Waschbärjagd

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#1
Von Jahr zu Jahr finde ich die Jagd auf Waschbären immer interessanter. Deshalb eröffne ich mal einen neuen Faden in dem sich über die Jagd auf Waschbären ausgetauscht werden kann.
Ich saß neulich von 21 bis 22:30 an einer Kirrung die gerne von Waschbären angenommen wird. Die Kirrung liegt zwischen einem Heckenkomplex mit Bäumen und einer bauchnabel- bis brusthohen Stilllegungsfläche. Ab 21:45 knackte es deutlich in der Hecke und es dauerte nicht lange, bis ich die Bären deutlich an den Bäumen klettern sah. An einen Schuss war aufgrund des fehlenden Kugelfangs nicht zu denken. Nach einer halben Stunde war ruhe.
Am nächsten Tag wollte ich schlauer sein und positionierte mich ca. 20m von den Bäumen entfernt auf einem Klappstuhl in der Stilllegung mit meinem Drilling ohne Glas. Dieses mal kein Knacken und keine Bären. Beim Gehen kontrollierte ich die Kamera an der Kirrung 15m entfernt und siehe da, ein Waschbär still und heimlich um 21:20😠
Nun Sitz und Büchse gewechselt und mit dem Repetierer mit Nachtglas an ein Maisfeld 400-500 von der Waldkante entfernt. Eigentlich sind diese Felder Magnete für die Waschbären. Dort kam leider auch nichts mehr. Die Tage davor konnte ich an ähnlichen stellen wenigstens immer Mal einen Jungfuchs beim Absuchen der Stoppelfelder erlegen.
Den Rückweg zum Auto habe ich über einige Umwege gemacht und somit noch ein paar Stoppelfelder kontrolliert. Dabei bin ich über diese glückliche Bärenfamilie gestoßen, die sich absolut gar nicht durch mich beirren ließ. Da war es schon halb 1. Jetzt Frage ich mich, ob sie schon unterwegs waren oder noch los wollen 🤔
IMG_20200805_131638.jpg
 
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#3
Die Bären kommen auch nach und nach bei uns im Revier an. Im April wurde ein Jungwaschbär erlöst, Staupe und Spulwürmer.
Jetzt werden sie auch immer mehr an den Kirrungen aktiv und graben uns den Mais aus.
Kenne viele, die auf Sauen warten und die Bärchen gewähren lassen :unsure:
Wäre bei mir ein Unding..:p
 
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#4
An der Kirrung bekommt man die Biester fast immer in Anblick. Beim Sauenansitz verkneife ich mir aber meistens den Schuss. Wenn es mich juckt liegen am Abend aber auch mal 3 Bären auf der Strecke. Am effektivsten ist aber der Einsatz von Lebendfallen.
 
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#5
Ich bin noch nicht dazu gekommen, meine neue Waschbärkirrung einzuweihen :cry: :sad:
Werde sie bei uns mit Rosinen bestücken, bei uns bisher immer gut geklappt.
 
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#7
Sind die nicht so interessiert an Fallen, dass die außen erstmal alles untersuchen und dann beim außenliegenden Gestänge die Falle schon auslösen?
 
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#8
stabile Gitterfalle aus starkem Draht funktioniert am besten. Wenn es mehrere sind, zerlegen sie Dir eine Holzkastenfalle in viele Einzelteile. In Betonrohrfallen fangen sie sich auch gut, sind aber schwer zu entnehmen, da sie fast nie springen und dann mittels einer Stange in den Abfangkorb geschoben werden müssen.
 
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#9
Ich sitze teilweise an den SW Kirrungen, mit dem Wissen dass kein SW im Revier ist, nur um Waschbären zu erlegen. Letztes Jahr kam ich von September bis Dezember auf eine Strecke von ca 30 Bären vom Ansitz oder Pirsch.
Dieses Jahr will es einfach noch nicht so. Vielleicht muss ich mich einfach noch etwas gedulden und warten bis die Maiskolben reifer sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zumindest im Feld der Mais die einzige Möglichkeit ist. Sobald die Kolben reif sind ist jede Kirrung uninteressant. Im Wald natürlich anders.

