Waffe für Hundeführer und Durchgehschützen

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#16
Gibt's ne Statisik in welchen Fällen der letzten Jagdunfälle Flg Ursache für Personen Schäden waren? Werden die Sicherheisvorschriften beachtet passiert damit garantiert viel weniger als mit verirrten Büchsengeschossen. Aus dem sicheren Kugelfang hüpfen die nämlich auch nicht mehr raus. Und ne 8x57 prallt ü.Ü. auch vom Baum ab. Für mich reines Nachgeplapper. Ein Bekannter von mir hat zwischen 1975 und Ca. 2000 so um die 500 Sauen ausschließlich mit Flg geschossen in der Türkei, Pakistan etc. Nie kam jemand zu Schaden.....die Sauen ausgenommen.
 
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#17
@wipi

mag sein, dass FLGs häufiger abprallen oder sich unberechenbar zerlegen.
Das spielt aber überhaupt keine Rolle, da

1. wie ich bereits schrieb, der HF das FLG (hoffentlich) nur nutzt um einen Fangschuss anzutragen
2. Sich der Schuss mit der Büchse ebenso verbietet, wenn ich mir mit dem FLG unsicher wäre (aus Sicht des Standschüzen).

Also, zusammenfassend, ich schieße mit dem FLG im Treiben, als Fangschuss, Mündung ca. 40cm vom Ziel entfernt, quasi direkt vin den Kugelfang.
Man möge mir bitte erklären, warum das ein höheres Gefahrenpotenzial bietet als der übliche druckjagdschuss mit der Büchse auf flüchtiges Wild.

Ich habe auch nie widersprochen, dass eine im Treiben geführte Waffe unterladen gehört, seh ich auch so, ich wollte nur sagen, dass ich schon einiges erlebt hab, da wäre eine Hahnflinte noch harmlos.

Von der Ästhetik mal abgesehen.
 
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#18
Ergänzend noch, ist die Stoppwirkung eines FLG viel höher als die eines Büchsengeschosses.
+-32 Gramm Blei sind nochmal was anderes, als +-10 Gramm.
Und durch die geringere Geschwindigkeit in Verbindung mit der größeren Masse und Auftreffläche des Geschosses ist es zudem fast nicht möglich, dass irgendwas aus der annehmenden Sau in 3m Entfernung vor einem wieder rausfliegt. Das ist besonders wichtig in Zusammenhang mit Hunden, die entweder gestellt haben oder schon dranhängen.
Beim Büchsengeschoss dagegen, kann man fix davon ausgehen, dass irgendwo, völlig unplanbar, große Teile des Geschosses, oder auch mal alles, wieder rauskommen. Sollen sie ja auch, sind ja so konstruiert, zwecks Ausschuss. Ist daher für in der Nähe befindliche Hunde/Menschen brandgefährlich.
 
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#20
Ich habe mir ein Mauser DWM "Peru"- System als Durchgeher mit offener Visierung umbauen lassen. Kaliber 8x57IS
 
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#21
Wenn Hunde dranhängen, verbietet sich jeder Schuss, egal ob mit Büchsenpatrone, FLG oder KW!
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Bist Du schon mal einen Bail angegangen mit einer äußerst schlecht gelaunten, mobilen 70+Sau? Weil Du Hunde hast, die die Sau nicht nur verbellen sondern auch versuchen zu binden?
Vermutlich nicht.
Sonst würdest Du nach Deiner Handlungsanweisung vermutlich nicht mehr leben.
 
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#22
Ich habe mir ein Mauser DWM "Peru"- System als Durchgeher mit offener Visierung umbauen lassen. Kaliber 8x57IS
Machen einige und zukünftig wirds wohl auch mehr werden.
Die Intension mit der Doppelflinte zu arbeiten ist immer der Schuß auf kurze Distanz und der unmittelbar mögliche zweite Schuß.
Als ich mit der VSRF ankam waren die anderen HF genau deshalb etwas skeptisch, aber dem Hinweis unterladen und schnell einsatzbereit konnte auch keiner wiederlegen. Als dann die Bleifreien Pflicht wurden sind die meisten schon auf Büchse umgestiegen, weil anfangs wenige FLG durch die Würgebohrung passten und passable Ergebnisse brachten.


