Weißes Reh - Aberglaube und der „sichere Tod“

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#16
Auch nicht schlecht. Das ist eben für Jäger, die beim Schießen immer auf einen guten Kugelfang (...berg) achten!
 
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#18
Möglichweise hast du da noch gar nicht gelebt.
Würde ich nicht mehr leben, könnte ich das nicht posten :mad:
Leider verbietet die Nettikette zu posten was ich von dir halte.
Sorry Sir Henry. Tut mir leid, wenn ich dich beleidigt habe.

Ich bin kein abergläubiger Mensch.
Du hast ein weißes Reh gesehen und sogar fotografiert und du tummelst dich quicklebendig im Forum. Das sehe ich als Beweiß, dass an diesem Aberglauben nichts dran ist.
Das war was ich mit dem Post rüberbringen wollte.

Also nochmal, tut mir leid, wenn ich dich verletzt habe, war absolut nicht so gemeint.
 
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#20
:unsure: bei weißen Gemsen wäre es gleich:
Im Laufe seines Lebens erlegte der treffsichere Jäger Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este 274.889 Tiere. Seine akribisch geführten Jagdbücher geben über jeden einzelnen Abschuss genau Auskunft. Dieser eine weiße Gamsbock, den der pathologische Jäger und Sammler im Alpwinkl unter dem südlichen Göllmassiv am 27. August 1913 erlegte, war dann aber das eine Wild zu viel. Diese Meinung vertraten sogleich viele Zeitgenossen, für die der Abschuss einer geheiligten weißen Gams dem Todesurteil des Schützen gleichkam.
Für Franz Ferdinand selbst spielte der Mythos um die weiße Gams keine besondere Rolle. „Ja wenn man sterben muss, stirbt man sowieso“ soll der Habsburger seiner Gattin erwidert haben, als ihn diese auf den Frevel und die möglichen Folgen aufmerksam machte. Kein Jahr später, am 28. Juni 1914 wurden die beiden bekanntlich in Sarajevo ermordet. Die beiden nachfolgenden Weltkriege kosteten mindestens 59 Millionen Menschen das Leben.

(aus http://www.dietennengauerin.at/franz-ferdinand-und-die-weisse-gams/ )
 
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#22
Ist wirklich faszinierend so ein weißes oder auch schwarzes Reh, und das kleine Kitz im weißen Kleid echt niedlich und fesselnd.

Ehrlich gesagt, hätte ich auch keine Lust so ein Wesen bei dem ersten Anblick gleich "umzunieten", gerne würde ich es über einen längeren Zeitraum beobachten und hegen.

Auf der anderen Seite, wer garantiert mir, dass mein Reviernachbar es genauso sieht und es stehen lässt?

In diesem Sinne lieber ich, als er!;)

Und nein ich unterstelle unseren Nachbarn keine Schießwut, ist eher allgemein geäußert.

Selbstverständlich in keinem Fall eine führende Ricke, egal welcher Farbe!


Pfff, und von so albernem Aberglaube halte ich gar nichts, meine Zeit steht in Gottes Händen!
 
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#23
Ist wirklich faszinierend so ein weißes oder auch schwarzes Reh, und das kleine Kitz im weißen Kleid echt niedlich und fesselnd.
Ehrlich gesagt, hätte ich auch keine Lust so ein Wesen bei dem ersten Anblick gleich "umzunieten", gerne würde ich es über einen längeren Zeitraum beobachten.
Auf der anderen Seite, wer garantiert mir, dass mein Reviernachbar es genauso sieht und es stehen lässt?
In diesem Sinne lieber ich, als er!
;)
Und nein ich unterstelle unseren Nachbarn keine Schießwut, ist eher allgemein geäußert.
Selbstverständlich in keinem Fall eine führende Ricke, egal welcher Farbe!
Um Gottes Willen, bloß nicht miteinander reden!!!!
 
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#24
:unsure: bei weißen Gemsen wäre es gleich:
Im Laufe seines Lebens erlegte der treffsichere Jäger Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este 274.889 Tiere. Seine akribisch geführten Jagdbücher geben über jeden einzelnen Abschuss genau Auskunft.
Der Mann wurde 50 Jahre alt. Wenn er mit 15 angefangen hat, dann hat er 35 Jahre lang gejagt. Macht dann bei 274889 mal eben 7853 Stk Wild p.A. Oder 151 Stk Wild pro Woche.

