Welche DSLR / (System-) Kamera für die Jagd?

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JMB

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Da der Ursprungsthread "Kauf einer Digitalkamera - Vorschläge?" uralt ist (letzter Beitrag 23.06.2005 :unbelievable:) und auch nicht so speziell auf die Jagd-/Tierfotografie abstellte und es mittlerweile eine eigene Kategorie Jagd_und_Fotografie gibt eröffne ich dazu mal einen neuen Thread und schlage vor das Thema hier weiter zu diskutieren.

zuernBernhard fragte dort:
Der Thread ist jetzt doch ein paar Tage alt und die Technik ein paar Schritte weiter. Wie siehts aktuell aus mi den Empfehlungen für eine Digitale SLR für die Jagd ? Sollte man nach wie vor für Foto und Video verschiedene Geräte einsetzen ?


WaiHei
 
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JMB

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Bisherige Beiträge im alten Thread:
Wenn's speziell um DSLR geht solltest Du vielleicht einen neuen Thread aufmachen oder einen besser passenden und aktuelleren suchen.
Kannst dann ja hier einen Link auf den neuen Thread setzen.
Nach 12 Jahren liegen doch Welten zwischen damaligen und heutigen Kameras.

Mit wäre DSLR zu groß, schwer.
Heute gibts erstklassige MSLR, deutlich kleiner. handlicher.
Fuji X und Olympus OM. Würde ich mir heute kaufen.
Die können Video in 4K.
Da braucht man keine Videokamera mehr.
Ist alles eine Frage der Objektive.

Kann ich nur bestätigen! ich bin vor 2 Jahren von Nikon DSLR auf Olympus OM (mit Micro-Four Thirds Bajonett) umgestiegen und habe es bisher nicht bereut.
Die gesamte Ausrüstung schrumpft dadurch um 30-50%. Mit den richtigen Objektiven braucht sich die Qualität gegenüber DSLR nicht zu verstecken.
Videofilmen geht wie besprochen sehr gut.
Als System halte ich neben Olympus / Panasonic, die sich das gleiche MFT Bayonett teilen, auch noch Sony für interessant. Mir persönlich war Olympus von der Bedienung und der Optik (dh. dem Aussehen der Kamera) halt am sympatschsten.
Ich habe schon Leute aus der Fotobranche getroffen, die davon ausgehen, dass DSLR im Hobby-Bereich in den nächsten Jahren verschwinden wird.


WaiHei
 
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Die Frage ist ja was du ausgeben möchtest und wie weit du Fototechnisch rauslangen willst.
Gerade die Objektive machen beim Fotografieren den Unterschied.

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JMB

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@Cast
Wofür steht MSLR?
Meinst Du EVIL o. MILC, DSC, ...?

Je größer der Sensor, desto geringer das Sensorrauschen (insb. bei hohen ASA-Werten und schlechtem Licht), aaaaber desto größer auch die nötige Brennweite des Objektivs, um eine bestimmte Vergrößerung (im Vergleich zum Normal-Objektiv) zu erreichen.
So entsprechen 500 mm Brennweite bei Vollformat (immer ca.-Angaben) 10facher Vergrößerung, bei APS-C-/DX-Format 15facher und bei (Micro-) Four-Thirds 20facher Vergrößerung.
Andersherum ist es bei kleinerem Sensor kaum möglich mit Unschärfe (z.B. bei Portraits) durch offene Blende zu arbeiten, da die Schärfentiefe eine rein geometrische Funktion aus Brennweite, Blendenöffnung und Objektentfernung ist.

Das Four-Thirds-System bietet da m.E. den besten Kompromiss aus allen oben genannten Punkten.
Dazu kommt die größere Auswahl an Wechselobjektiven der Gehäuse- und Fremdhersteller.
Stellt z.B. außer Nikon noch jemand Objektive für die Nikon-One her?

Dazu kommt noch, dass es kaum SLRs mit Bildstabilisator im Gehäuse gibt, der sitzt meist im Objektiv, muss also mit jedem Wechselobjektiv mitbezahlt werden und - und das ist m.E. ein sehr wesentlicher Punkt - steht dann naturgemäß beim Digi-Scoping, also bei "Kamera an Spektiv" nicht zur Verfügung.
Systemkameras mit Bildstabilisator gibt's mittlerweile auch bei Four-Thirds.

