Welche 6g Geschosse gibt es in 6,5x57R?

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Hallo zusammen,

vielen Dank für die guten Analysen.
Vielleicht kann ich es so am besten auf einen Nenner bringen: Die Jagd auf Sauen und Rotwild einer gewissen Stärke (in dem Revier ist mit allen Stärken zu rechnen) mit dem 6g TMS liegt einfach nicht in meiner Komfortzone. Ich hätte gerne ein etwas solideres Geschoss das die Waffe mehr zu der Allroundwaffe macht die ich möchte.

Eine Information hatte ich vergessen Euch zu geben: der Lauf hat einen 250mm Drall anstatt des sonst eher üblichen 200mm Dralls. Leider sind Wiederlader und Büma erst zu dem Zeitpunkt darauf gekommen das zu messen, als von 10 Laborierungen nur die mit 6g Geschossen NICHT quer auf der Scheibe einschlugen. Tja war bis dahin schon eine teure Geschichte und den Rat den Drall zu checken hätte ich mir von zwei Profis früher gewünscht.

Wie dem auch sei, die einzige Möglichkeit die Waffe so allround-fähig zu machen wie ich es mir vorgestellt hatte, ist zu testen ob die leichten Solids einigermaßen fliegen. Werde das testen und Euch berichten.

Gruß, schmitzcast.
 
A

anonym

Guest
schmitzcast schrieb:
Hallo zusammen,

vielen Dank für die guten Analysen.
Vielleicht kann ich es so am besten auf einen Nenner bringen: Die Jagd auf Sauen und Rotwild einer gewissen Stärke (in dem Revier ist mit allen Stärken zu rechnen) mit dem 6g TMS liegt einfach nicht in meiner Komfortzone. Ich hätte gerne ein etwas solideres Geschoss das die Waffe mehr zu der Allroundwaffe macht die ich möchte.

Eine Information hatte ich vergessen Euch zu geben: der Lauf hat einen 250mm Drall anstatt des sonst eher üblichen 200mm Dralls. Leider sind Wiederlader und Büma erst zu dem Zeitpunkt darauf gekommen das zu messen, als von 10 Laborierungen nur die mit 6g Geschossen NICHT quer auf der Scheibe einschlugen. Tja war bis dahin schon eine teure Geschichte und den Rat den Drall zu checken hätte ich mir von zwei Profis früher gewünscht.

Wie dem auch sei, die einzige Möglichkeit die Waffe so allround-fähig zu machen wie ich es mir vorgestellt hatte, ist zu testen ob die leichten Solids einigermaßen fliegen. Werde das testen und Euch berichten.

Gruß, schmitzcast.
Gibt eine zweite Möglichkeit!
Lass dir von einem gewerblichen Wiederlader ein geboundetes 6g Geschoss verladen. damit ist die Tiefenwirkung sicher besser als mit dem einfachem TMS
 
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hi harras,

gute Idee, bin aber nicht fündig geworden, bzw. Samereier und Co. hatten kein gebondetes TM im Angebot in 6g. Hast Du einen Vorschlag?

Vielen Dank, schmitzcast.
 
A

anonym

Guest
LFB macht eine 7g Labo ansonsten mit Sammreier oder Klaus mal Kontakt aufnehmen die laden dir was du haben willst
 
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kingfisher schrieb:
Wenn wirklich nur die 6-Gramm-Geschosse gescheit fliegen, liegt es wohl daran, daß der verwendete Lauf Probleme mit der Führungslänge der schwereren Geschosse hat. Ob Solids die Lösung des Problems bringen können, bezweifel ich mal, da sie bei dem geringen Geschoßgewicht durch ihre geringere Dichte doch wieder recht lang sind. Ich würde hier nach einem Mantelgeschoß mit mehr Masse suchen, welches trotz höherem Gewicht eine rel. kurze Führungsfläche hat. Das Swift Scirocco mit 130gr wäre bedingt durch das Boattail und die langgezogene Ogive evtl. so ein Kandidat. Versuch macht kluch, also mal robieren.

Hallo,

also den Zusammenhang zwischen Geschossgewicht,Drallänge und Stabilisierung kenne ich ja, aber wie spielt da die Geschosslänge bzw.Führungslänge mit rein? Oder ist hier die Führungslänge auch nur eine Funktion des Geschossgewichts?

danke für eine kurze erklärung! :D
 
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schaumermal0 schrieb:
@ schmitzcast:
Ich habe in den Beiträgen die Namen der anderen Geschosse mir mehr als 6Gramm nicht gefunden ... daher die Frage:

Hattest du die Original RWS-Laborierung mit dem 7 Gramm und speziell 8,2 Gramm KS probiert ??
Wenn die keine brauchbaren Streukreise liefern, wäre es schon sehr ungewöhnlich. Das 8,2 Gramm wäre sicher eine gute Kombination für Alles.

