Wärmebild welche Modelle nutzt Ihr/wurden genutzt -und wie seit Ihr damit zufrieden ?

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Auch Handwerk hat sich immer entwickelt. Sonst würden wir heute immer noch mit Bogen, Vorderlader oder ohne ZF jagen. Dinge werden handwerklich angenommen, wenn sie den Erfolg verbessern, den Job physisch oder zeitlich erleichtern. Freilich gibt es Handwerker, die wollen oder brauchen nichts verändern. Da stimme ich zu. Wenn ich als Rentner 46 Wochen p.a. Zeit habe um 3 frei gegebene Rehe zu erlegen muss ich nichts verändern. Wenn ich als Berufstätiger 20 Rehe und so viele Sauen wie möglich strecken soll, der Wildschaden ausufert, bin ich dankbar über jede Hilfe und verbesserte Chance dabei. Deshalb wurden auch Wildkameras oder Sauenhandys handwerklich angenommen und sind längst umfänglich akzeptiert. Ich kenne auch keinen Sauenjäger, der noch mit einem Ziel 4 ZF und nem Opernglas am Abend sitzt, sondern jeder hat in Optik investiert. Weil es die Chancen verbessert, ganz einfach.
Im wesentlichen stimmt das ja.....mir ging es aber um die Aussage 90% deutscher Jäger wissen nicht um die Vorteile der WBK NSG... zumindest in meinem Umfeld / Revier nutzen von 12 Mitjägern 3 Jäger die eigene WBK und 3 Jäger eine gemeinsame WBK. Die anderen gehen nachts eh nicht mehr raus. Die Reviere (die ich kenne) die keine NSG oder WBK nutzen haben auch kein SW Problem, kennen aber die Vorteile auch für Fuchs. Soweit ja alles wie du sagst. Der Jäger mit der höchsten persönlichen SW Strecke (letzten 3 Jahre zwischen 40 und 60 Stücke / JJ) den ich kenne, nutzt weder NSG noch WBK. Von unserem Jagdleiter angesprochen ob er mit moderner Technik nicht mehr erlegen könnte, war die Antwort klar das wird so sein, aber ich habe doch schon Probleme die jetzige Strecke zu vermarkten. Auch ne Einstellung. Ich persönlich jage seit Ca. 6 Jahren mit NSG und seit 3 Jahren auch mit WBK. Beide Techniken haben ihre Vorzüge. Begründung für den Einsatz der Technik war wie für viele andere auch, neben dem schwarzen Klumpen auch die Frösche sehen zu können.
 
G

Gelöschtes Mitglied 9073

Guest
Alles nur eine Frage der Preise der Geräte, der Akzeptanz und des Wissens der Jäger. 98% haben mindestens Mittelklasseoptik gekauft, auch wenn sie nicht nachts jagen oder ihr Wild nicht absetzen können.

Bereits jetzt hat Pulsar für lumpige 1200€ ein gutes Gerät in den Markt gebracht. Hier werden die Preise weiter sinken und die Leistungen der Geräte steigen. Bei <1000€ überlegt kaum noch einer.

Die Geräte sind nicht nur auf die Nacht limitiert. Sie ermöglichen auch am Tage völlig neues Handwerk und Jagderfolg :biggrin:

https://forum.wildundhund.de/showth...wild-2017-18&p=2742787&viewfull=1#post2742787

Das hat die große Masse nur noch nicht mal ansatzweise erfasst. In der Jagdschule lernt man das nicht, der Jagdherr versteht auch noch nichts davon und selbst sind viele nicht KREATIV genug.

Dein Jäger mit der hohen Strecke könnte sicher seinen Zeitaufwand deutlich verringern - wenn er denn wollte. Mehr schießen kann aber muss ja nicht sein.

Ich wage mal die Vorhersage, daß in 15 Jahren diese Technik so zum Jäger gehört wie heute der Leuchtpunkt im ZF. Muss man nicht haben, ist aber nett. Und vermutlich wird dann auch die Drohne kreisen und dem Jagdleiter zeigen, wo die Treiber noch mal durchgehen sollen. Wird nicht jedem gefallen, sieht man aber den stolzen Streckenfotos nicht an.
 
