Was ist ein GUTER Drilling?

Mitglied seit
6 Nov 2012
Beiträge
598
Gefällt mir
20
#19
Ich habe einen Suhler Drilling (Gebr. Merkel) aus den 1970ern. Mit Kaliber 7x65R, 16/70 und mündungslangem ESL in .22 Hornet.

Abgesehen davon, dass es für meine Revierverhältnisse keine universellere Ansitzwaffe gibt, ist sie aus den Kugelläufen auch noch sehr präzise. Die Verarbeitung und Qualität der Materialien ist zudem ausgezeichnet. Der für die Waffe gezahlte Kaufpreis kann nur als Witz bezeichnet werden.

Kurzum: das ist für mich ein GUTER Drilling.

Mein Vater führt in gleicher Kaliberkombination, nur mit 12er Schrot, einen Sauer 3000. Das ist m. E. ebenfalls ein GUTER Drilling.
 
Mitglied seit
24 Jun 2017
Beiträge
1.048
Gefällt mir
301
#20
Den gibt es nicht, es bleibt immer ein Kompromiss.
Für Dich vielleicht, für mich als "Hobbyjäger" ist er auch ein Stück Lebensfreude. Optisch und technisch gelungen, universel einsetzbar. Ich will und kann ihn mir leisten und zeige es auch indem ich ihn auch bei Drückjagden führe. Mit einem Drilling auf dem Rücken bist Du bei jeder Jagdgelegenheit gut angezogen. Ob Kaliber 20, 16, 12 oder 7, 8, 9mm spielt dabei eine völlig untergeordnete Rolle.
Über das erhöhte Gewicht meckern nur Leute, die keinen haben und dabei selbst mit einer 4 Kilo Baikal-Flinte 6 Stunden zur Treibjagd gehen.
 
Mitglied seit
3 Feb 2013
Beiträge
2.181
Gefällt mir
513
#21
Ein guter Drilling besteht aus einer dem Schützen hervorragend passenden Bockdoppelflinte und einer Repetierbüchse in einem gängigen Mittelkaliber mit variablem Zf😊
 
Mitglied seit
24 Aug 2016
Beiträge
957
Gefällt mir
175
#24
Mein neuwertiger "Fortuna" aus Suhl, wohl für den westlichen Markt hergestellt, fristete beinahe 40 Jahre in einem Holzschrank sein Dasein (dieser Umstand führte dann 2016 wohl waffenbehördenseitig zum Verkaufsvorschlag) mit ESL .22WinMag (44cm) und Zeiss 8x56 kostete mich ohne großes Verhandeln 500€ und durfte bereits einiges an Rehwild auf die Decke legen.
Gutes muss nicht teuer sein und schlechtes nicht bilig...aber was nun ein GUTER Drilling oder ein schlechter sein soll? Waffen können auch "Spaß" machen, wenn man sie anschaut oder anfasst. Haptik und Optik :)
 
Mitglied seit
16 Jan 2003
Beiträge
26.979
Gefällt mir
533
#26
Ob ein Drilling mit eingebautem EL weniger elegant erscheint, als ohne diesen, stelle ich mal in den Raum. Wenn ein Drilling wie eine gut liegende Flinte geschäftet ist, ist die Senkung für den Schuss über ZFR viel zu stark.

Für den "Genuss-Jäger", dem nicht an der Beute, sondern mehr daran liegt, sich an dem über den Schenkeln liegenden Drilling und dessen Holz und Gravur zu erfreuen, ist er genau das richtige.
Wann wird der zweite Schrotlauf benötigt? Eeeben - und deshalb steckt man einen EL rein, der je nach Bedarf und Geschmack ein gleiches, ähnliches oder kleineres Kugelkaliber hat.

Der Genuss-Jäger erfreut sich an der separaten Kugelspannung, aber auch an der Umschaltung und dem Rückstecker, er kommt in Ekstase, wenn sich das automatische Visier aufstellt, oder wenn beim nachladen des Büchslaufes die beiden oberen Patronen rausfallen, denn etwas Bewegung nach stundenlangem Ansitz und Betrachten der Diana-Gravur und deren strammen Möpsen ist auch ein Kunstgenuss.

Was am Boden läuft bejage ich mit der Kugel und schon als ich vor 60 Jahren mit einer BBF anfing, wurde mit Schrot wenig geschossen. Durch Zufall bekam ich einen Drilling mit 16/65 und 8x57JR in den Schrank. Möglicherweise knapp 100 Jahre altes Stück. Alle Läufe blitzblank und Verschluss dicht. Seit er wieder weg ist, vermisse ich ihn nicht, was Jäger die sich von einer Waffe getrennt haben, immer wieder überkommt.

Einen "richtigen" Drilling gibt es für mich nicht. Vielleicht schon deshalb, weil es auch ohne Funken gerissen zu haben, ein "richtiger" Jagdtag war.
 
Mitglied seit
11 Nov 2012
Beiträge
3.566
Gefällt mir
247
#27
Mein Heym ist Baujahr 1959 mit Alu Basküle, da klappert nichts, die ideale Waffe in einem Feldrevier.
Kal. 7x57R , Hornet .22 ESL, 16-70
 
Mitglied seit
14 Dez 2000
Beiträge
773
Gefällt mir
74
#28
Hallo.

Zweifellos gibt es "gute Drillinge" aus älterer Produktion (Sauer, Suhl aus den 70ern) zu kleinen Preisen. Sofern sie technisch in Ordnung sind in vielen Fällen eine gute Kombi im Feld(revier).
Nach meiner Erfahrung sollte aber unbedingt eine gleiche Treffpunktlage von Schrot und Kugel vorhanden sein, was leider häufig nicht der Fall ist. Dadurch verlieren die zusätzlichen Läufe dann ihren Sinn.
Hier haben moderne Kombis von Blaser o.ä. dann eben praktische Vorteile, auch wenn sie optisch hinterherhinken.

wipi
 
Mitglied seit
20 Okt 2004
Beiträge
2.026
Gefällt mir
28
#29
Hallo,

mein sehr guter Drilling .... Blaser D99 in 9,3x74R, 6,5 x 57R und 20er Schrot.
Mein guter Drilling .... Zoli MG 92 in 30.06 und 5,6 x 50 R und 12er Schrot.

Wer mit dem Drilling nicht klar kommt ist selber schuld, hat zwei linke Hände oder nur Wohlstandsprobleme.

Der Mensch muss auch heute noch in der Lage sein SICH der Technik anzupassen und nicht umgekehrt.

Gruß Andreas
 
Mitglied seit
20 Mai 2018
Beiträge
680
Gefällt mir
771
#30
oder wenn beim nachladen des Büchslaufes die beiden oberen Patronen rausfallen, denn etwas Bewegung nach stundenlangem Ansitz und Betrachten der Diana-Gravur und deren strammen Möpsen ist auch ein Kunstgenuss.
Wem das öfter als einmal passiert, sollte dringend an seinen kognitiven Fähigkeiten arbeiten ;)
 

Neueste Beiträge

Oben