Waschbären und der Einfluss auf die heimische Fauna

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#1
Da ich erst gestern mit einem "reinen Schalenwildmanager" eine Diskussion über das Thema Waschbär, dessen ökologischer Einfluss und Prädation generell hatte, hier mal ein Diskussionsanstoß!

Der Waschbär hat nach Meinung eines kleinen, aber meinungsstarken Jagdverbandes keinen Einfluss auf die heimische Fauna!
(https://www.oejv-hessen.de/aktuell-waschbaer-invasiv.html)

Es gibt da aber durchaus auch andere fundierte Positionen zum Einfluss des Waschbären auf die Ökologie!

https://www.nabu-waldeck-frankenberg.de/tl_files/fM_k0002/Bilder_Themen/Neubuerger/VHE44 Waschbaer Luebcke.pdf

https://www.berlin.de/aktuelles/bra...schildkroetenrettungsprojekt-lebensraum-.html

http://www.herpetofauna-nrw.de/forum/beobachtungen/waschbaer/index.php

https://www.natur-und-landschaft.de...naturschutzfachlich-eine-invasive-art-ist-979

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/oekologie-waschbaeren-gefaehrden-bedrohte-tierarten

http://www.egge-weser.de/pdf/23_2012/071-081_BEINLICH_Management_des_Waschbaeren.pdf
 
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#3
Die Frage hier ist ja ob der Waschbär invasiv ist oder nicht. Das wird ja von einigen Leuten bestritten ...
 
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#4
Ersetze meinungsstark durch lautstark! :mad:

Leider wird es immer üblicher dem lautesten Schreier hinterher zu laufen, als hinter dem mit den besten Argumenten.
Da wo Fuchs und Marder mit Kopf und Körper nicht mehr rein passen, da angelt sich der Waschbär mit seinen Branten und einem unheimlichen Geschick noch das letzte Gelege aus Höhlen und Schrunden. Für sämtliche Boden- und auch Höhlenbrüter sind sie die reinste Pest.

Bäume verbeißen sie allerdings nicht, deshalb siehe oben. :rolleyes:

Bausaujäger
 
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#5
Die Frage hier ist ja ob der Waschbär invasiv ist oder nicht. Das wird ja von einigen Leuten bestritten ...
Wenn man ihn überall zünftig bejagen könnte und würde, könnte man darüber streiten. Unbejagt bleibt ihm gar nichts anderes übrig. Wo soll der Nachwuchs denn hin? Sich in Luft auflösen?
 
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#6
Ersetze meinungsstark durch lautstark! :mad:

Leider wird es immer üblicher dem lautesten Schreier hinterher zu laufen, als hinter dem mit den besten Argumenten.
Da wo Fuchs und Marder mit Kopf und Körper nicht mehr rein passen, da angelt sich der Waschbär mit seinen Branten und einem unheimlichen Geschick noch das letzte Gelege aus Höhlen und Schrunden. Für sämtliche Boden- und auch Höhlenbrüter sind sie die reinste Pest.

Bäume verbeißen sie allerdings nicht, deshalb siehe oben. :rolleyes:

Bausaujäger
Du kannst dir gar nicht vorstellen wie sehr ich dir das unterschreibe.
 
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#8
Naja, dass Neozoen mit räuberischer Ernährungsweise ihre Beute erst einmal beeinflussen, insbesondere wenn sie sich Nischen erschließen, die alteingesessenen Prädatoren nicht zugänglich waren, dürfte unstrittig sein.
Ob es immer gleich unmittelbar zur Niederwild- und Singvogelapokalypse führt oder ob sich mittelfristig nach einer gewissen Artenverschiebung wieder ein neues "Gleichgewicht" einstellt kann man diskutieren, wird aber schnell eine ausufernde Grundsatzdiskussion über den Umgang mit Ökosystemen und menschliche "Steuerung".

Die viel interessantere Frage finde ich allerdings: Wie gut und mit welchen Mitteln/Aufwand lässt sich der Waschbär bremsen/reduzieren/ausrotten und was von den dreien strebt man an?

Gibt es Modellreviere die vor allem in den beiden letztgenannten Zielen bereits erfolgreich waren/sind?

Mein Eindruck ist bisher, dass auch mit großem Aufwand meist nur ein "bremsen" des Zuwachses erreicht wird. :cautious:
 
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#9
Die Frage hier ist ja ob der Waschbär invasiv ist oder nicht. Das wird ja von einigen Leuten bestritten ...
Definitionsfrage, hilft aber weder in der Diskussion noch in der Realität. Sich über Definitionen streiten lenkt perfekt vom Thema ab, teils auch von eignenem Unvermögen oder Unwillen sich zu betätigen. Zumindest beim ÖJV liegt der Verdacht dazu greifbar nahe.

Ich würde exemplarisch mal empfehlen den ÖJV-Chef Brandenburg zu befragen....sagen wir zu Schnepf und Iltis (wir wollen ja nicht gleich mit dem Burgtor in die Wohnstube fallen)

CdB
 
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#10
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#11
Es ist schon skuril was der ÖJV hier befürwortet:

"Der ÖJV Hessen befürwortet gleichwohl ein effektives Prädatoren-Management im Habitat der Sumpfschildkröte, das Schutzzäunung und straffe Bejagung einschließt."

Ist es nicht gerade erklärtes Ziel des ÖJV die Schalendwilddichte flächendeckend so weit abzusenken dass sich der Wald überall auch ohne Schutzzäunung natürlich verjüngt?
 
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#14
Snoebel hat gesagt.:
Ist es nicht gerade erklärtes Ziel des ÖJV die Schalendwilddichte flächendeckend so weit abzusenken dass sich der Wald überall auch ohne Schutzzäunung natürlich verjüngt?
Du mußt das schon richtig lesen, wenn der ÖJV Schutzzäunung sagt, könnte er wohl Gatterzäunung meinen... :whistle:

:D
 
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#15
Guggst Du hier, der WB ist auch aufgeführt.
Demnach ist er invasiv, die EU stuft ihn ebenfalls als invasiv ein.

Völlig unterschätzt wird bei der Verbreitung mMn die private Haltung. Ich kenne aus Potsdam und einem Revier südlich davon zwei Populationen die im Kern auf Privathaltung zurückgehen.
Bei einer sinnvollen Bekämpfung sollte das absolute Verbot von privater Haltung durchgesetzt werden, bei der Zoohaltung hat man den Schritt schon unternommen.
Aber das reicht bei weitem nicht wer privat hält oder auch nur füttert dem sollte die Hand abgehackt die Brieftasche gelenzt werden.

CdB
 
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