Welche Rasse

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Gibt auch reine Sofadackelzüchter im DTK.

Das wird auch langfristig noch das grosse Problem für den DTK werden. Der Anteil der Nichtjäger liegt mittlerweile bei 50%. Wenn wir auf der Delegiertenversammlung über die Aktualisierung der Prüfungsordnung diskutierten, wissen diese Leute nicht worüber wir da reden......dem entsprechend werden sich künftig die Regularien des DTK verändern. Nicht zum jagdlich Positiven, fürchte ich.
 
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Das wird auch langfristig noch das grosse Problem für den DTK werden. Der Anteil der Nichtjäger liegt mittlerweile bei 50%. Wenn wir auf der Delegiertenversammlung über die Aktualisierung der Prüfungsordnung diskutierten, wissen diese Leute nicht worüber wir da reden......dem entsprechend werden sich künftig die Regularien des DTK verändern. Nicht zum jagdlich Positiven, fürchte ich.

Hatte sich vor diesem Hintergrund nicht der 'Verein für Jagdteckel' gegründet? Darf man den ansatzweise auf Augenhöhe sehen und erscheint es nicht ggf. sinnvoll, den zu promoten und sich da nach einem Welpen umzuschauen?

Niemand mit entsprechend jagdlicher Ambition möchte doch, dass Mutti- und Vatti-Sofawurst bestimmen, wie sich die jagdliche Prüfungsordnung und damit die Zukunft der Rasse entwickelt.


grosso
 
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Hatte sich vor diesem Hintergrund nicht der 'Verein für Jagdteckel' gegründet? Darf man den ansatzweise auf Augenhöhe sehen und erscheint es nicht ggf. sinnvoll, den zu promoten und sich da nach einem Welpen umzuschauen?

Niemand mit entsprechend jagdlicher Ambition möchte doch, dass Mutti- und Vatti-Sofawurst bestimmen, wie sich die jagdliche Prüfungsordnung und damit die Zukunft der Rasse entwickelt.


grosso

Der Verband Jagdteckel VJT hat als Tiger begonnen und ist als Bettvorleger gelandet-wenn man es bildreich beschreiben will.

De facto stammt die Zuchtbasis des VJT aus DTK-Hunden, weil zu wenige eigene „Erzeugnisse“ vorhanden sind. Die personelle Basis ist recht schmal, wenn man auf deren Website die Namen der Funktionsträger liest - alles ziemlich familiär.
Da hat der DTK immer noch deutlich mehr zu bieten. Es müssen sich halt künftig die Jäger deutlich durchsetzen, dann hat der DTK auch eine jagdliche Zukunft. Ein Schritt zB. wäre zu jagdlichen Prüfungen wie Spurlaut oder Schweiss nur Jagdscheininhaber zuzulassen
 
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Ein Beagle jagt spurlaut stundenlang auf der einmal angejagten Fährte. In was für einem Revier braucht man das? Warum ist das Brackieren an Revier-MINDEST-Grössen von 1.000 Hektar gebunden?

Weil da jemand damals keine Ahnung hatte und die Brackenführer ärgern wollte. Die angebliche Unruhe durch einen laut jagenden Hund wollte man nicht im Revier. Frag mal einen Östereicher wieviel Platz man für Hase und Fuchs braucht. Die Antwort war mal 25-50ha. Ein Beagle auf Schwarzwild mag weit gehen.


Allerdings sind sie momentan derart gefragt, dass man schon guggen muss, woher man einen holt. Gibt auch reine Sofadackelzüchter im DTK.

Auch ist wohl untertrieben. Einen aus jagdlicher Leistungszucht in Lang- oder Kurzhaar musst du richtig suchen im Süden. Und dann ist die Bewerberliste auch noch lang und die Ansprüche hoch.

Es müssen sich halt künftig die Jäger deutlich durchsetzen, dann hat der DTK auch eine jagdliche Zukunft. Ein Schritt zB. wäre zu jagdlichen Prüfungen wie Spurlaut oder Schweiss nur Jagdscheininhaber zuzulassen

Unvorstellbar. Im DTK wird richtig Geld verdient. 5 Hündinnen daheim, jedes zweite WE in der Republik unterwegs zu Treffen und Austellungen. Dazu die großen Termine im Ausland. Die Züchter brauchen den Laut um ihre Hunde teuer verkaufen zukönnen. Die werden sich nie das Wasser selber abgraben. Dazu kommen noch die mit dem Alibi Jagdschein.

Der „Hobbyjäger“, der den Hund gelegentlich zur Jagd mitnimmt, sollte nicht zu sehr auf jagdliche Details Rücksicht nehmen.

Dann braucht man auch garkeinen Jagdhund. Einen Mops kannst du auch zum Ansitz mitnehmen. Das wäre doch besser wie den Jägern ihre Rassen zu versauen.
 
