Waffe tritt wie Ackergaul

Mitglied seit
29 Jun 2008
Beiträge
985
Gefällt mir
1
#1
Hallo, ich war am Freitag auf dem Schießstand, um eine Waffe einzuschiessen. Nach dem ersten Schuss hat es mich bald samt Stuhl durch den Raum geworfen. Unglaublich. Die Schulter schmerzt immer noch. Nach Meckeranfall meinerseits mit dem Hinweis, dass man mit dem Ding das Mucken anfängt, nahm der Standnachbar die Büchse und meinte: Ganz schön leicht. Mmmhh.

Kaliber .30-06, Lauf 56cm, Plastikschaft, Gesamtgewicht ca. 3,8kg, geschossen mit Federal Power Shock 180gr. Softpoint.

Bei einer Schussabgabe habe ich dann sogar die Augen zugemacht. :oops:

Der Hinterschaft klingt sehr hohl, nun wollte ich die Schaftkappe versuchen abzuschrauben. Mit dem Ziel, Vogelsand in den Hinterschaft reinzukippen.

Mit meiner Brünner auch im Kaliber .30-06 hatte ich keine Probleme.

Ja Scheiße. Kann man eigentlich nüscht machen. Außer Augen zu und durch.
 
A

anonym

Guest
#2
Was ist das für ne Kanone?
Gewicht erhöhen hilft auf jeden Fall oder leichteres Geschoss!
Ansonsten Mündungsbremse aber am allerbesten verkaufen bevor man das Mucken richtig drin hat!!!!
 
Mitglied seit
18 Jul 2001
Beiträge
4.771
Gefällt mir
3
#3
Ich hatte mal ne Ruger 77 MKII extraleicht mit 51cm Lauf in .30-06.

Die hat mehr getreten, als richtig dicke Piffen.

Ich hab sie verkauft.
 
G

Gelöschtes Mitglied 4585

Guest
#4
Es geht auch mit Blei...
Sonst Kickstop- oder/und andere Schaftkappe soft. Wegu oder was auch immer.
150grs. auch eine alternative.
 
Mitglied seit
15 Nov 2003
Beiträge
3.032
Gefällt mir
160
#5
pummelfee hat gesagt.:
… Ja Sch***e. Kann man eigentlich nüscht machen. Außer Augen zu und durch. …
Grundfalsche Einstellung - man kann immer etwas machen! :roll:

Schießtechnik:
Die Waffe fest in die Schulter einziehen – je schwächer Du sie hältst, umso fester
wird sie Dich treten!
Lass Dich wenn möglich mal von einem Profi beim schießen beobachten ob Fehler
in der Schießhaltung vorhanden sind.

Leichteres Geschoß verwenden – ein 150gr. wird rund 15% weniger Rückstoß
verursachen, ein 125gr. rund 25% weniger.
Es muss es nicht unbedingt eine der stärksten Laborierungen sein - toter als tot
kannst Du nichts schießen...

Dämpfende Maßnahmen an Gewehr (Schaftkappe) oder/und Kleidung.

Das Waffengewicht würde ich – wenn überhaupt - nur in Kombination mit einer
zusätzlichen Dämpfungsmaßnahme (Kickstop) erhöhen.

Wenn Du den Rückstoß – wie es bei vielen der Fall ist – nur beim Ein-/Scheiben-
schießen als problematisch empfindest, nicht aber beim jagdlichen Schuss, dann
lass Dir in Gottes Namen die Waffe von jemand anderem auf diese Labo Einschießen
(was ich sonst NIE empfehle!!!) und begnüge dich mit Kontrollschüssen.

Du brauchst dann aber in jedem Fall eine passende rückstoßschwächere Muni zum
obligaten Übungsschießen…

WH H
 
Mitglied seit
22 Jan 2006
Beiträge
503
Gefällt mir
35
#6
Hirschberg hat gesagt.:
Es muss es nicht unbedingt eine der stärksten Laborierungen sein - toter als tot
kannst Du nichts schießen...
Ich hatte mal versucht, das Treten des K95 Stutzen meiner Freundin mittels verringerter Ladung zu reduzieren (38 grs vs. 43 grs. N140 bei 165 grs. Geschossgewicht). Ergebnis: Null Differenz, allerdings schlugen die Geschosse auf 100 m rd. 8 cm tiefer ein.

Wenemar
 
Mitglied seit
9 Jul 2003
Beiträge
3.941
Gefällt mir
4
#7
Versuch mal eine andere Munition. Aus meiner Steyr fand ich die von Dir genannte ich Vergleich mit anderen 180grs. Teilmantel recht kräftig im Rückstoß.
 
Mitglied seit
19 Feb 2009
Beiträge
664
Gefällt mir
1
#8
entweder bist du extrem Rückstoßempfindlich oder der Schaft paßt nicht. Die 3,8kg find ich nicht leicht. Probier mal das 90gr(5,8g) Impala KS, das sollte am wenigsten Rückstoss haben.
Ich habe übrigens eine T/C Encore KLB die wiegt,ebenfalls mit Kunstsoffschaft,2,5kg. Das Kaliber ist .500S&W Magnum und mit dem 275gr KS gibt das ca. 4600J bei 730m/sec. Der Rückstoß ist deutlich spürbar aber wie ein Pferd tritt sie nicht, auch nicht mit der 400gr Magtech Ladung.
 
