Warum sind Gegner der Jagd so viel lauter in der Gesellschaft?

Westwood

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Das Phänomen ist nicht neu, allerdings finde ich es immer wieder faszinierend aus welchen Ecken tlw. Leute kommen die über alle möglichen Kanäle über die Jagd herziehen.

Aktuelle Beispiel ist für mich eine über Facebook angekündigte Krähenjagd hier in meiner Gegend.
Unter dieser Ankündigung finden sich inzwischen über 100 Kommentare und das obwohl sie nur in einem kleinen Lokalen Netzwerk gepostet wurde.
Die Akteure in dieser Kommentarspalte sind tlw. aus großen Städten wie Hamburg oder München und da drängt sich mir die Frage auf wie kommen so Leute auf einen so kleinen regionalen Post um dort ihren Hass zu versprühen?!

Auch finde ich es immer wieder faszinierend wo überall unser Forum zitiert, gescreenshotet oder verlinkt wird...
Streckenweise ist es inzwischen wirklich beängstigend.
 

Westwood

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Wenn ich es richtig sehe ist es eine Ankündigung im Mitteilungsblättchen die dann jemand online gestellt hat.
 
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Es ist ganz einfach:
Sie wirken lauter, weil wir leise sind. Wo gute Öffentlichkeitsarbeit - egal ob durch Verbände oder Persönlichkeiten - gemacht wird und die Bevölkerung Berührungspunkte hat, sind die Probleme gering und in der Regel anderer Natur.
Wir hatten letztens eine ähnliche Diskussion bezüglich der Schützenvereine. Es ist das gleiche Spiel. Kommen Vorwürfe, duckt man sich weg. Das hilft keinem, im Gegenteil: Es schadet.
Das muss als Grundsatz verstanden und verinnerlicht werden.
 

Rotmilan

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Ich würde vermuten, dass diese Menschen keinen anderen wichtigen Lebensinhalt (Familie, Hobby etc) haben - eventuell gepaart mit viel Tagesfreizeit - und deshalb jeden Anlass nutzen, um ihrer Hauptbeschäftigung nachzugehen.
Und vernetzt sind sie natürlich auch. Dadurch verbreiten sich diese Informationen sehr schnell und "nach getaner Arbeit" können sie sich gegenseitig Anerkennung zollen.
 
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Ich denke es liegt vor allem auch daran, dass sich diese Menschen gegenüber Jägern in der moralisch besseren Position sehen und dies dann auch gerne lautstark kund tun. Wie @Rotmilan schreibt gibt das innerhalb dieser Denkweise Anerkennung, teilweise dann auch von außerhalb.

@Auerochse hat es schon gut benannt, wir müssen da einfach bessere Öffentlichkeitsarbeit leisten, aber nicht nur die Verbände und Persönlichkeiten, sondern jeder einzelne von uns im Rahmen seiner Möglichkeiten.
 

Rotmilan

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Zur Öffentlichlkeitsarbeit:
Das wird sicher dadurch erschwer, dass der Altersdurchschnitt im Lager der Jagdgegner deutlich niedriger ist als in der Jägerschaft. Je älter, umso träger. Anwesende sind wie immer ausgenommen. ;)
 
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Gegner sind in den sozialen Medien und vor allem auf Facebook, immer lauter. Ist ja auch einfach, um mich aufzuregen brauche ich keine Ahnung, keine Ausbildung, keine Ausrüstung, nur Meinung und für die werde ich dann von Gleichgesinnten gefeiert. Ob das dann gegen Jagd, Corona, Landwirtschaft oder sonst was geht ist dann eigentlich egal, ich blase mich auf, tröte ein paar alternative Fakten in die Welt und bekomme dafür die soziale Bestätigung die ich brauche ist ganz einfach.
 
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Das Phänomen ist nicht neu, allerdings finde ich es immer wieder faszinierend aus welchen Ecken tlw. Leute kommen die über alle möglichen Kanäle über die Jagd herziehen.