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Bei aller berechtigten Kritik, ob am DTK oder irgendeinem anderen Rasse-/Zuchtverein - man verändert einen Verein nur von innen. Abspaltungen und Dissidentenvereine bringen letztlich nicht den gewünschten Erfolg, wie die Vorgänge im JGHV und im Vorstehhundlager überdeutlich zeigen.
Es bleibt den Jägern daher nicht viel anderes übrig, als sich in ihren Vereinen und Verbänden zu engagieren
 
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Dann braucht man auch garkeinen Jagdhund. Einen Mops kannst du auch zum Ansitz mitnehmen. Das wäre doch besser wie den Jägern ihre Rassen zu versauen.

Das wollen die meisten aber nicht....
Gerade wenn wenig Arbeit für den Hund da ist, muss der Hund umso besser sein...

Ich würde nie nach einer Rasse fragen. Ich weis welcher Hund zu mir passt.

So geht es den meisten hier.
Sehr oft fragen Jungjäger, oder Jäger die noch nicht so eingebunden sind, die wissen noch nicht wohin die Reise geht.

Vor kurzem wurde hier ein DK-Rüde vermittelt.. Hoffe er ist gut unter.

Würde ich zb. in einem Pirschbezirk jagen (kein Vorurteil oder Bashing !!!)
hätte ich einen Zwergpudel (Wunschhund meiner Tochter) oder Mischling aus dem Tierheim.

Top in der Familie, warm im Ansitzsack, und den Rest übernimmt der Förster (y)

Gruß Weichei
 
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Nachdem ich jetzt aus feiertäglicher Langeweile (draußen stürmt es wie verrückt, nix mit Revier) den Faden gelesen habe, komme ich zu dem Schluss, dass kein normaler Jäger einen Hund braucht. Außer den Voll- und Halbprofis natürlich...

Und vielleicht wenn man nach dem Arzt- oder Kneipenbesuch einen Fahrer braucht (neulich hier gesehen):

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Bin ich froh, dass ich meine Hunde ohne die Forumsdemokratur angeschafft habe...
 
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komme ich zu dem Schluss, dass kein normaler Jäger einen Hund braucht

So würde ich es jetzt nicht formulieren.

Ich habe hier durch unseren Kreisjagdberater einen recht guten überblick. Man glaubt gar nicht wieviele Jäger einen Jagdhund haben. Man sieht den Hund nur nie...
Außer auf manchen DJ im Kofferraum.

Ich behaupte jetzt einfach mal das bestimmt 30 % der Jäger den Falschen Hund führen.
Pirschbezirkinhaber mit nur Wald DD
Jäger mit BGS im Feldrevier Deutsche Bracke, auf DJ schnallt er nicht weil Hund 3 Stunden weg. Wird nur auf Schweiss geführt ( 5 Todsuchen im Jahr)
Stichelhaar der mit 18 Monaten noch nie an Wild war.

Kleines Beispiel was ich kenne.

Bin ich froh, dass ich meine Hunde ohne die Forumsdemokratur angeschafft habe...

Da man die Foristen ja nicht persönlich kennt, und die tatsächlichen Jagdmöglichkeit auch nicht, kann man aber vieleicht ein nochmaliges Nachdenken erreichen. Nach einem Revierwechsel war mein DK auch in eigentlich völlig falschem Revier. Hat mehr Arbeit gemacht und war nicht so "Entspannt" im Revier.
Der Dackel den wir jetzt haben, passt 99 %.

Verhindern wird das Forum einen Hundekauf nicht.

Gruß Weichei
 
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§ 2 Zulassung zu Jagdgebrauchsprüfungen und nicht jagdliche Prüfungen 1. Der Hundeführer eines Hundes muss zu allen Jagdgebrauchsprüfungen den Besitz seines gültigen Jagdscheines nachweisen. Der Prüfungsleiter (PL) kann Ausnahmen in Einzelfällen zulassen, wenn sie aus züchterischen oder jagdlichen Gründen notwendig sind

Bei unserer Gruppe im DTK ist der Jagdschein grundsätzlich auch zu Anlagenprüfungen notwendig, laut Beschluss der Gruppe.

Natürlich ist der DTK anders aufgebaut als andere Rassen. Bei den Hunden mit dem Stempel Aus Jagdgebrauchszucht ist der Unterschied nicht mehr groß.
Übrigens ob viele DD oder andere Vorsteher mehr Arbeit leisten wage ich zu bezweifeln.
Mein DL holte letzten Herbst mit 12 Jahren noch 6 Graugänse aus schwerem Schilfwasser.
Meine DTK Hündin Flamme ist jetzt bei fast 400 Arbeiten auf Fuchs und über 60 Arbeiten am Dachs mit 12 Jahren angekommen und ist weiter fit.