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Ich muss wirklich sagen, das beste Geld dass ich in den letzten Jahren für die Jagd ausgegeben habe, war für die WBK!
Jetzt nutze ich das Teil schon gut ein Jahr, aber ich bin tagtäglich fasziniert von den Möglichkeiten.
Vorbei ist es mit den Ansitzen auf "gut Glück". Ich fahre (am besten zu Zweit) durchs Revier, sehe ohne das Wild zu beunruhigen auf 600-800m wo Rehwild steht und kann meine Ansitze planen.
Am Ansitz sehe ich schon deutlich früher als bisher wo Wild anwechselt. Auch beim Morgenansitz gibt es kein vergrämen mehr. Einfach eine tolle Sache.
Jetzt werden wieder einige stänkern, weil es zu effektiv ist oder man dem Wild keine Chance mehr gibt.
Fakt ist, die Zeiten haben sich geändert. Wir sind im Berufs-, Privat- und Familienleben deutlich mehr gefordert wie vor 20 Jahren. Auch der Druck durch die Landwirte, sei es Verbiss- oder Wildschäden. Wir müssen liefern. Zumindest Leute wie ich, die ein Revier gepachtet haben und dadurch auch eine Verpflichtung eingegangen sind.
Die WBK gibt mir viele neue Möglichkeiten. Was noch lange nicht heißt, dass ich bei jeder Gelegenheit den Finger krumm mache!
 
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Zudem ist mir leider die Halsschlaufe abhanden gekommen. Dafür brauche ich Ersatz, weiß aber nicht wie man diesen Clip nennt?
Steckschnalle, wie breit? Räer Verasnd hat ein Schnallensortiment für Kleingeld, ev. komplett neue Steckschnalle = beide Teile anbauen...
https://www.raeer.com/shopexd.asp?id=40239

Und generell zu WBK - das sind herrliche Spielzeuge und für für verantwortungsbewußte Jäger - und da sind wir ja im WuH Forum eine Erweiterung des Ansprechens.
Ich spiele nachts damit beim Hundespaziergang und freue mich über den Dachs, die Rehe, weniger die Wutze, die ich damit fast jede Nacht friedlich umherziehend auf 80-400 m sehe. Damit macht der Spaziergang mit dem verrückten Hündchen noch mehr Spaß. Und ich weiß, warum das kleine Mistvieh so giftig jaulend durch die Nacht wetzt Jif Jif Jif.
Einmal hat sie mir eine 40 kg Wutz auf 5 m an mir vorbei sausend gebracht. Schweinchen Schlau grunzte ununterbrochen ärgerlich ob der Störung der friedlichen Nacht... "Tapferes" Hundchen folgte 200 m, dann kam sie lieber zur Rückendeckung von Herrchen zurück.
Zurück zur WBK - jagdlich brauche ich die nicht zum Jagderfolg - ABER sie bereichert den Ansitz oder die Pirsch hier und da.
Jedem das Seine...

 
G

Gelöschtes Mitglied 9073

Guest
Danke an dich und Mair. :thumbup::thumbup::thumbup:

Vielleicht verstehen es ja nun paar foristi mehr. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. Erklärt worden ist das ja hier schon vor mindestens einem Jahr, aber vermutlich war es nicht jedem eingängig.
 
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Das ist leider unvermeidlich, wenn man Lizenzen beachtet und die Kosten gering hält.
Die kostenlos nutzbaren Stücke im Netz haben durchweg dieses Niveau.

Sehen wir das Wesentliche: Er versteht etwas von der Technik. DIe Videos sind sehr gut gemacht und überaus hilfreich.
Ich kenne auch keine besseren.
 
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DHL hat es tatsächlich endlich geschafft die 30er Lite zu liefern.
Da sich rechtzeitig zu Lieferung und Urlaubsbeginn auch ´ne fiese Sommergrippe eingefunden hat gibt´s erstmal nur heimischen Kurzschnauzenfuchs auf 3m...:roll::biggrin:

 
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Ich war gestern das erste Mal mit der Quantum Lite draussen und muß leider sagen daß ich für mich noch nicht 100%ig überzeugt bin.