Fallen sind vorhanden aber kein Schein. Der ist bei mir leider Vorraussetzung. Steht nächstes Jahr auf dem Plan.
Den Waschbär mit Gewalt aus der Falle schieben ist auch ein Punkt. Ich habe noch nie erlebt, dass die freiwillige in den Abfangkorb gehen.
 
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#11
Könnte man sich für den Lebendfang so was wie eine Massen-Fangfalle vorstellen, ähnlich dem nordischen Krähenfang? Da die Waschbären sozial sind und in Gruppen leben, könnte so der gleichzeitige Fang mehrerer Exemplare gelingen.

Weiss da jemand was dazu, hat da schon mal jemand was probiert?
 
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#12
Ich sitze teilweise an den SW Kirrungen, mit dem Wissen dass kein SW im Revier ist, nur um Waschbären zu erlegen. Letztes Jahr kam ich von September bis Dezember auf eine Strecke von ca 30 Bären vom Ansitz oder Pirsch.
Dieses Jahr will es einfach noch nicht so. Vielleicht muss ich mich einfach noch etwas gedulden und warten bis die Maiskolben reifer sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zumindest im Feld der Mais die einzige Möglichkeit ist. Sobald die Kolben reif sind ist jede Kirrung uninteressant. Im Wald natürlich anders.

Fallen sind vorhanden aber kein Schein. Der ist bei mir leider Vorraussetzung. Steht nächstes Jahr auf dem Plan.
Den Waschbär mit Gewalt aus der Falle schieben ist auch ein Punkt. Ich habe noch nie erlebt, dass die freiwillige in den Abfangkorb gehen.
Ganz aktuell

https://www.podcast.de/episode/476302774/JAGDcast+#43:+Waschbärjagd/
 
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#13
stabile Gitterfalle aus starkem Draht funktioniert am besten. Wenn es mehrere sind, zerlegen sie Dir eine Holzkastenfalle in viele Einzelteile. In Betonrohrfallen fangen sie sich auch gut, sind aber schwer zu entnehmen, da sie fast nie springen und dann mittels einer Stange in den Abfangkorb geschoben werden müssen.

Moin @äsungsfläche,

ich habe die Erfahrung gemacht, dass vor allen Dingen die Jungbären nicht springen wollen. Meist ducken sie sich in eine Ecke und wollen partout nicht aus der Falle raus. Habe daher schon einige in der Falle erlegt (.22 lfb), wobei ich nicht den Eindruck habe, dass sich die Nachfolger davon abschrecken ließen ;). Meine Holzkastenfallen wurden noch nicht zerlegt, aber bei einer schon mal deutlich das Trittbrett bearbeitet. Was nervt ist, dass sich die Bären anscheinend noch gern in der Falle lösen :poop:. Ich verwende zur Zeit Fisch mit Honig plus Trockenpflaumen als Köder.

munter bleiben!!

hobo
 
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#14
Könnte man sich für den Lebendfang so was wie eine Massen-Fangfalle vorstellen, ähnlich dem nordischen Krähenfang?
Mir ist keine solche Falle bekannt.
Jeder Verschluss der sich leicht öffnen ließe, um das nächste Tier zu fangen, würde von den Bären befingert und geöffnet werden können.
Waschbärsichere Verschlüsse sind eine Herausforderung. Bei mir im Revier sieht man oft schon von weitem, dass ein Waschbär in der Falle sitzt, weil ein weiterer Bär nach dem Fang von aussen an den Fallklappen und der umliegenden Erde gekratzt hat, um Befreiversuche zu starten.

In grossen Kastenfallen kommen glegentlich Merhrfachfänge vor.
Erst letzte Woche hatte ich 3 Stück gleichzeitig drin.
 
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#15
Könnte man sich für den Lebendfang so was wie eine Massen-Fangfalle vorstellen, ähnlich dem nordischen Krähenfang? Da die Waschbären sozial sind und in Gruppen leben, könnte so der gleichzeitige Fang mehrerer Exemplare gelingen.

Weiss da jemand was dazu, hat da schon mal jemand was probiert?
in einer Betonrohrfalle fangen sich hin und wieder mal 2, in der Ranz saßen auch mal Fuchsrüde und Fähe drin. Beim Waschbären ist wichtig, dass die Klappe/Schieber ordentlich verriegelt, wenn einer drinsitzt, denn im ersten Moment probieren die so einiges um wieder rauszukommen,später rollen sie sich meist ein und schlafen.
 
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