Waldbau - Austausch ohne Forstbashing und ohne Wilddebatten!

z/7

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Meines Wissens gibt es botanisch betrachtet zwei unterschiedliche Serotina - Formen, nämlich die ursprüngliche Stamm bildende Variante und die daraus entstandene Busch - Form.
Meines Erachtens handelt es sich bei p. serotina um dasselbe Phänomen wie bei p. mugo. Spirke und Latsche. Genetisch komplett identisch, wird die aufrechte oder liegende Wuchsform durch standörtliche Faktoren bestimmt. Eine weitreichende Erfassung der Vorkommen und Gegenüberstellung der jeweils vorherrschenden Wuchsform mit den jeweiligen Standorts- und Bestandsparametern sollte Korrelationen ergeben.
 

z/7

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Es wird alles aufeinmal gepflanzt, werde aber nochmal Rücksprache halten ob eine entsprechende zeitliche Versetzung möglich ist, so wie vorgeschlagen.
Bei einer zeitlichen Versetzung reden wir von mehreren Jahrzehnten. Der zukünftige Unterstand wird sinnvoll nach der ersten Durchforstung eingebracht, im Alter 40 -50 etwa. Damit können Förderrichtlinien nicht umgehen. Ist die Bindungsfrist noch 12 Jahre?
 
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Ausgleichsmaßnahme heißt ja auch, dass Du die Kosten nicht tragen brauchst, oder?
Ja die kosten werden komplett von einen Unternehmen getragen, wir stellen nur die Fläche.
Ist die Bindungsfrist noch 12 Jahre?
Ja.


Danke nochmal für die zahlreichen Antworten. Denke mal das wir alles aufeinmal Pflanzen werden und dann nach paar Jahren entsprechend bei der Linde und Hainbuche eingreifen.
 
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Das weiß ich selber noch nicht so genau. Im ganzen geht es um einen knappen Hektar. Bis jetzt wurden mir nur die geplanten Bäume mitgeteilt ohne Mengenangabe.

Wenn das eine Ausgleichsmaßnahme ist, dann kann es sein, dass die durchaus Pflanzenzahlen wie von DWS genannt einbringen wollen, damit das pro Hektar möglichst teuer wird. Nötig ist das nicht. Wenn man allerdings nur in Reihe Pflanzen kann (das liegt am Unternehmen und der Quali seiner Mitarbeiter), dann ...




... hat man ein Problem.

Bei Eiche würd ich eine Pflanzenzahl von mindestens 6.500 besser 8.000Pflanzen/ha anstreben.

Wenns eine Öko-Fläche werden soll und das nicht explizit in irgendwelchen Förderbedingungen festgelegt ist wäre das m.E. das Dreifache des benötigten Pflanzmaterials.

Der Nebenbestand wird i.d.R. später "vergessen" oder wird dann nicht mehr gepflegt oder geschützt, drum macht es schon Sinn, den gleichzeitig einzubringen. ICh würde den Reihenabstand bei mindestens 1,5m, besser sogar 2m wählen. dann hat man genügend Platz zwischen den Reihen das ausgemähte Unkraut abzulegen.

Es wird dann aber auch gerne die entsprechende Läuterung o.ä. vergessen und ungepflegte Eichen-Gertenhölzer haben weder hohen ökologischen noch ökonomischen Wert.

Nur so als Tipp: Da es sich um eine Wiesenfläche handelt, würde ich etwa ein halbes Jahr vor der geplanten Pflanzung die Fläche umbrechen, Grubbern und mit Weißklee einsähen. Das hilft ergahrungsgemäß im ersten Jahr nach der Pflanzung das Mausproblem gering zu halten und reduziert auch die Kosten fürs Ausgrasen in 1. evtl. auch 2. Jahr.

Vorsicht, das könnte je nach Timing und Bewilligung als Grünlandumbruch zählen und Ärger geben. Sinnvoll ist das, aus pflanztechnischer Sicht. Aus anderer Sicht wäre es sinnvoller, Ackerflächen aufzuforsten.
 
