Waffenbesitz mit Jagdschein

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#1
Hallo, ich habe mich bei euch im Forum angemeldet, weil ich ein paar grundsätzliche Fragen zum Thema Jäger, Jagd und Waffen habe.
Also ich bin seit 1995 Sportschütze, besitze mehrere Kurz- und Langwaffen. Darunter sind auch Langwaffen, die ich von meinem Opa, der Jäger war, geerbt habe. Sie sind alle in meiner WBK eingetragen (Bis auf drei Stück, die ich auf Anweisung vom Ordnungsamt unbrauchbar machen musste, warum weiß ich bis heute nicht wirklich). In der Zeit als Sportschütze war ich schon zweimal beruflich im Ausland. Einmal für 2 Jahre und einmal für ca. 3 Jahre. Auch bin ich vom Verein schon zweimal ausgetreten und wieder dazu gegangen. Jedes Mal war es ein ziemliches Gezeter mit dem Ordnungsamt, wegen dem Bedürfnis. Ich habe auch immer wieder Probleme mit dem Ordnungsamt, da ich nicht immer Regelmäßig zum Schießen gehe. Aktuell ist das wieder der Fall, weil ich schon seit über einem Jahr nicht mehr beim Schießen war. Ich habe oft einfach keine Zeit oder schlichtweg keine Lust. Auf Anraten von einigen Vereinskollegen, bei denen sich die Sache ähnlich Verhält, möchte ich jetzt die Jägerprüfung machen und einen Jagdschein lösen, da man anscheinend dann mit dem Ordnungsamt keine Probleme wegen der Waffen hat.
Da ich mich aber nicht so auskenne, möchte ich hier im Forum eben nachfragen wie sich die Sache wirklich verhält. Also ich möchte die Jägerprüfung machen und einen Jagdschein lösen. Kann mir das Landratsamt dann noch in irgendeiner Weise Probleme bereiten, was den Waffenbesitz anbelangt, auch wenn ich faktisch nicht auf die Jagd gehe? Wenn ich die Jägerprüfung habe, werde ich bestimmt hin und wieder mit einigen Bekannten auf die Jagd gehen aber ich möchte mich nicht an irgendwelche Zeiten richten, wie oft ich das zu machen habe, wie es als Sportschütze der Fall ist. Ich will dann vom Landratsamt einfach meine Ruhe haben, egal ob ich zum Schießen oder Jagen gehe oder nicht. Kann mir das hier jemand bestätigen, dass das so funktioniert?

Viele Grüße,
Flo
 
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#2
Du hast keinen Bock auf das sportliche Schießen, kein Interesse an der Jagd und der Jagdschen ist Dein Plan B, um Deine Waffen behalten zu können.

Ich hoffe im Interesse aller Waffenbesitzer MIT Bedürfnis, daß daraus nix wird.
 
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#3
Also ich hatte erst die Erbwaffen auf WBK mit zeitlicher Befristung.... dann ein halbes Jahr später erst den Jagdschein... mehrere KW und LW... war kein Problem! Wie es sich in deinem Fall verhält!?


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#4
Hallo,

ein gelöster Jagdschein ermöglicht Dir unbegrenzt viele Langwaffen und 2 Kurzwaffen zu erwerben.
Eine Kontrolle ob Du zur Jagt gehst findet nicht statt.
Ein 3 Jahres Jagdschein kostet in Köln ca. 200€ hinzu kommt eine Jagdhaftpflicht Versicherung ca. 100-150€, das muss alle drei Jahre neu bezahlt werden. Deine Ruhe kostet Dich in Köln also ca. 100€ im Jahr.
Kontrollen können natürlich trotzdem statt finden.

Ich weiß allerdings nicht was ist wenn Du mehr wie 2 Kurzwaffen Dein Eigen nennst.

Ich hoffe das hilft Dir weiter.

Du solltest aber überlegen ob Du die Waffen wirklich brauchst, der aufwand ist schon hoch.


Gruß aus Köln

Florian
 
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#5
H... Ich will dann vom Landratsamt einfach meine Ruhe haben, egal ob ich zum Schießen oder Jagen gehe oder nicht. Kann mir das hier jemand bestätigen, dass das so funktioniert?

