Welche Rückstossladerbüchsen gibt es neben H&K?

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#1
frage ich mal direkt. Welche Rückstossladerbüchsen gibt es neben H&K? Hier findet man darüber wenig und wenn meist etwas über Flinten. Trügt mich der Eindruck oder haben Sich Gasdrucklader durchgesetzt?

Links auf Herstelle und möglicher Waffen wären nett.
 
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#5
Ich habe versucht mehr herausszufinden. So wie es aussieht wurde wohl ziemich konsquent auf Gasdrucklader gesetzt und ungeschwenkt. Letzte Vertreter basieren wohl auf dem G3. Wenn jemand was anderes weiß, bitte ich um Teilnahme.
 
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#6
Darf ich fragen was der Hintergrund für die Frage ist?

Der Rückstoßlader kann in einer Jagdbüchse nicht wirklich viel, das ein Gasdrucklader nicht besser kann.

Der klassische long recoil Rückstoßlader ist schlicht zu unpräzise weil ja der ganze Lauf beweglich sein muss. Das funktioniert super in der Flinte (Stichwort Browning No 5), in der Büchse aber eben nicht wenns auf den einzelnen Schuss ankommt.

Der Gasdruck ist zudem bei den relevanten Kalibern zu hoch, als dass ein unverzögerter Rückstoßlader mit starrem Lauf möglich wäre. Da brauchts immer sowas wie den Rollenverschluss. Selbst der öffnet den Verschluss aber bei relativ hohem Gasdruck.

Da ist ein Gasdrucklader im Normalfall letztendlich die sinnvollere Lösung.
 
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#8
Darf ich fragen was der Hintergrund für die Frage ist?

Der Rückstoßlader kann in einer Jagdbüchse nicht wirklich viel, das ein Gasdrucklader nicht besser kann.

Da ist ein Gasdrucklader im Normalfall letztendlich die sinnvollere Lösung.
Ich war mit einem Kollegen auf dem Stand und der hatte einen Gasdrucklader. Die ausgeworfenen Hülsen waren richtig heiß. Und es war eine ziemliche Schweinerei mit Schmauch, und weil ich dann über das G3 las und dort Rückstosslader steht. Daher kam ich auf die Frage, wo gibt es die noch und die Antwort bisher war, scheint es "derzeit" in Serie für Jagdbüchsen nicht zu geben. Auf eine Internet Suche fand ich auch nichts und wenn nur was über Flinten und das verstand/verstehe ich nicht. Also dachte ich einfach mal, vielleicht weiß hier jemand was anderes ...
 
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#9
Das hört sich an als ob der Gasdrucklader des Freundes einfach zuviel Gas bekommt. Dh zuviel Gas abgezweigt wird um den Selbstlademechanismus anzutreiben. War das evtl mit Schalldämpfer geschossen? Da passiert das typischerweise.

In jedem Fall kann man so etwas mit einer verstellbaren Gasabnahme am Lauf beheben. Einfach bisl runterdrehen und das System kriegt weniger Gas, Dreck und Druck.

Der Rollenverschluss (=verzögerter Rückstoßlader) des G3 ist schon zuverlässig und alles, hat aber noch deutlich mehr das Problem, dass der Verschluss unter relativ hohem Druck öffnet. Dh da ist die Hülse erst recht heiß und jede Menge Dreck drin.
Die Hülse war bei dem Konzept ursprünglich noch so heiß, dass sie gar nicht zuverlässig ausgeworfen werden konnte. Da hat man sich mit Längsrillen im Patronenlager behelfen müssen, um den Auszugswiderstand zu verringern.

Ein (verzögerter) Rückstoßlader ist definitiv nicht sauberer als ein korrekt eingestellter Gasdrucklader. Insbesondere nicht wenn man mit und ohne Schalldämpfer schießen will.
 
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#10
Ein (verzögerter) Rückstoßlader ist definitiv nicht sauberer als ein korrekt eingestellter Gasdrucklader. Insbesondere nicht wenn man mit und ohne Schalldämpfer schießen will.
Danke, ich kann das nachvollziehen. Verstehe aber nicht warum es keine Rückstosslader (Zivil Büchse) mehr gibt (oder wenn nur Ableger vom G3).
 