Servus.

servus, auch die beiden geschosse habe ich getestet mit inakzeptablen ergebnissen. Insbesondere das 8,2g KS kam quer auf der scheibe an...

gruß, schmitzcast.
 
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schmitzcast schrieb:
also den Zusammenhang zwischen Geschossgewicht,Drallänge und Stabilisierung kenne ich ja, aber wie spielt da die Geschosslänge bzw.Führungslänge mit rein? Oder ist hier die Führungslänge auch nur eine Funktion des Geschossgewichts?

Hast du zwei Geschosse gleichen Gewichts aber unterschiedlicher Dichte (also z.B. Blei vs. Kupfer) so ist das Kupfergeschoss länger.
Deshalb wirken die Kräfte, die beim Flug durch Effekte wie hauptsächlich den Luftwiderstand auftreten, gegenüber dem Schwerpunkt des Geschosses an einem längerem Hebel, es ergibt sich also ein höheres Drehmoment, was durch höhere Stabiisierung ausgeglichen werden muss.
 
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solmspruefung schrieb:
schmitzcast schrieb:
also den Zusammenhang zwischen Geschossgewicht,Drallänge und Stabilisierung kenne ich ja, aber wie spielt da die Geschosslänge bzw.Führungslänge mit rein? Oder ist hier die Führungslänge auch nur eine Funktion des Geschossgewichts?

Hast du zwei Geschosse gleichen Gewichts aber unterschiedlicher Dichte (also z.B. Blei vs. Kupfer) so ist das Kupfergeschoss länger.
Deshalb wirken die Kräfte, die beim Flug durch Effekte wie hauptsächlich den Luftwiderstand auftreten, gegenüber dem Schwerpunkt des Geschosses an einem längerem Hebel, es ergibt sich also ein höheres Drehmoment, was durch höhere Stabiisierung ausgeglichen werden muss.

d.h. also dass ein 6g KJG aufgrund der größeren Länge ggü. 6g RWS TMS theoretisch einen kürzeren drall benötigen würde um eine für die stabilisierung ausreichende eigenrotation zu erreichen?

wie spielt hier die führungslänge rein?

dank dir, sehr hilfreich! :!:
 
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schmitzcast schrieb:
schaumermal0 schrieb:
@ schmitzcast:
Ich habe in den Beiträgen die Namen der anderen Geschosse mir mehr als 6Gramm nicht gefunden ... daher die Frage:

Hattest du die Original RWS-Laborierung mit dem 7 Gramm und speziell 8,2 Gramm KS probiert ??
Wenn die keine brauchbaren Streukreise liefern, wäre es schon sehr ungewöhnlich. Das 8,2 Gramm wäre sicher eine gute Kombination für Alles.

Servus.

servus, auch die beiden geschosse habe ich getestet mit inakzeptablen ergebnissen. Insbesondere das 8,2g KS kam quer auf der scheibe an...

gruß, schmitzcast.

@schmitzcast: Du hast die "Geschosse" getestet, meine Frage zielt aber darauf,
1. ob du die Original RWS-Patronen getestet hast oder
2. nur Wiedergeladene ?

Bei 1. ja: sehr verwunderlich, da 250mm Drall Standard ist in der schnellen 6,5x68. Diese schiesst bis zum 8,2g gut, laut RWS-
Speziell das 7Gramm KS sollte in deinem Lauf gut schiessen, da es in der Gewichtsklasse mit die grösste Führunglänge hat und deshalb für den sehr langen Übergangskegel der 6,5x57R wie gemacht ist.

Bei 2. ja: Dann müsstest du durch deine Ladedaten über Quickload-User zur V0 kommen. Die Werksladung ist mit 870m/s angegeben, realistisch solltest du mind. 850m/s schaffen. Wenn die Geschosse deutlich zu langsam sind, kann die Stabilisierung tatsächlich evtl. zu gering werden.

Wenn das 8,2 Gramm KS quer einschlägt, kann es fast nur an zu geringer Stabilisierung liegen.

Solids sind, wie schon erwähnt, länger bei gleichem Gewicht, d.h. die sollten unter 5,5Gramm haben.

Hast du das 6,5Gramm Nosler Partition auch probiert - bei Samereier mit max. 930m/s erhältlich ? Könnte vielleicht auch noch gehen, da es nicht sehr viel länger als das 6Gramm RWS ist.

Führungslänge: Meines Wissens nach in erster Linie wichtig im Zusammenhang mit dem "Übergangskegel" - also dem Übergangsstück zwischen dem Patronenlager und dem gezogenen Lauf. Die deutschen Patronen haben meist
sehr lange Übergänge weill die Patronen anfangs mit sehr schweren, langen Geschossen verwendet wurden.
Hat das Geschoss eine zu kurze Führungslänge, erlebt es einen Freiflug (das Heck hat den Hülsenmund verlassen, aber die Spitze den Drall noch nicht erreicht) im Übergangskegel und Pulvergase können evtl. das Geschoss im Übergang überholen und dabei auch destabilisieren.
Die KS haben auf Grund der Geschossform relative grosse Führungslänge und sind deshalb für grosse Übergangskegel gut geeignet.

