.

Dazu brauchst Du dann noch die Geschwindigkeite der Sau, damit Du weisst, welche Strecke sie in m/s zurücklegt.

Um das Vorhaltemaß zu bestimmen, musst Du dann noch die Länge vom Wurf bis zum Blatt der Sau wissen.... Und die Sau muss zudem im Winkel von 90° zur Flugbahn wechseln.

Ok, unterm Strich wirst Du ohne Intuition vulgo viel Training wohl nicht auskommen.

Ich habe sie nicht, ich gehe aber auch nicht auf Drückjagden
 
G

Gelöschtes Mitglied 7846

Guest
#13
servus

Und wenn er mit rechnen fertig ist, ist die Sau auch fertig, nämlich damit aus dem berechnetem Bereich zu flüchten 😈
er wird nicht rechnen zu brauchen, denn die Geschwindigkeit der Sau wird bis aufs Letzte immer eine Unbekannte bleiben

Insofern fällt rechnen flach.... ich habe auch nur veinfacht dargestellt, was es aus meiner Sicht zur Frage alles dazu braucht.
Es existiert im alten Forum ein schon jahrealter, tiefgehender, Beitrag von mir dazu. Ich habe mir da schon sehr früh meine Gedanken darum gemacht... Schade, dass der weg ist.

Wo letztendlich der Treffersitz sein wird, kann auch ein FAÖ niemals punktgenau vorhersagen. Auch seine Sauen liegen nicht immer zu 100% (wage ich einfach zu behautpen, egal, was man in den Vodeos so sieht).

Er hat aber, auf Grund exzessiven Trainings, ein wohl besonderes Gespür vulgo Gefühl dafür entwickelt.... (welches ich niemals bekommen werde)

Übrigens bietet das Internet einige Seiten mit virtuellen Schusstrainern
 
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