Welche Rückstossladerbüchsen gibt es neben H&K?

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#16
Kannst Du bitte mal ein Foto von solchen Hülsen einstellen, so als "Erinnerungshilfe" für Francisco?!


WaiHei
 
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#18
Und eines von hinten. Der Hülsenboden ist eingedrückt und die Hülse hat im unteren Drittel einen Schmiss. Kann man leider auf dem Foto schlecht erkennen _20190720_213555.JPG
 
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#20
Gehöre auch schon zur G36 Generation unter den Veteranen (laut einem relativ neuen Erlass von Ursel darf ich mich glaub ich so bezeichnen;)). Hatte aber auf einem Lehrgang mal das Vergnügen mit dem G3 und habe es als präzise, zuverlässige und sehr robuste Waffe kennen und schätzen gelernt.
Ich hab mich wie der Threadstarter auch schon gefragt warum sich das System des verzögerten Rückstoßladers nicht durchgesetzt hat.
Es scheint doch deutlich einfacher zu sein und mit weniger Teilen auszukommen als ein Gasdrucklader.
Ok die Hülsen sind ein Argument, zumindest aus sportlicher und jagdlicher Sicht aber aus militärischer Sicht müsste es doch egal sein?
Bin mal gespannt was dieser Thread noch bringt.:coffee:
 
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#21
Das G3 und seine Ableger (auch in .223) sind ja nun weltweit verkauft worden, entweder direkt oder in Form von "Industrie-Anlagen".
Da sollte es doch irgendwo Berichte mit Einsatz-Erfahrungen geben (möglichst in englisch und nicht in der Landessprache).

Der Iran hat(te) doch das G3, dann müsste es doch Erfahrungen auf dem Krieg Iran - Irak (1980 - 1988) geben.
In welchen Kriegen kam es noch zum Einsatz?

IIRC berichtet Baldus in einem seiner Bücher über nicht mehr (richtig) funktionierende G3 bei den Wildhütern im Selous.
Die können ja wohl kaum "ausgeschossen" sein.


WaiHei
 
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#22
Der Rollenverschluss (=verzögerter Rückstoßlader) des G3 ist schon zuverlässig und alles, ...
Naja ...
Der Rollenverschluss ist zuverlässig und lässt sich einfach an verschiedene Kaliber anpassen, was durch einen veränderten Pfeil-Winkel des Steuerstücks geschieht.

Was der Rollenverschluss aber gar nicht mag ist "nicht-angepasste" Munition zu verschießen.
M.W. rät HK davon ab (wesentlich) höhere Geschossgewichte, als die für die der Verschluss konzipiert ist (in .308 Win also 147 grs) zu verschießen, weil das den Verschluss deutlich stärker belastet.
K.A., für welches Gewicht die Verschlüsse der HK 940 (.30/06 u. 7x64) eingerichtet waren und ob HK770 und SL7 für dieselben Gewichte eingerichtet waren.

In der "prä-Schießkino-Ära" und beim "Durchschnitts-Jäger" hat das bei Jagdwaffen wohl kaum eine Rolle gespielt, weil die Schusszahlen niedrig waren und die Reservisten verschossen mit dem SL7 meist Surplus mit passendem Geschossgewicht.


WaiHei
 
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#24
Naja ...
Der Rollenverschluss ist zuverlässig und lässt sich einfach an verschiedene Kaliber anpassen, was durch einen veränderten Pfeil-Winkel des Steuerstücks geschieht.

Was der Rollenverschluss aber gar nicht mag ist "nicht-angepasste" Munition zu verschießen.
M.W. rät HK davon ab (wesentlich) höhere Geschossgewichte, als die für die der Verschluss konzipiert ist (in .308 Win also 147 grs) zu verschießen, weil das den Verschluss deutlich stärker belastet.
K.A., für welches Gewicht die Verschlüsse der HK 940 (.30/06 u. 7x64) eingerichtet waren und ob HK770 und SL7 für dieselben Gewichte eingerichtet waren.

In der "prä-Schießkino-Ära" und beim "Durchschnitts-Jäger" hat das bei Jagdwaffen wohl kaum eine Rolle gespielt, weil die Schusszahlen niedrig waren und die Reservisten verschossen mit dem SL7 meist Surplus mit passendem Geschossgewicht.


WaiHei
Ja, ist in der harten Praxis nicht ganz so einfach. Wenn das G3 regelmäßig gewartet wird, schießt es gut. Dazu gehört auch die Kontrolle des Verschlussabstandes sowie das Lager der Feder im Schaft.

Die Rollen verschleißen und müssen mit passenden Rollen gewartet werden. Ist der Verschlussabstand trotzdem zu groß, müssen größere Rollen eingebaut werden.

Die zu schweren Geschosse schlagen dann die Feder wohl zu fest in Richtung Schaftende. Wenn dort das Lager ausschlägt, ist ein neuer Hinterschaft fällig.

Hat wohl seinen Grund warum das AK47 weiter verbreitet ist....
 
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#25
Hat wohl seinen Grund warum das AK47 weiter verbreitet ist....
Einfacher herzustellen (mit einfachstem Werkzeug, selbst am Khyber-Pass ;)) und weniger Export-Beschränkungen der großen Hersteller-Länder.

Dauer-Haltbarkeit dürfte auch wesentlich von der Materialqualität abhängen, es soll ja z.B. auch Qualitätsunterschiede zwischen z.B. rumänischer, bulgarischer und DDR-Fertigung gegeben haben, von chinesischer und "Hinterhof"-Fertigung ganz zu schweigen.
Wobei die "Kaschi" m.W. nicht auf lange Lebensdauer ausgelegt war:
Was nützt eine Waffenlebensdauer von mehreren Zehntausend Schuss, wenn der Soldat statistisch tot ist, bevor er seine am Mann mitgeführte Munition verschossen hat?


WaiHei
 
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#26
Das G3 und seine Ableger (auch in .223) sind ja nun weltweit verkauft worden, entweder direkt oder in Form von "Industrie-Anlagen".
Da sollte es doch irgendwo Berichte .....
In welchen Kriegen kam es noch zum Einsatz?
WaiHei
Das CETME wurde in etlichen Kriegen verwendet - m. W. hatte es bei seinen Nutzern einen sehr guten Ruf...
 
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#28
Finde ich auch extrem. Die Hülsen aus meiner BG308 sahen wesentlich besser aus und habe ich sogar wiedergeladen. Kommt sicher auch auf die Härte des Hülsenmaterials an.
Habe noch ein paar Hülsen in der Schrotttonne im Hobbyraum gefunden. Sind BW-Surplus-Hülsen.
IMG_20190721_182042-1488x1984.jpg
 
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#29
Gedient hab ich nicht, kann also keinen Vergleich zum G3 herstellen. Andere Büchsen mit ähnlichem Verschluss hab ich ebenso nicht.

Weiß aber von anderen mit anderen G3-Klonen (wie Beitler z. Bsp.) das dort die Hülsen ähnlich aussehen. Ich verwende diese Hülsen nicht zum Wiederladen.
 
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#30
Das CETME wurde in etlichen Kriegen verwendet - m. W. hatte es bei seinen Nutzern einen sehr guten Ruf...
In welchen denn?
Lt. Wikipedia gab es folgende Einsatzländer: Dänemark, Norwegen, Pakistan, Portugal, Schweden, Spanien.
Pakistan gegen Indien?
Spanien u. Protugal in ihren ehem. Kolonien?


WaiHei
 
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