Weißes Reh - Aberglaube und der „sichere Tod“

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Mittlerweile schon deutlich über 30 Jahre her und schon lange verstorben hat ein sehr guter Freund der Familie in seinem Revier weisse Kanin ausgewildert.
Warum? Weil er sie schön fand. Gejagt werden durften sie nicht und bis zum Ende des Winters im gleich Jahr sah man immer mal eins. Ob es Einkreuzungen mit Wilden gab war nicht bekannt, nach 3 Jahre hat er das Projekt aufgegeben, der Ausfall lag wie zu erwarten bei 100%.
Weiße Stücke würde ich auch nicht Strecken, sie machen es einem leichter Wildbeobachtungen und Bewegungen zu deuten, da man sie immer wieder erkennt.
Ist schon mehr als 10 Jahre her, als ich bei der Karickelburg vorbei gefahren, bin sah ich ewas weißes :unsure: Kann nur ein Milchotter sein, der hat da nix verloren. Kurz befor die BBFl gesprochen hat, sah ich die Löffel. Erstmals im Juni gesehen wurde dieses ausgesprochen scheue Kanin im Januar bei geschlossener Schneedecke vom Habicht geschlagen. Im Schnee fand ich die weiße Wolle..bild 698.jpg
 

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Hier mal ein Foto von einem weißen Rehbock im Frühjahr. Fremdes Revier, aber unweit der Grenze zum Revier eines Freundes. Das war wohl auch schon der zweite Bock in dieser Farbvariante. Ist aus dem Auto fotografiert, von der öffentlichen Straße aus.

Wo ich es grad sehe: das Bild könnte an auch gut an Kinder verteilen, damit die das Reh ausmalen können...:ROFLMAO:
 
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In dem Zusammenhang fällt mir die Geschichte von Cramer-Klett über das weiße Gams ein. Eine Gaiß, die er vom Kitzalter an kannte und nach mehreren Jahren der Verpachtung des Revierteils zu Ende der Schusszeit und zum Ende des 2. WK wieder gesehen hat. Die Gaiß war da wohl schon hochbetagt und s wäre wohl kein Frevel gewesen, sie mit einem sicheren Schuss ohne Leiden zu erlegen.
Allerdings erwartete er jeden Tag seinen erneuten Marschbefehl an die Front und wollte seine Familie in dieser Situation nicht den Zweifeln und Ängsten aussetzen. Wie er wohl erst später (nach der Kapitulation im Mai?) erfahren hat, war das Reichswehramt und mit diesem sein Marschbefehl aber schon kurze Zeit vorher von einer US-Bombe getroffen worden und in Asche und Rauch aufgegangen...

(Für die Interessierten: es müsste im Buch "Im Gamsgebirg" stehen, wenn ich mich nicht täusche...)
 
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Letztendlich muss jeder selber wissen wie er solch "ungewöhnlichen" Stücken umgeht. Ausser dem Jagdherrn selbst kann das während der Jagdzeit keinem "verboten" werden ...
Ich sehe wie colchicus und freue mich drüber Schlüsse zum Verhalten und zur Entwicklung ziehen zu können :) Ich könnte euch xx Bilder zeigen von unseren beiden weißen die ich über viele Jahre begleitet habe mit der Camera. Auch hätte ich viele Male einen der Böcke erlegen können, wäre aber nie auf die Idee gekommen ;-)
Übrigens sind alle Bilder die ich den insgesamt 7 Jahren machen konnte in 5 angrenzenden Forstabteilungen gemacht worden, 75% davon auf einer Fläche von 10ha ;-) Rehwild ist die standortstreueste Wildart die ich kenne ...
Auf den angefügten Bildern sieht man übringens auch schön was sich aus einem schwachem Kitz (w3) und anschliessenden sehr schwachem Jährling (w1) entwickeln kann (w5) ;-)
 

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