Wann und wo Jagen?

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11 Jul 2021
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Hallo,
nach welchen Kriterien entscheidet ihr, ob ihr jagen geht (Regen, Sonne, Wind) wann ihr jagen geht (Monat, Uhrzeit) und wo (Feldrevier, Wiesenrevier, Waldrevier)?

Danke
 
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23 Jun 2016
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Trotz Pacht entscheidet bei mir leider die Arbeit und die noch danach vorhandene Zeit und Lust, ob ich gehe.
Jetzt zur Feistzeit braucht man aufs Rehwild eh nicht sitzen, ansonsten saß ich schon zu den unmöglichsten Zeiten draußen und hatte Anblick oder Waidmannsheil. Natürlich achte ich immer auf den Wind. Jage auf 500 ha 80/20 Feld/Wald.
 
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5 Jul 2012
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Ich antworte mal genauso pauschal: Dann wenn das Wild sich auch bewegt. Und das hängt von der Wildart ab, die ich bejagen will.

Such zB mal nach dem Müllerschen Rehwildkalender und schau nochmal ins Buch bzgl. Lebensrhythmus.
 
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22 Dez 2004
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Mein wichtigstes Kriterium ist wohl der Wind. Ich habe ca. 20m vom Haus einen Masten auf dem mein Windmesser sitzt. Ich gehe selten speziell auf eine Wildart. Es sei denn ich bin in einem Wildschadensrevier in der Sommerzeit unterwegs.
 
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21 Apr 2022
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Die wichtigsten Kriterien sind sicher "Zeit" und "Lust", wobei es in der Regel eher an Ersterem scheitert.

Ansonsten kommt es halt darauf an was ich bejagen möchte und wie der Wind steht, wobei das mit meiner neuen mobilen Ansitzleiter nicht mehr ganz so wichtig ist, da ich variieren kann.

Da ich ein fast reines Feldrevier bejage muss ich mich im Prinzip immer den Gegebenheiten der Landwirtschaft anpassen.
Ich schaue wo was eingesäht wurde, wo gemäht wurde, wo das Wild gerade aktiv ist, usw.

Tja und dann gibt es da natürlich noch gevatter Zufall und Bruder Bauchgefühl.;)
 
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12 Feb 2018
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Es gibt immer Schwerpunkte der Bejagung im Jagdjahr:
April - Vorbereitung Aufgang Bockjagd
Mai - Bockjagd (natürlich auch Schmalrehe)
Juni - die ersten Jungfüchse
Juli - Blattzeit
Juli/August/September - Erntezeit
September - Brunft Rotwild
September/Oktober - Maisernte, Brunft Damwild
November/Dezember - Drückjagden
Und - so zumindest bei mir - dann herrscht ab 4. Advent Weihnachtsfrieden im Revier.
Januar/Februar - Ranzzeit

So zumindest halte ich es in meinem Revier.
Das soll natürlich nicht heißen das ich zur Blattzeit eine Sau pardonniere. Nur mal so als Beispiel.
Ansonsten ist der wichtigste Faktor die Zeit, dicht gefolgt vom Wetter. Beide Faktoren müssen passen - dann macht ein Ansitz auch Spaß. Und bringt auch Weidmannsheil so denn die holde Diana gut drauf und Gevatter Zufall gerade unterwegs ist.


Gruß der olle pudlich
 
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13 Feb 2008
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Ich jage eigentlich jeden Tag, ich bin immer da wo das Wild ist.
Im Moment sind die Sauen am Getreide also bin ich da auch.
Bei uns ist das Rehwild auch immer überall vertreten, das wird aber nur nebenbei erlegt weil wir das Hauptaugenmerk auf die Sauen legen.
 
Zuletzt bearbeitet:
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1 Jun 2017
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Neben dem schlimmsten Feind, der Zeit :), schaue ich schon ein wenig nach dem Wetter.

Prinzipiell halte ich nichts von Jägerlatein von wegen "wenn der Wind jagt, bleibt der Jäger zuhause". Schon an den unmöglichsten Tagen raus gegangen, einfach um den Kopf nach der Arbeit frei zu bekommen und siehe da, beute gemacht.

