"Wald vor Wild konsequent umsetzen!" - Artikel in der Passauer Neuen Presse

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Guest
#16
@Stoeberjaeger
..Das Rehwild wurde also mehr und mehr in den Wald gedrängt.

Ökologische Jagd:
Wie ich ja schon geschrieben habe kann ich viele Positionen aus dem „ökologischen Lager“ sehr gut nachvollziehen.

Eine dieser Positionen betrifft genau diesen Punkt:
Rehwild im Wald bejagen und auf den Äsungsflächen ausserhalb in Ruhe zu lassen.
Vor allem in der Säugezeit der Kitze.
Aber da sind ja die meisten hinter den kümmerlichen Hörndln her.
 
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#17
Warum ist jemand, der auf einen Vortrag hinweist ein Feind eines Jagdsystems, das du in irriger Annahme als "heutig" bezeichnest?
Warum wirfst du Gräben auf und provozierst trennend, wo doch ein bisschen Einsicht und Selbstreflektion deinerseits ein guter Schritt hin zu einer angepassten, notwendigen Rehwildjagd führen könnte.
Und ja, gerade die Jagd auf Rehwild bedarf das abschneiden der alten und auch falschen Zöpfe.
Hätte es jemand anderes geschrieben, so aber mein lieber Kuno macht er, der anscheinend nur Rehe erschrecken kann nur Stunk, bei uns auf dem Dorf nennt man so jemanden Stänkerfritz,Giggser oder schlicht ein Provokantes Ar...loch!
Da er laufend nur provoziert & Andersdenkende abwertet muss er halt den Wind vertragen der Ihm ins Gesicht weht.

Waldwicht
 
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#18
...... kann ich hier leider nicht Ross und Reiter nennen. Es ist schon genug dass mich nicht wenige, oft sogar anonyme Schreiben erreichen, in denen alleine meine Äußerungen hier im Forum aufs aller Schärfste kritisiert werden. Meist sogar in Verbindung mit der Ankündigung, die Firma, in der ich beschäftigt bin, zukünftig boykottieren zu wollen. Meine Meinung aber werde ich auch an dieser Stelle und auch in Zukunft weiter äußern.
(y)

Lieber Gunther,

danke für die ausführliche Antwort und den Mut, hier mit Klarnamen Stellung zu beziehen!

Ich kann Dich vielleicht besser verstehen. als es hier den Anschein hat. Brachialmethoden bei der Jagd kann ich ebenso wenig abgewinnen, wie Du. Deshalb bin ich in keinem "Jäger-Club" Mitglied, weil es mir im einen Lager zu stur, zu wenig fachkundig und zu unbeweglich zugeht, und im anderen für meinen Geschmack manchmal zu rabiat und zu dogmatisch.

Die jagdlichen Bedingungen im Kreis Lindau kenne ich von einem Freund dort auch etwas, der sagt das selbe wie Du und schimpft wie Rohrspatz auf die ständig zunehmende Güllerei der Bauern dort. Bekommen denn die Allgäu-Bauern den Mist jetzt auch schon aus NRW oder Holland zum Verklappen? ;)
 
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#19
Hätte es jemand anderes geschrieben, so aber mein lieber Kuno macht er, der anscheinend nur Rehe erschrecken kann nur Stunk, bei uns auf dem Dorf nennt man so jemanden Stänkerfritz,Giggser oder schlicht ein Provokantes Ar...loch!
Da er laufend nur provoziert & Andersdenkende abwertet muss er halt den Wind vertragen der Ihm ins Gesicht weht.

Waldwicht
Auch wenn ich auf dein freches Post geantwortet hab - manchmal schlägt die soziale Ader eben durch, das was du großkotzig Wind nennst, ist im aller höchsten Fall ein lauwarmer Furz.
Dieser dann noch vor dem Hintergrund, dass du dich mit Rehwildjagd noch nie aus einander gesetzt hast und also der Giggser oder Stänkerfritz du bist.
 
