Welche DSLR / (System-) Kamera für die Jagd?

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Mittlerweile denke ich: Den Augenblick kann ich nicht im perfekten Foto festhalten - ich muss ihn bewusst erleben - da stört mich die Kamera eher.

:thumbup:

Ich habe seit 3 Jahren eine Systemkamera mit APS-C Sensor, zwei Zoom und eine Festbrennweite. So das allernötigste für mich. Eigentlich kommt sie nur im Urlaub mit und auch da wird wenig fotografiert.
Was immer dabei ist, ist das Handy, das sehr anständige Bilder macht und das immer zur Hand ist.
So als Notizblock zur Dokumentation. Keine Bilder mit Anspruch. Aber ausreichend.
 
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Die Dimage A1 war wirklich ein tolles Ding. Sie war mein Einstieg in die Digitalfotografie. Zuvor hatte ich nur analog fotografiert in sw und alles selbst entwickelt mit meiner xd7 und Ostblockrollfilmkamera.

Jetzt ist es eine Canon DSLR. Die preiswerten mit Kunststoffgehäuse sind so klein und leicht, dass eine Bridge keine großen Vorteile mehr bietet. Mit einem 55-250 kommt man mit einer DSLR recht weit.
 

JMB

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MSLR ist DSLR nur mirrorless eben.
Nein.
DSLR steht für Digital Single Lens Reflex:
Digital ist klar.
Single, weil es zuerst Spiegelreflexkameras mit immer zwei Objektiven gab - eins zum Durchgucken und eins "mit Film dahinter"
Reflex kommt von der Bildumlenkung über einen (Schwing-) Spiegel.
Kein Spiegel - kein Reflex!

EVIL = Electronic Viewfinder Interchangeable Lens (hat sich nicht durchgesetzt, weil das Akronym so "böse" ist)

Dann gibt noch Spiegel"reflex" ohne Klappspiegel:
SLT = Single Lens Translucent, mit einem teildurchlässigen Spiegel (Sony Alpha)

158px-Mamiya_C330_TLR_camera_with_80mm_F2.8_interchangable_lens.jpg
Quelle: Wikipedia


WaiHei
 
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JMB

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Ab wieviel mm Brennweite sprichst du denn von Tele wenn es um Wild knipsen geht?
Das hat nix mit dem Motiv zu tun!
Üblicherweise entspricht die Normalbrennweite der Diagonalen des Films/Sensors.
Alles was länger ist ist Tele, alles was kürzer ist Weitwinkel.
Deshalb ist Normalbrennweite auch beim Mittelformat 6x6 85 mm und nicht 45-50, wie beim Kleinbild.


Die Brennweite von 500mm bei Vollformat entspricht auch nur 500mm, bei APS-C das 1,5-1,6fache, bei MFT das 2fache.
Das entspricht aber auch jeweils der Verdoppelung der jeweiligen Blende bei MFT, bei APS-C eben die Blende auch etwa beim 1,5-1-6fachen, je nach Kamerasystem.
Ist das so?
Die Blende ist doch normalerweise der Quotient aus Brennweite und Blendenöffnung - also ein 50mm-Objektiv mit 25mm Blendenöffnung hat eine Blende von 1:2 (das 1: lässt man ja meistens weg, weshalb viele nicht wissen woher das kommt)
Ein 1:8 / 500 hat also eine (max.) Blendenöffnung ("Wirksamer Objektivdurchmesser) von 62,5 mm.
Das ist aber doch unabhängig davon an was für einer Kamera das Objektiv hängt.
Oder mache ich da einen Denkfehler - und wenn ja: WO GENAU?


WaiHei
 

JMB

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Einen hab' ich noch:
Allein die "Materialschlacht" macht noch keine guten Fotos - im Gegenteil!
Extremen Tele-Aufnahmen fehlt die "Tiefe", die bei kürzeren Brennweiten ganz anders wirkende Bilder erzeugt.

Wer's bekommt:
Walter Wissenbach - Über Tierfotografie
50er Jahre, z.T. 15 DIN (= 25 ASA) und damit Tierfotos in schwarz-weiß - DAS ist Tierfotografie. :p


WaiHei
 
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Das hat nix mit dem Motiv zu tun!
Ist das so?
Die Blende ist doch normalerweise der Quotient aus Brennweite und Blendenöffnung - also ein 50mm-Objektiv mit 25mm Blendenöffnung hat eine Blende von 1:2 (das 1: lässt man ja meistens weg, weshalb viele nicht wissen woher das kommt)
Ein 1:8 / 500 hat also eine (max.) Blendenöffnung ("Wirksamer Objektivdurchmesser) von 62,5 mm.
Das ist aber doch unabhängig davon an was für einer Kamera das Objektiv hängt.
Oder mache ich da einen Denkfehler - und wenn ja: WO GENAU?
WaiHei

Du hast schon Recht und keinen Denkfehler.
Ich meinte die äquivalente Blende [FONT=open_sansregular]von Cropkameras verglichen mit Kleinbild (Vollformat)
[/FONT]Die Schärfentiefe (der Bereich, der als scharf erkannt wird) ist bei MFT mit f2,8 so groß wie bei Kleinbild bei f5,6
 
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Die gebräuchliche Abkürzung ist DSLM, digital single lens mirrorless.
In der Wildlife Fotografie machen große Sensoren wenig sinn, am verbreitetsten sind dort die APS-C/DX Flagschiffe wie Nikon D500 oder Canon 7D irgendwas.
Der "Vorteil" der geringeren Schärfentiefe (vor 30 Jahren war das noch ein Nachteil von Mittelformat, Zeiten ändern sich ;)) wird bei starkem Tele eher zur Plage.
Da wird dann abgeblendet um das Motiv noch scharf zu bekommen.

