Wechselläufe Genauigkeit - Mauser M03/Blaser R8

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#1
Hallo,
da ich zu diesem Thema keinen Threat gefunden habe erstelle ich diesen.

Ich bin gerade davor meinen ersten Repetierer zu kaufen.
Hab schon mehrere Läden besucht mich beraten lassen und sämtliche Modelle in der Hand gehabt. Mit der engeren Auswahl war ich dann auf dem Schiesstand.

Zur Waffe generell will ich eine .308, gekürztem Lauf (52cm) und Schalldämpfer. Gerne Lochschafft aber kein Muss.

Zum Schluss blieben die Mauser M03 Extreme und die Blaser Professional Success übrig.
Ein Grund hierfür war die Möglichkeit den Lauf zu wechseln falls ich mich mal für ein anderes Kaliber entscheiden sollte.

Generell muss ich sagen, dass die Mauser M03 mir viel besser gefällt. Sie ist zwar schwerer aber die Verarbeitung und vor allem der Handspanner haben mich überzeugt. Auch wenn die R8 durch den Lochschaft besser in der Hand liegt und natürlich handlicher ist als die Mauser.

Nun meine Frage: Wie ist es mit der Genauigkeit der M03 beim Wechseln der Läufe? Muss ich sie jedes Mal einschießen gehen falls ich den Lauf mal wechseln will?
Kenne einige welche die R8 haben und da dort das ZFR direkt auf dem Lauf sitzt können die Sie direkt wechseln und das Ding trifft. Dasselbe wurde mir in den Läden gesagt und dass es bei der M03 nicht so ist. Habt Ihr diesbezüglich Erfahrungen

Mir ist bewusst, dass es sehr starke Meinungsdifferenzen zu den beiden Waffen gibt und respektiere diese, aber bitte darum Antworten auf meine spezifische Frage zu begrenzen. Will hier keine Generaldebatte bezüglich der beiden Marken/ Modelle lostreten.

Vielen Dank schon mal,
TheForce
 
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#3
Hallo ich habe seit ein paar Jahren eine M03 und habe auch schon diverse erfahrungen mit Wechselläufen (8x57is, 270win, 9,3x62) gesammelt. Für mich eine sehr gute Büchse, die einzigen kleinen Mankos sind Gewicht und Baulänge, wobei das nicht immer von Nachteil sein musste. Der Handspanner ist auch für mich der beste, den ich kenne.
Zu Deiner Frage: ich bin ein Sicherheitsfanatiker, wenn es um den Jagdlichen Schuss geht, darum schieße ich meine Waffen, wenn es um hohe Präzision ging immer nochmal Probe bevor es raus geht. Ich konnte dabeioffen gesagt keine Unterschiede feststellen , die ich beziffern könnte.

Wobei mich die Erfahrung gelehrt hat, das das WL Thema grundsätzlich überbewertet wird
 
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#5
Warum gleich nach den Sternen greifen, wenn das deine erste Büchse wird?

Nicht böse gemeint. Ich finds gut, wenn sich Jemand Gedanken macht zu einer guten Büchse.
Aber, ob du die Wechsellaufoption als JJ ohne viel Erfahrung und dann noch im Allerweltskaliber .308 wirklich brauchen wirst, das kann man anzweifeln. Es ist nett gute Ausstattung zu haben, aber hast du schon ein gutes FG? Denk immer daran, die Ausstattung zahlst du mit, egal ob du sie brauchst oder nicht.

Die Auswahl der .308 mit kurzem Lauf ist sehr gut, damit solltest du in Deutschland schonmal gut zurecht kommen. Die Wechsellaufoption brauchst du wahrscheinlich nur im Ausland. Wie es sich mit Minikalibern, wie .222 verhält weiß ich nicht.
 
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#6
Hallo ich habe seit ein paar Jahren eine M03 und habe auch schon diverse erfahrungen mit Wechselläufen (8x57is, 270win, 9,3x62) gesammelt. Für mich eine sehr gute Büchse, die einzigen kleinen Mankos sind Gewicht und Baulänge, wobei das nicht immer von Nachteil sein musste. Der Handspanner ist auch für mich der beste, den ich kenne.
Zu Deiner Frage: ich bin ein Sicherheitsfanatiker, wenn es um den Jagdlichen Schuss geht, darum schieße ich meine Waffen, wenn es um hohe Präzision ging immer nochmal Probe bevor es raus geht. Ich konnte dabeioffen gesagt keine Unterschiede feststellen , die ich beziffern könnte.

