Warum sind Gegner der Jagd so viel lauter in der Gesellschaft?

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Unsere Aufgabe sollte es nicht sein, eine Diskussion mit diesen Aktivisten zu führen. Dort herrscht, wie schon erwähnt, meistens Meinung und nicht Wissen, und jegliche Diskussion wird kein Umdenken erbringen.
Viel mehr sollte versucht werden, der "normalen" Bevölkerung unser Handeln verständlich und auch nachvollziehbar zu erklären, um so eine Akzeptanz oder besser noch eine Befürwortung für unsere Passion zu schaffen.
 
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Ich gewinne beim Versuch zu diskutieren manchmal den Eindruck, daß man gar keine Argumente hören will, die das schöne Bild stören würden. Das Thema wird mit der nächstbesten Ausrede abgewürgt, während man über andere Dinge stundenlang quasseln kann.
Ja, das ist ein Teil des Phänomens.

Oder Sachbezug, sowie Du einen Sachbezug herstellst wird abgelenkt.

Das ist auch hier im Forum bei einigen eine sehr gerne genommene Taktik.

Oder aber die Quellen werden verunglimpft "Der muss das ja so schreiben, der steht ja auf deren Lohnliste."

Oder der Klassiker, "Der Mann ist Physiker, der kennt sich mit dem Klima nicht aus."

Oder noch besser, "Da ist aber Griffith genauer in seinen Angaben, der war ja schließlich dabei, als der Hammer fiel!"...

Ich mach keinen Hehl daraus, dass ich nötigenfalls mehr als eine Quelle zitieren kann, inklusive Seitenangaben... nützt aber nichts, da Sachebene und "Gefühls"-Ebene nicht kompatibel sind.

Und da liegt das große Problem, deren "Gefühl" ist eine Emotion aus dritter Hand - sie können nicht sachlich argumentieren.
 

doa

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Sollte das Hauptanliegen jeglicher Schulung in Medienkompetenz sein: stimmt das überhaupt, was da steht, gesagt wird, gezeigt wird? Woran kann man Falschaussagen, fakes erkennen? Wo kann man 2. Meinung einholen? Wie ist das überhaupt mit Sachverhalten, muß da immer eine Seite recht und die andere unrecht haben, oder liegt die Wahrheit vllt irgendwo in der Mitte?
Das würde ja eine gewisse Intelligenz und Reflektionsfähigkeit erfordern.....
 
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Es ist ganz einfach:
Sie wirken lauter, weil wir leise sind. Wo gute Öffentlichkeitsarbeit - egal ob durch Verbände oder Persönlichkeiten - gemacht wird und die Bevölkerung Berührungspunkte hat, sind die Probleme gering und in der Regel anderer Natur.
Wir hatten letztens eine ähnliche Diskussion bezüglich der Schützenvereine. Es ist das gleiche Spiel. Kommen Vorwürfe, duckt man sich weg. Das hilft keinem, im Gegenteil: Es schadet.
Das muss als Grundsatz verstanden und verinnerlicht werden.
Ich seh es nicht so einfach.
Da schreibt einer um 1930 das er um 1880 Angst hatte, das die Fuchsjagd verboten wird.
Es gab viele Zeitungsartikel gegen die Jagd und ganz besonders gegen die Fuchsjagd.
Aber um 1930 war es auch weiter völlig unproblematisch den Fuchs zu bejagen.
Die Vertreter der Jägerschaft haben es bis jetzt geschafft das wir noch in recht vernünftigem Maße die Jagd ausüben können. Das ist nicht dadurch geschehen das man sich weg duckt
aber auch nicht dadurch sofort ganz deutlich Kontra zu geben.
Zur Zeit versucht Petra wieder die Schliefenanlagen zu verbieten, Anzeigen große Zeitungsartikel. Jeder Leserbrief als Antwort fordert 5 weitere heraus.
Ein Artikel vom NABU das ohne intensive Fuchsbejagung der Wiesenvogelschutz sinnlos ist bringt da viel mehr. Das ist Leise aber es hilft. Ganz bestimmt hilft nicht, wenn in diesem Forum etliche mehr oder weniger die Bejagung vom Fuchs in Frage stellen.
 
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Ganz bestimmt hilft nicht, wenn in diesem Forum etliche mehr oder weniger die Bejagung vom Fuchs in Frage stellen.
Das ist das größte Problem hier im Forum.

Die Einstellung, "Ich brauche es nicht, warum also sollte jemand anders das brauchen."

Auf diese Art sind schon einige Jagdarten verschwunden. Aber auch Arten zum Aussterben gebracht worden.

Stichwort: "Hegegemeinschaft Birkwild".
 
