Was mache ich falsch? Diagonaler Streukreis beim Schießen ohne feste Auflage.

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Bin da bei @Steinkauz und seinem Beitrag #6. Ich denke, dass es deine "Nullposition" ist, die seitlich nicht ganz passt. Zum Ausgleich drückt oder zieht du dann mit deiner Führhand nach links/rechts. Und auf Grund des Winkels im Ellbogen ist dann die Auswirkung im Schußbild diagonal. Lass dir gerade für das Ausrichten Zeit, Augen zu und deinen Körper einfach die in der Position angenehmste Ruhelage auspendeln lassen. Wenn du meinst, dein Körper ist zur Ruhe gekommen Augen auf und schauen wo du wirklich bist. Dann den ganzen Körper so korrigieren, dass du in die Scheibenmitte kommst. Das Ganze dann ruhig mehrfach wiederholen, bis du in Scheibenmitte bist.

Atemtechnik: Als Optimal hat sich raus gestellt, wenn man so etwa zu 50 bis 70% ausatmet, bevor man zum abziehen übergeht. Da hast du etwa 10 bis 15 Sekunden Zeit. Passt es in der Zeit nicht, abbrechen und NICHT den Schuß noch irgendwie "rausquetschen", Und dannnach ein paar Atemzügen und keine Atemnot mehr herrscht, erneut ansetzen.

Ob es für dich besser ist, den Daumen um den Kolbenhals zu legen oder seitlich musst du ausprobieren, da hift nix anderes. Kann sein dass du schnell merkst, was dir besser taugt. Oder du braucht 100 oder mehr Schuß dafür, bis dein Kopf dafür eine Entscheidung treffen kann.
 
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das 1. Bild ist doch ganz gut, warum nicht unter gleichen Bedingungen nochmal 5 Schuss??
Die anderen Schussbilder sind Wackelei und hätten z.B. nix mit Mucken zu tun, das bei Rechtsschützen eine Tendenz nach rechts unten zeigt.
Während des Atmens schießen ist nix. Entweder eingeatmet oder ausgeatmet (ist besser), aber beim Abziehen nicht atmen.
 
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Neben Atemfehlern entstehen solche diagonalen Schußbilder auch durch ein unbewußtes Ziehen der Waffe nach schräg unten beim Ziehen des Abzuges, oder durch Anspannen bzw. Nachgeben der Schultermuskulatur in der Schulter, in die man die Waffe angeschlagen hat.

Versuch mal, deinen "natural point of aim" zu finden: Schießposition mit Waffe einnehmen, Absehen aufs Ziel und 5 sec. die Augen schließen, nicht bewegen. Der Körper sollte dabei nicht angespannt oder gar verkrampft sein, sondern locker, aber auch nicht schlaff, es sollte nirgends Druck oder Zug anliegen. Dann Augen wieder öffnen. Wenn das Absehen noch an der gleichen Stelle steht, hat man seinen "natural point of aim" gefunden. Ansonsten anpassen und wiederholen, bis es paßt. Damit dann schießen, sauber auf die Atmung achten und sauber und gleichmäßig mit dem ersten Fingerglied nach hinten abziehen. Dabei hilft es auch, den Daumen neben anstatt auf den Kolbenhals zu legen: das Bewußtsein für die Hand verlagert sich in dem Fall auf den Zeigefinger, wenn der Daumen "nichts zu tun", also nichts zu greifen hat.
Ich würde nicht die Augen schließen, sondern einfach nach "unten" schauen. So habens wir im Kader gelernt. Grund dafür ist, dass einem bei geschlossenen Augen das Gleichgewichtsgefühl verloren geht. Bei uns gings allerdings primär um den Stehendanschlag, wenn Du sitzt oder liegst könnten geschlossenen Augen auch funktionieren.

Wmh
Flo
 
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Dann lerne ich aber nicht besser liegend zu schießen... Hilfsmittel sind toll aber fehlen meist dann wenn man sie braucht. Ich will mich selbst verbessern.
Schon klar. Und natürlich gibt es nichts dran auszusetzen besser werden zu wollen. (y)

Mein Vorschlag kam nur deswegen, weil Du eben in Deiner neuen Heimat keine Ansitzeinrichtungen hast.
Hinlegen muss ja nicht überall besser/schöner sein. ;) Nasser Untergrund, Dornen, hohes Gras oder Sträucher, etc.
Da kann sowas:
schon eine Hilfe sein. Zumindest bei mir hat er sich schon einen festen Platz im Auto erkämpft. Funktioniert einfach gut. (y)

Zum Liegendschießen würde ich Dir raten wirklich mal den Gewehrriemen zu nutzen. Das sollte schon ein gewisses Maß an Verbesserung bringen.
 