Wobei mich die Erfahrung gelehrt hat, das das WL Thema grundsätzlich überbewertet wird
Danke Dir für die schnelle Antwort. Ich weiss auch noch nicht wie oft ich den Lauf wirklich wechseln werde in der Zukunft, aber da man eh schon viel Geld liegen lässt und ich die Möglichkeit habe mal in den Bergen zu Jagen, finde ich die Flexibilität gut. Generell würde ich die Waffe auch wieder einschiessen, aber möchte verstehen wie zwingend notwendig das ist. Danke nochmal.
 
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#7
Warum gleich nach den Sternen greifen, wenn das deine erste Büchse wird?

Nicht böse gemeint. Ich finds gut, wenn sich Jemand Gedanken macht zu einer guten Büchse.
Aber, ob du die Wechsellaufoption als JJ ohne viel Erfahrung und dann noch im Allerweltskaliber .308 wirklich brauchen wirst, das kann man anzweifeln. Es ist nett gute Ausstattung zu haben, aber hast du schon ein gutes FG? Denk immer daran, die Ausstattung zahlst du mit, egal ob du sie brauchst oder nicht.

Die Auswahl der .308 mit kurzem Lauf ist sehr gut, damit solltest du in Deutschland schonmal gut zurecht kommen. Die Wechsellaufoption brauchst du wahrscheinlich nur im Ausland. Wie es sich mit Minikalibern, wie .222 verhält weiß ich nicht.
Ich weiss, schiessen tun Sie alle aber wohin bestimmt das Glas :) Ja Gläser hab ich mir auch schon angeschaut, wird wohl ein Z6i oder Z8i- wieder obere Liga, aber ich glaube eher daran mir einmal etwas gutes zu kaufen als dann alle zwei Jahre etwas neues. Dafür spar ich mir den Holzschaft und nehm Kunststoff. Es geht hauptsächlich darum, dass ich die Möglichkeit habe in den Bergen zu Jagen und bei Rot oder Gamswild ist die .308 wohl nicht ideal. Für das Jagen daheim ist die .308 definitiv ausreichend. Danke Dir!
 
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#8
Warum gleich nach den Sternen greifen, wenn das deine erste Büchse wird?
Sorry, aber da gehen mir die Nackenhaare hoch. Das klingt mir nach " Am Anfang tut es auch ein 98er".

Vielleicht ist es nicht so gemeint, aber warum soll sich einer nur weil er JJ ist mit minderwertigem Gelumpe abgeben? Soll ein Fahranfänger nur Dacia fahren?


Wenn er die Kohle hat, soll er sich doch direkt was gescheites holen. Wer billig kauft, kauft zwei mal.
 
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#9
Es ist eine gute Entscheidung, wenn man sich als Jungjäger als erste Langwaffe einem dem aktuellen Stand der Waffentechnik entsprechenden „modernen“ Repetierer mit vielen zusätzlichen Optionen, wie Lauf- oder Schaftwechsel anschafft. Wenn man das Geld dafür hat, auf jeden Fall machen.

Sollte man später feststellen, dass einem die Waffe doch nicht so liegt, oder man schielt zu etwas „Besserem“, ist eine aktuelle und „moderne“ Waffe auch wieder schnell und ohne zu großen finanziellen Verlust zu veräußern.

Das gleiche spielt sich bei der Optik ab. Wenn man hier bei Fernglas und Zieloptik spart bei der Erstausstattung, kauft man in der Regel zweimal. Immer vorausgesetzt, man hat das Geld dafür übrig.

Qualität hat immer seinen Preis. Bei den preiswerten Produkten, muss man viel mehr Kompromisse eingehen und man schielt doch dann immer wieder zu den Premium-Produkten und vergleicht.

Jäger-Wissen
„Für die wenigen Chancen die wir haben, sollten wir stets bestens ausgerüstet sein.“


Tipp
Wenn ich mich heute nach 3-4 Jahrzehnten jagdlicher Tätigkeit noch einmal komplett mit Jagdwaffen ausrüsten müsste, würde ich bis auf die Flinte alle Waffen mit Kunststoffschäften wählen. Da fällt der eigene Groll auf selbst produzierte Kratzer u. Riefen in Schaft u. Metall recht klein aus, gegenüber denselben Patzern bei den teuren Schaftholzklassen.

