Waldbau - Austausch ohne Forstbashing und ohne Wilddebatten!

z/7

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Hab heut vom Bayrischen Waldbesitzerverband was gekriegt, neue Gießkanne für Selbstverpflichtungen über 10 Jahre u.ä., die über PEFC oder FSC hinausgehen. Totholz, NV, klimatolerante BA etc. Fördertopf mit Windhundprinzip. Für kleine macht das mehr Arbeit als rumkommt. Kontrollaufwand. Beratungsaufwand. Wer nix anderes zu tun hat....

Statt daß sie das Geld da rein stecken, wo's gebraucht wird.
 
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Und für Große gibts oft nicht viel zu holen wegen De-Minimis. Zumindest bis zur geplanten Eu-Notifizierung nächstes Jahr. :rolleyes:
 
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z/7

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Der ganze Förderkrampf. Dasselbe wie in der lawi, bei hartz4, bei nothilfe hier und umlage da. Statt daß man vernünftige zuverlässige Rahmenbedingungen schafft, in denen die Leut sicher und langfristig wirtschaften können, wird rumgeflickt und instrumentalisiert und auf der einen Seite rausgeschmissen was man auf der andern nicht einnimmt. Durchblicken tut eh keiner mehr, was da an wechselwirkungen ausgelöst wird.

Statt verpflichtender SVLFG wär ne verpflichtende Mitgliedschaft in ner FBG o.ä. unter ner bestimmten flächengröße z.B. zielführender. was braucht jemand ne Versicherung, der sowieso keinen handstreich in seinem wald macht?
 
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Ich bin aktuell krank und in Quarantäne, von daher hab ich auf dem behördlichen Weg noch nichts von einer neuen Förderrichtlinie gehört.
Wenn die Mittel nicht von unserem Staatsministerium vergeben werden, sind wir da bei der Bewilligung auch außen vor, wie zuletzt bei der Nachhaltigkeitsprämie. Die hat aber in der Tat dazu geführt, dass sich recht viele kleine Waldbesitzer als Mitglieder der FBG angemeldet haben (um über deren PEFC-Zertifizierung an die Fördergelder zu kommen). So gesehen hat das da schon was gebracht.

Aktuell regnet es seit zwei Tagen. Nicht viel, aber immer wieder mal und Kleinvieh mach auch Mist. Dein teilweise reichlich anhängenden aber mitunter recht kleinen Eicheln könnte das nochmals einen Schub geben.

20220831_135954.jpg
Hier hat der Harvester beim Käferholzeinschlag einen Eichenast mitgenommen. DIE Eicheln sahen Ende August schon ziemlich vielversprechend aus.
 
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Im aktuellen Stadium wird das den Früchten nimmer helfen. Aber den Altbäumen tut es sicher gut, noch bissl Reserven zu bunkern vorm Laubabfall. Falls von dem Wasser was in Wurzelnähe gelangen sollte....
 
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Statt verpflichtender SVLFG wär ne verpflichtende Mitgliedschaft in ner FBG o.ä. unter ner bestimmten flächengröße z.B. zielführender. was braucht jemand ne Versicherung, der sowieso keinen handstreich in seinem wald macht?

Verpflichtende FBG Mitgliedschaft finde ich schwierig, da hier sowohl schwankende Qualitäten, als auch wieder eine andere Form der Zwangsabgabe stattfindet...
 
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Zwangsmitgliedschaft bei der FBG...
Netter Versuch.
Sagen wir es mal so - nicht wenige FBGen in der fränkischen Realteilung betreiben die Mitgliederaquise nicht als vorrangiges Ziel, um es mal höflich auszudrücken. Die Kleinstbesitzer bringen wenig Holz, aber machen viel Arbeit. Der Aufwand für ein HAB mit 500fm ist fast der Selbe, wie für 5fm. Die Bestellung von 50Pflanzen erfordert das selbe Formblatt wie 5000Stück.

Würdest Du alle (Kleinst)Privatwaldbesitzer nötigen, zur FBG zu gehen, bringst du nicht wenige FBGen an die Grenze ihrer Handlungsfähigkeit. Die "interessanteren" Waldbeitzer sind bereits in irgend einer Form beförstert und/oder Mitglied bei einer FBG. Was jetzt noch nicht Mitglied ist, ist i.d.R. auch nicht Finanziell interessant. Dazu kommt, dass qualifiziertes Personal inzwischen nicht mehr so einfach zu bekommen ist.
 
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zu kommt, dass qualifiziertes Personal inzwischen nicht mehr so einfach zu bekommen ist.

