Waffeninteressierte unter Generalverdacht?

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#18
Die hätten zur Entspannung der Situation einfach ein richtig krasses Shooter-Spiel laufen lassen sollen ...
 
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#19
Ich finde es sehr bedenklich, das die Polizei da überhaupt ausgerückt ist. Dem Meldenden gehört ein Merkblatt "Hoplophobie ist heilbar" ausgehändigt und eine Anzeige wegen Missbrauch der Notrufnummer aufgedrückt.
Optimistisch betrachtet

könnte man es als ersten zarten Versuch bewerten, von einer hysterischen Fixierung auf Waffen, die nicht zielführend im Sinne der Vermeidung von Massenmorden wie jüngst in Hanau ist, wegzukommen und sich dem Tätertypus zuzuwenden, der solche Taten begeht.

In Israel sind die Sicherheitskräfte da deutlich weiter, als bei uns.

Gruß,

Mbogo
 
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#20
Böse Mbogo! So zu denken, ist uns doch verboten! (Sry, das meine ich ernst - ein solches Profiling verstößt doch gegen die Gleichbehandlung aller vor Gesetz - spätestens wenn die Herkunft als zusätzliche Information genutzt wird, bist bei uns raus).

Das es letztendlich ein gesellschaftliches Problem ist, kein Problem der Tatmittel, lässt sich in diversen anderen Ländern hervorragend studieren, allen voran z.B. England.
 
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#21
Böse Mbogo! So zu denken, ist uns doch verboten! (Sry, das meine ich ernst - ein solches Profiling verstößt doch gegen die Gleichbehandlung aller vor Gesetz - spätestens wenn die Herkunft als zusätzliche Information genutzt wird, bist bei uns raus).
Böse... interessant.
Im Falle Hanau, wäre solch ein geartetes Profil wo die Herkunft eine Rolle spielt, inwiefern hilfreich gewesen?
 
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#23
Optimistisch betrachtet

könnte man es als ersten zarten Versuch bewerten, von einer hysterischen Fixierung auf Waffen, die nicht zielführend im Sinne der Vermeidung von Massenmorden wie jüngst in Hanau ist, wegzukommen und sich dem Tätertypus zuzuwenden, der solche Taten begeht.

In Israel sind die Sicherheitskräfte da deutlich weiter, als bei uns.

Gruß,

Mbogo
Vor allem ist die Quote erstaunlich hoch.
Viele Länder haben sich das schon bzgl. Flughäfen angeschaut und sind dann doch nicht den Erkenntnissen gefolgt.
 
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#25
Das wusste schon die Bergpredigt:

"Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“ (Matthäus 7,3)

Das Problem ist, und das ist nicht neu, dass es den professionellen Antifaschisten gar nicht um "Antifaschismus" geht, sondern um finanzielle Zuwendungen durch den Staat oder andere Quellen (für bestimmte NGOs, "Projekte", "Initiativen"), ergo für die eigenen politischen Ziele und vor allem den diese hauptamtlich vertretenden und für reguläre Arbeit unwilligen/ungeeigneten Protagonisten...

https://www.tagesspiegel.de/berlin/...mit-reizgas-und-farbe-besprueht/25612390.html

https://www.tagesspiegel.de/berlin/...xtreme-gewalt-in-berlin-zunimmt/25504332.html

 
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#26
Böse... interessant.
Im Falle Hanau, wäre solch ein geartetes Profil wo die Herkunft eine Rolle spielt, inwiefern hilfreich gewesen?
Das ist inkorrekt. Im Falle von Hanau wäre die Info vmtl weiß, Alter ca. 20-40 Jahre. Nur dass die Gruppe, die zu kontrollieren ist, größer ist. Aber auch hier könnte man weitere Dinge hinzufügen, um im Milieu zu bleiben, Glatze, Stiefel, Klamotten?