Unsere Jagdwaffen sind unser Handwerkszeug und müssen bestens im Jagdalltag funktionieren. Das heißt, es kann auch mal rauer zugehen. Wenn man sich aber mehr am edlen (unbeflecktem) Schaftholz und Co. einer Waffe erfreuen will, sollte man sich speziell dafür auch nur eine „Schrankwaffe“ anschaffen.
 
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#10
Nimm die Mauser M03 und du wirst zufrieden sein!

Die aus der bekanntschaft die eine führen sind es auf alle Fälle und die haben def. KEINE rosarote Mauserbrille auf.

Oder halt eine Klasse günstiger um im Zweifelsfall dir eine gleiche Waffe im anderen Kaliber zu kaufen.
 
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#11
Wie gesagt, Daumen Hoch zur M03. Wenn du die Waffe sicher mit Schalldämpfer verwenden möchtest würde ich mir überlegen, sie noch etwas kürzer als 52cm zu nehmen und ich würde Dir in dem Fall auch nicht zum Semi-Weight (19mm) Lauf raten. Der wird mit Schalli ganz schön kopflastig. Die M03 lässt sich gerade mit der .308 auch mit dem Standard Kontourlauf angenehm schießen.
 
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#12
Aus eigener Erfahrung mit meiner Blaser R8 kann ich sagen, dass das Laufwechseln bei Blaser sehr gut funktioniert. Ich habe 2 Läufe, die ich theoretisch wechseln kann und theoretisch müsste ich nur das Absehen des ZFR verstellen und gut. Soviel zur Theorie, in der Praxis funktioniert das aber nicht, weil die Montage auf den einen Lauf passt und dann nicht mehr auf den anderen und vice versa. Also ich müsste praktisch immer einen Schraubendreher dabei haben und die Sattelmontage anpassen wenn ich nur 1 ZFR verwenden möchte. Ende vom Lied, ich schiesse alles mit der .30-06 und gut ist es. Wenn ich irgendwann mal in ferner Zukunft wirklich 2 gleisig fahren will kommt ein 2. ZFR mit Montage ins Haus. Brauch ich aber nicht. Sonst eine super Büchse, keine Frage. Es gab glaube ich mal ein interessantes Video, in welchem die Wiederholgenauigkeit gegen einen Sauer 404 getestet wurde. Klarer Sieger war Blaser
 
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#13
Ich habe beide Waffen, M03 in 30-06, R8 Success in 300 WinMag, jeweils mit Wechsellauf in .308 Win. Wechseln der Läufe klappt in beiden Waffen ohne Veränderung der Treffpunktlage. Ich muss aber anmerken, dass die R8 präziser schießt. Ich vermute, dass ist aber nur Zufall und stöhnen auf hohem Niveau. Du wirst mit beiden Waffen zufrieden sein.
 
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#14
Sorry, aber da gehen mir die Nackenhaare hoch. Das klingt mir nach " Am Anfang tut es auch ein 98er".

Vielleicht ist es nicht so gemeint, aber warum soll sich einer nur weil er JJ ist mit minderwertigem Gelumpe abgeben? Soll ein Fahranfänger nur Dacia fahren?


Wenn er die Kohle hat, soll er sich doch direkt was gescheites holen. Wer billig kauft, kauft zwei mal.
Ich glaub es liegt weniger an der Waffe, mehr an der Wechsellaufoption. Aber wenn er das beurteilen kann, als frischer Jagdscheininhaber.;)
Ich hab mir auch keinen einfachen 98er gegönnt, wurde dann auch ne 202.

Sind wir doch mal ehrlich: Wer hat nich in den Anfängen irgendwas gekauft, was er später garnicht benötigt hat? Und wenns ne billige Büchse war oder Austattung, die man nicht nutzt.
Ein Beispiel: Ich würde mal behaupten, dass die Hälfte aller Sauer 404-Jäger den Abzug nie verstellen. Warum zahl ichs dann?:unsure::cool:
 
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#15
Wie heißt es so schön, wer billig kauft kauft zwei mal...

Demontiere bei meiner M03 den Lauf nicht nur zum Kaliberwechsel sondern auch zum Reinigen. Treffpunktveränderungen kann ich nicht beobachten und ich bin mit der Waffe oft auf dem Schießstand. Bei der Montage verwende ich einen Drehmomentschlüssel, vermutlich wäre das aber nicht notwendig.

Die Vorteile des Wechsellaufs liegen für mich nicht nur in der Möglichkeit des Kaliberwechsels sondern vor allem auch bei kompakten Transport und der Reinigung. Ob das relevant ist, muss jeder selbst entscheiden.
 
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