Weichholzaue und hochwertigen Wald anpflanzen

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#1
Hallo, ich besitze privat 1 ha Land, die eine Hälfte davon ist ein richtiger Sumpf, der mit Weidenbüschen bewachsen war. Die haben wir mit der Seilwinde rausgerissen und haben sehr viele Erlen gepflanzt. Die gedeihen sehr gut im Wasser.
Nun würde ich gerne in den Sumpf noch andere Bäume setzen, wie sieht es mit Ulme und Esche aus ? Vertragen die gut Staunässe ?
Der andere Teil der Wiese ist eine Streuobstwiese, zwischen die Obstbäume haben wir schon Mammutbäume gesetzt, auch sind 2 Walnussbäume vertreten. DIe Hälfte der trockenen Wiese 0,25 ha sind noch nicht bepflanzt. Dort schweb mir Kastanie und Walnussbäume vor.
Das ganze Areal ist an 3 Seiten mit einer dichten Hecke umgeben. In diese Hecke würde ich gerne Ahorne setzen.
Welche Erfahrungen habt ihr mit Roteiche gemacht ?
Über Tips usw. würde ich mich sehr freuen. Noch habe ich keien enuen Bäume bestellt und bin für jeden Vorschlag offen.
Bis bald
Marcus
 
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#3
Die Flatterulme verträgt Staunässe sehr gut.
Esche müsste gut passen.
Spitzahorn wohl auch.
Wie wärs mit Stieleiche ? (würde den Sauen gefallen 8)
Pappel wächst schnell, ist aber kein hochwertiges Holz.
Welche Bodenart ist vorhanden ?
Von den Weiden hättest du wenigstens am Rand welche stehen lassen können, auf den Stock setzen (köpfen) und einmal im Jahr die Schössling abschneiden hätte wunderbaren Kopfweiden gegeben.
Die Mammutbäume in der Streuobstwiese sind doch nicht dein Ernst oder :shock: . Hau den Dreck bloß wieder weg. Mäh die Wiese einmal jährlich ab oder mulche sie unter. Übers Fallobst freut sichs Wild oder mach Most draus.
Walnuss hört sich gut an. Meinst du Esskastanie ? Die liebt trocken und mild (Weinbauklima), ansonsten trägt sie keine Früchte/Mast.
Für Ferndiagnosen helfen vielleicht Bilder(zwecks Bestimmung des Standorts).
 
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#5
Hallo, nein keine Esskastanie, dafür haben wir echt kein Wetter bei uns. Stieleichen sitzen auch schon ein paar, aber im nassen haben die nichts gegegeben. Es sind ja noch die Weiden da, alle ausreißen ging einfach nicht. Das sind aber keine richtigen Bäume halt nur Gebüsch, wo absolut nichts drunter wächst.
Wäre halt schon wenn die Esche und Ulme auch im SUmpf wachsen würde.
DIe Mammuts bleiben stehen, ist ja schließlich ein einheimisches Holz( Westerwald Braunkohle) lach.
Bis bald
Marcus
 
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#7
Marcusgoe hat gesagt.:
Wäre halt schon wenn die Esche und Ulme auch im SUmpf wachsen würde.
DIe Mammuts bleiben stehen, ist ja schließlich ein einheimisches Holz( Westerwald Braunkohle) lach.
Bis bald
Marcus
Der Ulme größter Feind ist der Ulmensplintkäfer (Ceratocystus ulmii) der diesen fiesen Pilz überträgt welcher auch vitale Ulmen rasch killt. :evil:
Würds aber wie gesagt auch mit Flatterulme (Iffe) probieren, die Bergulme als Experiment dazwischen ? Wäre ein interessanter Versuch.
Ist denn der "Sumpf" zeitweise überflutet (Gewässer-Einzugsbereich) oder nur dauerhaft Feucht (Grundwasser) ?
 
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#8
Hallo, bei uns auf dem jagdkurs haben die gemeint, das Ulmensterben wäre vorbei....also doch nicht.
Ist denn der "Sumpf" zeitweise überflutet (Gewässer-Einzugsbereich) oder nur dauerhaft Feucht (Grundwasser) ?
Der Sumpf ist dauerhaft nass(Gummiestiefel braucht man), auch im Sommer, es gibt einen Quelltopf in der Mitte ca 2 m tief und 1 m Durchmesser. Überflutung gibt es nicht.
Würde halt gerne auch in den Sumpf andere Bäume als die Schwarzerle pflanzen, die dort sehr gut wächst.
 
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#12
Waidmannsheil,

um keinen neuen Thread aufzumachen, schreibe ich das hier einmal hinein. Ich habe ein ähnliches Problem, ich habe ein Stück ehemalige Abraumhalde, Tallage in Ostdeutschland, ehemaliger Braunkohletagebau. Da wächst bisher nur Unkraut und jetzt vermehrt Erlen.

Ich würde da gerne auf Dauer was anpflanzen, was auch mal Geld bringen kann. Kiefer wächst da direkt nebenan, gar nicht schlecht. Was auf der Halde sehr gut gekommen ist, zumindest an Hanglagen, ist die Lärche. Roteiche scheint auch zu gehen, hat nach 20 Jahren auch schon Mast getragen, was ich sehr schnell finde.

Mir schwebt eigentlich Eiche und Kiefer gemischt vor, dazwischen einige Kieferhorste, damit das auch gute Saueneinstände gibt.

Für Vorschläge bin dankbar. Förster vor Ort werde ich natürlich auch kontaktieren.

Gruß,

WB
 
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#14
Moin!

Zuerst mach' mal eine gute Bodenanylyse (oder lass' das machen), also Bodeneinschlag über die 1m hinaus und ggf. noch in einem ausreichend dichten Raster abbohren. Mnnchmal sind die Halden so dünn mit "Mutterboden" übererdet, dass Du da erstmal mit "Gründüngung" oder anderem kommen musst, bevor da drauf "echter" Wald wächst.

Viele Grüße

Joe
 
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