Daher ist eine APS-C DSLR oder eine mFT DSLM das Werkzeug der Wahl.
Bei ersteren ist die Auswahl an Objektiven größer.
mFT ist kompakter und viele Teleobjektive sind hintenraus etwas lichtschwach.
Vorteil an den OM-Ds ist der gute Stabi.
Ein Traum wäre das 300/4 Pro, mit 2500€ aber nicht ganz günstig ;)
 
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Das hat nix mit dem Motiv zu tun!
Üblicherweise entspricht die Normalbrennweite der Diagonalen des Films/Sensors.
Alles was länger ist ist Tele, alles was kürzer ist Weitwinkel.
Deshalb ist Normalbrennweite auch beim Mittelformat 6x6 85 mm und nicht 45-50, wie beim Kleinbild.

WaiHei

du hast doch von "wenn es weit raus geht" gesprochen, dann sprich halt was du damit meinst. es hat mit dem Motiv zu tun, nämlich wo es steht und ob du dran kommst. der rest ist auch mir bekannt.
ich dachte hier gings um fotografieren bei der jagd, und da die tierchen nicht an den hochsitz kommen ist schon bissl was an brennweite nötig. fürs strecke legen reicht natürlich nen 50er.

bist du zufällig auch im leica forum unterwegs?
 

JMB

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Um vom Hochsitz aus Wild zu dokumentieren braucht man oft sehr lange Brennweiten, aber ICH (und nicht nur ich) bin der Meinung, dass das rel. wenig mit "Fotografie" zu tun hat.
Ich habe, als ich noch kein Jäger war ein Buch über Tierfotografie gekauft, in dem stand "Wenden Sie sich an einen Jäger oder werden Sie selbst einer, damit sie das Wild verstehen und wissen, wie sie näher heran kommen ...".
Will sagen mit extremen Teleobjektiven entstehen häufig keine "guten" Bilder - zur Dokumentation reicht es natürlich.

Leica ist nicht unbedingt meine Kragenweite, wenn's um's Fotografieren geht - Beobachtungsoptik habe ich "ein bisschen" auch von denen.
Die Leicas, die welche sind, sind mir zu teuer - habe mal in Wetzlar "durch die Regale geschaut" - in der untersten Ebene die "Billigoptiken" mit einer 1 vor den vier anderen Ziffern, eine Ebene höher eine 2 und oben eine 3 - in der Region kaufe ich nicht mal Autos.
Und "die anderen Leicas" sind Panasonics mit einem seeehr teuren roten Punkt drauf.

Also: Nein, bin nicht im Leica-Forum.

BTW: Deine Großmach-Taste klemmt.


WaiHei
 
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naja, der thread heißt halt kamera für die jagd. du gehst also entweder oder, dann macht es wieder sinn.

im leica forum gibt es auch einen JMB, daher die frage.
 
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Ich habe hier mal ein paar Beispiele von "Claas Nowak Naturfoto" , der auch auf Facebook zufrieden ist. Teilweise hat er bei seinen Bildern auch die Verwendete Ausrüstung stehen. Nen 800er Tele habe ich da beim Überfliegen nicht gesehen. Ich finde auch, dass die Fotos auch zu mehr taugen als nur zur Dokumentation.
Natürlich sucht er genau aus für das Foto, nur das Model ist Zufall. Aber eben diese Momente und Zufälle kann es auch auf der Jagd geben.
Quelle ist der Facebookaccount des oben genannten Herren.

https://www.facebook.com/naturfotoclaasnowak/

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Servus

Habe auch mal lange aktiv fotografiert mit kleinem Fotostudio im Keller. Von damals ist noch eine Nikon D90 vorhanden sowie 2 Objektive. Shee es aber wie schon auf der ersten Seite geschrieben: Jagen/Ansitzen oder Fotografieren. Nur eins von beidem geht.

Wenn ich überhaupt eine Kamera mitnehme beim Ansitzen ist es die von meiner Frau. Die Panasonic Lumix DMC FZ200. Macht tolle Bilder, gute Videos und mit dem Vorschraubtunnel und Linse auch sehr gute Makros! Solange das Licht einigermaßen taugt vermisse ich meine Nikon eigentlich nicht. Besonders wenn es ans Gewicht geht. Sie hat Zoom von 25-600mm, durchgängig F2.8 und die Optik kommt von Leica. Und wenn ich dann noch den Preis irgendwo um 300€ sehe finde ich das Teil schon genial. Nicht wenn ich Bilder ausstellen möchte oder die Ansprüche eines Fotografen habe. Aber wenn ich für mich dokumentieren möchte ein tolles Teil!

Gruß
Jan
 
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Hallo,
ich fotografiere ja auch gerne im Revier, dafür nutze ich eine Nikon D7200 und ein Tamron 150-600, das passt in den Rucksack und ist noch angenehm zu transportieren.
Hier mal ein Beispielbild von gestern auf der Gummipirsch.
Gruß Mathias
20170925-Jagd-493.jpg
 
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Persönlich bin ich mit der Olympus E-M5 sehr zufrieden. Staub- und Spritzwassergeschützt, wie schon andere erwähnten mit gutem Stabilisator und kompakt genug um auch mitgenommen zu werden.
 
M

MeierHans

Guest
@ JMB

Fang mal mit der an:

OM-D EM 10 MII

Wenn Du dann hinter der Kamera mehr kannst, als diese Kamera Dir an Technik bieten kann, schau weiter.

Mit guten Fotos ist es wie mit guter Jagd: Du musst ran ans Wild!
Von daher ist das SuperMegaZoom drittrangig.

Aber das weisst Du ja selbst.

Viel Vergnügen auf der Fotopirsch.
 
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