Weißes Reh - Aberglaube und der „sichere Tod“

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#49
Du unterstellst deinem Nachbarn nichts, aber dir selbst Neid.

Ich würde es nicht erlegen wollen, aber wenn es mein Nachbar anders sähe dann solls halt so sein.........
Hmm, leider völlig falsch interpretiert!

Ich würde durchaus und sehr gerne mal ein weißes oder schwarzes Reh erlegen.
Ich würde es nur ungern gleich beim ersten Anblick tun, weil ich es liebendgern vorher längere Zeit beobachten würde.

Da aber ein solch "magischer" Augenblick einmalig ist, also das einem ein weißes Reh während Jagdzeit noch dazu passend in Schussweite begegnet, würde ich diesen Augenblick nutzen, bevor es jemand anders tut!;)

Das hat rein gar nichts mit Neid zu tun!

Ich jage auch nicht wie verrückt irgendwelchen Trophäen nach.
Ich freue mich über jedes Stück, auch über einen Fuchs, Waschbär oder auch nur ein schwaches Kitz.
Hätte aber auch nichts dagegen mit einem kaptialen Rehbock den neuen deutschen Rekord aufzustellen.

Ich pflege die ganz normalen und gesunden jagdlichen Emotionen, wie es sich für einen Jäger gehört.
Dazu gehört die Freude über einen "einfachen" Anblick eines umherstreifendnen Fuchses bei tageslicht, bis hin zur entfernten Sehnsucht mal eines Tages einen ganz besonderen Rehbock, Hirsch oder Keiler zu erlegen!;)

...und zu dieser entfernten Sehnsucht gehört auch ein edles weißes Reh!
 
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#50
Ich erlege auch kein weißes Wild. Hat aber noch einen weiteren Grund. Gibt es uns doch die Möglichkeit ohne Telemetrie oder sonstigen Firlefanz Einblicke in das Raumnutzungsverhalten des Stückes zu bekommen. Wo es doch besonders gut sichtbar ist. Wir vergeben hier eine Menge Chancen von den Tieren zu lernen, auch wie lange sie leben.
Ich erlege auch bei den Sauen keine Schecken wenn andere schussbare dabei sind. Auch hier lassen sich die Aktivitäten der Rotte anhand markanter Stücke gut verfolgen. Aber wenn Schecke dann wird diese auf jedem Fall erlegt. Sichert ja ein Erlegerbild in der Jagdzeitschrift. Dabei ist das ja nun wirklich nichts besonderes. In der Nacht erkennt man die Schecken sowieso fast nicht als solche, außer mit Technik vielleicht.

Vor vielen Jahren hatte ich ein weißes Wildkaninchen. Hätte es fast als weiße Katze erlegt.
War sehr scheu und schwer zu fotografieren... bild 698 (2).jpg
Erstmals sah ich es im Juni. Im Januar des Folgejahres wurde es dann gerissen, im Schnee fand ich die weiße Wolle. Ich hätte es nie erlegt.

Voriges Jahr erlegte ich in CZ ein weißes Perlhuhn, es kam im Gegenlicht über die Hecke...Na sauber dachte ich, wenn das mal gutgeht :confused:. Es hatte aber ganz wenig Grau im Gefieder, vielleicht hat das was ausgemacht.... ;)... Hab mich dann wenige Monate später "nur mit der Motorsäge in die Hand gesägt". Knapp an so allerhand lebenswichtigen Sachen vorbei und alleine in der Pampa.

Meine tschech. Jagdfreunde schießen allesamt kein weißes Wild.

Bei der Jagd auf verwilderte Haustauben schieße ich auch keine weißen...mein Jagdfreund mit Vorliebe auf diese. Lebt immer noch..
 
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#51
Ganz sicher stirbt man wenn man ein weißes Reh erlegt. Übrigens aber auch wenn man keines erlegt...
Ha ja....

Mein Ausbilder, nicht abergläubisch, der hat einen weißen Hirsch erlegt!
Witze gemacht, 3 Wochen später (Leichten) Herzinfarkt!
Zäher sportlicher Kerl!
Aussage von Ihm: „Ich bin nicht abergläubisch, auch jetzt nicht, aber ich werde nie wieder einen weißen Hirsch schießen, sicher ist sicher!“

Er lacht drüber ....
 
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#52
Oder man kann es es auch aus der anderen Perspektive sehen, er hatte das Glück kurz vor seinem "knappen Tod" ein so prächtiges Tier, wie einen weißen Hirsch zu erlegen!;)
 
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