Ich hatte ab etwa 21:30 eine Rotte von 3 Bachen und etwa 12 Fröschen vor die in etwa 60m Entfernung aus dem Wald kamen und sofort in den Weizen gezogen sind.
Hätte ich nicht zufällig die Frischlinge gesehen als sie aus dem Wald kamen hätte ich es mit WBK im Weizen nicht mehr mitbekommen, hier hatte ich die Hoffnung daß man Wärmesignaturen um die Mutterschiffe herum feststellen kann wenn ab und an etwas durch die Halme leuchtet, aber leider nix.

Ich war ebenfalls erstaunt etwa eine halbe Stunde später auf 300m die Bachen mit bloßem Auge noch sehen zu können, in der Wärmebildkamera jedoch nicht, trotz herumprobieren mit verschiedenen Einstellungen und Farbschemata. Etwas später auf die gleiche Entfernung waren dann doch plötzlich ein paar helle Punkte zu erahnen ohne daß ich direkt zuvor etwas geändert hätte.

Ich fand das Bild auch deutlich schlechter als hier auf diversen Bildern/Videos zu sehen. Was mich auch verwirrte war eine gewisse, ich hätte fast "Randundschärfe" geschrieben, eine gewisse "Randwärme" im Bild, also daß das Bild am Rand bei "white hot" weißer, im roten Farbschema roter ist als in der Mitte. Man kann es auf diesen grottig verwackelten Handybildern erahnen:

Drei Bachen auf etwa 50m im Weizen:



Die selben drei auf 125m:




Ja, die Kamera ist verkehrt herum, finde ich bei Beobachtung mit dem linken Auge angenehmer.

Das führt mich zu weiteren Problemen, die aber eher an mir liegen:

Ich finde es unglaublich ermüdent für die Augen. Selbst mit ganz dunklem Monitor und rotem Farbschema ist das linke Auge doch sehr geblendet. Teilweise hatte ich auch den Eindruck als würde mir, wenn ich die Kamera wegnehme und dann mit einem verblitzdingsten und einem guten Auge in die Welt schauen etwas schwindelig.

Zu guter Letzt noch ein Problem das wirklich nur an mir liegt: Ich habe beim Zielen schon öfter festgestellt daß ich nicht lange nur ein Auge geschlossen halten kann. Es schwindet irgendwie die Kraft im geschlossenen Augenlied, schwer zu beschreiben. Bei der kurzen Zeit die man durch´s ZF schaut geht es in der Regel, bzw. habe ich dann auch nicht sooo das Problem auch mal beide Augen beim Blick durch´s ZF bei höheren Vergrößerungen offen zu haben und dann zum Schuß wieder das linke zu schließen, aber beim häufigen und langen Blick durch die Wärmebildkamera ist das echt ein ätzendes Problem.

Auf dem Heimweg habe ich dann noch ein paar Sauen auf dem Maisacker angepirscht bis ich auf die Idee gekommen bin daß ich bei grob bekannter Entfernung ja auch den eingebauten "Entfernungsmesser" nutzen kann um die Größe des Ziels zu erahnen. Waren dann doch Hasen... :roll::biggrin:


Einerseits ärgere ich mich schon ein wenig daß ich nicht noch auf etwas besseres gespart habe, andererseits hätte ich bei einem besseren Gerät trotzdem noch die Augenprobleme.

Ich werde das Ding noch ein paar mal testen und mir dann mal überlegen ob ich es nicht doch vielleicht wieder abstoße.
 
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Liess mal den anderen Thread zur xq30v. Ich habe dort etwas zu Filterfolien geschrieben, die die Benutzung bei Nacht mMn deutlich komfortabler gestalten.
 
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Ich habe mal versucht mich durch die 130 Seiten zu arbeiten, aber nach so 20 Seiten wurde es doch müssig.

Was würdet ihr denn empfehlen: Aufsuchen des Wildes beim Angehen, kein Vorsatzgerät, Reichweite ein paar hundert Meter, Ansprechen zweitrangig, eher Vermeiden des Vergrämens.

Gibt es vllt irgendwo eine MArktübersicht oder traut sich ener der Experten zu eine solche zu erstellen?
 
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