Was mache ich falsch? Diagonaler Streukreis beim Schießen ohne feste Auflage.

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Guten Abend zusammen,

Möglicherweise werde ich die Erstellung dieses Threads bereuen aber ich versuche es dennoch:

Folgende 3 Serien habe ich letzte Woche auf dem örtlichen Schießstand auf 100m geschossen.
  1. 5 Schuss liegend vom Zweibein
  2. 10 Schuss liegend ohne Zweibein (nur auf den Ellenbogen aufgelegt)
  3. 10 Schuss auf dem blanken Boden sitzend, Ellenbogen auf den Knien aufgelegt
Für mich ist die diagonale Streuung beim liegenden Schießen ohne Zweibein (von links oben nach rechts unten) auffällig, die "erlebe" ich auch als Bewegung des Absehens beim Zielen. Weiß jemand, was ich dagegen machen kann? Vielleicht ist es ja irgendwie ein "typischer" Schießfehler, den ich mir bewusst abtrainieren kann?

Ja, ich weiß... hier im Forum schießt man Streukreise um 10mm einhändig mit verbundenen Augen und den Händen hinter dem Rücken. Ich nicht, deswegen gehe ich üben. Können wir uns bitte grob an meiner Frage orientieren und nicht meine ausbaufähigen Schießfertigkeiten diskutieren? Ich gelobe fleißiges Üben und den Kauf einer Blaser Huntac Boxershorts!

Ach ja, die Waffe ist eine Savage in .17 Hornet in einem Boyds-Schaft mit S&B Klassik 8x56 und einem kleinen Atec Dämpfer. Mit meiner Tikka T3 Supervarmint im GRS Berserk und Stratos 2,5-13x56 in .308 Win sieht es ziemlich ähnlich aus. Es liegt also an mir, nicht am Gerät.

Schießlehrer und erfahrene Schützen bitte vortreten, ich bin sehr gespannt!

Grüße aus Oslo
Baffi2003
 

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Wie ist denn deine Atmung, also wann ziehst du ab?

Vermutung: Auflage in Verbindung mit der Atmung verursachen das Oval.
 
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Treffer, versenkt - meine Atmung ist leider ziemlich unregelmäßig und das, was ich da tue "Atemtechnik" zu nennen, wäre eine krasse Übertreibung. Danke vielmals!!

P.S.: Ich komme leider diese Woche nicht mehr auf den Stand, da wir von Oslo nach Bergen ziehen... sobald ich mich dort eingelebt habe (sprich: Stand gefunden, Jahreskarte gekauft), arbeite ich an diesem Defizit und stelle wieder Schussbilder ein.
 
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Vom Pistolenschießen her kenne ich eine Trainingsmethode (allerdings legt man da ja nicht auf), bei der mal auf senkrechte, mal auf waagerechte Streifen geschossen wird und die jeweils andere Ebene bewußt vernachlässigt wird.
Ich weiß nicht, ob das was beim Gewehrschießen bringt.
 
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Neben Atemfehlern entstehen solche diagonalen Schußbilder auch durch ein unbewußtes Ziehen der Waffe nach schräg unten beim Ziehen des Abzuges, oder durch Anspannen bzw. Nachgeben der Schultermuskulatur in der Schulter, in die man die Waffe angeschlagen hat.

Versuch mal, deinen "natural point of aim" zu finden: Schießposition mit Waffe einnehmen, Absehen aufs Ziel und 5 sec. die Augen schließen, nicht bewegen. Der Körper sollte dabei nicht angespannt oder gar verkrampft sein, sondern locker, aber auch nicht schlaff, es sollte nirgends Druck oder Zug anliegen. Dann Augen wieder öffnen. Wenn das Absehen noch an der gleichen Stelle steht, hat man seinen "natural point of aim" gefunden. Ansonsten anpassen und wiederholen, bis es paßt. Damit dann schießen, sauber auf die Atmung achten und sauber und gleichmäßig mit dem ersten Fingerglied nach hinten abziehen. Dabei hilft es auch, den Daumen neben anstatt auf den Kolbenhals zu legen: das Bewußtsein für die Hand verlagert sich in dem Fall auf den Zeigefinger, wenn der Daumen "nichts zu tun", also nichts zu greifen hat.
 
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Neben Atemfehlern entstehen solche diagonalen Schußbilder auch durch ein unbewußtes Ziehen der Waffe nach schräg unten beim Ziehen des Abzuges, oder durch Anspannen bzw. Nachgeben der Schultermuskulatur in der Schulter, in die man die Waffe angeschlagen hat.