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#20
Edit Gedoppelt.
Auch wenn ich auf dein freches Post geantwortet hab - manchmal schlägt die soziale Ader eben durch, das was du großkotzig Wind nennst, ist im aller höchsten Fall ein lauwarmer Furz.
Dieser dann noch vor dem Hintergrund, dass du dich mit Rehwildjagd noch nie aus einander gesetzt hast und also der Giggser oder Stänkerfritz du bist.
Wenn Du meinst!
Bitte Gern geschehen.

Waldwicht
 
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#21
@Gunther Stoschek

Erstmal danke, dass du offenbar als einziger hier in der Lage bist, in einem sachlichen Ton zu diesem Thema zu diskutieren.

Zu allem anderen hat @Stoeberjaeger denke ich schon genug gesagt, dem ich mich anschließen würde.
Wenn bei dir die Zustände so sind, dass alle beteiligten zufrieden sind und der Wald vernünftig wächst, dann gratuliere ich dir. Im größten Teil Bayerns bzw. Deutschlands sieht die Sache aber leider ganz anders aus.
Eine Frage hätte ich da noch: wie sieht es bei euch im Allgäu mit Trocken- bzw. Hitzeschäden aus? Von einem befreundeten Förster aus dem Raum Garmisch weiß ich, dass das dort so gut wie keine Rolle spielt (noch). Währenddessen gehen bei uns in Franken der Reihe nach fast sämtliche Fichten-, Kiefern und teilweise sogar Buchenbestände zugrunde, was das Thema Verbiss jetzt auch für die Waldbesitzer, die bisher erfolgreich weggeschaut haben, brandaktuell macht: Bis jetzt konnten sie sich auf ihren stabilen Altbeständen ausruhen. Jetzt müssen sie sich plötzlich darum sorgen, überhaupt noch einen Wald zu haben. Da fallen Flächen kahl, die so groß sind, dass sie niemals gezäunt werden könnten uns so wird die Frage nach einer überlebensfähigen Verjüngung an klimaresistenteren Baumarten dann von einem lästigen Streitthema zu einer existenziellen Grundsatzdiskussion.
Dass die konservativen Jäger diese Debatte fürchten, zeigt sich mir unter anderem an einigen Leuten hier im Forum, die nichts weiter zustande bringen als mich und generell alle "Ökos" zu beleidigen, aber auch an der Politik des BJV, die außer dem üblichen Gerede um den heißen Brei keinerlei echte, erfolgversprechende Lösungsansätze bietet.
 
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#22
@Rehschreck

Was das Wetter betrifft leben wir hier im Allgäu, bzw. auch im Alpenraum, auf einer Insel der Glückseligen. Selbst im letzten Jahr, in dem ganz Deutschland unter der Trockenheit zu leiden hatte, gab es bei uns regelmäßig Gewitter mit mehr als genügend Regen. Vielleicht sind wir hier ja einfach nur ein bißchen „katholischer“ :)
 
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#25
Der xundhundertste Fred in Sachen möglichst viel wiederkauendes Schalenwild totzuschiessen. Respekt vor so viel Missionierungseifer!
Eben nicht. Setz mal Deine Haßbrille ab und lies unvoreingenommen, um was es geht: darum nämlich, was wo warum welche Effekte hat. Und wie man die scheinbar gegenläufigen Ziele in den unterschiedlichsten Situationen auf jeweils andere Weise unter einen Hut bringen kann.
 
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#27
Im Gegensatz zu früher ist die Grünlandbewirtschaftung wesentlich intensiver geworden, genauso wie der Freizeitdruck durch die Bevölkerung. Während man früher den ganzen Tag über Rehwild auf den Feldern beobachten konnte, ist das heute nur noch in Ausnahmefällen, wie z.B. bei längeren Regenperioden der Fall. Das Rehwild wurde also mehr und mehr in den Wald gedrängt.
Ich denke, die Ursache dieses Phänomens ist komplexer, und eine große Rolle spielt dabei die sich verändernde Struktur der Wälder. Einerseits durch Schadereignisse, andererseits durch sich verändernde waldbauliche Prinzipien und damit Vorgehensweisen und nicht zuletzt durch die Nährstoffeinträge aus Luft und Landwirtschaft.