Grade in der "Rehzeit", schwül, kurze Regenschauer, da komm ich tendenziell immer mit etwas nach Hause. Wir unterhalten aktuell keine Kirrung, es wird zumeist im Feld gejagt, Schwarzwild ist kurz da, man erlegt ein Stück, dann ist die Rotte wieder Wochen/Monate verschwunden.
 
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20 Nov 2016
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Horrido zusammen,

ich bin, aus Zeitgründen, nur an Wochenenden oder an sonstigen freien Tagen unterwegs.

Da das Rehwild und Raubwild / -zeug keinen Ersatzpflichtigen Schaden macht, sollen sich meine Mitjäger, so sie wollen, daran "austoben"*...

Ich bin da, wo ich entweder Schaden (von den Sauen) feststelle, oder wo es für die Schwarzkittel interessant sein könnte. Zur Not mit dem Sitzstock und dem Pirschstock **....

Die meisten Stellen, wo sie zu Schaden gehen, haben wechselnde Windrichtungen. Von daher ist es eigendlich egal, wie und von woher der Wind bläst***.

Kirrungen haben wir zwar im Revier, allerdings bin ich da nur, wenn ich dringend eine Sau brauche. Die Kirrungen werden auch Regelmäßig bestückt. "Meine" täglich. Aktuell "Plündern" die Waschbären und Ricken die Kirrungen.
Unser JAB hat vor drei Wochen die Mitjäger gebeten, aktuell nicht mehr im Wald zu jagen. Es gäbe genügend Weizen-, Raps- und Roggenschläge im Revier, die "bewacht" werden müssten...

Aber aktuell haben wir sogut wie keine Sauen im Revier. Bis jetzt nur eine Schadstelle an einem Weizenschlag. Und das ist schon 3 Wochen her. Das war aber auch nur in zwei Nächten. Dann hat ein Rottenmitglied gefehlt und seit dem ist da kein neuer Schaden mehr.

Nachdem mich die Sauen vor einigen Jahren, nach einem Regenschauer, bei dem ich ins Auto geflüchtet bin, überrascht haben und ich dann noch 3 weitere Stunden am "Milchweizen" aussitzen musste, habe ich mir einen Angelschirm zugelegt. Damit bin ich auf unseren Drückjagdböcken (DJB; "schnelle Eingreiftruppe") auch bei längerem Regen halbwegs trocken.

Damals hatte es angefangen zu Regnen. Nach ca. 3/4 Stunden bin ich ins Auto. Waffe, wie sie war (geladen, aber gesichert) auf den Rücksitz. Schnell noch die Jacke aus und ab auf den Fahrersitz. Als es aufgehört hat zu Regnen, waren alle Scheiben beschlagen.
Ich bin raus, geflucht, weil die alles Nass war und ich nix zum wechseln dabei hatte. Plötzlich habe ich, als ich am anziehen der Jacke war, hinter mir was grunzen gehört. Aber nur kurz.
Hintere Tür auf, Waffe entsichert, in den Anschlag und ich sehe nur noch drei Waidlöcher von den Sauen in den Büschen verschwinden...
Naja, sie haben ja dann den Fehler gemacht und sind 3 Stunden später wieder zurück gekommen...

* = ...was diese auch gerne machen. Ich persönlich, mag auch kein Rehwild mehr essen. Obwohl ich es, als kleines Kind gerne gegessen habe. Aber jedem Narr, sei Kapp...

** = wenn es frischen Schaden gibt, und es keinen DJB dort gibt

*** = Betrifft nur unser Revier. In anderen Revieren kann und wird es anders aussehen!

RedNose
 
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13 Feb 2008
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Bei uns sind die Sauen eigentlich immer, egal welches Wetter. Das einzige ist was im immer feststelle ist das sie nicht an die kirrungen gehen wenn es nur von den Bäumen tropft, also nach Regen oder wenn der Schnee Taut.
Gestern Abend auch wieder am Weizen und es waren einige Rotten unterwegs, leider drehte der Wind unkontrolliert so daß ich nicht dicht genug dran gekommen bin.
Ich jage mitteile nur noch mit dem Dreibein, auf einem Hochsitz war ich schon ewig nicht mehr.
 
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