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Wenns eine Öko-Fläche werden soll und das nicht explizit in irgendwelchen Förderbedingungen festgelegt ist wäre das m.E. das Dreifache des benötigten Pflanzmaterials.

Der Ausgleich hat zwar einen ökologischen Hintergrund, aber es soll trotzdem immer ein Wald werden, der auch nutzbar ist. Insofern sind diese Pflanzzahlen Standard und werden aus den Waldbauprogrammen oder Rahmenrichtlinien der Bundesländer entnommen.
Geförderte Flächen haben in S-A immer in diesem Rahmen bepflanzt zu werden, ebenso abseits der Förderung- die Ausgleichsmaßnahmen.

Hier mal die Forst-Förderung, Pflanzenzahlen auf Seite 30: https://landeszentrumwald.sachsen-a...trum_Wald/LZW_Startseite/Richtlinie_Forst.pdf


CdB
 
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Da hängt ihr in ST der Wissenschaft aber 5 bis 20 Jahre hinterher. ;) Für die 20 Jahre habe ich gerade keinen Link, aber das sollte bei den Kollegen aus FR zitiert sein.
 
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Die Eignung der Aufforstungsfläche aufgrund der Ausgangssituation (Wiese) wird die zuständige Behörde sicher prüfen.

Guillermo
 
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@Mohawk: Schön, dass Du Dich wieder an der Diskussion hier beteiligst! Du bist immer eine Bereicherung, auch wenn wir fachlich im Detail nicht immer einer Meinung sind!

Wenn das eine Ausgleichsmaßnahme ist, dann kann es sein, dass die durchaus Pflanzenzahlen wie von DWS genannt einbringen wollen, damit das pro Hektar möglichst teuer wird. Nötig ist das nicht. Wenn man allerdings nur in Reihe Pflanzen kann (das liegt am Unternehmen und der Quali seiner Mitarbeiter), dann ...




... hat man ein Problem.
Das hat m.E. nichts mit Kostenersparnis zu tun, sondern eher damit, auch nach der Bindefrist die Weichenstellung so eindeutig ist, dass das langfristige Ziel mit hoher Wahrscheinlichkeit auch erreicht wird
Wenns eine Öko-Fläche werden soll und das nicht explizit in irgendwelchen Förderbedingungen festgelegt ist wäre das m.E. das Dreifache des benötigten Pflanzmaterials.
Für eine reine ÖKOLOGISCHE Aisgleichsmaßnahme sollte das ausreichend sein. Aber wer würde seinen Grundbesitz schon freiwillig hergeben, wenn danach nur einige Wenige Eichen in der Apfelbaumausformung auf der Fläche stehen, die bestenfalls als schlecht spaltendes BRennholz taugen können?
Es wird dann aber auch gerne die entsprechende Läuterung o.ä. vergessen und ungepflegte Eichen-Gertenhölzer haben weder hohen ökologischen noch ökonomischen Wert.
Das ist halt so bei Stangehölzern, egal ob gepflegt oder ungepflegt. Der ökononische Wert entsteht erst nach dem Stangenholzalter und der wird höher sein, je Stückzahlreicher die Eichen durch das Stangeholzlter hindurchgewachsen sind. Und sollte die Läuterung versäumt worden sein, kann man aus einem stückzahlreichen Baumholz immer noch einen qualitativ hochwertigeren Eichenbestand formen. bei der Ausgangslage gepflanzte 2000Ei/ha wird das schon schwierig bis unmöglich.
Die ökologischen Werte entstehen bei einem auf (Wert-)Holzerzeugung angelegten Bestand genauso, wie in allen anderen Beständen, wenn der Bewirtschafter ein wenig Verständnis dafür hat und entsprechende Strukturen erhält.
Vorsicht, das könnte je nach Timing und Bewilligung als Grünlandumbruch zählen und Ärger geben. Sinnvoll ist das, aus pflanztechnischer Sicht. Aus anderer Sicht wäre es sinnvoller, Ackerflächen aufzuforsten.
I.d.R. gehen Ausgleichsmaßnahmen vor dem Bescheid (Ausgleichsmaßnahmen wirden i.d.R: angeordnet durch einen behördlichen Bescheid) durch alle betroffenen Resorts (Naturschutz, Forst, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft...) und sind im Be- oder Einvernehmen erstellt. Mit dem Bescheid sollte sich m.W. der rechtliche Status geändert haben und die Fläche fortan als Wald zählen (bei Ersatzaufforstung). Dementsprechend sollte auch der Umbruch und die vorbereitende Einsaat mit Weißklee kein Problem darstellen.


