Warum eigentlich diese Tendenz zum Overkill in Deutschland ?

  • Ersteller Gelöschtes Mitglied 16996
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Hallo,

ich glaube das martl m den Kern des, hier mittlerweile auf 44 Seiten besprochenen Themas, am besten erkannt hat........."psychologische Reserve".........
Beispiel Rehwild:
JEDER noch so starke Bock liegt wird er mit einer 222 / 223Rem. mit 50-55grs.TMS sauber "im Leben" getroffen. Nehmen wir jetzt ein weitläufiges Feldrevier, mit deutlich größeren Schußweiten,
und geben eine .22-250 bzw. eine 5,6x57 dazu ist DAS Thema durch.......
Beispiel Schwarzwild:
Egal wie "dick" der Kailer ist, 130grs. TTSX, 100% getroffen und fertig. Da reicht eine 6,5x57 satt.
Geben wir auch hier etwas "Reserve", für größere Distanz usw. dann reichte eine 6,5x64 (und vergleichbare) allemal. Ok, 7x57 mit 150grs "bleifrei"....aber DAS war es dann..........

So, und jetzt noch mehr "Reserve"...?

Gruß
2RECON
 
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Wieviele dicke Keiler hast Du schon mit 130grsTTSX geschossen? Oder mit 6,5x57?
Gegen solche Pauschalaussagen habe ich was!
Irgendwie scheine ich in einer anderen Welt zu leben!
 
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Hallo,

ich glaube das martl m den Kern des, hier mittlerweile auf 44 Seiten besprochenen Themas, am besten erkannt hat........."psychologische Reserve".........
Beispiel Rehwild:
JEDER noch so starke Bock liegt wird er mit einer 222 / 223Rem. mit 50-55grs.TMS sauber "im Leben" getroffen. Nehmen wir jetzt ein weitläufiges Feldrevier, mit deutlich größeren Schußweiten,
und geben eine .22-250 bzw. eine 5,6x57 dazu ist DAS Thema durch.......
Beispiel Schwarzwild:
Egal wie "dick" der Kailer ist, 130grs. TTSX, 100% getroffen und fertig. Da reicht eine 6,5x57 satt.
Geben wir auch hier etwas "Reserve", für größere Distanz usw. dann reichte eine 6,5x64 (und vergleichbare) allemal. Ok, 7x57 mit 150grs "bleifrei"....aber DAS war es dann..........

So, und jetzt noch mehr "Reserve"...?

Gruß
2RECON
Herrlich! Wie herrlich einfach das Jägerleben doch sein kann.

Ironie aus.
Wmh.
kornwolf
 
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Täuscht dich nicht. H
Na gut und welche Probleme hast du mit Blei???
Hier kann ich auf jeden Beitrag eingehen, der eingestellt wird.
Schönen Tag noch und entspannt bleiben.[/QUOTE]

Ich habe kein Problem mit bleihaltiger Munition. Verwende sie nur auf der Jagd nicht .
Machen hier auch gaaanz viele Jäger so ...... 😉
Oder machen wir da alle was falsch ?
 
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Ersetze mal bitte " Superschlaue" durch "Supererfahrene"...:cool:
Und lösche das Wort " Kardinalfehler".
Und den Rest deines Kommentars am Besten auch.

Wer durch die Gnade der Geburt in der richtigen Gegend in eine Jägerfamilie hineingeboren wurde, und in den gesegneten Hochwildkammern Mecklenburgs oder Brandenburgs über Jahrzehnte aus dem Vollen schöpfen durfte, vierstellige Hochwildstrecken sind nach einer Reihe jagdlich aktiver Jahre durchaus möglich, der kann, im Gegensatz zu vielen Jagdtheoretikern hier, schon ein wenig mitreden ...

Meinste wirklich, dass das nur Ossis können oder konnten?
Ich lach mich tot!
 
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Täuscht dich nicht. H

Na gut und welche Probleme hast du mit Blei???
Hier kann ich auf jeden Beitrag eingehen, der eingestellt wird.
Schönen Tag noch und entspannt bleiben.