Leider gibt's keine Four-Thirds-Gehäuse mit integriertem GPS :sad:, sonst hätte ich nämlich schon längst eine Systemkamera.


WaiHei
 
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Wieviel Objektive braucht es denn jagdlich? Wenn es weit raus geht, dann ist eh da Tele drauf, ggf. mit variabler Brennweite dann braucht es ein allround Objektiv, welches den häufigsten Bereich abdeckt und hält was für nah dran. Bei den dreien kann man schonmal auch Geld für 3 Oberkasse Jagdoptiken rechnen, deshalb ist halt hier wie bei Jagdwaffen halt immer die Frage was man möchte und welche Qualität einem reicht.

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Hi zusammen,

hab ne D90 und hab sie mir damals aus guten Gründen gekauft. Hatte damals sowohl Nikon wie auch Canon in der Hand, die D90 lag mir besser und bietet kurze Verschlußzeiten, hab damals beim IPSC fotografiert.. Einen Nachfoger zur defekten Dimage A1 gab es damals leider nicht, sonst wäre ich wohl bei Bridge geblieben. Aus der damaligen sicht der richtige Kauf, heut würde ich mir eher was Kompabteres im Stile einer Leica V-Lux holen oder eine Oly OM-D. Eher die Oly, wetterfest und kompakt wären die Gründe, diese zu wählen. Zudem passt das schnuckelige Ding gut in den Enduristan-TRS.

Mach dir eine Stoffsamlung deiner Ansprüche und deines Budgets, such dir aus ob DSLR , Mirrorless oder Kompakt. Dann geh in den Laden und befingere. Nicht jeder kommt mit dem kleinen Gehäuse der Oly zurecht oder hat die Hände für eine D4S. Falsch machen kannst du nichts, ausser sich hinterher sich NICHT damit zu beschäftigen.
 
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MSLR ist DSLR nur mirrorless eben. Nikon oder Canon wären für mich nichts bei den kleonen. Wie gesagt Fuji X und Olympus OM.

Wenn du die kleinen Sensormaße möchtest musst du auf Teleoptiken jenseits der 800 mm Vollformat verzichten und da fängt Tele für Tierfotografie an....
 
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So entsprechen 500 mm Brennweite bei Vollformat (immer ca.-Angaben) 10facher Vergrößerung, bei APS-C-/DX-Format 15facher und bei (Micro-) Four-Thirds 20facher Vergrößerung.
Andersherum ist es bei kleinerem Sensor kaum möglich mit Unschärfe (z.B. bei Portraits) durch offene Blende zu arbeiten, da die Schärfentiefe eine rein geometrische Funktion aus Brennweite, Blendenöffnung und Objektentfernung ist.

Dazu kommt noch, dass es kaum SLRs mit Bildstabilisator im Gehäuse gibt, der sitzt meist im Objektiv, muss also mit jedem Wechselobjektiv mitbezahlt werden und - und das ist m.E. ein sehr wesentlicher Punkt - steht dann naturgemäß beim Digi-Scoping, also bei "Kamera an Spektiv" nicht zur Verfügung.
Systemkameras mit Bildstabilisator gibt's mittlerweile auch bei Four-Thirds.

Die Brennweite von 500mm bei Vollformat entspricht auch nur 500mm, bei APS-C das 1,5-1,6fache, bei MFT das 2fache.
Das entspricht aber auch jeweils der Verdoppelung der jeweiligen Blende bei MFT, bei APS-C eben die Blende auch etwa beim 1,5-1-6fachen, je nach Kamerasystem.

Tierfotografie fängt bei Makro-Aufnahmen an, für die Jagd eher immer im Telebereich ab 500mm.
MFT hat z.B. ein sehr gutes 300mm, f4 Festbrennweite, welches ja durch den Cropfaktor in etwa 600mm entspricht.
Hier kann natürlich noch fast verlustfrei mit einem Konverter x1,4 gearbeitet werden, so dass effektiv 840mm zu Verfügung stehen.