BTW:
Was ich bei den Bestandsbegründungsverfahren mit minimalen Pflanzenzahlen immer bemängele: Es wird versucht, durch spätere Pflegeeingriffe die Kosten bei der Pflanzung möglichst gering zu halten, aber die genetische Ausgangslage von wenigen hundert, maximal 1 bis 2000Pflanzen bringt auch einen genetischen Flaschenhls mit sich, der in Anbetracht der erwarteten bis befürchteten Klimaänderungen nicht gut sein kann. Die Natur(verjüngung) arbeitet mit einem mindestens 1000fach höherem Ausgangsmaterial bezogen auf die Fläche.
Ich fürchte, dass wird uns irgendwann mal auf die Füße fallen. Gerade bei unserer Langlebigsten Baumart, die wir in D im größeren Stil anbauen.
 
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Da hängt ihr in ST der Wissenschaft aber 5 bis 20 Jahre hinterher. ;) Für die 20 Jahre habe ich gerade keinen Link, aber das sollte bei den Kollegen aus FR zitiert sein.
Ich bin im Spessart groß geworden. Dort stehen weltweit die wertvollsten Eichenbestände, sowohl ökonomisch wie auch ökologisch! Die machen dort seit 400 Jahren das immer wieder gleich, mit nur wenigen Veränderungen. Saat mit der doppelten bis dreifachen Menge/ha wie der Rest der Welt.

Mein Dad war über 40 Jahre Revierleiter im selben Revier und als er selbiges verlassen hat, hat ihn mal jemand gefragt, was er gemacht hat und was er den jungen Leuten mitgeben will: Seine Antwort: "Ich hab in den 40 Jahren vermutlich immer nur die zweitbeste Methode angewandt, aber ich hab immer die selbe Methode gewählt. Wenn ich immer "die beste" Lösung gewählt hätte, hätt ich alle 3 bis 5 Jahre was anderes machen müssen. Dann wär nur Murks rausgekommen. Mach 40 Jahre lang das selbe und an wird es dem Wald ansehen - im Positiven!

Ich hab mal gelernt, dass man sich den Wald anschauen soll und es ihm gleich zu tun. Mit den "neuen" Erkenntnissen der Wissenschaft (5 - 20Jahre) tu ich mir immer schwer, wo sind die älteren so behandelten Bestände um die Erfolge zu sehen? Es dauert halt im Wald(bau) alles etwas länger bis man die Folgen abschließend abschätzen kann. 5 bis 20 Jahre sind da garnichts...
 
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Nun, in Brandenburg wird die Mindestzahl auf Freiflächen auch mit 6TStk pro ha bei der Eiche angegeben, also so weit sind die 20 Jahre nicht...

Immerhin haben die die nicht absolut gesetzt: "Neben der konventionellen Pflanzung in
Reihen hat sich die Trupp-Pflanzung bewährt. (...) Weitere Informationen können dem Flyer „Trupp- und Nesterpflanzung mit Eiche“ entnommen werden." Also sind die doch nicht so weit hinterher.


Was die Wissenschaft angeht, ist man in S-A halt mißtrauisch geworden, wenn es um Erkenntnisse in Eberswalde geht. Bei der Nordwestdeutschen arbeitet jedenfalls kein Pierre I.
;)

Vorsicht!! Die Eichen-Arbeiten kommen alle nicht aus EW und EW hat mehr forstliche Institutionen als nur die HNEE.


