Waldbau - Austausch ohne Forstbashing und ohne Wilddebatten!

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Da braucht man aber auch Standorte die nicht die allerschlechtesten sind, vermute ich mal.
Schafft man es allerding in der Zeit in der sonst vielleicht gerade einmal Buchen hiebsreif sind Eichen in die Zielstärke zu bringen, erübrigen sich die Nachteile die die sonst hohe Umtriebszeit mit sich bringt. 😅

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil
 
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z/7

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Da braucht man aber auch Standorte die nicht die allerschlechtesten sind, vermute ich mal.
Schafft man es allerding in der Zeit in der sonst vielleicht gerade einmal Buchen hiebsreif sind Eichen in die Zielstärke zu bringen, erübrigen sich die Nachteile die die sonst hohe Umtriebszeit mit sich bringt. 😅

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil
Buchen wären auch schneller hiebsreif, wenn man nicht Kronenansätze in Notre Dame-Manier anstreben würde. Die Franzosen machen es vor. Und hier ist die Jahrringstärke verwertungtechnisch nicht mal relevant.

Was richtig ist, daß auf ärmeren Standorten automatisch schwächere Jahrringe anfallen. Da haperts aber dann eben auch mit dem Höhenwachstum. Wohingegen man die Eiche auf besseren Standorten regelrecht quälen muß, um die Jahrringe schmal zu halten.
 
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Da es gerade um Eiche ging:
Höhe beachten, irgendwann wird die Luft zu dünn
IMG_20220624_132700881_HDR.jpg

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil
 
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Die ist da im Sauerland (sieht jedenfalls so aus wie da) anders als bei Euch in (IIRC) Oberösterreich oder nebenan.

Die Stieleiche kommt mit kühl-feuchten (atlantischen) Bedingungen recht gut klar. Das Bild von @RebhunhNRW sieht für mich auch nach Pflegerückständen aus. Um die Eichen hat man sich nicht gut gekümmert.
 
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23 Okt 2018
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Frage an die Forstschutzexperten.

Durch die guten Niederschläge von Mai bis jetzt und die dazu warme Witterung mussten wir Schäden an vielen Kulturen feststellen. Vor allem Läuse und Pilze scheinen in unendlicher Menge vorhanden zu sein.

Die Lärchenkulturen (2-5 Jahre) haben im Frühjahr gut angetrieben. Bei der halben Nadelausbildung starb der obere Kronenbreich ab. Am Stamm wurde schimmelartig überzogen.
Betroffen sind tiefmontane Bereiche von 500-750 m ü.M.

Miniermotte, Knick- bzw. Wolllaus kommen flächendeckend vor. Meines wissens kommt es aber daruch nur zu einem Zuwachsverlust.

Myzel Hallimasch konnte augenscheinlich nicht festgestellt werden.

Ich würde auf einen Pilz tippen.

Hatte das schon jemand?

20220518_081342.jpg
20220518_081040.jpg20220518_080532.jpg
 
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Ab welcher Höhe wird deiner Meinung nach die Luft dünn?
Schwierige Frage, hängt nicht zuletzt auch von den Erwartungen ab. Ich würde sagen so ab 500m, spätestens ab 600m. Durch Klimaveränderungen wird sich das aber in Zukunft verschieben denke ich.🤷‍♂️

Fast. In dem Fall ist es im Forstbetrieb Oberharz.

Die Stieleiche kommt mit kühl-feuchten (atlantischen) Bedingungen recht gut klar
In dem Bild ist es Traubeneiche. Der Unterschiede in der östlichen Verbreitung und das damit einhergehende Klima ist mir bekannt. Wie groß ist der Unterschied zwischen den beiden Arten in der Praxis in Bezug auf die Höhenlage dahingehend?

Pflegerückständen
Das vermag ich nicht zu sagen, ist aber sehr gut möglich, dass das noch hinzukommt.


Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil
 
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So unterschiedlich sind die Regionen.

Ich bin in einem Bereich von 500 bis 750m tätig.
Aufgrund schwerer Böden (Pseudogley), großen Kahlfläche und die damit verbundene Vernässung wird der Anbau von Stieleiche und auch Weißtanne sehr positiv gesehen.

Die Zeit wird zeigen, ob's die richtige Entscheidung war.

Ich kenne eine Dickung, die wurde 2008, nach Kyrill geplanzt. Vernässter Pseudogley. Gepflanzt wurde Stieleiche, Moorbirke und Küstentanne.

Nach 10 Jahren wurde gemessen und die Oberhöhe war bei allen Baumarten gleich!
Der Standort liegt auf ca 600m üM.

Es wird hier also die Eiche bis ca. 650m empfohlen, danach kommt die Buche.
 

z/7

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Die ist da im Sauerland (sieht jedenfalls so aus wie da) anders als bei Euch in (IIRC) Oberösterreich oder nebenan.

