Warum Schaftrisse beim 98er...Fehlerquelle einschäften!

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#1
Nun ,durch meine Hand ist der ein oder andere jagdliche Typ 98er gegangen.
Ich konnte bei vielen gebaut bis so in die 80 er Schaftrisse an der gleichen Stelle finden.Manchmal waren es Haarrisse manchmal Risse die komplett das System im Schaft bewegen liessen.
Alle hatten kein eingebautes Rückstosslager im Schaft nach Mauser Art.Die Waffen waren aber auch nicht in potenten Kalibern gebaut.
Nun zum Riss.
Der befindet sich innen im Schaft das Holz ist durchgerissen im Bereich zwischen Magazinkasten und Abzug.Da steht aber eigentlich viel Holz trotzdem reisst es an der Stelle als wenn der Schaft durch den Rückstoss Druck bekommt an der Stelle.
Was meint Ihr?
Würde es reichen den Rückstossstollen am 98er ordentlich in Kunstoffzu betten damit so etwas nicht mehr passiert?
 
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#3
Habe das Problem durch Pillars und Kunstharz Bettung gelöst. Ein feiner Riss war bei mir auch erkennbar
 
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#4
Die Kombi aus Pillar und Kunstglass macht Sinn.Manche schwören drauf die ersten 2cm nach dem Sytemmm...Laufwurzel mit zu betten!
 
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#5
Der Riss kommt oft, wenn für mehr Platz benötigende Abzugssystem (Matchabzug, Rückstecher etc.) im rel. kleinen Durchbruch für den Standard-Druckpunktabzug Material im Mittelschaft weggenommen werden muß.
Das kann soweit gehen, daß je nach Abzugskonstruktion zwischen Magazinfront und Bohrung für die Kreuzschraube hinterm Abzug kein Holz mehr steht.
Dann fängt die nicht pillargebettete Kreuzschraube die koplette Massenträgheit des schweren Systems inkl. des geladenen Magazins auf und dann kommt es halt an den wenigen Millimetern die ihr zum "Halt" am Schaftholz bleiben zum Riß, der sich über den Pistolengriff weiter nach hinten ziehen kann.
Früher wurde in den Pistolengriff zur Stabilisierung ein Stück Rundholz aus Birne oder Zwetschge eingelassen (unterm Pistolengriffkäppchen in Richtung System). Können (oder wissen) aber viele Schäfter/Büma auch nicht mehr, daß dadurch, durch die beiden unterschiedl. Hölzer Nußbaum/Obstbaum und ihre unterschiedl. Dichte, Fasergröße und Faserverlauf, auch Rückstoßkräfte im Schaft aufgefangen werden können. ;)
 
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#6
Die meisten dieser Risse sind entstanden durch altersbedingtes Schrumpfen des Holzes und nicht nachgezogene Systemschrauben.
Oder das Holz war schon soweit geschwunden, daß gar kein Zugholz mehr vorhanden war.
Da schwimmt das System im Schaft.
Bei den Massenproduktschäften war (ist) der Steg hinterm Systemkasten ohnehin schon durchgefräst.
 
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#7
Würde ich auch so sehen. Bei den militärisch geschäfteten 98ern kommt das in der Regel - sofern sie im Originalzustand verbleiben - auch nach fast 100 Jahren kaum vor. Meiner Meinung nach liegt das mit daran, dass diese Schäfte praktisch mit Öl gesättigt sind und so Schwund praktisch nicht vorkommt.
Bei meinem S/42 tritt spätestens nach dem 10. Schuss Öl aus dem Schaft aus, so voll ist der.
Das gleiche Problem mit den Schaftrissen konnte ich beobachten, wenn Leute ihre alten Schlachtrösser "aufgehübscht" haben. Da wurde der Schaft komplett entfettet, abgeschliffen, poliert, aber ohne nachher wieder genügend Öl einzubringen. Durch die entsprechend fettlösenden Chemikalien kommt es dann zu einer Art Schnelltrocknung und nach etwa 1-2 Jahren sind die Probleme da.
 
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