P.S.:
Schade, dass du keinen 200mm Drall hast. Mein Vater hatte problemlos die 8,1 und 9,1Gramm Nosler PT in der Patrone verschossen.
 
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Hallo,

ja das waren in der Tat alles wiedergeladene Murmeln vno Samereier. Ich habe die Problematik ausführlich mit ihm diskutiert und er hat keine weiteren Lösungsvorschläge in Deiner Richtung gemacht. Ich vermute das hätte er getan, wenn es ihm sinnvoll erschienen wäre. Denn ein zusätzliches Problem ist bei dem Bockdrilling natürlich das Zusammenschießen der beiden Läufe und das war dann spätestens die zweite Hürde an der vieles gescheitert ist.

Kann mir nochmal jemand erklären was die Führungslänge ist und wie sie mit Drallänge und Eigenrotation bzw. Präzision zusammenhängt?

Dank Euch vielmals, schmitzi.
 
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schmitzcast schrieb:
Hallo,

ja das waren in der Tat alles wiedergeladene Murmeln vno Samereier. Ich habe die Problematik ausführlich mit ihm diskutiert und er hat keine weiteren Lösungsvorschläge in Deiner Richtung gemacht. Ich vermute das hätte er getan, wenn es ihm sinnvoll erschienen wäre. Denn ein zusätzliches Problem ist bei dem Bockdrilling natürlich das Zusammenschießen der beiden Läufe und das war dann spätestens die zweite Hürde an der vieles gescheitert ist.

Kann mir nochmal jemand erklären was die Führungslänge ist und wie sie mit Drallänge und Eigenrotation bzw. Präzision zusammenhängt?

Dank Euch vielmals, schmitzi.

Nochmal Führungslänge (weil ichs schlampig erklärte):
Der zylindrische Teil des Geschosses. Er wird in die Felder und Züge gepresst und übertragt daher den Drall als Drehbewegung aufs Geschoss und hindert die Pulvergase am vorbeiströmen (dichtet ab).
Ein Wadcutter (zylindr. Blei-Scheibengeschoss) hat fast 100% seiner Geschosslänge auch als Führungslänge, ein Spitzgeschoss womöglich noch mit Boottail vielleicht nur 50% davon.

Hoffentlich jetzt etwas besser erklärt ...
 
A

anonym

Guest
schmitzcast schrieb:
Hallo,

ja das waren in der Tat alles wiedergeladene Murmeln vno Samereier. Ich habe die Problematik ausführlich mit ihm diskutiert und er hat keine weiteren Lösungsvorschläge in Deiner Richtung gemacht. Ich vermute das hätte er getan, wenn es ihm sinnvoll erschienen wäre. Denn ein zusätzliches Problem ist bei dem Bockdrilling natürlich das Zusammenschießen der beiden Läufe und das war dann spätestens die zweite Hürde an der vieles gescheitert ist.

Kann mir nochmal jemand erklären was die Führungslänge ist und wie sie mit Drallänge und Eigenrotation bzw. Präzision zusammenhängt?

Dank Euch vielmals, schmitzi.

Mayerl macht ein 5,5g Aero in 6,5mm das könnte noch gehen.
Den Bdr wieder zum zusammenschießen zu bringen da wirst du wohl nicht um garnieren rum kommen es sei denn man nimmt sich extrem viel Zeit und einen Wiederlader und versucht und testet ewig rum.
Dann lieber 2 Labos finden die gut in dem jeweiligen Lauf schießen und die dann zusammen garnieren lassen.
Gruß
 
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@ schaumermal:

danke für die hervorragende erklärung, jetzt habe ich es sogar gerafft... :wink:
Und das bedeutet, dass zu geringe führungslänge u.U. dazu führt dass das geschoss nihct genug "grip" im lauf hat und deshalb zu wenig eigenrotation und damit stabilisierung erhält?

@ harras:

gott sei dank schießt der drilling mit dem 6g TMS von RWS und einer handgeladenen laborierung in 5,6x35R sehr ordentlich zusammen. ich bin nun aber auf der suche nach einem geschoss für stärkeres wild und da schwerere perdefinitionem (drallänge) ausfallen, begebe ich mich nun bei den solids auf die suche und werde KJG, AERO, Jaguar, IMPALA, HDB mal probeschiessen. Mal schauen 1.) ob sie überhaupt aus dem lauf gut fliegen und 2.) ob sie dann auch mit der kleinen kugel zusammen liegen. ich weiss die chancen stehen nicht besonders gut, aber den versuch ist mir die waffe noch wert... :shock:
 
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