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#11
Danke, ich kann das nachvollziehen. Verstehe aber nicht warum es keine Rückstosslader (Zivil Büchse) mehr gibt (oder wenn nur Ableger vom G3).
Das hat VP doch - wie ich finde - ganz gut erklärt....
Diverse Hersteller bieten noch 22er (l.r. und W.M.R.) als Rückstoßlader mit einfachem Masseverschluss und feststehendem Lauf an (CZ, Remington, Marlin). Die m.W. zuletzt gebaute jagdliche Selbstladebüchse mit einem solchen Verschlusssystem für Zentralfeuermunition war die 9 bzw 45-Camp von Marlin (bzw der Nachfolger „Police“).
Für entsprechend schwache Munition also sicherlich konstruktiv sinnvoll.
Die Ruger 44 Carbine („nur“ 44 Rem. Mag.) war bereits ein Gasdrucklader.
Gasdrucklader sind sei je her bei jagdlich konzipierten SLB, eingerichtet für Zentralfeuermunition, „State of the Art“ (bspw. Remington 740, Winchester 100 oder FN BAR- nicht zuletzt wegen der Robustheit und des vergleichbar geringen Gewichts. Eine Verney Carron in .300 Win Mag wiegt zB mit ihrem Alukasten weitaus weniger als eine Hk 770 geschweige denn 940.
 
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#12
... der hatte einen Gasdrucklader. Die ausgeworfenen Hülsen waren richtig heiß. Und es war eine ziemliche Schweinerei mit Schmauch, und weil ich dann über das G3 las und dort Rückstosslader steht.
"Junger Hüpfer", was? ;)
Warst Du "beim Bund"?
Hättest Du noch zu G3-Zeiten gedient, dann würdest Du so eine Frage nicht stellen!

Die Hülsen aus dem G3 (und dessen zivilen Ablegern HK 770 / 940 / SL6 / 7) sind "richtig versaut":
Sie kommen "knallheiß" aus der Waffe (was jeder weiß, der mal eine mit dem Hemdkragen aufgefangen hat o_O), haben gerne einen eingedellten Hülsenmund, das Zündhütchen wurde vom auf den Hülsenboden aufschlagenden Verschluss verstemmt, (besonders) entlang der Entlastungsrillen sind die Hülsen sehr stark verschmaucht, besonders bei weicherem Hülsenmaterial fließt Hülsenmaterial etwas in diese Entlastungsrillen (kann man z.T. besser mit den Fingerspitzen, als mit den Augen sehen).
Die meisten Wiederlader halten aus diesen Modellen abgeschossene Hülsen für Schrott, nur ganz wenige laden sie trotzdem wieder.


WaiHei
 
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#13
"Junger Hüpfer", was? ;)
Warst Du "beim Bund"?
Hättest Du noch zu G3-Zeiten gedient, dann würdest Du so eine Frage nicht stellen!

Die Hülsen aus dem G3 (und dessen zivilen Ablegern HK 770 / 940 / SL6 / 7) sind "richtig versaut":
Sie kommen "knallheiß" aus der Waffe (was jeder weiß, der mal eine mit dem Hemdkragen aufgefangen hat o_O), haben gerne einen eingedellten Hülsenmund, das Zündhütchen wurde vom auf den Hülsenboden aufschlagenden Verschluss verstemmt, (besonders) entlang der Entlastungsrillen sind die Hülsen sehr stark verschmaucht, besonders bei weicherem Hülsenmaterial fließt Hülsenmaterial etwas in diese Entlastungsrillen (kann man z.T. besser mit den Fingerspitzen, als mit den Augen sehen).
Die meisten Wiederlader halten aus diesen Modellen abgeschossene Hülsen für Schrott, nur ganz wenige laden sie trotzdem wieder.


WaiHei
Nun ja ich gehörte zu den "Glücklichen" die noch "dienen" durften, und ja ich habe mit dem G3 geschossen und kann nun absolut nicht sagen was daran so fürchterlich war. Wie "versaut" die ausgeworfenen Patronen war kann ich Dir nicht mehr sagen.
 
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#14
bin ich froh das ich mit einem Gasdrucklader dienen durfte....das MG74(MG3 für die Deutschen unter euch ;) ) war ja schon Spaß genug....
 
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