Ich habe kein Problem mit bleihaltiger Munition. Verwende sie nur auf der Jagd nicht .
Machen hier auch gaaanz viele Jäger so ...... 😉
Oder machen wir da alle was falsch ?[/QUOTE]

Ich wüsste nicht warum ich was anderes schießen sollte und würde es auch nicht machen, wenn es nicht sein muss.
Bei mir ist es umgekehrt, denn bislang habe ich bleifrei nur auf die Scheibe geschossen, am meisten in 8,5 und 6.5, weil die Munition gestellt wurde.
Auf der Jagd schieße ich nicht nur diese beiden genannten Kaliber nochwievor mit BKG.

Außerdem, zwischen "ganz viele und alle" besteht die übliche Bandbreite was falsch zu machen.
Was macht man deiner Meinung mit Blei falscher und mit BF richtiger?
 
Zuletzt bearbeitet:
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Ich habe kein Problem mit bleihaltiger Munition. Verwende sie nur auf der Jagd nicht .
Machen hier auch gaaanz viele Jäger so ...... 😉
Oder machen wir da alle was falsch ?

Ich wüsste nicht warum ich was anderes schießen sollte und würde es auch nicht machen, wenn es nicht sein muss.
Bei mir ist es umgekehrt, denn bislang habe ich bleifrei nur auf die Scheibe geschossen, am meisten in 8,5 und 6.5, weil die Munition gestellt wurde.
Auf der Jagd schieße ich nicht nur diese beiden genannten Kaliber nochwievor mit BKG.

Außerdem, zwischen "ganz viele und alle" besteht die übliche Bandbreite was falsch zu machen.
Was macht man deiner Meinung mit Blei falscher und mit BF richtiger?[/QUOTE]

Und bei uns würdest du Bleifrei auch auf der Jagd schiessen .
Allen Unkenrufen zu Trotz, Hat es nicht zu mehr Nachsuchen, längeren Fluchtstrecken und Entwertung geführt, so lange der Waidmann einpaar Dinge beachtet.
 
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#669:
Und bei uns würdest du Bleifrei auch auf der Jagd schiessen .
Allen Unkenrufen zu Trotz, Hat es nicht zu mehr Nachsuchen, längeren Fluchtstrecken und Entwertung geführt, so lange der Waidmann einpaar Dinge beachtet.


Ein paar "Dinge" muss der Waidmann immer beachten
Aber - wenn die Nachsuchen nicht weniger oder die Fluchtstrecken nicht kürzer und die Wildbretentwertung nicht geringer waren, wo ist dann der Vorteil von BF.
Vieleicht ein preislicher oder ökologischer ?
 

Westwood

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Jetzt fangt bitte keine Bleifrei Diskussion an.
Da gibt es doch entweder eine klare Gesetzliche Vorgabe und wenn nicht sollen die Leute das schießen was sie möchten und mit was Sie sich sicher fühlen.
Bei Kalibern das gleiche...
Ich fühl mich wohl mit meiner kleinen 308 und fühl mich nicht untermotorisiert und wenn neben mir einer mit der 9.3x64 oder 500.NE aufbaumen möchte hat er meinen Segen.
 
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ich bin mit der Tötungswirkung von BF nicht zufrieden. Bei Rehwild Fluchtstrecken, die ich sonst nicht kenne. Sauen bleiben am Fleck aber klagen,Im alten Jahr musste ich selbst auf einen Fuchs nachschießen, der zwar lag, aber nicht verendete. Und Nein, ich habe noch nicht das 10.Bleifreie Geschoß ausprobiert, weil die letzte Schachtel von dreien jetzt leer gemacht wird. Das Ansitzglas hab ich mit Bleipatronen eingeschossen und davon hab ich noch 150 Schuß.
 