Die Olympus hat den besten Bildstabilisator, der zur Zeit auf dem Markt ist. Da gelingen bei einigermaßen Tageslicht auch klasse Aufnahmen ohne Stativ.
Die Neueste Olympus OM-D EM-1 Mark II mit dem 300mm bist Du in etwa 4000€ los.
Für eine Vollformat Canon oder Nikon je nach Kamera mit 600mm Objektiv gut 10.000-13.000€.
Die Freistellung bei Vollformat ist natürlich besser, ob aber der Mehrpreis und das Geschleppe eines Stativs sich dafür lohnt, musst Du entscheiden.
 
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Keine Panik. Tele für Tiere fängt nicht unbedingt bei 500mm an. Am Vollformat kann man immer noch Bildausschnitte machen. Da ist genug Luft nach oben bevor Rauschen etc. signifikant wird. Der Crop an APS-C oder 4/3 ist auch nichts anderes.
 
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MSLR ist DSLR nur mirrorless eben. Nikon oder Canon wären für mich nichts bei den kleonen. Wie gesagt Fuji X und Olympus OM.

quasi mirrorless spiegelreflex, ja nee ist klar :lol:

Wenn du die kleinen Sensormaße möchtest musst du auf Teleoptiken jenseits der 800 mm Vollformat verzichten und da fängt Tele für Tierfotografie an....

wenn du nah genug dran bist ja, ansonsten reichen auch keine 800mm
 
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Deswegen JENSEITS der 800......

Nur da kommt man in Preisbereiche, da kaufe ich lieber eine Kanone mit guter Optik...

Es passt zwar schön für deutschsprachige...:roll:
Aber DSLR Camera ist die korrekte Abkürzung für digital single lens reflex camera, und mslr eben mirrorles single lens reflex. Capice?
 
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Keine Panik. Tele für Tiere fängt nicht unbedingt bei 500mm an. Am Vollformat kann man immer noch Bildausschnitte machen. Da ist genug Luft nach oben bevor Rauschen etc. signifikant wird. Der Crop an APS-C oder 4/3 ist auch nichts anderes.

Wie wahr, das vergessen die meisten nur dass es ein Ausschnitt ist und die Perspektive gleich bleibt.
 
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Für ernsthafte Wildtierfotografie geb' ich Dir folgenden Rat:

Kaufe Dir eine Ausrüstung mit 3-4 Festbrennweiten, 2 Zoomobjektiven und 2 Gehäusen von einem der namhaften Hersteller (Nikon, Canon..)
Dann kannst Du auf fast alle Entfernungen und bei wenig Licht perfekte Aufnahmen machen - wenn Du gelernt hast mit der Ausrüstung umzugehen....
Schau nicht auf das Geld - andere kaufen dafür ein Auto...

OT:
Ich fotografiere seit 40 Jahren - hatte am Anfang im Keller mein Schwarz-Weiß Labor usw......
Habe über die Jahre VIEL Geld für Kameras und vor allem für Objektive ausgegeben - viele schöne Aufnahmen gemacht, mich daran gefreut - sie ein paar Mal angeschaut - verkauft, verschenkt Menschen eine Freude gemacht.....
Mittlerweile denke ich: Den Augenblick kann ich nicht im perfekten Foto festhalten - ich muss ihn bewusst erleben - da stört mich die Kamera eher.
Manchmal filme oder fotografiere ich noch auf der Jagd - mit deutlich abgespeckter Ausrüstung - meistens schaue ich einfach und versuche mit meinen Sinnen ALLES aufzunehmen - die Kamera hält ja bestenfalls fest was die Augen sehen....

CD
 
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Deswegen JENSEITS der 800......

Nur da kommt man in Preisbereiche, da kaufe ich lieber eine Kanone mit guter Optik...

Es passt zwar schön für deutschsprachige...:roll:
Aber DSLR Camera ist die korrekte Abkürzung für digital single lens reflex camera, und mslr eben mirrorles single lens reflex. Capice?

840 werden dir auch nicht helfen :p
 
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