VSwP/VFsP/VGP

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:rolleyes: Das war ein Beispiel für die genetische Komponente. Und ich mein fast, außer Dir hat das jeder begriffen.

Dann solltest Du ein Beispiel anführen, das auch passt, denn schließlich ist das eine ein gezieltes Selektionsergebnis, während das andere ein durchaus unerwünschtes Zufallsprodukt.
 
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Kein Zoff, Jägers!

Ich wollte nicht provozieren, und es geht nicht darum zu bestreiten oder zu unterstreichen, dass bestimmte Rassenmerkmale nicht nur Nebensächlichkeiten wie Augenfarbe, Schulterhöhe und Haarfarbe eines Tieres betreffen, sondern auch die Charaktereigenschaften, das Wesen und die Anlagen zum Verhalten (sonst wäre man ja auf dem geistigen Niveau der Gebrüder Heck oder des NABU, die ganz ernsthaft den Auerochsen wiederauferstehen lassen woll(t)en).

Ich möchte vielmehr wissen, welche der diskutierten Eigenschaften Nase, Fährtentreue, Finderwillen, Wildschärfe/Hetzfreudigkeit zu welchem Prozentsatz angewölft ist.

Oder andersrum, was kann durch das Abführen wie weit entwickelt werden?

Gruß,

Mbogo
 
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Kein Zoff, Jägers!

Ich wollte nicht provozieren, und es geht nicht darum zu bestreiten oder zu unterstreichen, dass bestimmte Rassenmerkmale nicht nur Nebensächlichkeiten wie Augenfarbe, Schulterhöhe und Haarfarbe eines Tieres betreffen, sondern auch die Charaktereigenschaften, das Wesen und die Anlagen zum Verhalten (sonst wäre man ja auf dem geistigen Niveau der Gebrüder Heck oder des NABU, die ganz ernsthaft den Auerochsen wiederauferstehen lassen woll(t)en).

Ich möchte vielmehr wissen, welche der diskutierten Eigenschaften Nase 23% , Fährtentreue 17% , Finderwillen 62%, Wildschärfe/Hetzfreudigkeit 5% zu welchem Prozentsatz angewölft ist.

Oder andersrum, was kann durch das Abführen wie weit entwickelt werden?

Gruß,

Mbogo

Hab´s mal ergänzt... :)

Im Ernst, glaubst Du wirklich, Anlagen und ihre Ausprägung ließen sich in genauen Prozenten definieren?! Selbstverständlich nicht!!!

Einer meiner jagdkynologischen Mentoren meinte einmal der fertige Hund bestehe aus 10% Anlage und aus 90% Hundeführer - und je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr bin ich geneigt, ihm auch diesbezüglich zu folgen, wobei die Zahlen natürlich nur die Relation ausdrücken sollen...
 
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Hab´s mal ergänzt... :)

Im Ernst, glaubst Du wirklich, Anlagen und ihre Ausprägung ließen sich in genauen Prozenten definieren?! Selbstverständlich nicht!!!

Einer meiner jagdkynologischen Mentoren meinte einmal der fertige Hund bestehe aus 10% Anlage und aus 90% Hundeführer - und je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr bin ich geneigt, ihm auch diesbezüglich zu folgen, wobei die Zahlen natürlich nur die Relation ausdrücken sollen...
Natürlich lässt sich die Erblichkeit im Verhältnis zur Umweltwirkung in Prozent angeben.
Man kann sogar Zuchtwertunterschiede zwischen Einzelindividuen bestimmen.
Bei den Schweißhunden ist das allerdings statisch sehr schwierig und mit hohen Unsicherheiten behaftet, nicht weil es nicht geht, sondern weil zu wenig Welpen fallen.

90% Hundeführer und 10% Hundeanlagen würde ohne das auf eine homogene Rasse einzugrenzen, würde übrigens bedeuten, dass man auch mit einem Mops-Pudel-Mix nachsuchen kann.
 
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Natürlich lässt sich die Erblichkeit im Verhältnis zur Umweltwirkung in Prozent angeben.
Man kann sogar Zuchtwertunterschiede zwischen Einzelindividuen bestimmen.
Bei den Schweißhunden ist das allerdings statisch sehr schwierig und mit hohen Unsicherheiten behaftet, nicht weil es nicht geht, sondern weil zu wenig Welpen fallen.