Ich hab da so meine Zweifel an der Legendenbildung 😉
Aber ich bin auch nicht adelig & setze mein Mojo etwas anders ein.
 
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#25
Wir beobachten in meinem Revier seit 20 Monaten eine Rieke, die sich allmählich weiß verfärbt. Ein guter Freund hatte sie 2018 erstmals entdeckt: anfangs war es nur eine Blässe... inzwischen ist der ganze Kopf (ausgenommen um die Augen herum), dann runter zum Stich und über die vorderen Flanken und der ganze Ziemer: weiß. K.A. ob das genetisch bedingt ist: ein waschechter Albino ist es jedenfalls nicht. Vitiligo oder sonstige Pigmentstörungen kommen da wohl in Frage.

Ich habe auch erst überlegt: letzten Herbst habe ich mich aber entschieden, sie zu jagen. Bis zum März hab ich sie dann nur noch nachts gesehen, wenn ich auf Schweine unterwegs war: klammheimlich; wie ein Geist. Seit dem Frühjahr aber präsentiert sie sich großzügig. Und dickbäuchig. Neulich hatte ich sie auf der Pirsch und bestem Licht auf 50 Schritt 20 Minuten vor mir: Sie ist nicht abgekommen! Aber ihre Erscheinung ist durchaus spooky: was ihr an weißen Haaren gewachsen ist, steht in dicken Büscheln weit über die übrige Decke hervor. (Die gleiche Beobachtung hatte ich schon einmal Anfang April gemacht. Daher schließe ich den Haarwechsel als Ursache aus.) Sie wirkt dadurch wie gefiedert und das Haupt maximal unförmig - und ich dachte, ich hätte einen Lama vor mir; seitdem hat sie auch diesen Spitznamen.

Vor sechs Tagen allerdings ergab sich dieses: ein Jährlingsbock, der sich immer schon in Ihrer Nähe herumgedrückt hatte - den ich schon vor vielen Wochen als überaus schwach und ihr zugehörig eingestuft hatte, trat auf die Bühne, wollte ihr guten Tag sagen und wurde promt abgeschlagen.

Etwas unschlüssig stellte er sich mir noch einmal bereit hin -

und so sieht er aus:
DSC_0931.JPG
DSC_0930.JPG
... kann Zufall sein ;)
 
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#26
Der Mann wurde 50 Jahre alt. Wenn er mit 15 angefangen hat, dann hat er 35 Jahre lang gejagt. Macht dann bei 274889 mal eben 7853 Stk Wild p.A. Oder 151 Stk Wild pro Woche.

Ich hab da so meine Zweifel an der Legendenbildung 😉
Aber ich bin auch nicht adelig & setze mein Mojo etwas anders ein.
Da wird in die Zahl von 274.889 auch alles NW mit eingerechnet sein.
Bei den damaligen hohen Besätzen in den guten NW-Revieren Östereich-Ungarns (Galizien, Böhmen, Mähren, Ungarn), Deutschlands (Ober- und Niederschlesien, Mark Brandenburg, Norddt. Tiefebene, Niederrhein) des europ. Hochadels sind solche Zahlen, zudem mit der damals üblichen Jagd mit Flintenspanner und Flinten-Sets, durchaus zu erreichen gewesen, auch wenn der Erzherzog Thronfolger wohl einer der "fleisigsten" unter ihnen war.
 
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#27
Jedes Tier ist gleich viel wert und gleich schützenswert. Wenn Bockzeit ist und ein weißer Bock auf die Bühne tritt, erlege ich ihn. Absoluten Schutz genießen für mich Muttertiere und was der rechtliche Rahmen nicht hergibt.
 
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#28
treffsichere Jäger Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este 274.889 Tiere.
der Herr Erzherzog wird bestimmt auch ein paar Fliegen gejagt haben. Und wenn er in einen Ameisenhaufen gestiefelt ist, hat er gleich mehrere Tiere erle(di)gt.
Ich glaub ja gern, daß er leidenschaftlich, gut und gern gejagt hat, die Zahl halte ich allerdings für übertrieben. Wie @Iron Mike bereits ausgeführt hat, wären das in 35 Jahren statistisch jeden Tag mehr als 20 Tiere.
 
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#30
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