Warum eigentlich ist die 7x64 bei uns out?

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#1
Der Gebrauchtwaffenmarkt ist voll mit z.T. qualitativ hochwertigen Büchsen im Kaliber 7mm Brenneke, gerade diese Patrone wirkt sich negativ auf den Wiederverkaufswert aus!
An fehlender Leistung liegt es sicherlich nicht, da muss sie sich vor ihrer Hauptkonkurrenzpatrone .30/06 nicht verstecken.
Woran liegt es?
 
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#3
In unserem Revier sind 3 von 5 Jägern mit 7x64 ausgestattet (ich habe keine). Keiner hat je gemeckert. Die Strecke an Wild die auf diesen 850 ha mit der 7x64 gefallen ist weit 4-stellig. Schlecht ist sie also nicht.
 
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#7
Ich denke, dass I h selbst mit 7x64/65R auch hoch 3stellig bin!
Wenn es Probleme gab, lag es nicht an der Patrone!
Gut, als ich als kleiner Forstpraktikant anfing, schoss ich 9g TR von S&B, da war die Wirkung auf Rotwild bisweilen eher dürftig!
Danach 8g DWM - Starkmantel und 140grs Nosler Part. von Hirtenberger, klappte alles perfekt!
 
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#8
Du meinst die Modewelle, die von manchen Schweisshundeführern* und Rotwildpäpsten losgetreten wurde, wonach man für Sauen und gar Rotwild unbedingt eine 9,3 oder wenigstens ein .300 Magnum, in jedem Fall aber "was ÜBER 7mm" brauchte? :whistle:

*ist nicht auf FSK300 bezogen!!
Ich habe das nie verstanden - da wurde auch viel nachgeplappert!
Ein zumindest in den Medien sehr präsenter Schweisshundführer qualifizierte die 7x64 ab und empfahl die .300 Win.. Auf meine Frage, welche Patrone er damit meint - also .308 Win oder .300 WinMag. - erntete ich Unverständnis....
 
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#9
Das hat sicherlich keine ballistischen Gründe sondern der Mode geschuldete.
Allein von ihren Leistungsdaten und ihrer Ballistik ist die 7x64 eine großartige Patrone, aber sie ist zur Zeit wirklich nicht "hipp". Meine bisherigen "Annäherungsversuche" an die 7x64 waren auch so enttäuschend, dass ich sie nicht mehr in Betracht ziehe. Für mich war sie beim Wiederladen immer zickig und vergleichsweise (.308 oder .30-06) schwer zu top Präzision zu bringen.

Außerdem mag sie progressive Pulver und damit eher lange Läufe, sonst macht sie ziemlich Mündungsfeuer, Krach und Rückstoß. Das ist heute nicht mehr so gefragt, wenn es Besseres gibt.
 
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#10
Werter FSK300-

Einen der wichtigsten Punkte hat Leviathan schon ausgesprochen.
Viele Benutzer haben ihre Büchse in 7x64 seit Jahrzehnten, gehen damit zur Jagd, und das ziemlich erfolgreich.
Ich glaube nicht, dass sehr viele dieser Jäger ihre Patronen selbst laden, eher die gar nicht so schlechten Produkte von RWS wählen.
(Habe ich das gerade geschrieben?)

Selbst wenn diese Jäger sich mit der "Freigabe" jetzt für einen Schalldämpfer interessieren würden, hätten die damit ausgestatteten Büchsen ziemliche Länge.
Mit der wichtigsten Jagdart, dem Ansitz, ergäben sich neue Notwendigkeiten oder Baumassnahmen.

Aber gerade das steigende Interesse am Büchsenschuss jenseits GEE dürfte das wieder ändern.

Ich glaube, sie kommt wieder, etwa so, wie in Ostbayern die Sauen der 8x57IS neuen Schub gegeben haben.

Moden haben halt die Gewohnheit, in Wellen aufzutreten.

Dazu kommt natürlich das Gerede vom 34mm-Konus, der eher Nachteile aufweisen soll. Wenn ich ehrlich bin, würde ich auch einen Lauf mit abgestimmtem Konus bevorzugen.
Tatsächlich werde ich keinen mit dem originalen Lager kaufen, einfach weil ich die freie Wahl habe.

Aber das ändert sehr wenig an den Qualitäten der Patrone.
Als ich etwa zum ersten Male die BLASER R8 für Patrone 7x64 des werten Foristen Meister E sah, war ich auch das erste mal neidisch auf eine Blaser.