Versuch mal, deinen "natural point of aim" zu finden: Schießposition mit Waffe einnehmen, Absehen aufs Ziel und 5 sec. die Augen schließen, nicht bewegen. Der Körper sollte dabei nicht angespannt oder gar verkrampft sein, sondern locker, aber auch nicht schlaff, es sollte nirgends Druck oder Zug anliegen. Dann Augen wieder öffnen. Wenn das Absehen noch an der gleichen Stelle steht, hat man seinen "natural point of aim" gefunden. Ansonsten anpassen und wiederholen, bis es paßt. Damit dann schießen, sauber auf die Atmung achten und sauber und gleichmäßig mit dem ersten Fingerglied nach hinten abziehen. Dabei hilft es auch, den Daumen neben anstatt auf den Kolbenhals zu legen: das Bewußtsein für die Hand verlagert sich in dem Fall auf den Zeigefinger, wenn der Daumen "nichts zu tun", also nichts zu greifen hat.
.... Das muss ich auch mal versuchen, manchmal lassen meine Ergebnisse auch zu Wünschen über! ;)
D.T.
 
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Was genau anpassen? Die Körperhaltung?

Meist die Körperhaltung, weniger oft die Position der Waffe. Man muß dafür ein bischen Gefühl für die Situation & den Körper haben, dann merkt man schon, woran es liegt. Oft sind es bspw. Nuancen in der Fußstellung, oder der Oberkörper ist verdreht und unter Spannung, die Kopfstellung leicht ungünstig usw.
 
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Neben Atemfehlern entstehen solche diagonalen Schußbilder auch durch ein unbewußtes Ziehen der Waffe nach schräg unten beim Ziehen des Abzuges, oder durch Anspannen bzw. Nachgeben der Schultermuskulatur in der Schulter, in die man die Waffe angeschlagen hat.

Versuch mal, deinen "natural point of aim" zu finden: Schießposition mit Waffe einnehmen, Absehen aufs Ziel und 5 sec. die Augen schließen, nicht bewegen. Der Körper sollte dabei nicht angespannt oder gar verkrampft sein, sondern locker, aber auch nicht schlaff, es sollte nirgends Druck oder Zug anliegen. Dann Augen wieder öffnen. Wenn das Absehen noch an der gleichen Stelle steht, hat man seinen "natural point of aim" gefunden. Ansonsten anpassen und wiederholen, bis es paßt. Damit dann schießen, sauber auf die Atmung achten und sauber und gleichmäßig mit dem ersten Fingerglied nach hinten abziehen. Dabei hilft es auch, den Daumen neben anstatt auf den Kolbenhals zu legen: das Bewußtsein für die Hand verlagert sich in dem Fall auf den Zeigefinger, wenn der Daumen "nichts zu tun", also nichts zu greifen hat.
(y) Super beschrieben: Wenn ich im beim aufgelegten Schuss in Anschlag gehe, dann orientiere ich mich (beim Einrichten!) zunächst grob rechts unterhalb des Ziels. Grund ist genau das was @Steinkauz beschreibt: bei den folgenden Artenzügen und zunehmender Entspannung sacke ich weiter in mich zusammen (das Absehen wandert hoch) und ich entspanne zudem meine rechte Schulter (alles sackt nach rechts und das Absehen entsprechend nach links). Das in Kombination ergibt übrigens eine diagonale Linie von rechts unten nach links oben ... nur mal so 🙂

(Ich bin Rechtsschütze.)
 
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Treffer, versenkt - meine Atmung ist leider ziemlich unregelmäßig und das, was ich da tue "Atemtechnik" zu nennen, wäre eine krasse Übertreibung. Danke vielmals!!

P.S.: Ich komme leider diese Woche nicht mehr auf den Stand, da wir von Oslo nach Bergen ziehen... sobald ich mich dort eingelebt habe (sprich: Stand gefunden, Jahreskarte gekauft), arbeite ich an diesem Defizit und stelle wieder Schussbilder ein.

Besorg dir noch einen stabilen Regenschirm.... :cool:
 
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23 Sep 2007
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Das ist die übliche Abweichung bei Fuchs liegend.
Du musst die Waffe am Vorderschaft relativ weit vorne fassen, der Griff muss fest sein.
Der Ellbogen der rechten Armes darf nicht rutschen können.
Dann muss die Schulter gegen den Zug der Führhand drücken und die Wange gegen den Druck der Abzugshand .
Mit der Führhand wird die Höhe und mit der Abzugshand die Seite justiert.
Wenn beides passt muss das Absehen eigentlich wie festgemauert auf dem Ziel stehen.
Dann beim Abziehen durchs Feuer sehen, also unbewusste Schußauslösung. Ansonsten wird mit dem Befehl des Kopfes die Spannung abgebaut und man hat wieder die fallenden Treffer.
 
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Im übrigen sind die Trefferbilder sooo schlecht wieder nicht. Das mit Zweibein ist gut, du kannst also grundsätzlich mal schießen. Die anderen werden besser durch Übung. Die Ratschläge, die du da gekriegt hast, sind sicher alle gut, mit wachsender Praxis baust du die alle automatisch ein. Behalte dir aber vor allem die Freude am schießen, setz dich nicht so arg unter Druck, mach keine Pflicht draus.
Irgend ein später berühmter Kampfsportler sagte mal: " ich lerne, geduldig zu sein, der Erfolg wird sich mit der Zeit einstellen."
Viel Erfolg
Manni
 

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