Waffenhandhabung BY - differente Aussagen (HILFE!!)

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Ich war 2011 (in BW) in meiner praktischen Prüfung übrigens in der Situation das mir eine Waffe (R8) vorgelegt wurde die ich zwar kannte, an der ich aber nicht ausgebildet wurde und laut damaliger Prüfungsvorschrift auch nicht musste.

Damals wurde ich vor "was machen sie jetzt mit der Waffe?" gefragt, ob ich an der Waffe ausgebildet wurde. Das habe ich verneint und dann haben sie mir eben den gammligen 98er zum 100. mal in die Hand gedrückt. Hätte er mich damals nicht gefragt, wäre ich dann aber eingesprungen und hätte das ganze verweigert.

Was auf JS kaufbar ist , muß geprüft werden können. Und gut.
 
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@Ohrenhund:

Bei einer Neuwaffe kommt üblicherweise eine Gebrauchsanleitung mit (oder es gibt Tipps online).
Gib mal nem Jungjäger eine HK P7 in die Hand und erwarte dann dass er weiß was er zu tun hat...

Beim Drilling heißt es sichern, öffnen, entstechen.
Dass die Sicherung versagt und just beim Öffnen irgendwie ein Schuss unvermittelt losgeht bevor der Schlagbolzen einen halben Millimeter Abstand hat ist kaum wahrscheinlicher als dass der Schuss im geschlossenen Zustand losgeht und dann den Bauern beim Mähen trifft oder die Tonkatze im nächsten Ort.
 
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Ja, die PKK ist schon schlimm. Wir (NRW) hatten auch eine, die aber in der Prüfung bei mir Gott sei Dank nicht drankam. :D
Ich habe das immer so gehandhabt (Waffe gespannt und geschlossen auf der Sicherungsseite):

1. Waffe umdrehen, Sicherung kontrollieren, ggf. Waffe sichern
2. Waffe damit geschlossen und gesichert aufnehmen, aber aufpassen, dass die Mündung immer nach unten zeigt und dein Finger trotzdem weg vom Abzug ist
3. Magazin entnehmen
4. Verschluss nach hinten ziehen, in der Kammer vorhandene Patrone ggf damit herausrepetieren...
5. Kontrollblick durch den offenen Verschluss in die Kammer (hoffentlich jetzt leer)
6. Abzugsbügel herunter und zur Seite, dann Verschluss erst nach hinten oben und zum Abnehmen nach vorne führen.
7. jetzt ohne Verschluss Laufkontrolle
8. Verschluss wieder auf Hand-/Abzugseinheit anbringen, Abzugsbügel wieder rearretieren.
9. Waffe immer gesichert lassen.
10. Magazin einführen und erste Kugel einrepetieren (sofern verlangt). Dabei IMMER: FInger weg vom Abzug und Mündung schön nach unten. :=)

In meiner JJ-Ausbildung gab es zwei "heilige Triaden", wie ich sie immer genannt habe :D

1. Drilling: "Sichern - Brechen - Entstechen"
2. Vor Schussabgabe: "Keine Personen da - freies Schussfeld - Natürlicher Kugelfang vorhanden".

Wenn du dich an die Dinge stumpf hältst und immer den Punkto Sicherheit als oberste Priorität hältst, kann beinahe nichts mehr schiefgehen!. :)

Ich drücke dir fest alle Daumen für deine kommende Prüfung! Halt uns mal auf dem Laufenden. ;)

WMH
 
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Ich bin zunehmend dafür KW nur nach zusätzlicher Prüfung zu genehmigen, dieselbe ausdrücklich nicht vor jagdlich verbildeten Prüfungskommisionen in Süddeutschland.
Absolut deiner Meinung.
Wenn ich lese was hier in der Prüfung abgehalten wird , kann ich nur noch sagen ......
Freistaatprüfer und Kurzwaffe ..... zwei Welten treffen aufeinander 🤣🤣🤣🤣
 
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und just beim Öffnen irgendwie ein Schuss unvermittelt losgeht
Nicht "irgendwie und unvermittelt", sondern durch falsche Handhabung.
Und die Wahrscheinlichkeit genau durch die "Drehbewegung" der Hand beim Öffnen des Oberhebels mit einem Finger an den Abzug zu kommen schätze ICH gar nicht so gering ein.

Und auch sonst habe ich (meist auf Schießständen und von "erfahrenen" Jägern) schon Dinge erlebt ...


WaiHei
 
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Nichts liegt mir ferner, als deinen Ansichten zu widersprechen.

Bei der Ausbildung hatten wir einen Drilling, der beim abschlagen eines Schrotschlosses den eingestochenen Kugelabzug auslöste und das ohne scharfen Schuss.
Dass ein Drilling oder BBF bei einem scharfen Schrotschuss den eingestochenen Kugelschuss mit rauslässt, ist kein soo seltenes Ereignis.
Das passiert aber keinen JJ, sondern ganz erfahrenen Jägern, die einfach vergessen haben, oder in Gedanken beim Deutschen Stecher ihres 98ers waren, hinten abgezogen haben, vorher zu entstechen.
Wenn ein JJ es so gelernt bekommt, wie es geprüft wird, dürfte nur eeer die Fehler machen, die zum Durchfallen führen.
 
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Ich würde auf jeden Fall als erstes 2 mal kräftig über der KW in die Hände klatschen. Wenn sich dadurch kein Schuss gelöst hat, als nächstes gegen das Tischbein treten. Immer noch kein Schuss gelöst...gaaaaaaaanz vorsichtig mit zwei Fingern anfassen und umdrehen...sichern...!