Ich freu mich notfalls auch mal auf einen Hund beim DTK zurückgreifen zu können der bis jetzt wenig jagdlich in Erscheinung getreten ist. Würde sich als Beispiel die jagdliche Fraktion abspalten wäre der Gen Pool schnell recht klein.

Ich halte viel von Prüfungen! Wenn ein Wurf mit 8 Welpen von denen 5 auf Prüfungen laufen vier keine 10 auf der Hasenspur haben sondern 6 - 9 dann sagt das was aus.

Wenn die Eltern beide VGP haben weis ich, dass der Welpe den Fuchs bei entsprechender Einarbeitung auch macht.

All das sagt mir bei Hunden ohne Papiere keiner.

Dann kostet der oft vielleicht die Hälfte, gut aber was ist das auf 10 Jahre?

Für mich ist klar, ein Hund mit Papieren, mit einer vernünftigen Leistung, mit Prüfungen die in der Nähe möglich sind und dann selber alle Prüfungen versuchen die gehen, was anderes kommt für mich nicht in Frage.
 
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Es ist halt die Absolutheit, die hier manchmal an den Tag gelegt wird. Was spricht denn gegen den von @grosso despektierlich als Jagdbegleiter bezeichneten Hund? In der durchschnittlichen "Bauernjagd"?

Ich bin relativ sicher, dass unser Labbi das meiste was unser DK macht auch gekonnt hätte, wenn man es ihm beigebracht hätte.

Ich lass den Hund halt jedes Stück "finden", richtig suchen muss er meistens nicht. Wenn es halt doch z.B. mal in der hohen Wiese schwieriger ist, geht es mit Hund schneller. Ohne geht´s auch, mühsamer halt. Wärmebild wurde schon erwähnt.

Mal abgesehen von den paar Malen, wo tatsächlich was niedergezogen oder abgewürgt werden musste. Lässt sich aber an einer Hand abzählen.

Klar gibt es Spezialisten, die auch in Spezialistenhänden am Besten aufgehoben sind. Aber der "Normalo" kommt halt nicht auf dreistellige Nachsuchen im Jahr, 93 Drückjagden oder 84 Hasenjagden. Durch das intensive Arbeiten sind die natürlich auch meistens besser, klar. Aber deshalb besser gleich gar kein Hund?

In den großen Hochwildrevieren mag das anders sein, aber da ist man ja vermutlich ohnehin anders aufgestellt.

Meiner Meinung nach ist für den Hund wahrscheinlich genauso wichtig, dass er "Ansprache" hat. Bei uns ist den ganzen Tag jemand zu Hause, wenn ich im Büro und nicht auf Außenterminen bin, sind die Hunde direkt bei mir. Scheinen dabei nicht unglücklich zu sein ... Ob der "voll ausgelastete" Zwingerhund zufriedener ist?

IMG_6479.jpg
 
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Es ist halt die Absolutheit, die hier manchmal an den Tag gelegt wird. Was spricht denn gegen den von @grosso despektierlich als Jagdbegleiter bezeichneten Hund? In der durchschnittlichen "Bauernjagd"?

,,,

Was ist daran despektierlich? Aus meiner Sicht ist das schlicht eine sinnvolle Frage, die sich der ‚Hundinteressierte‘ stellen sollte, bevor er sich fragt, welche Jagdhunderasse er denn wählen sollte. Die Antwort auf die erste Frage wird ggf. einen wesentlichen Einfluss auf die zweite Frage haben.


Gruß von der Kanzel
grosso
 
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Das überwiegend Jungjäger hier nach der richtigen Rasse fragen, mag stimmen. Das hat dann aber viel eher damit zu tun, dass diese Leute sich prinzipiell noch nie richtig mit Hunden beschäftigt haben und keine praktischen Erfahrungen mit den einzelnen Hunderassen haben. Und „solche“ Leute gibt es unter Jägern, aber auch unter Nichtjagenden. Das Leute, die keine, oder wenig Ahnung und Erfahrung von und mit den verschiedenen Hunderassen haben, dann z.B. hier nachfragen ist prinzipiell begrüssenswert! Das ist allemal besser, als wenn sie sich ohne zu Fragen irgendeinen Hund kaufen. Dann ist das Geschrei, vor allem hier, noch grösser.....

Ich schaue prinzipiell eher kritisch auf Hundezüchter und Verbände. Da wird auch jede Menge Mist verzapft. Wichtig finde ich, dass man sich den Züchter, die Haltungsbedingungen und die Art und Weise was mit den Hunden genau gemacht wird, genau und mit gesundem Menschenverstand anschaut. Wenn die Auswahl in allen Kriterien gut gelaufen ist, dann hat man das meiste selber in der Hand. Veranlagung und Frühprägung der Hunde liegt beim Züchter, aber sehr, sehr viel ausschliesslich in den Händen des zukünftigen Besitzers...
 
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