Was ist ein GUTER Drilling?

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#1
Heute hat mir ausgewiesener Fachmann einen Einlauf verpasst, demzufolge Krieghoff Drillinge allgemein nicht so toll und beim Neptun der Verschluss besonders schwach wäre.

Seither frage ich mich: Was ist eigentlich ein GUTER Drilling?

Blaser zählt nicht, weil das eine moderne Waffe als Drilling getarnt ist ...
 
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#3
Ein Drilling ist eine Jagdwaffe und kein Schießstandbolzer. Was ein oder zwei gar drei Jägerleben in Deutschland incl. der notwendigen Kontrollschüsse und Übungschüsse mit Schrot so ausmacht schultert jeder Drilling leicht. Da sind mangelnde oder zu viel Pflege und Rost größere Feinde.
Er sollte Freude machen und wenn er als das genutzt werden soll, als was er ursprünglich gedacht war, nämlich Flinte mit Kugellauf, sollte er separate Handspannung auf dem Kugellauf haben.
Die meisten wurden aber zu eierlegenden Wollmilchsau mit Nachtglas und Einlegelauf verkrüppelt. Hundsschwer und ohne jede Eleganz.
Heute wo jeder mit nachttauglichem Repetierer mit allem Schickimicki anfängt sollte der Drilling als universelle Flinte dort aufleben, wo Sau immer kann.
 
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#4
Naja Streichelzoo, wenn das ein ausgewiesener Fachmann war wird er wohl recht gehabt haben.
Drillinge taugen alle nichts, alle durch die Bank!
Sind viel zu kompliziert zu bedienen, sind zu ungenau, die Verschlüsse sind instabil, sind zu schwer,.....
Alles nostalgischer Müll!

ABER WEISST DU WAS?
ICH SCHE... AUF DIE FACHLEUTE!
Mein S&S schießt gut und hält.
Gewicht ist Nebensache und wer es nicht geregelt bekommt einen Drilling sicher zu bedienen, soll einen Repetierer, einen Selbstlader oder weiß der Geier was für ein Teil nehmen womit er zurecht kommt.
 
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#7
Der Drilling, den Du schon lange hast und nicht missen möchtest, der ist ein guter Drilling, besonders wenn er Strecke macht.
sca
p.s. hätte ich fast vergessen. Wer noch keinen hat, für S&S 3000Dur leg ich meine Hand ins Feuer, leicht ist er auch noch. Mein alter Herr hatte einen Krieghoffdrilling, und nur den, Gott hat der Strecke gemacht, In der Luft, zu Wasser und am Land, dicht war der auch immer.
 
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#8
Das ist das einzige, was ich mir noch bei manchen mit hauchdünnen Alubaskülen vorstellen kann, aber auch sehr modellabhängig.


Irgendwann kommt noch einer ins Haus...
JA, eine Alubasküle kann sehr wahrscheinlich nicht soviel ab, wie eine Stahlbasküle.
Dann gibt es noch die "verteufelte" Kraftwerksbronze.
All das hält.
Das hält besser wie sovieles.
Wennman einen ESL verbauen will, sollt man sich das richtige Kaliber aussuchen.
Und dann hält der Verschluß.
Mancher modernen Konstruktion bei anderen Waffentypen traue ich weniger zu, wie den Verschlüssen der meisten Drilling.

Kauf dir einen, wenn du das willst und werde glücklich (wie ich mit meinem Drilling) oder wenn nicht, verkauf ihn wieder.
Nicht jeder ist in der Lage einen Drilling zu bedienen.
DIe die es können verwenden ihn sehr oft gerne und die, die es nicht können "hassen" das Teil und reden schlecht da drüber.
 
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#12
Hallo,

ein guter Drilling hat v.a. für das geschäftet zu sein, für was ein Drilling auch gedacht ist, nämlich eine Doppelflinte mit integrierter KLB.
Also sollte ein guter Drilling wie eine Flinte geschäftet sein und auch nach Möglichkeit so schwingen. Deshalb mag ich keine Drillinge mit <65cm Lauflänge.
Desweiteren sollte mind. ein Schrotlauf gut mit FLG schießen, d.h. Streukreise von 5x5cm bei 3 Schuß auf 50m.
Kimme & Korn sollten auch auf (zumind.) 50m ein präzises Schießen mit der Kugel zulassen.

Über das Schloßwerk habe ich hier im Forum schon des öffteren geschrieben. Deshalb nur nochmal kurz:

Bei Selbstspannerdrillingen sind die Thieme & Schlegelmilch Drillinge mit Nimrod-Seitenschlosse die Krönung des Drillingsbaues, dicht gefolgt vom Sauer & Sohn Mod.25 mit dem langen Sauer&Sohn-Seitenschloß. Dann kommt der Collathdrilling mit dem verbesserten Teschnerschloß.

Alle drei Schloßkonstruktionen ermöglichen Abzugsgewichte von 1-1,5kg und machen somit den Rückstecher überflüssig.

Bei der Sicherung ist die Schlagstücksicherung immer noch das beste. Collath und Thieme&Schlegelmilch verbauten eben solche Sicherungen.

Magnumpatronen gehören nicht in einen Drilling. Die Schrotlager sollten 65 oder 70mm lang sein und beim Kugelkaliber sollte bei 6,5x57R, 7x57R, 8x57JRS, 9,3x74R, also Pmax rd. 3200-3300bar, Schluß sein (6,5x65R, 7x65R, 7x75RvHofe, .30R Blaser, 8x75RS gehören in eine stabilere Bockwaffe).


Grüße
Sirius
 
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#14
@Sirius:

Ich habe den nun mal in 8x75 RS bekommen, den gab es nur so.

Aber ich lade recht leichte Aero auf dem Niveau der 8x57 IRS, weil ich für die starke Leistung der 8x75 RS keinen Bedarf sehe und zudem durch die hohe Belastung um meine Waffe bange.
 
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#15
>Die Schrotlager sollten 65 oder 70mm lang sein

Im Kaliber 20? :D
 
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