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Lieber @Sir Henry, wie Westwood richtig andeutet, gibt das Gesetz BF vor, in Bayern noch nicht, aber es ist absehbar.
Und da die Umstellung nicht Plug and Play funktioniert bezüglich Geschossgewicht/Treffpunktlage, habe ich bereits proaktiv mir Munition besorgt und eine Strategie ausgelegt. Wenn die Schießstände wieder zugänglich sind, werden meine 223 rem und 308 win eingeschossen.
Natürlich versuche ich Restbestände zu verwerten.
So bestimme ich wenigstens selbst, wann es damit los geht und sammle bereits Erfahrungen.
Völlig davon ausgenommen, ob ich BF mag oder nicht...
Wmh nach W‘roth/Schl‘feld
 
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Sir, mit Verlaub, dass ein alter Weidmann wie Du es nicht mehr schaft, im Rahmen der Weidgerechtigkeit im heutigen Sinne auf Blei zu verzichten, betrübt mich zunehmend.
Auch vor dem Hintergrund, dass die vor Jahren so wehement vordergründigen Argumente wie: "waffenunverträglich, laufzerstörend, laufverschmierend, nicht tötend, nicht für ältere Kaliber geeignet...." inzwischen nur noch - sehr vereinzelt - von an Querdenker erinnernde Argumentarier behauptet werden; in der Praxis halten sie nicht stand - weder in der Innen- noch in der Zielballistik.
Ansonsten: ich wünsch Dir eine erfolgreiche "Neue".
Vor allem für den letzten Satz Waidmannsdank.
Wenn mit erfolgreiche "Neue" die aktuelle Schneedecke gemeint sein sollte, zieht die mich nicht mehr hinaus. Sollte das Neue 2021 gemeint sein, können gute Wünsche nicht schaden.

Warum, sollte ich auf BKG verzichten, wenn BF allenfalls gleichgut aber nicht besser ist. Auf #667 und 670 habe ich was dazu gepostet.

Was so an "Erfahrungen" ausgewiesen wird, sind im Vergleich zur Strecke vom @Diplomwaldschrat #611 die i.d.R. unbekannten Zahlen der allermeisten User (auch meine) Marginalien. Gelegenheiten Erfahrungen zu sammeln, hängen nunmal (auch) vom vorhandensein von Wild ab. Meist wird von der Strecke anderer Jäger berichtet und weniger von eigenen.
 
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Das scheint hier ein Energiespar-Faden zu werden.
Es ist für die Entwertung in erster Linie entscheidend, wie viel Energie im Wildkörper bleibt, der Rest fliegt auf der anderen Seite wieder heraus.
Wieviel Energie im Wildkörper abgegeben wird hängt von der Länge der Geschossbahn im Körper. Also ein Reh, hinterm Blatt geschossen, ist ungf 12-15 cm je nach Höhe des Einschusses breit; daneben nimmt ein Hirsch mind. die doppelte Energie auf. Schusshäteres Wild belommt natürlich vielmehr Energie abgegeben.

Ende der Neunziger habe ich relativ viele Rehe gesehen, die mit einer 9,3X62/74 und dem alten TUG geschossen wurden. Ich wage zu behaupten, dass weniger Energie im Wildkörper verblieben ist, als mit jeder x-beliebigen Rehwildpatrone und Norma Vulkan, was ich jahrelang geschossen habe.
Aha Da sind wir uns einig; auch bei einer so schussweichen Art wie das Rehwild kann ein härteres Geschoss nicht so ansprechen wie ein weicheres >> um so zu sagen KEINE Wildpretzerstörung, auch bei schlechten Schüssen; Ausnahmen bestätigen die Regel.

Overkill würde also bedeuten, es bleibt zu viel Energie im Wildkörper.
Mir persönlich ist es egal, wie viel Energie jemand an den Boden verschwendet.
Ich persönlich halte es übrigens bei einer DJ für sinnvoll ein paar Reserven zu haben.
Schwarzwild kommt fast immer, oft mit ordentlich Adrenalin, und je nach Jagd auch Rotwild, da stimme ich meine Waffe nicht auf Rehwild ab.
Rehwild wird im übrigen nicht aufgrund des Kalibers kaputt geschossen, sondern wenn man nicht warten oder es ziehen lassen, wenn es nicht alle vier Läufe auf der Erde hat.
Richtig!
 
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