Viele Grüße,
Flo
Auch als Jagdscheininhaber gehörst du weiterhin zur Gruppe der Legalwaffenbesitzer und wirst sowohl gegängelt als auch geschröpft.

Deine Probleme werden sich im Vergleich etwas verlagern und reduzieren, aber wenig.


CdB
 
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#6
Warum bleibst du nicht einfach im Verein? Dann gibt es auch keine Diskussionen mit dem Amt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Kurs, Prüfung und der jährliche JS mit Versicherung billiger sind.

Und Pausen sind als Sportschütze kein Problem.
 
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#7
Zumal das mit dem Pflichtschießen teilweise so läuft wie mit der (Pflicht-)Teilnahme an der Vorlesung. :cool:


CdB
 
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#8
Du hast keinen Bock auf das sportliche Schießen, kein Interesse an der Jagd und der Jagdschen ist Dein Plan B, um Deine Waffen behalten zu können.

Ich hoffe im Interesse aller Waffenbesitzer MIT Bedürfnis, daß daraus nix wird.
Diese Aussage hilft niemanden weiter, aber über Sinn/Unsinn des Bedürfnisprinzips und dem deutschen Waffenrecht lässt sich viel diskutieren.
Ich kann das teilweise schon nachvollziehen. Wegen Umzug und neuem Job war ich im letzten halben Jahr auch lediglich auf einer Drückjagd. Habe ich deshalb die Lust an der Jagd verloren? Man kann durchaus mal phasenweise weniger Zeit oder auch einfach Lust haben. Deshalb alle Waffen abgeben zu müssen, halte ich für absolut unverhältnismäßig.


Dennoch halte ich den Jagdschein trotzdem nicht für den richtigen Weg. Es ist sehr viel Zeit- und Lernaufwand, ohne die notwendige Motivation und Interesse an der Jagd wird es noch schwieriger. Und wenn du an der Jagd selbst keinerlei Begeisterung findest, macht es einfach auch keinen Sinn.
Eine gelbe WBK wäre da eher der Weg, um zumindest einige Waffen ohne regelmäßige Bedürfnisüberprüfung zu behalten. Und die angesprochene Grundüberlegung, ob du an diesem Hobby überhaupt noch weiteres Interesse hast, ist auch nicht verkehrt.

Gruß

Fünfling
 
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#9
Dennoch halte ich den Jagdschein trotzdem nicht für den richtigen Weg. Es ist sehr viel Zeit- und Lernaufwand, ohne die notwendige Motivation und Interesse an der Jagd wird es noch schwieriger. Und wenn du an der Jagd selbst keinerlei Begeisterung findest, macht es einfach auch keinen Sinn.

Wie ich hier inzwischen gelernt habe, spielt so etwas heute überhaupt keine Rolle mehr.
https://forum.wildundhund.de/showthread.php?110110-Tv-Tipp-„Hast-du-das-Zeug-zum-Jäger-“

Also wenn er seine Waffen behalten will, scheint das ein schneller und leichter Weg zu sein.
 
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#10
Diese Aussage hilft niemanden weiter, aber über Sinn/Unsinn des Bedürfnisprinzips und dem deutschen Waffenrecht lässt sich viel diskutieren.
Ich kann das teilweise schon nachvollziehen. Wegen Umzug und neuem Job war ich im letzten halben Jahr auch lediglich auf einer Drückjagd. Habe ich deshalb die Lust an der Jagd verloren? Man kann durchaus mal phasenweise weniger Zeit oder auch einfach Lust haben. Deshalb alle Waffen abgeben zu müssen, halte ich für absolut unverhältnismäßig.


Dennoch halte ich den Jagdschein trotzdem nicht für den richtigen Weg. Es ist sehr viel Zeit- und Lernaufwand, ohne die notwendige Motivation und Interesse an der Jagd wird es noch schwieriger. Und wenn du an der Jagd selbst keinerlei Begeisterung findest, macht es einfach auch keinen Sinn.
Eine gelbe WBK wäre da eher der Weg, um zumindest einige Waffen ohne regelmäßige Bedürfnisüberprüfung zu behalten. Und die angesprochene Grundüberlegung, ob du an diesem Hobby überhaupt noch weiteres Interesse hast, ist auch nicht verkehrt.