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26 Sep 2019
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Zur Öffentlichlkeitsarbeit:
Das wird sicher dadurch erschwer, dass der Altersdurchschnitt im Lager der Jagdgegner deutlich niedriger ist als in der Jägerschaft. Je älter, umso träger. Anwesende sind wie immer ausgenommen. ;)
Könnte dazu kommen, das „ältere Jäger“ im
Verband gemütlich auf ihren Posten sitzen und die „Jungjäger“ nicht ran lassen?

(Wie immer beides auch definiert sein mag)
 
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Könnte dazu kommen, das „ältere Jäger“ im
Verband gemütlich auf ihren Posten sitzen und die „Jungjäger“ nicht ran lassen?

(Wie immer beides auch definiert sein mag)
Jo, das ist so.

Teilweise kommen da noch ein paar andere Themen zu tragen.

Aber teilweise ist der Knochenleim ganz schön zäh!
 
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Könnte dazu kommen, das „ältere Jäger“ im
Verband gemütlich auf ihren Posten sitzen und die „Jungjäger“ nicht ran lassen?

(Wie immer beides auch definiert sein mag)
Ich glaub, das liegt auch etwas in der Natur der Sache. Der, der sein Leben gerade aufbaut, finanziert, organisiert hat wenig Zeit für sowas. Die, die die Zeit haben, haben logischerweise diese Phase hinter sich und sind deshalb in der Regel auch älter - mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringt.
 
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Ich glaub, das liegt auch etwas in der Natur der Sache. Der, der sein Leben gerade aufbaut, finanziert, organisiert hat wenig Zeit für sowas. Die, die die Zeit haben, haben logischerweise diese Phase hinter sich und sind deshalb in der Regel auch älter - mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringt.

Flexibilität wie ein gehärteter Buchensticken, und Fachkompetenz aus dem Zeitalter des Nasenfaktors.

;)

Nix für Ungut!
 
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"Warum sind Gegner der Jagd so viel lauter in der Gesellschaft?" - Weil den Irren immer mehr Gehör durch die Medien geschenkt wird!

In den Medien sitzen ja auch genug von dieser Sorte.

Ist halt "Mode"...

Wenn es in Mode kommt einen Klodeckel als Kopfbedeckung zu tragen, kannst Du die Vernünftigen von den Unvernünftigen sofort unterscheiden.
 
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Völlig normal - je kleiner und unbedeutender die Gruppe, umso lauter schreien sie.
In Deutschland gibt es 1.4% Veganer - gefühlt sind es 30% - und 5.4% kaufen regelmässig Bio - gefühlt 80%.

Naja der Logik müssten wir Jäger mit ca. 0,5% in der Deutschen Bevölkerung ja besonders laut sein.
Dem ist natürlich nicht so, was sicher diverse und teils individuelle Gründe hat. Das Alter spielt sicher eine Rolle, wir sind im Prinzip ein sehr "greiser" Haufen und da die meisten nachkommenden Jäger in der Regel auch im Durchschnitt ~40 sind, verjüngt sich das auch nicht all zu sehr.

Diese Gruppe ist jetzt sicherlich nicht besonders Medienaffin, geht Demonstrieren, startet Petitionen, gründet Gruppen, etc.

Im Prinzip sind wir auch einfach ein leichtes Opfer. Wir tangieren mit Waffen, dem töten von Tieren, Fleischverzehr, Brauchtum, etc. Themen, welche der "Zeitgeist" aktuell negativ besetzt.
Außerdem sind wir wie schon geschrieben wenige und wenn man hier im Forum so liest, sind diese Wenigen machen noch zu viel.
Unsere Stimme ist leise und was wir tun wird von einem Teil der Gesellschaft ablehnend betrachtet.

Ich persönlich bin der Meinung, dass die Jägerschaft da das beste "Standing" hat, wo sie in der Bevölkerung noch verwurzelt ist und sind aus dieser Rekrutiert. Ist der Jäger die abstrakte Gestalt die mit der Knarre durch den Wald rennt und vielleicht noch Leute anmault was sie hier zu suchen haben, ist das nicht gerade die beste Werbung.
Ist der Jäger aber der Freund, der Nachbar, der Kumpel, der Sportkamerad, dann ist das einfach greifbarerer und eine direkte Ablehnung fällt schwerer.

Entsprechend bin ich großer Freund des "Die Jagd bleibt im Ort"-Prinzip und sehe diesen Jagd- und Pachttourismus eher kritisch, nicht im Einzelfall aber doch generell.

Ich selbst bin eigentlich bei fast allen Aktionen vom Hegering dabei wenn es meine Zeit zulässt. Ich bastel mit den Kindern Nistkästen, mach Waldwanderungen, fahre mit dem Infomobil zu Kindergärten und Schulen, etc.
Ob das aber wirklich einen Einfluss hat wie die Jagd gesehen wird kann ich nicht sagen. Vielleicht Lokal und im Kleinen aber darüber hinaus bin ich eher skeptisch.
 