Mal im Ernst: Wer sowas so prüft sollte die KW ganz rausschmeißen! Ich sage: Angst frisst Seele!

Ich war bei meiner Prüfung auf der KW der erste, der sie nach nSAK geprüft hat.
Warum ? Weil ich es Drillmäßig eingeprügelt habe und es immer- erst recht unter Belastung- so mache.
Habe den Prüfungsleiter vorher gefragt, dieser hat es sich persönlich angesehen. Ergebniss: Die Finger waren immer lang, die Waffe zeigte immer in eine sichere Richtung, nix fiel runter, 100% Kontrolle.
Anschließend gab es zwischen den Prüfern eine Diskussion. Die "Dinosaurierer" waren der Meinung: Durchgefallen ! Warum ? Weil ich die Tätigkeiten nicht am langen Arm ausgeführt habe...
Das wurde durch den Leiter dann aber schnell gerade gerückt!
 
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Bei der Ausbildung hatten wir einen Drilling, der beim abschlagen eines Schrotschlosses den eingestochenen Kugelabzug auslöste und das ohne scharfen Schuss.
Dass ein Drilling oder BBF bei einem scharfen Schrotschuss den eingestochenen Kugelschuss mit rauslässt, ist kein soo seltenes Ereignis.
Ganz andere "Baustelle"!


WaiHei
 
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Servus beinander,
nach dem ich an 2 Waffenhandhabungsprüfungen teilnehmen "durfte", einmal Unterdill und einmal Aying :
beide Prüfungen 2017
Da wurde nix auf dem Tisch manipuliert und war auch so von den Prüfern nicht erwünscht.
Bei meiner ersten Prüfung in Unterdill wurde als erstes der sichere Bereich angezeigt ,dann vom Prüfer eine Waffe ausgesucht und eine Aufgabe gestellt (in Aying lief das auch so ab).
Vom Prüfling wurde dann eine Zustandserklärung erwartet (ohne anfassen), dann wurde die Waffe aufgenommen und in einen sicheren Zustand gebracht (je nach Waffe).
Dann folgte Kaliber und Zustandskontrolle (Waffe soweit möglich zerlegen, überprüfen und zusammenbauen). Wichtig war immer erklären was man macht und natürlich wahren des Sicherheitsbereiches.
Wenn Sicherheit hergestellt und Waffe überprüft war, gab es dann meist noch eine Aufgabe wie Funktionsbeschuss, jagdliche Situation oder Schiesstand.
Beim Drilling war bei uns der Ablauf immer sichern, brechen und entstechen.
Es gibt da wohl verschiedene Vorgehensweisen, bei mir hat das so zum bestehen geführt.
Gruss
Werdenfelser
 
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#146
Nicht sooo anders, denn das kann auch ohne Muni bei der Prüfung passieren.

Ein gestochener Abzug ist hoch sensibel, hochempfindlich und damit hoch gefährlich.
Das gilt für das Stechen und Entstechen wie auch für den Schuss als solchen.

Wer gerne mit Waffen älterer Konstruktionen jagt, deren Schussauslösung nur gestochen halbwegs möglich ist, muss sich damit befassen und darauf einstellen. Dazu gehören ältere Drillinge, BBF, DB genauso wie Repetier- und Blockbüchsen.
Diejenigen Jäger, die damit jagen und diese unbesehen auch anderen Jägern als Spezial- oder Universalwaffen empfehlen, gegen von der Annahme aus, dass alle anderen Jäger genauso damit zurecht kommen würden und werden, wie sie selbst. Sie selbst beherrschen im Schlaf alle Abzüge, Systeme und Waffenarten im Traume, weshalb versehentliche Schüsse durch Fehl-oder Falschbedienung nie vorkommen würden.

Was an einem Gewehr nicht dran ist, kann weder fehl- noch falschbedient oder vergessen werden. Dennoch vermitteln sog. "Sicherheits"-Waffen eine trügerische Sicherheit. Es kann daher nur empfohlen werden immer bei der Sache und der jeweiligen Waffe zu sein, ob bei der Prüfung oder auf der Jagd.

Bei der Prüfung wird z.B. nicht "jagdnah" geprüft, denn an die Handhabung mit Handschuhen bei großer Kälte denkt weder der Prüfling noch der Prüfer. Die Stecherei mit Handschuhen zu prüfen, wäre eine Sonderprüfung mit Pluspunkten, wenn z.B. das Körpergewicht einer Jungkrähe nicht genannt werden kann.
 
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Moin Sir Henry,
was möchtest Du mit Deinem Stecher Bashing erreichen?
Jemand der einen normalen Bildungsstand besitzt , sich mit seinen Waffen befaßt und diese auch häufiger zur Jagd nutzt, dürfte in der Lage sein Fehlerfrei mit einer solchen Waffe zu jagen.
Was das Schiessen mit einem eingestochenen Gewehr mit Handschuhen soll? Ich ziehe selbst beim Repetierer ohne Stecherabzug, den rechten Handschuh vorm Abdrücken aus, selbst auf Drückjagden und bisher hat die Zeit immer gereicht.
Ich habe in etlichen Jahren Jagd ständig Unfälle miterlebt, an denen Stecherabzüge Schuld waren..., ausserdem ging es hier um die sagenhaft schwierige Handhabung einer Walther PPK anläßlich der Jägerprüfung, hier solltest Du Dich vielleicht mal mit denen auseiandersetzen, die versuchen bei einer auf dem Tisch liegenden Pistole Sicherheit herzustellen;)
 
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