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So einen Pirschstock mit Auflage für den Hinterschaft habe ich in Deutschland genutzt und fand ihn super! Hier in Norwegen habe ich mir neulich den Primos als Dreibein gekauft - auch der ist hilfreich aber natürlich als Auflage nicht vergleichbar weil der Hinterschaft weiterhin "frei schwingt".

Den Gewehrriemen sinnvoll zu nutzen kommt auf die "Ausprobier-Liste" für den nächsten Schießtermin - danke!
 
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Weil ich das Zweibein bei der jährlichen Prüfung nicht nutzen darf und deswegen mein Liegendschießen ohne Hilfsmittel verbessern will.

Seine Schießfertigkeiten verbessern zu wollen ist löblich und sollte von uns Jägern ernst genommen werden👍
Aber wie anspruchsvoll ist denn die Norwegische Schießprüfung eigentlich? Von den Finnen kenne ich eine recht anspruchslose Prüfungsanforderung für die Elch- bzw Bärenkarte
 
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30 dokumentierte Übungsschüsse an zwei Terminen. Danach 5 Schuss auf 100m als Prüfung, da gibt es verschiedene Optionen aber die gebräuchlichste ist wohl die Rentierscheibe mit einem 30cm Trefferkreis im Leben (nicht sichtbar eingezeichnet).

Was das Ganze trotzdem spannend und praxisnah macht:
- 5 von 5 Treffern nötig!
- einzige Hilfsmittel sind ein Hocker falls man sitzend schießen will und der Gewehrriemen
- die Prüfung muss mit der Jagdwaffe geschossen werden, ggf. dann eben mit jeder Jagdwaffe, die man nutzen will
- die Prüfung (5 Schuss) muss mit Jagdmunition geschossen werden

Ich gebe das sicherlich nicht in seiner ganzen Komplexität wieder, es gibt da ein mehrseitiges Regelwerk... gern mehr per PN.
 
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Das Diagonale würde ich auch los werden wollen, egal ob ich auch damit schon bestanden hätte oder nicht.

@Baffi2003 Verstehe ich das richtig, dass die Prüfung mit allen Jagdwaffen, die ich verwenden will, abzulegen ist. Und nicht nur mit Einer? Da hätten einige Jäger im Bekanntenkreis einige Prüfungen abzulegen, selbst ich wäre schon mit 7 dabei.
 
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So einen Pirschstock mit Auflage für den Hinterschaft habe ich in Deutschland genutzt und fand ihn super! Hier in Norwegen habe ich mir neulich den Primos als Dreibein gekauft - auch der ist hilfreich aber natürlich als Auflage nicht vergleichbar weil der Hinterschaft weiterhin "frei schwingt".
Es ist auch - selbst wenn sich das im ersten Moment komisch anhören mag - eine Gewichtsfrage.
Mit dem zusätzlich aufgelegten Hinterschaft ist es einfach bequemer zu warten. Was sind denn schon für die Jagd 1-2 Stunden? :rolleyes: Wenn man über die Zeitspanne den Schaft hinten auflegen kann macht es sich dann aber schon bemerkbar.
Ich hatte vor dem Deferegger ein "Zweibein", aus geteilten Halbrund-Hölzern, also auch so ähnlich wie beim Deferegger zum zusammenlegen. Und Ecken wo einfach keine Ansitzeinrichtung lohnt oder geht hab ich auch.
Als ich das erste mal mit dem Deferegger an so einer Stelle für drei Stunden war wusste ich, dass ich mein Geld gut angelegt hatte. :giggle:(y)

Den Gewehrriemen sinnvoll zu nutzen kommt auf die "Ausprobier-Liste" für den nächsten Schießtermin - danke!
Wie es gemacht wird ist Dir klar?
 
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Wenns grad ist schickst mir halt eine PN. Ich habs zumindest mit dem Ordonnanz-Prügel schon gemacht.

Google Bildersuche bringt mich da hin. So hab ich es gemacht.

Die Schießjacke, so wie auf den Bildern zu sehen hilft beim Liegendanschlag auch. Bin eigentlich kein Fan davon, aber dafür hab ich mir tatsächlich eine gekauft.
Wenn die Regularien keine zulassen kann man zumindest eine etwas steifere oder engere normale Jacke wählen. ;)
 
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Liegenschießen ist erlernbar.
Ich habe als Dienstgewehrschütze mit dem Schießen angefangen.
Riemen hilft da enorm, bedarf aber genauer Einrichtung, sonst stört er mehr.
Für das Prüfungsschießen sicher machbar, aber direkt auf der Jagd eher schwer, ggf. auch zu laut.
Zumal die meisten Jagdwaffen einen nicht für Liegendanschlag optimierten Schaft haben.

Kamerad aus Wien ist ein begnadetet Leigenschütze, OHNE Riemen!
Man kann es also lernen.
 

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