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Naja der Logik müssten wir Jäger mit ca. 0,5% in der Deutschen Bevölkerung ja besonders laut sein.
Dem ist natürlich nicht so was sicher diverse und teils individuelle Gründe hat. Das Alter spielt sicher eine Rolle, wir sind im Prinzip ein sehr "greiser" Haufen und da die meisten nachkommenden Jäger in der Regel auch im Durchschnitt ~40 sind, verjüngt sich das auch nicht all zu sehr.

Und wenn, dann werden die jüngeren eher als Revierwachen abgestellt und nicht in Funktionen berufen.

Könnten ja frischen Wind bringen! ;)
Diese Gruppe ist jetzt sicherlich nicht besonders Medienaffin, geht Demonstrieren, startet Petitionen, gründet Gruppen, etc.

Im Prinzip sind wir auch einfach ein leichtes Opfer. Wir tangieren mit Waffen, dem töten von Tieren, Fleischverzehr, Brauchtum, etc. Themen, welche der "Zeitgeist" aktuell negativ besetzt.
Außerdem sind wir wie schon geschrieben wenige und wenn man hier im Forum so liest sind diese Wenigen machen noch zu viel.
Unsere Stimme ist leise und was wir tun wird von einem Teil der Gesellschaft ablehnend betrachtet.
Der Zeitgeist ist auch so eine dieser "Entschuldigungen" die ich langsam nicht mehr hören kann, weil der Zeitgeist auch immer das absolute negative der Epoche verdeutlicht.

Es gab eine Zeit, da war Hexenverbrennung in Vogue, dass da viel aber der Neid und die Missgunst der Menschen untereinander viel Unheil angerichtet hat, dass wird dabei unterschlagen. Es gab eine Zeit da war Sklaverei en Vogue, dass aber nicht wenige der Sklaven von ihren eigenen Stammesgenossen verkauft wurden, auch das wird dabei unterschlagen.

Der Zeitgeist, ist ein Geist von etwas, das nie gelebt hat, theologisch gesehen damit ein Dämon oder Teufel. Mephisto, bist Du das mal wieder?

Man sucht da mit dem Zeitgeist einen Schuldigen, den man sich billig konstruieren kann.

Jeder einzelne ist an der Situation wie sie heutzutage sich darstellt Schuld, jeder - weil alle irgendwie zu faul, zu bequem, oder zu gleichgültig waren rechtzeitig sich gegen diese "Tribune" aus dem Volke, die dem Volke nach dem Maule schwätzen zu stellen.

Jetzt haben wir den Salat. Stern hätte man schon mit Bravado entgegentreten müssen, dann wären so Vögel wie der Parin niemals aus ihren Versenkungen gekrochen.
Ich persönlich bin der Meinung, dass die Jägerschaft da das beste "Standing" hat, wo sie in der Bevölkerung noch verwurzelt ist und sind aus dieser Rekrutiert. Ist der Jäger die abstrakte Gestalt die mit der Knarre durch den Wald rennt und vielleicht noch Leute anmault was sie hier zu suchen haben, ist das nicht gerade die beste Werbung.
Jep, leider gibt es von der letzten Spezies noch zu viele. Und leider ziehen sich damit über kurz oder lang auch die letzten "Verbündeten" der Jagd zurück.

Warum mit Narren diskutieren?
Ist der Jäger aber der Freund, der Nachbar, der Kumpel, der Sportkamerad, dann ist das einfach greifbarerer und eine direkte Ablehnung fällt schwerer.

Ja!
Entsprechend bin ich großer Freund des "Die Jagd bleibt im Ort"-Prinzip und sehe diesen Jagd- und Pachttourismus eher kritisch, nicht im Einzelfall aber doch generell.
Genau, 100 % meine Linie. Auch Gäste nur noch mit Vorbehalt.
Ich selbst bin eigentlich bei fast allen Aktionen vom Hegering dabei wenn es meine Zeit zulässt. Ich bastel mit den Kindern Nistkästen, mach Waldwanderungen, fahre mit dem Infomobil zu Kindergärten und Schulen, etc.
(y)

Ich war mal Schießobmann! Bei fast 90 Jägern quer durch die Altersgruppen bekam ich keine vollständige "Wettkampfmannschaft" zusammen. Unseren Besten Schützen habe ich dann als Einzelschützen gemeldet, ich wäre am liebsten in Grund und Boden versunken.

"Wat soll ich auf dem Schießstand, ich habe meine Prüfung gemacht und damit mein Können schon genug unter Beweis gestellt!"...

🤬
Ob das aber wirklich einen Einfluss hat wie die Jagd gesehen wird kann ich nicht sagen. Vielleicht Lokal und im Kleinen aber darüber hinaus bin ich eher skeptisch.
👍
 
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