Das hat m.E. nichts mit Kostenersparnis zu tun, sondern eher damit, auch nach der Bindefrist die Weichenstellung so eindeutig ist, dass das langfristige Ziel mit hoher Wahrscheinlichkeit auch erreicht wird

Was unterm Strich ein Misstrauen dem Fördermittelempfänger gegenüber bedeutet, wenn auch nicht unbedingt Absicht unterstellt. Deshalb hatte ich ja darauf hingewiesen, dass es anders geht - für andere Betriebe.

Für eine reine ÖKOLOGISCHE Aisgleichsmaßnahme sollte das ausreichend sein. Aber wer würde seinen Grundbesitz schon freiwillig hergeben, wenn danach nur einige Wenige Eichen in der Apfelbaumausformung auf der Fläche stehen, die bestenfalls als schlecht spaltendes BRennholz taugen können?

Deshalb hatte ich oben die Arbeit von Saha et al. verlinkt, die ist als Einstieg für den Beweis des Gegenteils ganz gut. ;) Und die Bestände selber sind deutlich älter als 20 Jahre.

Man darf das auch nicht mit dem Sonderfall "Spessart" vergleichen. Das System funktioniert da, aber nicht überall. Und wenn es um die Normalware - Sägeholz - geht, dann ist es oft suboptimal. Dafür sind andere Verfahren nicht furniergeeignet, aber die Kunst ist doch, zu erkennen, was wo taugt und was nicht. Auf entsprechenden nicht furnierfähigen Standorten muss man nicht mit 8000/ha jede Menge Geld verbuddeln.

BTW:
Was ich bei den Bestandsbegründungsverfahren mit minimalen Pflanzenzahlen immer bemängele: Es wird versucht, durch spätere Pflegeeingriffe die Kosten bei der Pflanzung möglichst gering zu halten, aber die genetische Ausgangslage von wenigen hundert, maximal 1 bis 2000Pflanzen bringt auch einen genetischen Flaschenhls mit sich, der in Anbetracht der erwarteten bis befürchteten Klimaänderungen nicht gut sein kann. Die Natur(verjüngung) arbeitet mit einem mindestens 1000fach höherem Ausgangsmaterial bezogen auf die Fläche.

Was aber keine Garantie dafür darstellt, dass der resultierende Bestand wirklich besser mit der Zukunft klar kommt. Dafür müsste man Herkünfte mischen (z.B.) und / oder zusätzlich einbringen. Das funktioniert dann auch mit weniger Exemplaren, ggf. sogar besser, weil die innerartliche Konkurrenz, die bei bestimmten Schwellen vielleicht andere Herkünfte auskonkurriert, nicht so greift. Bei Eichenpflanzung auf Waldwiese ist NV aber sowieso keine Alternative, es sei denn indirekt über Wildlingsgewinnung im Nachbarbestand.

Ich fürchte, dass wird uns irgendwann mal auf die Füße fallen. Gerade bei unserer Langlebigsten Baumart, die wir in D im größeren Stil anbauen.

Tja, das könnte man eben auch als Fehlanpassung oder "lock in " bezeichnen, den man im Sinne einer effizienten Klimaanpassung vermeiden sollte. Das ist aber ein ganz anderes Thema.
 
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...BTW:
Was ich bei den Bestandsbegründungsverfahren mit minimalen Pflanzenzahlen immer bemängele: Es wird versucht, durch spätere Pflegeeingriffe die Kosten bei der Pflanzung möglichst gering zu halten, aber die genetische Ausgangslage von wenigen hundert, maximal 1 bis 2000Pflanzen bringt auch einen genetischen Flaschenhls mit sich, der in Anbetracht der erwarteten bis befürchteten Klimaänderungen nicht gut sein kann. Die Natur(verjüngung) arbeitet mit einem mindestens 1000fach höherem Ausgangsmaterial bezogen auf die Fläche.
Ich fürchte, dass wird uns irgendwann mal auf die Füße fallen. Gerade bei unserer Langlebigsten Baumart, die wir in D im größeren Stil anbauen.
...und wenn man mal mit etwas Muße durch die frisch angelegten Kulturen streift, wird einem Angst und Bange, was denn da jetzt durch Knospen- , (Trieb-)Rinden- und Blattfraß durch alle möglichen, über Jahrzehnte unauffällige Käferchen zu finden ist. Teilweise sind Kulturen durchgehend auf die Hälfte der gepflanzten Höhe zurückgefressen (Käfer, nicht Rehe!). Mit allen negativen Begleiterscheinungen wie Zwieselwuchs etc. . Vom Zurückbleiben im Höhenwuchs und der dadurch dringenderen und länger notwendigen Kulturpflege mal ganz zu schweigen.