Mitglied seit
15 Nov 2003
Beiträge
3.032
Gefällt mir
160
#9
Wenemar hat gesagt.:
Ich hatte mal versucht, das Treten des K95 Stutzen meiner Freundin mittels verringerter Ladung zu reduzieren (38 grs vs. 43 grs. N140 bei 165 grs. Geschossgewicht). Ergebnis: Null Differenz,

allerdings schlugen die Geschosse auf 100 m rd. 8 cm tiefer ein.
Rückstoß und Rückstoßempfinden sind zwei Paar Schuhe und das menschliche
Gehirn ist zur Objektivität nahezu unfähig.
Objektiv muss der Rückstoß der schwächeren Labo geringer gewesen sein, aber
vermutlich nicht um so viel wie Du erwartet hast!
Ladungsreduzierung bringt aber sicher weniger als Geschossgewichtsreduzierung.

Dass die schwächere Labo auf der Scheibe tiefer einschlägt ist oft der Fall und wird
von vielen als Naturgesetz angesehen – das ist aber so nicht richtig!
Ich habe einen Steyr-Mannlicher Goiserer Kal.308 der schießt Schlappladungen
regelmäßig auf 100m um bis zu 15cm höher als scharfe Laborierungen…

Die Ursache für die 8cm Differenz war vermutlich hauptsächlich ein anderer Abgangs-
fehlerwinkel, der objektive Unterschied der Flugbahnkurven dürfte bei ~3cm @100m
gelegen haben.

WH H
 
Mitglied seit
18 Mrz 2004
Beiträge
4.343
Gefällt mir
749
#10
@pummelfee
Achte auf eine möglichst aufrechte Schießposition, so dass die gut eingezogene Waffe mit der Schulter ungehindert nach hinten ausweichen kann – bringt oft den entscheidenden Vorteil. Dies ist auch der Grund, warum beim freihändigen Schießen mit gleicher Waffe-Kaliber-Kombination der Rückstoß weitaus geringer empfunden wird.
 
Mitglied seit
23 Okt 2000
Beiträge
14.612
Gefällt mir
2.050
#11
pummelfee hat gesagt.:
Bei einer Schussabgabe habe ich dann sogar die Augen zugemacht. :oops:

Der Hinterschaft klingt sehr hohl, nun wollte ich die Schaftkappe versuchen abzuschrauben. Mit dem Ziel, Vogelsand in den Hinterschaft reinzukippen.

Mit meiner Brünner auch im Kaliber .30-06 hatte ich keine Probleme.

Ja Sch***e. Kann man eigentlich nüscht machen. Außer Augen zu und durch.

Hm da können mehrer Dinge kausal für sein, ein Freund hatte mal ene BBF Heym in 3006-Dagegen war meine 8x68S sanft, so hinterhätig kickte die.

SChaft sollte geradlinig sein, Gummischaftkappe sollte da sein, trocken auslösender Abzug obligatorisch.

Stimmt der Verschlussabstand?!
 
Mitglied seit
29 Jun 2008
Beiträge
985
Gefällt mir
1
#12
Kurze Rückmeldung und Dankesagen für die wertvollen Tipps.

Habe einen Sandbeutel in den Hinterschaft gestopft. Waffe ist jetzt gut ausbalanciert und wiegt ca. 500g mehr. Dann habe ich mich etwas mehr aufgerichtet beim Schießen im Sitzen. Hat alles gut funktioniert. Kein übermäßiger Rückschlag...alles wird gut.

Jetzt werde ich noch auf 165 grain und andere Patrone wechseln.

Grüße
 
Mitglied seit
20 Okt 2006
Beiträge
12.181
Gefällt mir
6
#14
pummelfee hat gesagt.:
Habe einen Sandbeutel in den Hinterschaft gestopft. Grüße
Wenn ich die dicken Pillen in 375 am Stand verschieße/einschieße, nehm ich ein Sandsäckchen ZWISCHEN Schaft und Schulter. :wink:

Das verteilt den Druck viel besser und es gibt auch keine blauen Flecken, zumal man definitiv ordentlich einziehen muss - sonst fällt der Sandsack runter...

Manchmal muss man sich selber überlisten.

WH
B8
 
Mitglied seit
26 Okt 2005
Beiträge
1.274
Gefällt mir
107
#15
Wenemar hat gesagt.:
Hirschberg hat gesagt.:
Es muss es nicht unbedingt eine der stärksten Laborierungen sein - toter als tot
kannst Du nichts schießen...
Ich hatte mal versucht, das Treten des K95 Stutzen meiner Freundin mittels verringerter Ladung zu reduzieren (38 grs vs. 43 grs. N140 bei 165 grs. Geschossgewicht). Ergebnis: Null Differenz, allerdings schlugen die Geschosse auf 100 m rd. 8 cm tiefer ein.

Wenemar
Man muß das Geschossgewicht reduzieren, nict die Pulverladung, siehe Impulssatz.
 
Oben