Die Mär mit dem erhöhten Risiko ist nicht auszurotten, ein Vorfall und der Drops ist gelutscht. Ob dabei Fehlverhalten des Schützen oder tatsächlich das Geschoß zum Problem wurde, wird nicht überliefert.
FLG werden weltweit eingesetzt, mit Erfolg, nur in D weiß man es besser. Nun zeig mal einer das Verhältnis von Unfällen Büchsengeschoß zu FLG in den letzten Jahren oder auch gerne Jahrzehnten auf. :unsure:


CdB
 
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#23
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Bist Du schon mal einen Bail angegangen mit einer äußerst schlecht gelaunten, mobilen 70+Sau? Weil Du Hunde hast, die die Sau nicht nur verbellen sondern auch versuchen zu binden?
Vermutlich nicht.
Sonst würdest Du nach Deiner Handlungsanweisung vermutlich nicht mehr leben.
Jetzt geht's los. :)
 
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#24
Ich bin zwar nicht oft Durchgeher, aber ich sehe das im großen und ganzen das selbe zu trifft wie auch für eine Nachsuche Waffe.
Da gibt es eigentlich für mich ein paar Punkte die mir beim Bau meiner Waffe wichtig waren.
So kurz wie möglich, Riemenbügel an der Mündung, offene Stahlvisierung, keine grossen Schlitze wo Dreck rein kann, keine Teile die einfach raus oder abgehen können, unterladen zu führen, schnell zu repetieren und das alles mit nassen und kalten Händen.
Wie unter den Punkten die Waffe für jeden aussieht ist im großen und ganzen Geschmackssache, nur im Ernstfall muss sie funktionieren und das ohne wenn und aber.
Bei mir ist es ein Nagant, hatte vorher einen 98er aber der Nagant ist durch das Reihenmagazin noch schmaler und lässt sich für mich besser packen.
Den habe ich mir so umgebaut wie ich ihn benötige.
 
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#26
Ich bin etwa 10 Jahre mit einem Vorderschaftrepetierer unterwegs gewesen, habe aber nicht mehr als 5 Sauen damit gestreckt, das FLG war aber in jedem Fall "umwerfend".
Seit 15 Jahren gehe ich mit einer gekürzten Weatherby Vanguard raus, auch damit habe ich noch keine zehn Sauen gestreckt, da die meisten Standlautsituationen mit Saufänger und Saufeder gelöst werden. Auch die von @Bromisch genannten 70+ Sauen waren da dabei, sogar 90+ Sauen, auch hier verbietet es sich zwischen die Hunde zu schießen, außer bei wirklicher Lebensgefahr und die habe ich trotz kleiner dreistelliger Anzahl abgefangener Sauen noch nicht erlebt.

Bausaujäger
 
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#27
Ja. Die meisten Situationen lassen sich mit kalter Waffe lösen.
Die EINE aber, in der das eben nicht der Fall ist, reicht. Ich habs 2x miterlebt. Brauch ich auch nicht nochmal. Ist aber eben so, wenn man auf die Jagd geht, dass es zu solchen Situationen kommt. Kann sowohl bei der Nachsuche, die ich nicht betreibe, als auch auf DJ passieren.
 
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#28
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Bist Du schon mal einen Bail angegangen mit einer äußerst schlecht gelaunten, mobilen 70+Sau? Weil Du Hunde hast, die die Sau nicht nur verbellen sondern auch versuchen zu binden?
Vermutlich nicht.
Sonst würdest Du nach Deiner Handlungsanweisung vermutlich nicht mehr leben.
 
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