Für mich jedenfalls ist ihr Reiz ungebrochen, erst recht für ihre todschicke Tochter, die bei richtiger Handhabung sprachlos macht.

Die 7x64 ist und bleibt eine Königin, egal was der Pöbel denkt.

derTschud
 
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#12
Ich bin nach wie vor auf der Suche nach der passenden 7x64, Vorgabe ist ne klassische Waffe mit 65er!!!! Lauf. Definitiv kein kürzerer Lauf. Am Liebsten wäre mir ne Waffe passend zu meiner 8x64S, quasi ein Duplikat.
 
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#13
Werter FSK300-

Einen der wichtigsten Punkte hat Leviathan schon ausgesprochen.
Viele Benutzer haben ihre Büchse in 7x64 seit Jahrzehnten, gehen damit zur Jagd, und das ziemlich erfolgreich.
Ich glaube nicht, dass sehr viele dieser Jäger ihre Patronen selbst laden, eher die gar nicht so schlechten Produkte von RWS wählen.
(Habe ich das gerade geschrieben?)

Selbst wenn diese Jäger sich mit der "Freigabe" jetzt für einen Schalldämpfer interessieren würden, hätten die damit ausgestatteten Büchsen ziemliche Länge.
Mit der wichtigsten Jagdart, dem Ansitz, ergäben sich neue Notwendigkeiten oder Baumassnahmen.

Aber gerade das steigende Interesse am Büchsenschuss jenseits GEE dürfte das wieder ändern.

Ich glaube, sie kommt wieder, etwa so, wie in Ostbayern die Sauen der 8x57IS neuen Schub gegeben haben.

Moden haben halt die Gewohnheit, in Wellen aufzutreten.

Dazu kommt natürlich das Gerede vom 34mm-Konus, der eher Nachteile aufweisen soll. Wenn ich ehrlich bin, würde ich auch einen Lauf mit abgestimmtem Konus bevorzugen.
Tatsächlich werde ich keinen mit dem originalen Lager kaufen, einfach weil ich die freie Wahl habe.

Aber das ändert sehr wenig an den Qualitäten der Patrone.
Als ich etwa zum ersten Male die BLASER R8 für Patrone 7x64 des werten Foristen Meister E sah, war ich auch das erste mal neidisch auf eine Blaser.

Für mich jedenfalls ist ihr Reiz ungebrochen, erst recht für ihre todschicke Tochter, die bei richtiger Handhabung sprachlos macht.

Die 7x64 ist und bleibt eine Königin, egal was der Pöbel denkt.

derTschud
.....und mir gefällt ihre nur 5 Jahre ältere Mutter noch besser!😉
 
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#14
Die beiden Waffen, die ich hauptsächlich führe sind in .308 und 7x65R.

Die .308 kam damals ins Haus, weil ich dafür noch den ganzen Wiederladekram hatte, aber keine Waffe mehr in dem Kaliber.
Die 7x65R kam dann später weil ich eine Randpatrone in der Kipplaufwaffe wollte.
IMHO ist das ziemlich Jacke wie Hose was man da nimmt - 30-06 mit eingeschlossen.

Die wenigen Unterschiede betreffen Dinge, die für die meisten Jäger bei uns kaum eine Rolle spielen.
War es nicht mal so, dass in gewissen Regionen keine militärisch geführten Kaliber erlaubt waren? Da liegt dann der Vorteil bei der 7x64 / 7x65R.
Wenn die ganz schweren Geschosse (vermeintlich) mal gefragt sind wird die 30-06 ein wenig im Vorteil sein.
Die .308 lässt sich auf gefühltes "Spielzeugniveau" vom Rückstoß her bringen.

Aber unterm Strich: Echt egal.
Insofern darf man sich wirklich wundern warum die 7x64 / 7x65R etwas weniger gesucht ist. Reine Mode. Den kundigen Gebrauchtkäufer freuts. :sneaky:(y)
 
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#15
Naja, ein Bekannter führt einen Steyr Mannlicher Stutzen in 7x64, die Vorfeldbeleuchtung liegt weit über allem was ich sonst kenne.
Ergo sind Waffen mit SD, die meist einen kürzeren Lauf mögen, um nicht unhandlich zu werden eher nix für das Kaliber.
 
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