Ich sprach von "Anlagen und ihre Ausprägung" - und wenn man diese wirklich in Prozent ausdrücken könnte, bräuchte man keine (Anlagen)Prüfungen mehr.
Zudem dürfte die Unsicherheit selbst bei relativ "großen" Jagdhunderassen, wie dem Teckel oder dem DD, sehr hoch sein...

90% Hundeführer und 10% Hundeanlagen würde ohne das auf eine homogene Rasse einzugrenzen, würde übrigens bedeuten, dass man auch mit einem Mops-Pudel-Mix nachsuchen kann.

Eher nicht, weil bei der Mops-Pudel-Mixtur mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst die 10% fehlen. EINZELFÄLLE mag es dennoch geben - es gibt ja auch Hühnerhunde, die sicher spurlaut sind... :p
 
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Ich sprach von "Anlagen und ihre Ausprägung" - und wenn man diese wirklich in Prozent ausdrücken könnte, bräuchte man keine (Anlagen)Prüfungen mehr.
Zudem dürfte die Unsicherheit selbst bei relativ "großen" Jagdhunderassen, wie dem Teckel oder dem DD, sehr hoch sein...



Eher nicht, weil bei der Mops-Pudel-Mixtur mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst die 10% fehlen. EINZELFÄLLE mag es dennoch geben - es gibt ja auch Hühnerhunde, die sicher spurlaut sind... :p
Dann musst Du dich präziser ausdrücken.
 
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Ich möchte vielmehr wissen, welche der diskutierten Eigenschaften Nase, Fährtentreue, Finderwillen, Wildschärfe/Hetzfreudigkeit zu welchem Prozentsatz angewölft ist.

Oder andersrum, was kann durch das Abführen wie weit entwickelt werden?


Etwas dazu klar zu sagen würde die Zucht erheblich vereinfachen.

Der Teckelrüde klemmt sich einmal die Pfote in der Schliefenanlage ein und arbeitet dort trotz intensiver Vorarbeit nie wieder, hat aber an Dachs und Fuchs im Kunstbau und Naturbau absoluten Leistungswillen und sämtliche Nachkommen auch.

Neueste Forschungen besagen, dass ein Hund der durch Abrichtung hohe Leistung bringt auch diese an seine Nachkommen zum Teil weitergibt.

Umkehrschluss, werden die Anlagen nicht gefördert, wird der Welpe später weniger Leistung zeigen.

Ein klares Plus für Eltern mit VGP.

Ganz sicher ist, ob Schweißhund oder Vorsteher er wird ohne gute Abrichtung nie die Leistung erreichen erreichen als mit.

Damit muss er nicht auf der Kunstfährte eingearbeitet worden sein. Habe ich ständig Arbeiten auf der Naturfährte wird er besser als der mit 20 Übungen auf der Kunstfährte.

Auch der Teckel braucht nie eine Schliefenanlage gesehen zu haben um sauber im Bau zu arbeiten.
 
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Natürlich

braucht es die Ausbildung, um die Anlagen zum Tragen zu bringen. Eine gute Nase ist wohl zu 100% vererbt, trotzdem braucht es das Training. Bei Spurtreue weiß ich es nicht, aber auch da ist Vererbung die Hauptsache. Im Positiven wie im Negativen. Die Vererbung spielt, auch beim Menschen, eine sehr dominante Rolle; bei Ratten können selbst erlernte Fähigkeiten vererbt werden. Auch Paganini wäre ohne Förderung nicht der Musiker geworden, der er wurde. Aber ohne „Talent“ eben auch nicht.

Bei der Zucht von Gebrauchstieren spielt die Vererbung ja schließlich auch die entscheidende Rolle. Und das betrifft, wie gesagt, nicht nur Nebensächlichkeiten, sondern eben auch „ das Wesen“ eines Tieres (mir fällt gerade kein besserer Ausdruck dafür ein).