Aktuelle Beispiel ist für mich eine über Facebook angekündigte Krähenjagd hier in meiner Gegend.
Gerade bei Fratzenbuch gibt es spezielle Gruppen, die nur zur "Stimmungsmache" da sind.
Entdeckt einer ein denen nicht genehmes Thema oder Veranstaltung werden die Gruppenmitglieder informiert. Die fallen dann wie die Heuschrecken über das Thema her und kapern den Post. Manchen Firmen hat das schon heftige Probleme bereitet. Wenn mal auf einen Schlag 500 negative Bewertungen da stehen und irgend welche Horrorgeschichten kolportiert werden ... ob das stimmt fragen sich dann die wenigsten.
 

GMV

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Es gibt schlicht genügend Leute, gemeinhin als "Aktivisten" bekannt, die das Ganze hauptberuflich machen. Gleichzeitig kann auch auf einen riesigen Pool aus politisch ähnlich tickenden Menschen zurückgegriffen werden, die meinen, das moralisch Richtige zu tun. Möglicherweise sogar aus staatlich subventionierten NGOs. Vieles läuft auf Social Media auch automatisiert über schlagwortgetriggerte Contentcrawlerbots etc... da muss nicht zwingend jemand sitzen und ständig suchen.

Demgegenüber steht eine alternde, uneinige, aus Individualisten bestehende Jägerschaft, die die Jagd, so ehrlich muss man sein, hauptsächlich in nicht unerheblichem Ausmaß zur erbaulichen Freizeitgestaltung nutzt.
 
Zuletzt bearbeitet:

z/7

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ob das stimmt fragen sich dann die wenigsten.
Sollte das Hauptanliegen jeglicher Schulung in Medienkompetenz sein: stimmt das überhaupt, was da steht, gesagt wird, gezeigt wird? Woran kann man Falschaussagen, fakes erkennen? Wo kann man 2. Meinung einholen? Wie ist das überhaupt mit Sachverhalten, muß da immer eine Seite recht und die andere unrecht haben, oder liegt die Wahrheit vllt irgendwo in der Mitte?
 
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Sollte das Hauptanliegen jeglicher Schulung in Medienkompetenz sein: stimmt das überhaupt, was da steht, gesagt wird, gezeigt wird? Woran kann man Falschaussagen, fakes erkennen? Wo kann man 2. Meinung einholen? Wie ist das überhaupt mit Sachverhalten, muß da immer eine Seite recht und die andere unrecht haben, oder liegt die Wahrheit vllt irgendwo in der Mitte?

Ist in der heutigen Zeit sehr schwer, vor allem deshalb weil es auch immer Leute gibt, die sehr gerne ohne jegliche Substanz ihren Senf dazu geben.

Vor über 20 Jahren bekam ich das Buch "Die Sache mit der Jagd" geschenkt, in all den Jahren hat sich vieles was in diesem Buch steht als grausame Wahrheit herausgestellt.

Die Jägerschaften auf Kreisebene leisten sehr viel Gutes, allerdings wird darüber nur selten berichtet und wenn dann immer nur mit Bias. Regionalzeitung, selbst kleinere Blogs und Video-Logs sind immer mit einem negativen Bias behaftet, und größtenteils nicht nur "Unterschwellig"...

Da fallen einem dann Sprüche auf, "Die haben mal wieder Kreide gefressen. Da hat einer bestimmt wieder ein dickes Fass aufgemacht." oder "Die Kreisjägerschaften vermelden jedes Jahr ihre Streckenberichte, bei vielen Zahlen fragt man sich ob diese nicht möglicherweise geschönt sind, damit die Jagd auf einige Arten offen bleibt..."

Ja, ich reiße diese Zitate bewusst aus dem Zusammenhang! Denn sie sind eines in reinster Form, Unterstellungen. Damit arbeitet dieses Klientel.

Gegen Aktivisten, wie die Animal Rebellion von gestern kann man leider nur eines machen, die volle Gewalt der Staatsmacht einsetzen. Strafanzeigen wegen schwerer Sachbeschädigung, versuchter oder vollendeter Körperverletzung und Nötigung.

Leider vermitteln aber auch da mittlerweile die Staatsanwaltschaften und Richter den Betroffenen das Gefühl, dass ihnen diese Delikte egal sind. Sie verlaufen entweder im Sande, oder aber werden eingestellt.

Weswegen einige auch schon zur Selbstjustiz greifen.

Die Generation "Demo" und "Krawall" wird das ernten, was sie selber gesäht haben.

Mit Narren und Idioten kannst Du nicht diskutieren.
 

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