Warum eigentlich ist die 7x64 bei uns out?

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Diese Hypothese lese ich jetzt, seit ich im Forum aktiv bin.
Verstanden habe ich sie bis heute nicht. :oops:

Was wär' denn - so in etwa - die Erklärung dafür? :unsure:
Bei weniger langem Übergang würden weniger heiße Gase das Geschoss überholen und somit mehr Bumms hinter das Geschoss bringen.

Zumindest ist das die Erklärung, die sich nach jahrelanger Beschäftigung mit dem Thema in meinem Oberstübchen breit gemacht hat. Es gibt hier aber sicherlich Experten, die das genauer wissen.

Der Herr Brenneke hat sicher nicht die Pulversorten zur Verfügung gehabt, die es heute gibt. Mit diesem Parameter hat er möglicherweise am Gasdruck gedreht.
 
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Bei weniger langem Übergang würden weniger heiße Gase das Geschoss überholen und somit mehr Bumms hinter das Geschoss bringen.

Zumindest ist das die Erklärung, die sich nach jahrelanger Beschäftigung mit dem Thema in meinem Oberstübchen breit gemacht hat. Es gibt hier aber sicherlich Experten, die das genauer wissen.

Der Herr Brenneke hat sicher nicht die Pulversorten zur Verfügung gehabt, die es heute gibt. Mit diesem Parameter hat er möglicherweise am Gasdruck gedreht.
Damals lag der übliche Gasdruck bei 3800-3900 bar, von dem her hat Er schon etwas gedreht.
 
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Bei weniger langem Übergang würden weniger heiße Gase das Geschoss überholen und somit mehr Bumms hinter das Geschoss bringen.
Wär das theoretisch nicht nur in einem echten Freiflug möglich? Das Geschoss berührt doch eigentlich ständig Hülse, Übergangskonus oder gezogenen Lauf und wird deshalb überall geführt. Da sollte das doch vernachlässigbar sein. Lutz Möller hat dazu mal was geschrieben:

 
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Wär das theoretisch nicht nur in einem echten Freiflug möglich?
Du wirst doch die Mythen-Gläubigen nicht mit Fakten langweilen wollen? :p

Richtig genial ist aber das Argument des Leistungsverlusts wenn gleichzeitig alle Nase lang einer im Forum ankommt und sich seinen Lauf auf ein Stummelchen gekürzt hat. Das dann selbstverständlich bei "vernachlässigbarem" Energieverlust. :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:
 
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Du wirst doch die Mythen-Gläubigen nicht mit Fakten langweilen wollen? :p

Richtig genial ist aber das Argument des Leistungsverlusts wenn gleichzeitig alle Nase lang einer im Forum ankommt und sich seinen Lauf auf ein Stummelchen gekürzt hat. Das dann selbstverständlich bei "vernachlässigbarem" Energieverlust. :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:
Nuja, kommt halt drauf an, wie viel von welchem Pulver du stopfst und ob Verschluss und Gesicht dem Druck für den Stummel standhalten... theoretisch geht viel... :ROFLMAO: :ROFLMAO: :ROFLMAO:
 
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Ist der zylindrische Geschoss-Schaft kürzer als der Übergang im Patronenlager, entsteht Freiflug.
Noch typischer bei 6,5x57 zwischen 10g und 6g Geschossen.
Verbunden ist das auch mit einem längeren rotationslosen Geschossweg kurzer Geschosse.
 
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Im Hornady-Ladebuch steht z.B., dass der Gasdruck steigt, wenn man ein Geschoss näher an die Felder und Züge setzt. Aus eben dem Grund, dass weniger Gase das Geschoss überholen würden.
Bevor man jemanden als Mythos-Gläubig beleidigt, kann ja gerne mal selbst nachlesen.
Ich kann nicht verstehen, dass die Leute hier immer latent frech werden müssen. Schade um das interessante Thema.
 
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Im Hornady-Ladebuch steht z.B., dass der Gasdruck steigt, wenn man ein Geschoss näher an die Felder und Züge setzt. Aus eben dem Grund, dass weniger Gase das Geschoss überholen würden.
Der Grund ist der, dass dann Ausziehdruck aus der Hülse und Einpressdruck in die Felder zusammen fallen.
Wenn man sich die Ladedaten etwa vergleichbarer Kaliber wie 7 x 64, 270 win und 280 rem ansieht, hat man nicht den Eindruck, dass da bei der 7 x 64 was verloren geht.
 
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Der Grund ist der, dass dann Ausziehdruck aus der Hülse und Einpressdruck in die Felder zusammen fallen.
(y)

Was gemeinhin als gefährlich, weil schwer zu kalkulieren, gilt.
Helden, die das ignorieren oder gar nicht wissen, sind in unserer Zunft insbesondere bei den Nutzern von Fabrikmunition vertreten. Habe schon mehr als nur 1x den Stand verlassen wenn ich so einen Spitzenschützen neben mir antraf. Auch dann noch beratungsresistent wenn man sie aktiv drauf anspricht. :rolleyes:

Ein Geschoss setzt sich bereits allein durch das Zündhütchen in Bewegung. Bis hin zum Laufstecker. Wer es nicht glaubt kann es probieren - sollte aber dann nicht vergessen ein Messingstöckchen beim Test mitführen, um den Lauf wieder frei zu kriegen.

Ein Geschoss sollte mindestens so lang durch die Hülse geführt werden (Setztiefe), wie der Durchmesser des Geschosses beträgt.
Der Freiraum kann also bei einer 7x64 locker 7 mm betragen ehe man sich Gedanken um überholende Gase und deren Verlust Gedanken machen muss.
Und dann sind wir wieder da, dass heute jeder Lauf abgeschnitten wird und der Verlust schon fast weggeleugnet wird.
Einmal ist ein (theoretisch herbeikonstruierter) Leistungsverlust der Untergang des Abendlands. Ein andermal (ein sicher vorliegender) dann wieder nicht.

Der Konstrukteur der 7x64 tat gut daran Platz zu lassen. Er hatte wohl auch schon erlebt, dass ein Gewehr-Verschluss lieber mit Gewalt noch geschlossen wird als dass man das Denken anfängt.
Von Bleifrei wusste er nichts. Trotzdem profitieren wir auch in dem Bereich heute wieder von seiner Weitsicht.
 
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Ich mag die 7x64, führe sie aber nur selten, die 7x57 reicht hier meist.
Aber im SAKO L61R System kann man schön laaaaaaaaaaaaaaaaange Torpedos laden, grad bleifrei :)
 
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Bei RonSpomerOutdoors gibt es auf YouTube grad einen interessanten Beitrag über die 7x64. In seinem Blog gibt es auch einen Beitrag von Herrn Lukas Schulte:


Irgendwie kommt das Kaliber wieder mehr ins Gespräch. Find ich prima 👌🏻
 
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Die 7er-Gruppe kommt allgemein wieder mehr, hab ich den Eindruck. Selbst so Sonderlösungen wie die 7x67R Luyven findet man derzeit öfter...
Sind ja auch sehr gute Kaliber für die heimische Wildnis...
 
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