Dennoch arbeiten die Sicherheitsbehörden in Israel sehr stark mit Racial Profiling und mit der Überwachung bestimmter Verhaltensweisen, die auf Gefahr hindeuten. Dinge, die in Deutschland schwierig als Rechtsgrundlage nutzbar sind. Nimm obiges Beispiel, anlasslose Kontrolle aller haarlosen Männer? Alleine in diese Richtung zu denken, ist in Deutschland tabu - deswegen böse, so einen Gedanken auch nur auszusprechen. Wobei wir uns auf Racial Profiling festbeißen, letztendlich ist es eine Art der Rasterfahndung, welche in Deutschland auch sehr kritisch gesehen ist und sehr sehr enge Kriterien der Anwendung hat. Eine Aufweichung hier, würde in di Stoßrichtung gehen, die Mbogo andeutet.

Ändert dennoch nix daran, dass das Grundproblem ein gesellschaftliches ist. Warum ist der Hanauer Täter geworden, was er ist? Er war sicher nicht von Anfang an mit gewissen rechten Gedankengut dort, wo er war, als er den Anschlag durchführte. Dasselbe gibt es auch, wenn wir andere Extremisten ansehen, ein Islamist ist nicht Islamist, weil er Moslem ist.

Da sollten wir lieber an uns als Gesellschaft arbeiten. Auch die andere Seite zu verstehen, ernst zu nehmen und mit ihr zu reden. D.h. nicht, unsere Gesetze nach den Wünschen aller zu ändern, aber die Leute wahrzunehmen, ernst zu nehmen und, wo möglich, gemeinsame Wege zu finden.

Interessant in dem Zusammenhang war z.B. ein Artikel aus der FAZ (hinter der Paywall), die Parallelen zieht zwischen dem Umgang mit Parteien in der Weimarer Republik und der AFD heute (https://www.faz.net/aktuell/feuille...-republik-mit-der-nsdap-16618944.html?premium). Wir wissen, wo dies endete. Und ich will nicht, dass es dort wieder endet.

So, aus meiner Sicht, Abschweifung genug. Ich hatte auch schon das Vergnügen, die Polizei vor der Tür zu haben wegen einer Fahrt ins Revier mit offener Waffe (auch wenn der Hintergrund anders geartet war).

Wir haben ein zu verkrampftes Verhältnis zu Waffen (und anderen Themen) in Europa in vielen Regionen. Nur als kleines Beispiel z.B. YT - Video von TED - Titel: Peter van Ulm Warum ich eine Waffe nahm. Und auf die Reaktion der Leute achten, als das Sturmgewehr in den Raum getragen wird.
 
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#27
Das ist inkorrekt. Im Falle von Hanau wäre die Info vmtl weiß, Alter ca. 20-40 Jahre. Nur dass die Gruppe, die zu kontrollieren ist, größer ist. Aber auch hier könnte man weitere Dinge hinzufügen, um im Milieu zu bleiben, Glatze, Stiefel, Klamotten?

Dennoch arbeiten die Sicherheitsbehörden in Israel sehr stark mit Racial Profiling und mit der Überwachung bestimmter Verhaltensweisen, die auf Gefahr hindeuten. Dinge, die in Deutschland schwierig als Rechtsgrundlage nutzbar sind. Nimm obiges Beispiel, anlasslose Kontrolle aller haarlosen Männer? Alleine in diese Richtung zu denken, ist in Deutschland tabu - deswegen böse, so einen Gedanken auch nur auszusprechen. Wobei wir uns auf Racial Profiling festbeißen, letztendlich ist es eine Art der Rasterfahndung, welche in Deutschland auch sehr kritisch gesehen ist und sehr sehr enge Kriterien der Anwendung hat. Eine Aufweichung hier, würde in di Stoßrichtung gehen, die Mbogo andeutet.

Ändert dennoch nix daran, dass das Grundproblem ein gesellschaftliches ist. Warum ist der Hanauer Täter geworden, was er ist? Er war sicher nicht von Anfang an mit gewissen rechten Gedankengut dort, wo er war, als er den Anschlag durchführte. Dasselbe gibt es auch, wenn wir andere Extremisten ansehen, ein Islamist ist nicht Islamist, weil er Moslem ist.