Gruß

Fünfling
Die Gelbe WBK wird er als Sportschütze vermutlich schon haben. Die berechtigt zum einen nicht für den Besitz von kurzen (ausser VL-Revolver), und befreit auch nicht von der Notwendigkeit regelmässig zu trainieren um das Bedürfnis aufrecht zu erhalten.

Grundsätzlich wurde zum Jagdschein schon alles beschrieben, ich würde das auch empfehlen wenn die Waffen mit geringerer Gängelei durchs Ordnungsamt weiter besessen werden sollen / wollen.

Es gibt leider so Behörden, wo sehr eifrige Sachbearbeiter ihre Liste mit einmal auffällig gewordenen Personen immer wieder abarbeiten.
 
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#11
Das Verbleiben im Verein als auch die regelmäßigen Trainingseinheiten sollten der einfachere und günstigere Weg sein, deine Waffen behalten zu dürfen.

Probleme kann man evtl. vermeiden wenn man proaktiv auf den SB der Waffenbehörde zugeht und nachfrägt welche Möglichkeiten man bei beruflich bedingtem Auslandsaufenthalt hat.
 
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#12
Man sollte den Stab nicht voreilig brechen:
Bisweilen kommt der Appetit erst beim Essen.

Trotzdem wird das meist so nichts werden, wenn die richtige Motivation zum Jagen nicht da ist.
 
G

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Guest
#13
Ich hoffe im Interesse aller Waffenbesitzer MIT Bedürfnis, daß daraus nix wird.
Jetzt machs mal halblang, ich bin mir bei Manchem hier nicht sicher, ober er seine im Forum stolz präsentierten Waffen auf Jagdschein überhaupt jemals zu einer Jagd führt oder geführt hat. Hier gibts jede menge foristi, die ausschließlich Interesse für Waffen zeigen und niemals bei einem jagdlichen Thema in Erscheinung treten.

Leider ist es in diesem Land so, dass berechtigtes Interesse an Waffen, Waffentechnik, Munition oder Schießen noch lange nicht zum Besitz berechtigt und deshalb zwingt der Gesetzgeber diese Leute nun mal auch ggf. unmotiviert in den Sportschützenverein oder die Jagdprüfung.

Ich kenne mindestens 30 Jagdscheininhaber in meinem Umfeld, die nach der Jägerprüfung niemals die Jagd ausgeübt haben und das auch niemals wollten.

Darunter sogar Mitarbeiter der Behörden, denen der Dienstherr den Jagdschein zwangsweise abverlangt hat, um so die für den Job formell erforderliche Sachkunde nachzuweisen. Formell, ja um mehr gehts auch im Amt nicht.
 
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#14
Wieder eher typisch. Sich anmelden einen Beitrag schreiben und dann hört man nichts mehr.

Wenn ich Sportschütze wäre, dann würd ich nicht aus dem Verein austreten, sondern die Pipifaxbeiträge weiterlaufen lassen. Wenn ich einen pingeligen Beamten in der Behörde habe und ich für eine Zeit ins Ausland muss, dann würd ich einfach einen kurzen Zweizeiler hinschicken. Waffen sind sicher verwahrt, aber kann aus beruflichen Gründen bla bla bla bin 2 Jahre im Ausland.

Möchte die Wette eingehen, dass es dann keine Schwierigkeiten gibt.

Wenn ich aus dem Schützenverein austrete, die Behörde nicht informiere, obwohl ich weiß dass die eh nicht pro Waffen eingestellt sind, sorry aber dann gehöre ich nicht zu hellsten Kerzen auf der Torte.

Robert
 
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#15
(Bis auf drei Stück, die ich auf Anweisung vom Ordnungsamt unbrauchbar machen musste, warum weiß ich bis heute nicht wirklich). #Ich habe auch immer wieder Probleme mit dem Ordnungsamt, da ich nicht immer Regelmäßig zum Schießen gehe#Kann mir das Landratsamt dann noch in irgendeiner Weise Probleme bereiten, was den Waffenbesitz anbelangt, auch wenn ich faktisch nicht auf die Jagd gehe?
Du mußt kräftige Arme haben !!


soweit Stöckchen schmeißen kann nicht jeder :lol:
 
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