Angesichts der jetzt schon vorhandenen Verjüngungsflächen nach Zwangsnutzungen und der noch laufenden Waldverluste, sollte die Bestandesbegründung nicht aus falscher Sparsamkeit (oder aufgrund "neumodischer" Erkenntnisse) mit zu geringen Pflanzenzahlen erfolgen. Denn mit den oben erwähnten höchstens brennholztauglichen Apfelbäumen werden unsere Nachfahren eben wenig anfangen können. Holz wird in Zukunft sehr viel begehrter werden und gerade der Waldbau nach den "neuesten Erkenntnissen" braucht viel Glück und vor allem ungestörte Verhältnisse (...wie war das mit der Klimaerwärmung?), um mit viel zu wenig "Reservebäumen" ausreichend verfügbares Nutzholz zu erzeugen. Ich komm recht viel rum im Wald und ich war mir schon vor den Katastrophenjahren 2018 bis 2020 sehr sicher, dass wir unseren Enkeln nicht dieselben qualitativ hochwertigen Wälder hinterlassen werden, die wir geerbt haben.

Und wenn ich, um bei der Eiche zu bleiben, die gerade laufenden Abgänge in Altbeständen bedenke, gruselts mich richtig.
 
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Eben wegen der Kalamitätsflächen ist es unsinnig, zu viele Pflanzen zu setzen. Damit verknappt man nur das zur Verfügung stehende Vermehrungsgut unnötig. Und wer Zweifelt - erst mal selber studieren, was es da inzwischen an Erkenntnissen gibt. Eine ist nämlich auch klar: "weiter wie bisher" bringts auch nicht. Außer in Sonderfällen wie im Spessart.
 
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Was unterm Strich ein Misstrauen dem Fördermittelempfänger gegenüber bedeutet, wenn auch nicht unbedingt Absicht unterstellt. Deshalb hatte ich ja darauf hingewiesen, dass es anders geht - für andere Betriebe.

Mißtrauen? Erfahrungswerte! Und da sind sich alle Beteilgten auch einig - Waldbesitzer und Förderer. Bei der Auschreibung und der anschließenden Förderung geht es nur ums Geld, der günstigste Anbieter macht das Rennen, da sind Ausfälle durch mangelnde Fertigkeiten bei Pflanzung und speziell der anschließenden Pflege einkalkuliert.

Das Geld was für mehr Pflanzmaterial ausgegeben und "verbuddelt" wird relativiert sich ziemlich schnell, wenn der Unternehmer die Nesterpflanzung nicht an seine Angestellten vermitteln kann, die sonst auf drängend, schnelle Arbeit getrimmt sind.

Sind die Pflanzen ab, ist es zu spät, der ganze Rattenschwanz der dann folgt, wird in den wissenschaflichen Betrachtungen selten nie mit einbezogen. Und die Untersuchungen zur Nesterpflanzung wurden garantiert auch nicht im (Klein-)Privatwald gemacht.


CdB
 
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Eben wegen der Kalamitätsflächen ist es unsinnig, zu viele Pflanzen zu setzen. Damit verknappt man nur das zur Verfügung stehende Vermehrungsgut unnötig.

Das findet keinen Niederschlag in den Förderrichtlinien! Gehst du mit der Mindestanzahl ran und dir fällt dann ein Baum aus, macht der Förderer ein neues Verfahren auf.



CdB
 

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