W e r hat Erfahrung mit der Rasse Epagneul de Pont d'Audemer

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#1
Hallo an alle Hundeführer und - Liebhaber,

in der mir zugänglichen Literatur wird diese Rasse als eher leichtführig und guter Stöberhund beschrieben, der sich leicht ausbilden lässt.
Hat jemand konkrete Erfahrungen oder Erlebnisse mit einem solchen Hund ?
Falls ja bin ich für entspr. Berichte sehr dankbar.
 
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#2
Im Hundekurs vor etwa 14 Jahren war ein solches Exemplar.

Sehr sensibel, nicht wasserfreudig, sehr anhänglich, hab mich daraufhin für den Wachtel entschieden.
 
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#3
in der mir zugänglichen Literatur wird diese Rasse als eher leichtführig und guter Stöberhund beschrieben, der sich leicht ausbilden lässt.
Ich weiß nicht, welche Literatur du meinst, aber als Stöberhund würde ich keinen Epagneul de Pont d'Audemer in Erwägung ziehen. Zumindest firmiert er nicht als solcher. Ist wie die anderen Epagneuls ein französischer Vorsteher, somit tendenziell wohl weniger scharf und noch seltener laut als deutsche Vorsteher.

Hab keine eigenen Erfahrungen anzubieten, kann dir aber die Rassebeschreibung von Craig Koshyk empfehlen (man klicke auf das Kapitel seines Pointing-Dogs-Buches):

http://pointingdogblog.blogspot.com/2011/05/the-pont-audemer-spaniel.html
 
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#4
Von Jägern in den USA und Frankreich weiß ich, dass der Bretone gerne zur Niederwildjagd auf Schnepfen und Hühner zum Einsatz kommt. Edmund Löns soll einen Vertreter dieser Rasse "Kesselflickers Flora", den er einem wildernden Hausierer abpresst hatte, in seine KLM Zucht eingekreuzt haben, um das feste Vorstehen, das er bei "Flora" beobachten konnte, im KLM zu festigen.

Bretonen sind mir von US-amerikanischen und französischen Jägern als führige und freundliche Hühnerhunde und gute Vorsteher mit allerdings schmalerem Einsatz-Spektrum (z.B. weniger raubwildscharf und auch wegen der Größe sicher keine Apporteure großer Füchse) als dem unserer deutschen Vorsteher beschrieben worden.

Zumindest die US-Amerikaner, die ich als vorherige Bretonen Fans erinnere, sind inzwischen auf GSPs, also DKs umgestiegen. Sie sagen, dass bei gleich gutem Vorstehen und vergleichbarer Härte was den Einsatz in Busch und Wasser betrifft, der größenabhängige Einsatzbereich, Raubwildschärfe und die höhere Agilität in der zügigen und raumgreifenden Suche des DK überzeugend gewesen sei.

Denke, wenn Du aus dem deutschen KLM oder DK Spektrum einen leistungsfähigen Vertreter auswählst, wirst Du das Bretonen Spektrum also gut abdecken können.

Andernfalls sollten Dich Deine Schritte in die französichen Hochburgen der Rasse führen...und dort einen wirklich leistungsstarken Vertreter der Rasse zu erwerben. Vielleicht bringst Du dann gleich noch einige "Hühner" aus der Ecke Frankreichs mit, damit Dein Hund in den niederwildarmen Gemarkungen bundesdeutscher Agraridyllen nicht arbeitslos wird. :biggrin:
 
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#5
Und als Stöberer...und somit der Vollständigkeit halber wichtig bevor ich darauf berechtigter Weise erinnert werde...Wachtel nicht vergessen. Der auch ordentliche Arbeit als Niederwild Hund und zur Nachsuche leisten kann und mit dem man auch bei Drückjagden im Herbst, erfolgreiche Abführung selbstverständlich, ein gern gesehener Gast ist.