Die grade fürs Allgäu typischen finsteren Fichtenkeller, in denen kein Gräslein das dunkle Licht des Tages fand, und dem Wild gar keine Wahl ließ, als seine Nahrung außerhalb zu suchen, werden lichter und abwechslungsreicher, und voller leckerer Äsung und Deckung, und das Wild wär schön dumm, das gegen eine nackerte Wiese einzutauschen am hellichten Tag.
 
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#28
Ich denke, die Ursache dieses Phänomens ist komplexer, und eine große Rolle spielt dabei die sich verändernde Struktur der Wälder. Einerseits durch Schadereignisse, andererseits durch sich verändernde waldbauliche Prinzipien und damit Vorgehensweisen und nicht zuletzt durch die Nährstoffeinträge aus Luft und Landwirtschaft.

Die grade fürs Allgäu typischen finsteren Fichtenkeller, in denen kein Gräslein das dunkle Licht des Tages fand, und dem Wild gar keine Wahl ließ, als seine Nahrung außerhalb zu suchen, werden lichter und abwechslungsreicher, und voller leckerer Äsung und Deckung, und das Wild wär schön dumm, das gegen eine nackerte Wiese einzutauschen am hellichten Tag.
Richtig! Und nicht zu vergessen der Rückgang des Zaunbaus. Dem Wild ist der Zugang zum gedeckten Tisch der Schlagflora nicht mehr versperrt.

Guillermo
 
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#29
@z/7

Na ja, so wie ich das Allgäu kenne gab es hier im Allgemeinen eher wenige, großflächige Fichtenmonokulturen. Die kleinbäuerlichen Waldstrukturen, bei denen auf 10 ha oft auch 10 Besitzer kommen, haben das gar nie zugelassen. Da war und ist genügend Raum für durchmischten Wald.
Die größten Veränderungen haben tatsächlich die Wiesen (fast ausschließlich Milchviehwirtschaft) erfahren. Buschinseln und einzelne, frei stehende Baumgruppen gibt es wesentlich seltener als früher. Den Unterschied sieht man deutlich, wenn man sich alte schwarz-weiß Fotos aus der Region anschaut. Dazu kommt dass immer weniger Heu gemacht wird, sondern statt dessen im Jahr 5 Grasschnitte zur Silageproduktion getätigt werden. Der Bevölkerungsdruck tut dann sein Übriges, dass sich die Rehe draußen nicht mehr wohl und sicher fühlen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 17197

Guest
#30
@z/7

# 16

Was sich seit den siebziger und achtziger Jahren aber gravierend geändert hat ist Folgendes: Im Gegensatz zu früher ist die Grünlandbewirtschaftung wesentlich intensiver geworden


# 30
Die größten Veränderungen haben tatsächlich die Wiesen (fast ausschließlich Milchviehwirtschaft) erfahren. Buschinseln und einzelne, frei stehende Baumgruppen gibt es wesentlich seltener als früher. Den Unterschied sieht man deutlich, wenn man sich alte schwarz-weiß Fotos aus der Region anschaut. Dazu kommt dass immer weniger Heu gemacht wird, sondern statt dessen im Jahr 5 Grasschnitte zur Silageproduktion getätigt werden.
Das alles nervt - dutzende Beiträge nur um vom Unwillen - Unvermögen was weiss ich noch abzulenken.

Oder glaubt jemand der die Gülle ausbringende Landwirt vergällt die Wiesen, damit seine Rindviecher verhungern. Ja ich weiss ein paar Tage stinken die. Und danach gibts Stickstoff- äh proteinreicheres Gras.
 
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