Ich finde die Frage wichtig oder interessant, weil der Hundeführer daran erkennen kann, wo man nachbessern kann durch Abführung und wo Hopfen und Malz verloren ist - und das eben frühestmöglich.

Gruß,

Mbogo
 

steve

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Mich interessiert Eure Meinung zu folgendem: Ich habe bei meinem Hund beobachten können, dass er sehr beständig offenbar den Seitenwind nutzt und unter Wind etwa 2-5m neben der Übungsfährte arbeitet. Dies manchmal mehrere 100m, ich nehme an solange es eben der Wind zulässt. Wir kommen am Stück an, insofern alles gut.

Wie ist es aber mit dem Verweisen? Solange ich selbst die verweiserpunkte angelegt habe kann ich ein Verharren ja deuten und weiß, was es bedeutet. Aber in der Prüfung und in der Praxis stehe ich dann nun 2-5m entfernt. Hin geht der Hund (bisher) nicht. Bekommt man das irgendwie hin, dass er seinen Arbeitskorridor verlässt und mir den Tropfen Schweiß dort zeigt wo er klebt?
 
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Getupft, gespritzt oder Fährtenschuh?
Welche Standzeit?
 
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steve

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Fährtenschuh, 22 Stunden Stehzeit. Spielt das eine Rolle?
 
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Fährtenschuh, 22 Stunden Stehzeit. Spielt das eine Rolle?
Das macht in zweierlei Hinsicht einen Unterschied. Die Geruchsglocken sind unterschiedlich und Hunde verweisen keine 200 Schweißtropfen.
Das ist allerdings nicht das Problem hier.
Ohne das gesehen zu haben, dem Hund scheint das keine Herausforderung darzustellen.
Wie verhält er sich bei schwierigen Bodenverhältnissen und Verleitfährten.
 
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Mich interessiert Eure Meinung zu folgendem: Ich habe bei meinem Hund beobachten können, dass er sehr beständig offenbar den Seitenwind nutzt und unter Wind etwa 2-5m neben der Übungsfährte arbeitet. Dies manchmal mehrere 100m, ich nehme an solange es eben der Wind zulässt. Wir kommen am Stück an, insofern alles gut.

Wie ist es aber mit dem Verweisen? Solange ich selbst die verweiserpunkte angelegt habe kann ich ein Verharren ja deuten und weiß, was es bedeutet. Aber in der Prüfung und in der Praxis stehe ich dann nun 2-5m entfernt. Hin geht der Hund (bisher) nicht. Bekommt man das irgendwie hin, dass er seinen Arbeitskorridor verlässt und mir den Tropfen Schweiß dort zeigt wo er klebt?
Ich könnte mir vorstellen, dass der Hund sich mehr an der Führerfährte ("verwehte" Hautschuppen) orientiert, als an den anderen Komponenten. Zeigt er das Verhalten auch bei Fremdfährten?

wipi
 
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Ich könnte mir vorstellen, dass der Hund sich mehr an der Führerfährte ("verwehte" Hautschuppen) orientiert, als an den anderen Komponenten. Zeigt er das Verhalten auch bei Fremdfährten?

wipi
Das hatte ich noch nicht in Betracht gezogen.
Ich lasse mir meistens die Übungsfährten von wechselnden Personen legen.
Sehr guter Einwand.
 
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Das hatte ich noch nicht in Betracht gezogen.
Ich lasse mir meistens die Übungsfährten von wechselnden Personen legen.
Sehr guter Einwand.
Ich hatte vor einigen Wochen bei meinem Welpen ein entsprechendes Aha-Erlebnis. Der da ca. 11 Wochen alte Welpe arbeitete die Schleppe trotz vermeintlich langer Stehzeit ziemlich hektisch und pendelte dabei immer über den Verlauf. Dies führte dazu, dass er auf der wingabgewandten Seite schließlich die ausgelegte Schwarte mit Reizangel passierte ohne zu reagieren. Statt dessen folgte er weiter unbeeindruckt meiner Fährte Richtung Weg, wo er dann auch dort noch versuchte den weiteren Verlauf zu arbeiten. Da ich dort ins Auto gestiegen war, kam er nicht weit 😢 :sad:

wipi
 
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