Letztlich steht m.E. die Züchtung französischer Hunderassen ganz gut zwischen der deutschen und der britischen Tradition. Sind viele Hunderassen in UK eher hoch gezüchtete Spezialisten mit schmalen Einsatzgebieten (Springer, Cocker und verschiedene Terrier mal ausgenommen, die durchaus auch für die "bürgerliche Jagd" fungieren) so finden wir in Frankreich, neben Jagdhunderassen des Adels und somit eher "Spezialisten" auch viele für die bürgerlicher Jagd geeigente Hundrassen. Diese Gruppe der regionalen Epagneul-Rassen sind sämtlich eher Niederwild-Rassen die zT an regionale Gegebenheiten der vorhandenen Jagdgebiete züchterisch angepasst wurden.

In Deutschland gingen viele Spezialisten (darunter besonders regionale Brackenschläge) mit der Umwandlung der höfischen Jagd verloren.
In der Folge, die ehemals ebenfalls "höfische" Schweißhunderasse HS sowie den Weimaraner mal ausgeklammert, breiteten sich Generalisten aus, die, gute Ausbildung voraus gesetzt, in vielen Ländern der Welt überzeugen.
 
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#6
Von Jägern in den USA und Frankreich weiß ich, dass der Bretone gerne zur Niederwildjagd auf Schnepfen und Hühner zum Einsatz kommt. Edmund Löns soll einen Vertreter dieser Rasse "Kesselflickers Flora", den er einem wildernden Hausierer abpresst hatte, in seine KLM Zucht eingekreuzt haben, um das feste Vorstehen, das er bei "Flora" beobachten konnte, im KLM zu festigen.

Bretonen sind mir von US-amerikanischen und französischen Jägern als führige und freundliche Hühnerhunde und gute Vorsteher mit allerdings schmalerem Einsatz-Spektrum (z.B. weniger raubwildscharf und auch wegen der Größe sicher keine Apporteure großer Füchse) als dem unserer deutschen Vorsteher beschrieben worden.

Zumindest die US-Amerikaner, die ich als vorherige Bretonen Fans erinnere, sind inzwischen auf GSPs, also DKs umgestiegen. Sie sagen, dass bei gleich gutem Vorstehen und vergleichbarer Härte was den Einsatz in Busch und Wasser betrifft, der größenabhängige Einsatzbereich, Raubwildschärfe und die höhere Agilität in der zügigen und raumgreifenden Suche des DK überzeugend gewesen sei.

Denke, wenn Du aus dem deutschen KLM oder DK Spektrum einen leistungsfähigen Vertreter auswählst, wirst Du das Bretonen Spektrum also gut abdecken können.

Andernfalls sollten Dich Deine Schritte in die französichen Hochburgen der Rasse führen...und dort einen wirklich leistungsstarken Vertreter der Rasse zu erwerben. Vielleicht bringst Du dann gleich noch einige "Hühner" aus der Ecke Frankreichs mit, damit Dein Hund in den niederwildarmen Gemarkungen bundesdeutscher Agraridyllen nicht arbeitslos wird. :biggrin:
Meines Wissens kann man den Pont Audemer nicht einfach mit dem Bretonen gleichsetzen... Vor sicherlich 15-20Jahren hab ich mich mal mehr für die Franzosen interessiert. Die Beschreibungen von damals gingen charakterlich und eignungsmäßig vom Bretone ausgehend doch etwas mehr Richtung Wachtel...also weniger Vorstehen, passionierter und vom Charakter etwas härter, reservierter. Womit ich nicht die Beobachtungen von Luhejäger abtun will, der im Gegensatz zu mir wenigsten einen gesehen hat und nicht nur telefoniert hat...:biggrin:

@yumitori: Frag doch einfach mal beim VBBFl an...
 
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#7
Meines Wissens kann man den Pont Audemer nicht einfach mit dem Bretonen gleichsetzen...
......................................................................:biggrin:

@yumitori: Frag doch einfach mal beim VBBFl an...
Zum Gruße,

der genannte Verband ist mir bekannt, ich dachte nur, dass vielleicht der ein oder andere user konkrete Erfahrungen berichten könne, was ja auch geschehen ist.

Vielen Dank für die bisherigen Antworten, etwa vorliegende, weitere Erfahrungen lese ich sehr gerne.
 
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#8
Die guten Eigenschaften die diese Rasse zeigen können gängigere Rassen in Mitteleuropa fast durch die Bank besser.
Wer einen führigen stark bindungsbezogenen Hund sucht ist mit der Wahl gut bedient.
 
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