Die Stieleiche kommt mit kühl-feuchten (atlantischen) Bedingungen recht gut klar. Das Bild von @RebhunhNRW sieht für mich auch nach Pflegerückständen aus. Um die Eichen hat man sich nicht gut gekümmert.
Nicht gekümmert mag sein, aber wann? Für mich sieht das nach gepflanzt und vergessen aus. Viele Ausfälle in frühster Jugend, dazu evtl. aufgrund der Höhenlage mattwüchsig. Resultat Apfelbaumhabitus.
 
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Ist eigentlich irgendwem schon mal das krasse Missverhältnis zwischen Wurzelgröße und Sproß/überirdischem Pflanzenteil aufgefallen? Ich denke, den Wurzelballen des Kontainers kann man noch gut erkennen, Wenn die nicht abgestorben wär, wär die in fünf Jahren beim ersten besseren Nassschnee umgefallen, vermutlich wird es den anderen, die es überlebet haben, nicht viel anders ergehen.

Woher die Schwarzfärbung kommt, kann ich auch nicht sagen. Wär es bei mir im Revier und nicht nur an einzelnen Bäumen, würd ich ne Probe an unsere Versuchsanstalt schicken. Die können einem da meist gut weiterhelfen, oft reichen da auch ein paar Bilder.

Zu den Eichen: Ja, da hätt ne negative Auslese in jungen Jahren vllt. etwas bewirkt. Ist aber n Bild, dass man leider sehr häufig beim Laubholz in Nadelholzdominierten Regionen sieht. Es fehlt bei den entscheidenden Leuten am Wissen und am Willen, in den Laubholzparzellen eine zielgerichtete Pflege durchzuführen ("Ich hab doch nur die paar Eichen/Buchen/Ahorn/..., da werd ich doch nicht n drittel davon raushauen, noch dazu die dicksten...")
 
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Das negative Spross-Wurzelverhältnis ist mir aufgefallen. Wir haben mehrere ausgerissen. Das war die deutlich am schlechtesten Verwurzelte.

Bei Lärchen in der Jugend ist das Verhältnis hier immer schlecht. Egal ob Topf oder Wurzelnackt.

Edit: mit einer Höhe von 3-5m bleiben die Lärche "stehen" und investieren ins Wurzelwachstum.
 
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Ich weiß nicht, ob ich das hier schon mal gefragt hab. Wir wollen hier in einer Gemeinde eine stark verwilderte Fläche mit Kleinstgattern (4x4m oder 5x5m) wieder aufforsten. Plan ist es, die Kelinstgatter im Astand von etwa 10m zueinander anzulegen (= Abstand der Bäume im Endnutzungsalter).
Hat von Euch schon mal jemand Hordengatter gebaut und habt Ihr die auch in einem Wald mit merklichem Hasenbesatz zum Einsatz gebracht? Welchen Lattenabstand habt Ihr für die untere Hälfte gewählt, welchen für die obere Hälfte (130 bis 140cm sollten im Rehwildrevier reichen). Macht es Sinn, von unten mit zwei Schwartenbrettern zu arbeiten, statt Latten anzubringen?
 

z/7

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Ich mein, das Thema hatten wir schon mal, da gings aber eher um die Verteilung der Pflanzen.

Hasen mit Horden rauszuhalten, halt ich für illusorisch. Die sind schon mit normalen Wildzäunen kaum zu hindern. da geht der Fuchs drunter durch und das war's. Ob die sich dann durch nen halben Meter Schwartling aufhalten lassen? Der Fuchs sicher nicht. Käm auf nen Versuch an. Allein daß sie klettern müßten wird sie nicht aufhalten. Vllt ist der Has an sich ja einfach zu beschränkt, um das zu überreißen.
 

z/7

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Flüchtiger Gang durch die Halle der Interforst zeigt einen Drang zu Digitalisierung in der Verwaltung. Kaum noch manuell zu bedienende Geräte, dafür viel bekannte fliegende Objekte. Der kleine und mittlere Waldbesitz wird mit Apps umbuhlt. Auf Besucherseite auffallend ein dringendes Bedürfnis zu erfahren, wieviel stehendes Holz man überhaupt noch hat. Sonst noch jemand Eindrücke?
 
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Ja, viele große Maschinen in allen erdenklichen Farben. Und echt schöne Hydraulikschläuche und Reifen verschiedenster Hersteller. :giggle:
Und etwas patzige Mitarbeiter am SVLFG-Stand :cautious:

Aber bei einer Bockwurst für 8€ kann man dann wieder seinen Frieden mit dieser preiswerten Werbeveranstaltung (Ticket an der Tageskasse 44€) schließen...

Ach ja, und das WLAN auf ISDN-Niveau hat Lust auf Digitalisierung gemacht... :ROFLMAO:
 
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