Ich fürchte auch, dann müssen die staatlichen Förster als Geschäftsführer einspringen. Und das ruft dann im Zweifel wieder die Kartell Wächter auf den Plan. Das Ehrenamt bei den Vorständen der Zusammenschlüsse kommt schon mit de minimis und direkter Förderung an seine Grenzen.
 

z/7

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Ist mir alles nur zu klar, hab noch den GF meiner WBV im Ohr wie er sich beschwert, daß die größeren Waldbesitzer alle eigene Verträge mit den Sägern machen, an der WBV vorbei. Das wäre aber der Sinn einer solchen Solidargemeinschaft. Bei der Pflanzenbestellung sind's dann wieder gern dabei zwecks Rabatt.

Die Kleinstbesitzer bringen wenig Holz, aber machen viel Arbeit. Der Aufwand für ein HAB mit 500fm ist fast der Selbe, wie für 5fm. Die Bestellung von 50Pflanzen erfordert das selbe Formblatt wie 5000Stück.
Das ist aber doch grade der Witz der FBG, daß man gerade nicht nur 50 Pflanzen bestellen muß, sondern durch Zusammenfassung mehrerer Waldbesitzer größere Kontingente bestellen bzw. liefern kann. Wozu ist bitte EDV gut, wenn nicht für sowas? Die Harvester haben inzwischen GPS mit einer Genauigkeit am Kopf, daß sie wissen, auf welchem Flurstück der Baum steht, den sie grad fällen.

Auch der Großprivatwald hat im übrigen Ecken, in denen die Bewirtschaftung wg. Insellage ein Draufzahlgeschäft ist. Das wird dann eben stillgelegt mit entsprechender Entschädigung, oder auch hier sieht man zu, daß man sich mit angrenzenden Nachbarn zusammentut.

Dann gibts natürlich auch noch das Thema Waldflurbereinigung. Grade in Realteilungsgebieten wäre es wünschenswert, das da mehr passiert.

Man muß immer sehen, daß Bewirtschaftung in vielen Fällen auch zu höheren Kosten immer noch besser ist, als nix zu tun.

Mittelfristig MUSS da was passieren. Ich bin auch kein Freund von Quasi-Enteignung, aber so lässig, wie das bisher läuft, geht's halt auch net. Wenn der Nachbar 5 mal beim Aelf war und mangelnde Käferbeseitigung angemahnt hat, und es geschieht immer noch nichts, dann läuft da was schief.

Beispiel hinterm Haus: 10 Waldbesitzer. 2 engagiert und wissen, was sie tun, 4 engagiert wissen mehr oder weniger nicht was sie tun bis hin zu beratungsresistent, und vom Rest hört und sieht man nix. Das scheint mir ziemlich repräsentativ. Es ist absehbar, daß Bauholz in Gold aufgewogen wird, ich denke, da könnte man bissl investieren.
 

z/7

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Verpflichtende FBG Mitgliedschaft finde ich schwierig, da hier sowohl schwankende Qualitäten, als auch wieder eine andere Form der Zwangsabgabe stattfindet...
Schwankende Qualität hast immer. Eine Verpflichtung würde allerdings beinhalten, daß Mindeststandards gegeben sein müssen. Mitgliedsbeiträge sind ja nicht in Stein gemeißelt.
 
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Die Harvester haben inzwischen GPS mit einer Genauigkeit am Kopf, daß sie wissen, auf welchem Flurstück der Baum steht, den sie grad fällen.

Das hat sich aber noch nicht rumgesprochen, ich muß die Grenzen noch anzeichnen.
Und ist das GPS im Harvester dann auch genauer als meine Technik?


CdB
 
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z/7

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Das hat sich aber noch nicht rumgesprochen, ich muß die Grenzen noch anzeichnen.
Und ist das GPS im Harvester dann auch genauer als meine Technik?


CdB
Wen meinst Du mit Deiner Technik?

Das Zeug ist wie @RebhuhnNRW schreibt mit Referenzdaten extrem genau. Unter freiem Himmel tatsächlich wenige cm, unter Schirm seh ich das aus eigener Erfahrung etwas kritischer, aber je nach Anwendung ist unter einem m möglich.

Knackpunkt ist wie immer der Mobilfunk. Kommunikation mit Endgeräten wie dem Handy per Blauzahn z.B.
 
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GPS ist eine Sache, aber wer weiss denn welches Flurstück welche Koordinaten haben sollte und wem das dann auch gehört?
 

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