Da sollten wir lieber an uns als Gesellschaft arbeiten. Auch die andere Seite zu verstehen, ernst zu nehmen und mit ihr zu reden. D.h. nicht, unsere Gesetze nach den Wünschen aller zu ändern, aber die Leute wahrzunehmen, ernst zu nehmen und, wo möglich, gemeinsame Wege zu finden.

Interessant in dem Zusammenhang war z.B. ein Artikel aus der FAZ (hinter der Paywall), die Parallelen zieht zwischen dem Umgang mit Parteien in der Weimarer Republik und der AFD heute (https://www.faz.net/aktuell/feuille...-republik-mit-der-nsdap-16618944.html?premium). Wir wissen, wo dies endete. Und ich will nicht, dass es dort wieder endet.

So, aus meiner Sicht, Abschweifung genug. Ich hatte auch schon das Vergnügen, die Polizei vor der Tür zu haben wegen einer Fahrt ins Revier mit offener Waffe (auch wenn der Hintergrund anders geartet war).

Wir haben ein zu verkrampftes Verhältnis zu Waffen (und anderen Themen) in Europa in vielen Regionen. Nur als kleines Beispiel z.B. YT - Video von TED - Titel: Peter van Ulm Warum ich eine Waffe nahm. Und auf die Reaktion der Leute achten, als das Sturmgewehr in den Raum getragen wird.
Auf den ersten Blick abschweifend, aber absolut zielführend. Danke dafür!
Hiermit kann ich absolut mitgehen.

Wir haben hier in D ein verkrampftes Verhältnis zu Waffen. Richtig.
Da bringt es aus meiner Sicht nichts, dass man sich als legaler Waffenbesitzer aufregt und laut "Generalverdacht" schreit.
Gegenüber stehen Leute, die Waffen als "prinzipiell böse" sehen, und dazwischen gibt es eine große Menge an Leuten die keinen Bezug zu Waffen haben aber Angst bekommen nach Hanau.
Wenn man dann nur mit dieser Angst spielt, gewinnt das Lager, dass am lautesten schreit.

Ich würde mir wünschen, dass die legalen Waffenbesitzer hier offener umgehen, erklären und somit Ängste nehmen. Ich denke das wäre Zielführender, als sich ins stille Kämmerlein zurückzuziehen und "eingeschnappt" zu sein weil die anderen so blöd sind.
 
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#28
Racial profiling

wäre genauso sinnlos, wie die Waffenhysterie und folgende Einschränkungen im Waffengesetz.

Ausweislich von Pressemitteilungen haben sehr viele Täter vorher im Internet usw. deutliche Hinweise gegeben, was sie zu tun beabsichtigen. DA muss angesetzt werden, zzgl. bestimmter Extremistenkreise, z.B. Identitäre oder Reichsbüger.

Das hat nichts mit den üblichen anlasslosen Kontrollen oder social profiling zu tun.

Gruß,

Mbogo
 
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#29
Sehr beeindruckend in welchen kurzen Zeitfenstern eine Gesellschaft umerzogen werden kann. Zwischen Wehrunterricht an den Schulen, Luftgewehrschießen für alle Kinder und Jugendlichen, Wehr- und Reservistenpflicht für jeden männlichen Bürger und totaler Anti-Waffenhysterie liegen nur ein paar Jahrzehnte.

Filme mit starken Waffengebrauch, Mord und Totschlag jeder Art sind nebenher die beliebtesten und finanziell einträglichsten im Land.
 
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#30
Die Gesellschaft, die mal einen Weltkrieg begonnen hat war immer Waffenaffin.
Nachdem man das eine zeitlang erfolgreich verdrängt hat, kamen viele darüber ins grübeln.
Jetzt schlägts ins andere Extrem.
Deutsche neigen zum Extremismus.
 
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